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Giga Bite GA 6BXC Rev. 1.7 - tot oder scheintot, das ist hier di

Zephanja / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Liebe Gemeinde,


mein Junior hat es geschafft, unserem Nachbarn dessen "bockigen" PC abzuschwatzen. Da ich nun mein Gesicht als Vater, der (noch) mehr PC-Wissen hat als Sohnemann hat, nicht verlieren möchte 8-) bitte ich Euch um ein paar freundliche Tipps.


PC ist von Fujitsu-Siemens, bestückt mit MB Gigabyte GA 6BXC Rev. 1.7, CPU: PII 350. Symptomatik: Die Kiste schaltet sich beim booten, oder spätestens im Windos-Betrieb nach einigen wenigen Minuten ab. Neustart ist erst nach ca. 15 Min. wieder möglich. Nach meiner laienhaften Einschätzung handelt es sich um einen "eingebildeten Kranken", der wohl glaubt, er hätte fFeber und sich "schlafen" legt. Kuriosum am Rande: Auf dem BIOS-Chip ist "AMIBIOS 586c1985-95 AMERICAN Megatrends DX 70254" ufgedruckt, wenn ich das BIOS aufrufe erscheint allerdings das AWARD-BIOS.


Frage: Was kann man tun, bzw. was sollte man tun? Sofern die CPU hin ist, würde ich ganz gern gleich den max. möglichen Prozessor (möglichst PIII, der Spiele wegen) draufstecken.

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Zephanja Nachtrag zu: „Giga Bite GA 6BXC Rev. 1.7 - tot oder scheintot, das ist hier di“
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Meinte natürlich Gigabyte!

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gelöscht_101060 Zephanja „Giga Bite GA 6BXC Rev. 1.7 - tot oder scheintot, das ist hier di“
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Ola Kollege,

als laienhafte Vermutung meinerseits - der Prozessorlüfter ist vielleicht hinüber (eher im Sinne von verdreckt bzw. "in die Jahre gekommen" und bringt deshalb nicht merh die notwendige Leistung) und die Bioseinstellungen schützen dein System halt vor der "Zerstörung" (der PC dürfte lt. deinen Aussage ca. 5 Jahre alt sein).

Natürlich kannst du das Ganze nachprüfen indem du den PC mal auschraubst und dir den Lüfter beim Start genauer anschaust (sieht das Teil eher wie ein "Spinnennest" aus, dann ist wohl Groß-Reinemachen bzw. auswechseln angesagt) bzw. anhörst (läuft das Teil überhaupt an) - auch mal die Steckverbindung überprüfen (kann immer mal sein, dass sich so ein Teil durch die Vibration über die Zeit allmählich löst).

Hinsichtlich Deiner Anfrage nach einem neuen Prozessor - lt. Handbuch (gibbet hier) kannst du auf das Board max. einen PIII/Celeron mit 650Mhz (Bauweise FC-PGA) draufpacken, allerdings steht auf der HP von Gigabyte, dass auch ein Betrieb mit einem 700Mhz-Prozessor möglich sein sollte (ein aktuelles Bios vorausgesetzt - findest du hier) - die entsprechenden Jumpereinstellungen müsstest du dir dafür aber er-googeln.

Auf alle Fälle - viel Glück bei der Fehlersuche & bei deiner Suche (eBay?) nach einem neuen Prozessor

Bergi2002

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Zephanja gelöscht_101060 „Ola Kollege, als laienhafte Vermutung meinerseits - der Prozessorlüfter ist...“
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Lüfter wurde bereits gecheckt - läuft an, ist sauber etc. Ich fürchte also, das Problem ist so einfach nicht zu beheben. Danke dennoch für den Tipp. Nur wie flashe ich das BIOS wenn die Kiste vorher die Grätsche macht? Die Gefahr eines defekten Chips erscheint mir dabei recht hoch. Hätte evtl. BAVARIUS noch 'nen Tipp parat?

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sossi Zephanja „Giga Bite GA 6BXC Rev. 1.7 - tot oder scheintot, das ist hier di“
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Aloha, Zephanja!
Letzte Woche hatte ich hier einen Rechner ( P1 200), den wollten die Profikids von meinem Arbeitskollegen mit 366 MHZ (und total verdrecktem Kühlkörper, ohne Wärmeleitpaste montiert) betreiben! Mann, was hab ich gelacht (vor allem über die Verkabelung der Voodoo-Karte mit dem Floppy). Jetzt mal zu Dir. Klingt wirklich wie ein Wärmefehler. Ich würde mal damit beginnen, den Rechner komplett (inklusiv Speicher und Prozessor) zu zerlegen. Damit hättest Du auch schon das Problem mit eventuell verdreckten Kontakten behoben. Dann wieder zusammenbauen (Du hast Dir hoffentlich notiert, an welcher Stelle welcher Speicherriegel montiert war, nicht jeder Riegel mag in jedem Slot), Prozessor (mit neuer Wärmeleitpaste oder neuem Wärmeleitpad) montieren. Ich würde in Deinem Fall die Leitpaste vorziehen, da man das Pad nur einmal verwenden soll (ist ein häufiger Fehler, "Mein Rechner läuft so instabil, was kann ich tun"). Grafikkarte (und sonst nicht) einbauen und erst mal einen Testlauf starten. Für den Testlauf empfiehlt sich eine "Knoppix-CD" (von CD startendes Linux). Wenn der Rechner läuft: Hurra. Wenn nicht, dann folgt die zermürbende Suche nach der fehlerhaften Komponente: Anderer Speicher, anderer Prozessor, anderes Board. Zum Prozessor: Ich habe auf dem Board (selbe Revision) momentan einen Celeron 1100 laufen. Damit der läuft, brauchst Du zwei Sachen: Ein aktuelles BIOS (Award Version F4b, ist zwar ein Beta-BIOS, läuft bei mir aber absolut stabil). Zum anderen benötigst Du einen Slot1 auf FCPGA-Adapter. Wo man die Dinger noch kaufen kann, weiß ich leider nicht. Ich hatte zufällig noch einen rumliegen, mit dem ich auf einem BX2000 einen Celli 700 betrieben hatte (auf dem läuft jetzt ein Celli 1400 mit Slot1 auf FCPGA2-Adapter). Wenn Du einen Adapter mit Spannungseinstellung bekommst, super. Wenn nicht, auch egal. Der Celli 1100 wird mit 1.75 V betrieben, Das Board kann minimal 1.8 V bereitstellen. Die 0.05 V zuviel steckt zumindest mein 1100er seit ca. einem halben Jahr klaglos wag. Und um jetzt keine falschen Lorbeeren einzuheimsen: Mir hatten diverse Nicklesuser (unter anderem auch Bavarius) beim Umbau geholfen. Hier noch der alte Thread:
http://www.nickles.de/static_cache/537383724.html
Ich hoffe, Dir hilft das erst mal weiter, Stefan.

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Bavarius Zephanja „Giga Bite GA 6BXC Rev. 1.7 - tot oder scheintot, das ist hier di“
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Hi Zephanja !

Vielen Dank für die Blumen und Dein Vertrauen in meine Kenntnisse
bzgl. der alten BX-Bretter, aber ich bin kein 'gelernter Elektroniker'
oder sonst ein IT-Experte, sondern einfach nur ein Privatmann, der
halt gerne Computern herumbastelt.. ;-))

Ich habe mir Deinen Beitrag auf nickles.de mal angesehen, aber
so ein abgedrehtes Problem wie an Deiner Kiste ist mir bisher noch
nicht untergekommen. Es tut mir schrecklich leid, daß ich Dir keinen
'Geheimtip' bzgl. Bios-Einstellungen o.ä. weitergeben kann,
durch den man dem Rechenknecht seine Flausen austreiben kann,
denn ich denke, es handelt sich in diesem Falle eher ein Hardware-
Problem als um einen Bios/Software-Trouble ..

Es ist irgendwie schon sehr seltsam, daß der Rechner eine Zeitlang
scheinbar völlig ohne Probleme läuft und dann auf einmal gar nicht
mehr weitermachen will und dann auch noch eine 15-minütige
Zwangspause einlegt. Das alles riecht förmlich nach einem
Wärmeproblem des Rechners, und meiner Ansicht nach bist Du
mit diesem Verdacht schon auf dem richtigen Wege.
Allerdings kommt es jetzt darauf an, die schuldige Komponente
herauszufinden, also überlegen wir mal, welche störrischen Hitzköpfe
denn so in dem System herumgurken :

Die erste Hitzequelle ist natürlich der Prozessor, der deswegen ja auch
den großen Kühlkörper + Lüfter besitzt. Du sagtest, daß der CPU-Lüfter
soweit erkennbar in Ordnung wäre, in diesem Bereich käme also nur noch
eien mangelhafte Verbindung [ und eine daraus folgende unzureichende
Wärmeübertragung, hervorgerufen durch fehlendes Wärmeleitpad oder
gealterte=eingetrocknete Wärmeleitpaste ] zwischen dem wärmeproduzierenden
CPU-Kern und dem wärmeableitenden Kühlkörper in Frage. Du könntest
ja den Prozzi mal ausbauen, falls man den CPU-Cooler problemlos abnehmen
kann, dann könnte man den Zustand der Wärmeleitpaste / des Wärmeleitpads
kontrollieren und dieses Zeugs ggf. gegen eine neue WärmeleitPaste [ WLP ] ersetzen.
Allerdings sollte man dabei beachten, daß die Cache-Bausteine an der CPU-Platine
aufgelötet sind, diese Dinger werden ebnefalls warm und müssen daher ebenso mit
WLP beschmiert werden. Am Besten nimmst Du dazu eine stinknormale [ = weiße ]
WLP auf Silikon-Basis her, denn die heutzutage sehr beliebten silberhaltigen [ = grauen ]
WLP können u.U. auch stromleitend sein, und auf so einer CPU-Platine eines alten
Slot1-Prozzis gibt es genügend freiliegende [ und von verschmierter WLP kontaminierbarer ] Leiterbahnen, die den innigen Kontakt mit stromleitenden WLPs mit einem Kurzschluß quittieren können.
Aber Du erwähntest, daß Du die Prozzi-Kühlung bereits abgecheckt hättest, und wenn es
der CPU ständig zu warm ums Herz werden würde, dann würde die Kiste bestenfalls nur ein paar Minuten, aber bestimmt keine halbe Stunde durchhalten...

Eine andere problematische Hitzequelle ist die GPU [= Graphic-Processor-Unit= der
zentrale Chip auf der Graphikkarte ]... Ich weiß nicht, was für eine GraKa in der
Kiste verbaut ist, ein stromfressender Hitzkopf wie z.B. eine Voodoo 3 oder eine
TNT2- oder GeForce-Karte könnten dann schon Probleme machen... Die älteren
Gigabyte-Bretter wie auch Dein BXC haben ein großes Problem mit den Stromfressern
im AGP-Slot, allerdings zeigt sich dieser Umstand mit etwas anderen als den von Dir
geschilderten Symptomen, und ich vermute mal, daß bei einem PII-350 eher eine
genügsame ATI 128 oder Matrox G200 als eine heißblütige Pixelschleuder der GeForce/
Voodoo-Klasse verbaut ist. Aus diesen Gründen glaube ich, daß man die GraKa mit gutem
Gewissen von der Liste der üblichen Verdächtigen streichen kann, trotzdem könnte man mal
einen Finger für ein paar Sekunden an den GPU-Kühlkörper dranhalten. Wenn der Finger ohne Schmerzschreie und Brandblasen abgenommen werden kann, dann dürfte an diesem Punkt
ja wohl alles in bester Ordnung sein, falls man nach der Fingerprobe dennoch auf den
Eisbeutel und die Brandsalbe zurückgreifen muß, dann weiß man wenigstens, wo der Fehlerteufel
sitzt und wo man einen zusätzlichen Lüfter anbringen sollte... ;-))

Tja, was bleibt denn jetzt noch übrig, falls die bisherige Fehlersuche ergebnislos verlaufen ist,
oder mit anderen Worten ausgedrückt, welche Komponente hat denn sonst noch einen Lüfter ??
Also mir fällt da auf die Schnelle eigentlich nur noch das Netzteil ein, denn das 'Power Supply'
ist auch das Bauteil, das derartige urplötzlich einsetztende Fehlfunktionen verursachen kann.
Du sagst doch selber : " >Gestern lief die Mühle 1/2 Stunde problemlos, bis sie ...
Zack - einfach ausging als hätt' man den Stecker gezogen... Seitdem springt das Ding nicht mal mehr an...." Eine überhitztende GraKa kündigt sich üblicherweise mit grünen Streifen und einem 'zermatschten' Monitor-Bild an, bei einem zu warmem Prozzi würde das Bild völlig einfrieren
und/oder wenigstens noch ein BlueScreen auftauchen, aber wenn es einem der
Netzteil-Kondesatoren zu warm wird, dann geht die Kiste einfach aus und läßt sich erst dann wieder
einschalten, wenn die ganze Chose abgekühlt ist, was durchaus ca. eine Viertelstunde dauern kann...

An Deiner Stelle würde ich also zuerst mal das Netzteil austauschen, denn nur mit einer astrein funktionierenden Stromversorgung kann man sich auf die 'erweiterte' Fehlersuche begeben.
Ist die Kiste jetzt in einem stabilen Zustand, dann hat sich die Sache ja erledigt, falls denoch
irgendwelche komischen Fehler bestehen, dann hat Dir der Nickles-User 'Sossi' die weitere
Vorgehensweise zur systematischen Fehlersuche bereits aufgezeigt. BTW, falls Du die Kiste
aufschraubst, dann sieh Dir bei dieser Gelegenheit die Kondensatoren am Mainboard mal
ganz genau an [-> http://www.heise.de/ct/aktuell/meldung/34988 ], denn es ist durchaus
vortellbar, daß ein minderwertiger / vorzeitig gealteter Elko auf dem Mainboard derartig
gravierende Mängel verursacht...

Ich hoffe mal, daß ich Dir mit meinen Überlegungen etwas weiterhelfen konnte, ich wünsche
Dir Viel Erfolg und ein herzhaftes 'Waidmannsheil' bei Deiner Jagd nach dem Fehlerteufel... ;-))

cu Bavarius

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anhdung2402 Bavarius „Hi Zephanja ! Vielen Dank für die Blumen und Dein Vertrauen in meine Kenntnisse...“
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