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neue IDE-Platten in 386-er Rechner

fiffi1780 / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Gibt es prinzipelle Probleme beim Einsatz neuerer HDD in älteren 386-er (speziell AT96-Bus-Industrierechnern)?

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Tilo Nachdenklich fiffi1780 „neue IDE-Platten in 386-er Rechner“
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Ich kenn mich da nicht aus, aber die Plausibilität spricht dafür, dass nichts geht.
Das Bios wird nicht passen, das Betriebssystem wird nicht passen und welche Stecker verlangt er eigentlich? - Festplatten verursachen auch immer eine bestimmte Prozessorlast (IDE), eine moderne Festplatte wird wohl den Prozzi überfordern. Du müsstest Dich also mal schlau machen, da, wo die Leute neue Hardware an alte Rechner anschließen, Amiga und so weiter. Vermutlich wirst Du irgendeinen Controler mit eigenem Bios brauchen, ist dafür Platz vorgesehen im Industrierechner? - Vermutlich gibt es für alles irgendwo ne Lösung, fragt sich nur wie lange suchen...und ist die bezahlbar? Der alte Rechner wird wohl in dieser Form ganz dringend gebraucht??

Industrierechner? Da würde ich auf alle Fälle auch mal auf dem Elektronikbrett bei Spotlight fragen.

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Bavarius Tilo Nachdenklich „Ich kenn mich da nicht aus, aber die Plausibilität spricht dafür, dass nichts...“
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>> welche Stecker verlangt er eigentlich?

Die mir bekannten 386er hatten alle eine Controller-Karte, an der die ganzen Kabel für 'periphere' Anschlüsse wie COM, LPT, Floppy und auch eine ganz normales 40-poligen IDE-Kabel für die IDE-Festplatten mit Kapazitäten bis 100 MegaByte angeschlossen wurden.
Rein physikalisch spricht nichts dagegen, an diesem System eine neuere IDE-Platte anzuschließen...

>> Das Bios wird nicht passen

Stimmt, diese uralte Controller-Karte wird mit den Kapazitäten der heutigen HDDs heillos überfordert sein und garantiert ein gewaltiges Kompatibilitätsproblem bekommen. Diese Grenzen können von einem IDE-Controller mit eigenem Bios überwunden werden, allerdings kenne ich derartige Karten nur mit moderneren Schnittstellen wie PCI, VLB oder E-ISA, wie sie vor über 10 Jahren zu 486er-Zeiten auf den Markt kamen, aber die 386er hatten alle nur ISA-Steckplätze, also kann man das vergessen. Aber was ist mit SCSI ?? Die SCSI-Schnittstelle ist uralt und mit den richtigen jeweiligen Adaptern völlig auf- und abwärtskompatibel, und es gibt auch SCSI-Controller in ISA-Bauweise und mit eignem Bios. Die heutigen IDE-Platten kann man kaum an einen 386er betreiben, aber mit den entsprechenden Bauteilen auf SCSI-Basis sollte das kein unüberwindbares Problem sein...

>> das Betriebssystem wird nicht passen

Selbst mit den 'steinzeitlichen' Betreibssystemen DOS 6.2 und Win 3.1 kann man die ersten 8 GigaByte einer modernen HDD partitionieren, formatieren und problemlos anfahren....

Ich weiß nicht, wie das bei den Industrierechnern aussieht, welche Anforderungen erfüllt werden müssen und ob darin überhaupt genug Platz ist für das 'SCSI-Upgrade'. Mein Kommentar gilt nur für die anno dazumals handelsüblichen, stinknormalen 386er im Desktop-Gehäuse, für eine qualifizierte Antwort auf diese spezielle Anfrage müßte man schon einen Speziqalisten des Herstellers kontaktieren...

-> http://www.dch-faq.de/kap05.html

cu Bavarius

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Alpha13 fiffi1780 „neue IDE-Platten in 386-er Rechner“
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AFAIK ist da die einzige Chance die Platte zum Laufen zu bringen, der Diskmanager des Plattenherstellers.

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Ger@ld fiffi1780 „neue IDE-Platten in 386-er Rechner“
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Hallo,

Bavarius hat Recht, das wäre auch mein Vorschlag gewesen. Einen ISA Adaptec Controller mit eigenem BIOS habe ich noch rumschwirren. wenn Du Interesse hast, melde Dich, brauchst nur das Porto zu zahlen ;-)
Bin aber erst mal einen Monat im Urlaub.
Dann gab es dan noch BIOS Enhancer Karten. Das war auch clever. Die Karte hatte keinen eigenen Anschlüsse, nur einen BIOS Chip. Das Teil hat sich als ISA BIOS mit eingeklinkt und die Größenbegrenzung weggepatcht. eine weitere Alternative, gerade für Industrierechner habe ich da noch im Ärmel. Es gibt EIDE --> CF Adapter. Damit kannst Du eine Compact Flash Karte als EIDE Platte laufen lassen. das funktioniert fein inc. Booten. Ich habe in meinem Linuxrouter (486) eine 8 MB CF Karte drinnen. Ist affenschnell! Allerdings ist eine CF Karte nicht nur für ca. 100.000 Schreibvorgänge pro Sektor ausgelegt. Das klingt viel, aber gerade das Inhaltsverzeichnis des Dateisystems wird sehr oft beschrieben, oder eine Swap Datei... Kommt immer drauf an, wofür man es braucht.

Gruß Gerald

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Borlander fiffi1780 „neue IDE-Platten in 386-er Rechner“
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Bei 386ern existierte noch die 504MB Grenze, Platen mit 340/420/540MB solltest Du günstig auf dem Flohmarkt bekommen. Mit den Diskmanagern ist das auch so eine sache - mache Systeme ließen sich mit größeren Platten gar nicht erst booten...
BIOS-Enhancer für AT/ISA96 wird es vermutlich gar nicht geben, SCSI-Karten wären aber im Bereich des möglichen (-> eBay, aber gerade sowas ist da auch oft teuer)...

Gruß
Borlander

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Herwig Kiesel fiffi1780 „neue IDE-Platten in 386-er Rechner“
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Hallöösche, allen hiermit erstmal vielen, vielen Dank für die vielen Antworten. Ein Teil davon lässt sich leider aus technischen Gründen nicht um-/einsetzen. Wir haben aber zwischenzeitlich herausgefunden, dass die Hitachi-Deskstar(IBM)-Platte (40GB) tatsächlich noch zur Zusammenarbeit zu bewegen ist (nach händischem Umknipsen im Bios). Über kurz oder lang werden wir aber wohl Neuland betreten müssen und z.B. die CF-Karten-Lösung ins Auge fassen(wird als nächstes ausprobiert). Gruß an alle!

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