Hallo!
Seit einiger Zeit tritt an meinem PC ein Problem auf, das sich nun soweit entwickelt hat, dass er praktisch nicht benutzbar ist. Inzwischen vermute ich einen Defekt am Mainboard (Epox 8K9A), während der freundliche Herr von Epox ein Problem am Netzteil (Enermax 350W) vermutet.
Zunächst einmal einen Auszug aus meiner mail an Epox:
>>>Direkt nach dem Einbau des Mainboards funktionierte zunächst alles weitgehend reibungslos, die beiden angeschlossenen Platten, 20 und 30 GB ATA-33, ließen sich problemlos auslesen. Erst mit dem Einbau einer neuen ATA-100 Platte mit 160 GB (Seagate Barracuda) wurden die Probleme offensichtlich: Im Betrieb der neuen Platte traten Lesefehler auf - Daten, die korrekt auf der Platte geschrieben waren, wurden fehlerhaft ausgelesen mit der Folge, dass viele Programme, einschließlich des Betriebssystems Windows 2000, nicht mehr zu starten waren oder fehlerhaft und Dateien als beschädigt interpretiert wurden, da ihr wahrer Inhalt nicht gelesen werden konnte. Bis zu 15% aller Daten waren von diesem Problem betroffen. Nach einigen Neustarts war das System meist benutzbar war, doch das Hintergrundproblem blieb. Schon damals stellte ich fest, dass die Lesefehler nur außerhalb des PIO4-Modus auftraten.
Viren wurden als Ursache des Problems ausgeschlossen; mehrere unabhängige Virenscanner konnten damals wie heute keinen Befall feststellen. Auf Software-Seite persistierte das Verhalten durch unzählige Neuinstallationen von Windows 2000, mit und ohne Service-Packs, sowie die versuchsweise Installation der VIA-Chipsatz Treiber oder des IDE-Miniport Treibers, bezogen von der Epox Homepage. Drei verschiedene IDE Kabel kamen zum Einsatz um zu prüfen, ob das Problem in der Übertragung liege - das Resultat negativ. Schließlich tauschte ich sogar die Festplatte gegen ein baugleiches Neuexemplar aus; auch dies blieb ohne Erfolg. Auch ein BIOS-Update blieb ohne Wirkung.
Mehrere Monate benutze ich den Rechner in der selben Form weiter, wobei die Lesefehler in einer Frequenz auftraten, die noch erträglich war. Dann, vor etwa vier Monaten geschah etwas bezeichnendes: Mitten im normalen Betrieb schaltete sich der PC mit einem lauten Knacken selbst aus und konnte für mehrere Stunden nicht eingeschaltet werden - der Druck auf den Anschalt-Taster blieb ohne Wirkung. Als er wieder lief, stellte sich heraus, dass sich das Problem potenziert hatte:
Nun treten die Lesefehler nun so stark auf, dass nur der Betrieb nur im PIO4-Ansteuerungsmodus der Festplatte möglich ist, wobei natürlich die Performance gänzlich unbefriedigend bleibt.
Dazu kommt, dass der SCSI-Controller (AHA 2940U) etwa eine halbe Stunde zum Initialisieren braucht und nun auch im bisher einwandfrei funktionierenden SCSI-System ähnliche Fehler auftreten. Konsequenz: der Rechner ist nicht benutzbar.
Bei einem Strip-down auf nur Mainboard, Netzteil, Grafikkarte und IDE-Platte ergab sich im UDMA-Modus beim Booten ein sehr verwirrendes Bild -von \'NTLDR fehlt\' über \'Fehler beim Lesen vom Datenträger\' bis hin zu einer ominösen \'Exception 000006\' mit Angabe von Registerwerten und einem Bildschirm voller farbiger Sonderzeichen kam alles an Resultaten vor, ohne jedes erkennbare System. Weder der benutzte IDE-Kanal noch das benutzte Kabel machten einen Unterschied. Im PIO Modus dagegen wurde der Bootmanager normal geladen.
Die Frage ist nun, was bedeutet das alles? Das der Fehler bei der Hardware liegt steht für mich ziemlich fest - kein Virus oder fehlerhafte Installation kann solche Auswirkungen habe. Das plötzliche Ausschalten könnte auf ein Stromproblem hinweisen (BIOS AngabeN: Vcore 1.71V, Vagp 1.61 V, +5V 4.86-4.89V wechselnd, +12V 12.09-12.22V, Vio 3.28-3.36, VDIMM 2.51-2.83, VBAT 3.01, 5VSB 5.16; Systemtemperatur 29°, CPU-Temperatur 39°). Der Rest der Symptome lassen Chipsatz-Probleme wahrscheinlich aussehen (defekter IDE-Controller?).
Doch leider liegen mein altes Mainboard und altes Netzteil zu Hause, so dass ich keinen Austausch zum genauen feststellen der Ursache vornehmen kann (ein zweiter SCSI-Controller sollte inzwischen auf dem Weg sein, vielleicht kann ich dann zumindest dort feststellen, ob das Problem an der Karte liegt oder anderswo).
Gibt es andere Möglichkeiten, festzustellen, wo das Problem liegt? Habe ich vielleicht etwas total übersehen? Gibt es vielleicht andere Dinge, die ich versuchen könnte? Oder fehlen weitere Angaben, um ein klares Bild zu erhalten?
Für jede Hilfe dankbar,
kad02
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Hi
Das ist ja ganz schön verzwickt.
Ich denke mal der IDE Controller kann es sein muss es aber nicht.
Werden die Festplatte beim Booten richtig erkannt oder musst Du mit F4 Skip drücken?
Was noch damit zusammen hängen kann, ist das Netzteil. Möglicherweise liefert es nicht mehr richtig die erforderliche Spannung.
Damit kann ich ich mir die Probleme erst mal nur erklären.
Was mich aber so skeptisch lässt ist die Prüfung ohne alle Komponente. Da dürfte es eigentlich nicht zu Problemen kommen.
Wenn Du mal ein anderes Netzteil einsetzen kannst versuche es damit mal.
Das Mainboard sollte auch mal mit einen andern ausgetauscht werden.
Gruß
apollo4
Ich hatte ein ähnlich gelagertes Problem mit unnachvollziehbaren Lese-Schreibfehlern auf den Festplatten. Mal mehr mal weniger - kurz gesagt: ähnlich undurchschaubar wie bei Dir. Nach ewigem Rumprobieren hatte ich festgestellt, das sich das Problem erledigt, wenn ich den FSB des Mainboards zurückdrehe. Dann ist zwar das System insgesamt langsamer, da untertacktet, aber es lief stabil (bei mir war es ein AthlonXP 2400+ mit normalerweise 15x133 Mhz, den ich auf 15x100 laufen lies). Dies leitete mich dann zunächst zur Annahme, das der Speicher wohl einen knacks haben wird - was sich als falsch herausgestellt hat, da auch der Austausch des Speichers mit dem meines zweiten Rechners keinen Erfolg brachte. Nachdem es mir dann zu dumm geworden ist, habe ich das Board in meinen zweiten Rechner gebaut (nur das Board. Alles andere, auch CPU, lies ich beim Alten). Und siehe da: der Fehler wanderte mit dem Board. Es konnte also nur am Board liegen.
Fazit: Board ausgetauscht und seitdem ist Friede im Kasten.
Was natürlich nicht zwingend bedeutet, das es bei Dir auch so ist. Ich wollte damit nur sagen, das entgegen der Aussage von Epox es durchaus möglicht ist, das das Board einen Knacks hat.
Probier es mal mit weniger FSB (zur Fehlereingrenzung). Wenn Du einen vorgegebenen Teiler nimmst, so das die PCI Geräte den vorgesehenen Takt von 33 einhalten, und diese dann laufen (SCSI), dann ist schonmal ein Fehler daran auszuschließen.
Die Festplatte wird erkannt und auch beim Booten angezeigt, das DVD-Laufwerk ebenso.
Allerdings wird beim ersten Start manchmal nur einer der RAM-Riegel erkannt. Und es dauert eine Weile (10-20s) bis Grafik da ist. Dann hängt er manchmal noch im ersten Bootscreen, vor oder während des Speicherhochzählens.
Die Sache mit dem SCSI-Controller ist anscheinend nochmals komplizierter ... offensichtlich hängt es von der BIOS-Einstellung "Vlink 8X Support" ab, ob die Karte ordentlich initialisiert wird - sag is 'Enabled' hängt der Rechner in dem Moment, wo sich eigentlich das Karten-Bios melden sollte; sag ich 'Disabled', kommt das Karten-Bios ganz normal und der Rechner startet. Zumindest soweit bis er irgendwas von der SCSI-Platte braucht, dann gibts nur noch Chaos.
Anscheinend lässt sich W2K auf der Platte noch nicht mal installieren - diverse Bluescreens verhindern das. Auch ein BartPE von CD verabschiedet sich des öfteren mit Bluescreens, aber ob das irgendwie zusammenhängt ist unklar. Zumindest lässt sich damit auf die Platten zugreifen, aber wie das mit den Lesefehlern ist ...?
Wie auch immer, diese Vlink 8X Sache hat anscheinend was mit der Geschwindigkeit Northbridge-Southbridge Verbindung (533 oder 266 MHz) zu tun, was mir zwar generell ein Begriff ist, dessen Bedeutung allerdings unklar ist. Klingt zumindest eher nach einem Mainboard/Karte Problem.
Auszuprobieren ist noch, ob im Vlink 8X Modus er auch irgendwann startet und dann vielleicht besser funktioniert. Und die Sache mit dem FSB, zum Austesten. Und mal notieren, was für fatal exceptions das immer sind.
Austauschen der Komponenten in Frage wär natürlich perfekt, aber ich hab nix da und ob von meinen Kollegen gerade einer zufällig was rumliegen hat, naja ... Aber dabei fällt mir ein, das SCSI-Kabel hab ich noch nicht getestet, das könnte auch noch einen Versuch wert sein (irgendein Schaden auf dem Transport zu meinem neuen Zuhause?).
Insgesamt bin ich trotz der freundlichen Hilfe hier immer noch ziemlich verwirrt. Gibt es vielleicht irgendeinen eindeutigen Test außer dem Austausch, zum Feststellen des schuldigen Teils?
Hi
Nun denn, ob jemand so ein Problem wie Du hast wage ich mal zu bezweifeln. (ausser die 2. Antwort auf diesen Thread)
Ich beschäftige mich nicht mit sowas, weil zum einen sehr viel Zeit dafür benötigt wird und das Problem nur durch ausbau diverser Karten und Optischen Laufwerke eingerenzt werden kann.
Probleme mit einen PC gibt es zu hauf. Man muss halt einschätzen können wie groß der schaden ist und ob nicht durch ein Neukauf/Austausch das gelöst werden kann.
Gerade Probleme mit dem Mainboard kann man in der Regel nicht von heut auf gleich reparieren.
Nur durch den Ausbau von Karten kann man das Problem eingenzen. Wer sagt mir denn, dass nicht eine der eingesetzten Steckkarten was weg haben.
So wie ich schon sagte, Tausche das Mainboard aus und eventuell auch das Netzteil.
Gruß
apollo4
