Hi,
ich hab schon gegoogelt, aber wirklich viel findet man nicht. Wie hoch ist die relative Wahrscheinlichkeit einen BIOS-Virus zu haben???
Ich frage nur deshalb, weil ich es entweder für eine göttliche Strafe oder unheimliches Pech halte, wenn einem 3 Festplatten nacheinander abschmieren, wobei die eine erst ein halbes Jahr alt war und die andere funkelnagelneu.
Wie sieht z.B. mit dem Wurm: CIH aus? Der träfe von der Beschreibung in etwa mein Problem, mein BIOS selbst kann er nicht befallen, weil ich kein Intel nochwas Bios habe, aber er könnte meine FPs angegriffen und permanent die Bootsektoren demoliert haben...
Ich hab das BIOS jetzt nach Nickles-Art erstmal resettet (mit ner Büroklammer kurzgeschlossen).
Würde das zur Bekämpfung ausreichen oder muss das BIOS geflasht werden?
elsienco
Mainboards, BIOS, Prozessoren, RAM 27.329 Themen, 124.498 Beiträge
Hallo
weiß es zwar nicht genau würde aber sagen 1- 2 % maximal .
haben defekte Festplatten haben mt Bios oder virus nix zu tun .
mfg mister x
Ein BIOS-Virus löscht das BIOS (ROM) => Board tot und läßt sich nur mit gewissem Aufwand wieder beleben (EEPROM-Brenner hat nicht jeder da ...).
Anderereseits sind diese Viren fast ausgestorben und viele BIOSe habe diverse Schutzmaßnahmen dagegen (Jumper, Boot-Block, Recovery-BIOS, ...).
CMOS-Reset würde überhaupt nichts bringen und neu flashen/brennen wäre schlimmstenfalls sowieso nötig => was du willst ist überflüssig.
Eine Platte beschädigt so ein BIOS-Virus natürlich nicht, kann sie maximal nebenbei mit löschen. Afaik, löschte der CIH die ersten paar Sektoren mit => "unpartitionierte Platte".
Dein Problem liegt ganz sicher woanders.
In Bootsektoren können sich aber durchaus Viren und sonstige Malware (mit) einnisten.
Dein Problem solltest du erst mal genau beschreiben (incl. Hardware).
Würde auch sagen, das dein Problem nicht im BIOS liegt...
Hast du evtl. Überspannungen in deinem Hausnetz?
Um welche Platten geht es??? (Hersteller, Typ, Herstellungsdatum uws)
Werden deine Platten evtl. zu heiß? Wärmestau oder ähnliches???
Also, ich weiß ja nicht, aber ich muss meine IDE Kabel mi so nem kleinen Ding am Gehäuse zusätzlich festmachen, erden oder so wurde mir gesagt.
Ansonsten würde ich auch mal sagen:
- Überspannung bzw. nicht konstant (mal Everest 5 minz beobachten)
- Hitzeproblem
ansonstenwürde ich mal raten: Der Rechner wird nicht dauern hinund hergezerrt, oder?
a) der Rechner wird nicht "dauernt hin und her gezerrt", maximal 2-3mal jährlich ne LAN-Party, außerdem behandel ich meine Ausrüstung wie ein rohes Ei.
b) Überspannung? Würde die nicht schon vom Hausanschluss ausgeglichen, bzw. spätestens vom NT? Wir haben hier öfter Stromschwankungen (Sekundenstromausfälle).
c) Hitze....mmh? Die neue Festplatte war aber alleine im Rack und die anderen beiden haben ja auch zwei Jahre ohne Probs. überlebt, außerdem wie sollte Hitze einen Logikschaden hervorrufen?
d) System:
Athlon XP2600+
ASRock K7S8X (SiS, AMI-Bios)
120GB Samsung Spinpoint (ca. 2 Jahre alt)
250GB Western Digital Caviar SE (ca. halbes Jahr alt)
160GB Seagate Barracuda (nagelneu, heute zurückgeschickt)
1024MB RAM (333 und 400 gemischt)
350W NT
PCI Sound-Karte
PCI TV-Karte
Win XP Pro
elsienco
Wenn die Festplatte nur logisch versaut ist hilft Low-Level-Format...aber dann sind alle Installationen und Daten weg.
3 Festplattenausfälle sind sehr unwahrscheinlich, dafür muss es einen Grund geben:
1) Hitze oder Vibrationen (oder gar Sabotage, gegen den PC treten).
2) Spannungsprobleme. Überspannung oder logische Beschädigung durch Unterspannung beim Starten. Allerdings ist da das NTFS-Dateisystem recht robust.
3) Viren.
4) Zu lange IDE-Kabel bei zu hohem UDMA-Modus. IDE-Kabel tauschen.
5) Im Bios prüfen, ob bei den Booteinstellungen die INT13H-Unterstützung aktiviert ist.
Testen:
Die Festplatten bei gezogenem Netzstecker abhängen. Datenkabel und Stromkabel abziehen. Den PC von DOS-Diskette starten, man sollte bis zum DOS-Prompt kommen (Schreibschutz auf der Diskette aktivieren).
Du schreibst nur XP Pro, mind. SP1 ist aber garantiert drauf?
Wenn es öfters Stromausfälle bzw. -Schwankungen gibt, brauchst du dich nicht wundern, wenn Dateisystem/Bootsektoren logisch beschädigt werden. Hier wäre ein Netzteil mit längerere Stützzeit oder besser gleich eine USV nötig. Ein PC braucht "konstanten Strom und Spannung" und toleriert keine größeren Aussetzer.
Überspannungen werden nur von einem Überspannungsfilter gemildert und soetwas muß man extra kaufen (bei Blitzschutz installieren lassen - teuer und aufwändig). Mag sein, daß ein NT etwas Schutz bieten kann, einige rauchen aber schon bei kurzen Spitzen von 2 kV ab. Anscheinend leidest du etwas stark unter Wunschdenken. ;-)
Platten sollten höchstens 45 °C warm werden (auf Dauer lieber unter 40 °C), sonst verrecken die schneller oder produzieren Fehler. Bei drei Platten braucht man normalerweise ein großes Gehäuse oder zumindest eine sinnvollle Kühllösung, einfach übereinander pappen ist nicht!
Die Platten-Hersteller bieten diverse Tools an, um die Platten auf eventuelle Fehler zu testen => schon mal gemacht? Nur weil es mal ein paar kleine Problemchen mit Bootsektoren oder Dateisystem gibt, muß eine Platte noch lange nicht defekt sein.
Erst wenn nach einem Zero-Fill + Neuinstallation (Image + Daten Kopieren) die Probleme - trotz stabiler + sauberer Stromversorgung + "keine Resets" - rasch wiederkerhren, können die Platte vielleicht doch eine Macke haben.
PS: meine Anzahl der HDD-Ausfälle in ca. 6 Jahren:
0
(sind jetzt 9 Platten)
Ist ja doch recht erstaunlich, was alles zu einer Fehlfunktion führen kann.
Wäre nie auf die Idee gekommen, das zu lange IDE Kabel schuld ein könnten.
Allerdings hab ich die routineweise auch ausgetauscht - ohne Effekt.
Ist mein NT evtl. zu schwach? Ich mein der XP2600+ ist ja noch nicht deeeer Stromfresser, aber alleine die GraKa zieht unter Last bis zu 110W. Das NT hat aber diese Schwankungskorrektur, also überbrückt die Sekundenausfälle normalerweise.
Nochwas dazu: ich hab auf meinem Gehäuse einen Reciever stehen, dessen Gehäuse selbst steht zwar nicht unter Strom aber dieses blöde Antennenkabel verteilt gerne Schläge. Das ist neulich mal abgefallen und gegen den Rechner gekommen - maybe...
Zu der Anordnung der Festplatten: in meinem Standartsystem sind nur zwei Platten drinne, die Samsung ist definitiv im Eimer, die bootet nicht mehr und klingt wie´n Dieselmotor - ich tippe Lagerschaden.
Die Samsung und die WD waren sonst immer zwei Slots voneinandern entfernt eingebaut. Ich werde die WD morgen mal Low-Level formatieren, das dauert bloß immer so schön lange....
Mal sehen, ob das hilft. Ich wollte die eigentlich nur austauschen lassen um 100% sicher zu gehen, dass alles OK ist.
elsienco
Für Low-Level-Format gibt es eine schnellere Möglichkeit. Du machst die ersten 8 GB mit dem alten IBM wipe.exe platt. Dann baust Du die Platte als zweite Platte ein und partitionierst sie als eine große Primäre Partition. Diese Partition wäre dann mit PartitionMagic8 (oder einem anderen Tool, dass unter Windows laufen sollte) "sicher zu löschen". Das geht schneller...im UDMA-Modus.
www.bristol.ac.uk/is/computing/advice/hardware/supportstaff/disposal/wipe.exe
Info zu wipe...der Link zu IBM ist aber nicht mehr gültig
Achtung: bei wipe heißt die erste Festplatte Null, die zweite Festplatte 1.
Völlig leere Festplatten lassen sich nicht mit PartitionMagic partitionieren, vielmehr muss schon einmal auf den Platten der alte DOS-Befehl fdisk /mbr ausgeführt werden, dabei entsteht scheinbar eine 8 GB-Partition, die natürlich zu löschen ist. WinXP dagegen kommt mit völlig leeren Platten klar.
