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Atari PC 3 - Wie kommt man in's Bios.

matze34 / 11 Antworten / Baumansicht Nickles

Wie komme ich bei meinem alten Atari PC3, Baujahr 1987 in's Bios.
Möchte das Disketten-LW austauschen. 360KB raus, 1,2 Mb rein.
Hab' schon mit del, ESC und F1 ausprobiert, geht aber nicht.

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Andreas42 matze34 „Atari PC 3 - Wie kommt man in's Bios.“
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Hi!

Ich kenne das Modell nicht und musste mich erstmal mit Google schlau machen. Ich wusste z.B. gar nicht, dass Atari (wie auch Commodore) überhaupt MSDOS-kompatible PCs gebaut hat...

OK, machen wir's kurz: das ist ein 8086-System, dass maximal zu MSDOS 3.0 kompatibel sein dürfte. Ich schätze der Rechner hat kein BIOS-Setup, das war in dieser Generation der Rechner noch nicht üblich. Ich meine das BIOS-Setup ist erst mir der Verbreitung der Festplatten eingeführt worden.

Du wirst auch kein 1,2MByte-Laufwerk einbauen können, denke ich - er wird es nicht nutzen können. Laut einer Info aus dem Netz, kannst du immerhin eine 3 1/2"-Floppy des Atari ST anschliessen...
Falls du reinschauen kannst: hat der schon 8Bit-ISA-Steckplätze?

Bei 286er Rechnern mit den ersten Festplatten, rede ich gerne von der "PC-Steinzeit". Dieser Rechner ist noch älter.

Bis dann
Andreas

Gott2 wird noch richten, ob diese Antwort zielfuehrend ist oder nicht.
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Herid Junior matze34 „Atari PC 3 - Wie kommt man in's Bios.“
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Atari PC3? Bist du im Deutschen Museum eingebrochen? ;-)

Im Ernst, wenn du nur das Diskettenlaufwerk austauschen willst, sollte das eigentlich ganz ohne Zugriff aufs Bios möglich sein. Wenn ich mich recht entsinne, sind die Anschlüsse für 5,25"- und 3,5"-Floppys identisch. Ich weiß allerdings nicht, welche DOS-Version du drauf hast und ob die eventuell Schwierigkeiten mit dem neuen Laufwerk kriegt.


Ansonsten sollte dein Computer sich beim Booten mit dem Namen des Mainboards und der Bios-Version melden, und dabei steht normalerweise auch ein Hinweis der Art "Press X to enter Setup" (wobei "X" typischerweise Del, F1 oder halt was ganz anderes ist).
HTH

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Andreas42 Herid Junior „Atari PC3? Bist du im Deutschen Museum eingebrochen? - Im Ernst, wenn du nur das...“
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Hi!

Ne, sorry - da würde ich nicht drauf wetten. Bei den Rechnern dieser Generation war noch nicht viel los mit genormter PC-Hardware. Der hat z.B. kein Betriebssystem "drauf", weil er keine Platte hat, man muss also auf jeden Fall von Diskette booten.

Falls der wirklich den Namen beim Booten meldet, dann ist es "Atari". ;-)

Es gab' damals noch keine genormten Board-Bauformen und eigentlich auch keinen Bedarf für BIOS-Setups, da es fast keine bezahlbaren Bauteile zum nachrüsten gab. ich weiss noch nicht mal, ob der Rechner schon ISA-Steckplätze besitzt. Erst mit diesen dürften die BIOS-Setups in Mode gekommen sein (um überhaupt verschiedene Konfigurationen verwalten und einrichten zu können).

Die Kiste ist wirklich alt (nicht alt wie ein 486 oder 386sx - da läuft ja schon Windows drauf, sondern RICHTIG alt ;-) ). Evtl. stammt der sogar noch aus der Zeit, als der erste Sublogic Flugsimulator (noch bevor der von MS aufgekauft wurde) dass Mass für die Kompatibilität war.

Bis dann
Andreas

Gott2 wird noch richten, ob diese Antwort zielfuehrend ist oder nicht.
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matze34 Andreas42 „Hi! Ne, sorry - da würde ich nicht drauf wetten. Bei den Rechnern dieser...“
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Der PC hat einen 8088-Prozessor mit 8 Mhz und eine gigantische 30 MB MFM Festplatte, MS-DOS 4.01, 8 8-Bit ISA-Steckplätze und 640 KB Speicher ( habe eine VGA Grafikkarte eingebaut um einen normalen Farbmonitor verwenden zu können. Die onboard Grafikkate ist eine EGA Karte und der entsprechende Monitor schafft nur grün-schwarz) Beim Booten wird der Arbeitsspeicher getestet und es wird die Grafikkarte angezeigt. Da er das alles anzeigt, gehe ich davon aus, dass er ein BIOS hat. Er schreibt aber leider keinen Hinweiß darauf wie man ins Bios kommt. Mit den 320 Kb. 5,25" Disketten ist er leider schlecht nutzbar, darum möchte ich das LW austauschen.

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schnaffke matze34 „Der PC hat einen 8088-Prozessor mit 8 Mhz und eine gigantische 30 MB MFM...“
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Hallo, glaub ruhig dem Andreas, die Rechner der 8088 Generation hatten noch kein Bios, wie wir es heute kennen (ein 8088 war übrigens mein erster PC). Das Diskettenformat wurde mit dem DOS Befehl "drivparm" eingestellt und in der config.sys eingetragen (ab DOS 3.2). Die Parameter hier alle aufzuschreiben, bin ich jetzt ehrlich gesagt zu faul, aber Tante Googel hilft das sicher gern :-)

1,2 MB Disketten wurden erst ab der 286er Generation unterstützt. 720 KB (3,5") geht aber auch beim 8088. Hatte ich damals auch am laufen.

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Andreas42 matze34 „Der PC hat einen 8088-Prozessor mit 8 Mhz und eine gigantische 30 MB MFM...“
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Hi!

Ein BIOS muss er haben, dass ist seit etwa MSDOS2.0 so (um die Austauschbarkeit des Betreibssyystems und der Hardware zu ermöglichen).

Die Daten die ich gefunden habe geben keine Platte an:

http://www.backntime.net/Atari%20Computers/Atari%20PC's/PC3/FramePC3.html

OK, sehe gerade, da steht "several 8Bit Slots", dass sind dann die ISA-Steckplätze. da ist die Platte sicherlich nachgerüstet worden.

OK, hier wird dann auch die 30MByte-Platte erwähnt (ups, den Link hab' ich schonwieder verloren...), ist also doch etwas jünger und potenter als die alten Schneider PCs, die nur ein oder zwei Diskettenlaufwerke hatten.

Hast du Doku zu MSDOS4 da? Ich bin mir nicht sicher, ob man da nicht mit speziellen Drive-Befehlen, ein "grösseres" Laufwerk in der Config.sys anmelden konnte.

Ich hab' mal selbst in den Schrank gegriffen: DRIVPARM

Ob das aber auch ein grösseres Laufwerk ansprechen kann, wenn das nicht im BIOS angemeldet wurde, weiss ich nicht.

Hast du noch original Disketten von Atari? Ist da evtl. ein Konfigurationstool enthalten?

Was ein BIOS-Setup angeht, hab' ich keine Hinweise gefunden. Stimmt die Uhr noch? Evtl. kannst du mal den ganz alten Trick ausprobieren: ohne Tastatur starten und schauen, ob eine Meldung kommt (die dann oft beschreibt, wie man ins Setup kommt).

Bis dann
Andreas


Gott2 wird noch richten, ob diese Antwort zielfuehrend ist oder nicht.
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schnaffke Andreas42 „Hi! Ein BIOS muss er haben, dass ist seit etwa MSDOS2.0 so um die...“
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Klar haben die alten Kisten ein BIOS, da hab ich mich etwas schief ausgedrückt. Ich meinte natürlich das Bios-Setup Programm, so wie wir es heute kennen. Sowas hatten die nicht. Mein 8088 konnte nur 360KB (5,25") oder eben 720KB (3,5"), was aber schon etwas Bastelei war. Die Festplatten wurden über eine Einsprungadresse ins BIOS angesprochen und formattiert, wobei ich jetzt nicht mehr sicher bin, ob das nicht das Bios des MFM-Controllers war. Das müßtest du doch auch noch kennen, dieses g=c800: weiter weiß ich nich mehr. Ich hab hier noch einen Wälzer über MS-DOS 4.0 liegen, da hatte ich eben nachgeschaut. Aber 8088 war noch früher, da war 3.1 oder 3.2 aktuell. Meiner wurde damals mit 3.1 ausgeliefert.
Um das 720KB Laufwerk mit voller Kapazität ansprechen zu können, mußte dieser drivparm Befehl in die config.sys, anders gings nicht.
Au weia, is das lange her. War ja ganz interessant, aber, ganz ehrlich, "back to the roots" möchte ich dann doch nicht mehr.

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Andreas42 schnaffke „Klar haben die alten Kisten ein BIOS, da hab ich mich etwas schief ausgedrückt....“
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Hi!

Deine Antwort sehe ich jetzt erst, hast mich überholt. :-)

Ja, die Sache mit dem direkten BIOS-Einsprung aus dem DOS-Debugger heraus zum Plattenformatieren kenne ich noch und musste es ein einziges Mal nutzen: ein guter Kumpel hatte einen Schneider PC den wir mit einer Filecard hochgerüstet haben (das was eine Kombination aus Kontroller und Festplatte). Zum Glück hatte ich ein Buch von Data Becker kurz vorher im Wühltisch einer Buchhandlung gefunden wo der Befehl drinstand - damals gab's ja noch kein allwissendes Internet. ;-)

Bis dann
Andreas

Gott2 wird noch richten, ob diese Antwort zielfuehrend ist oder nicht.
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holger47 Herid Junior „Atari PC3? Bist du im Deutschen Museum eingebrochen? - Im Ernst, wenn du nur das...“
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Die Anschlüsse sind komplett anders. 5,25"-Laufwerke heben keinen Anschluss mit Pinnen wie die 3,5er, sondern eine Steckleiste.

3,5" :::::::::::::::::::::: (von vone),

5,25" ||||||||||||||||||||||||||| (von oben)

Daher haben die alten Kabel für Diskettenlaufwerke auch jeweils 2 Anschlüsse für die beiden möglichen Diskettenlaufwerke, also insgesamt 4 Anschlüsse. Es gibt zwar Adapter, aber obs die heute noch gibt?

Der XT hat nebenbei auch nur 360K bei 5,25" unterstützt, erst der AT brachte sowohl 1,44MB (3,5") als auch 1,2MB (5,25") Unterstützung.

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matze34 holger47 „Die Anschlüsse sind komplett anders. 5,25 -Laufwerke heben keinen Anschluss mit...“
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Hab' leider kein DOS 4 - Handbuch und der Befehl drivparm ist nicht auf der Platte. 5,25"-Disketten mit DOS 4 habe ich leider auch nicht. Das mit der Tastatur beim Starten weglassen geht auch nicht. Da sagt er nur "weiter mit F1" und dann macht er eben weiter wenn ich die Tastatur anstecke und dann F1 drücke..

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schnaffke holger47 „Die Anschlüsse sind komplett anders. 5,25 -Laufwerke heben keinen Anschluss mit...“
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Der 34 polige Floppy Bus ist seit Jahr und Tag der gleiche. Das sind nur unterschiedliche Steckverbindungen. Du kannst problemlos einen Pfostenverbinder auf das Kabel mit draufquetschen, und schon kannst du auch 3,5" anschließen. Glaub mir, ich hab das damals zur Genüge gemacht, das geht.

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