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Bavarius... HILFE... Gigabyte Experte?

(Anonym) / 2 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo!

Hab mehrere Postings durchgelesen u offenbar bist du Giga-Byte Experte *g*
Ich hab ein großes problem u hoff, daß Du mir vielleicht helfen kannst.
System: P2 333mhz Board: Gigabyte GA 686lx3 (neuester Bios Patch 2.4c)

Ich habe einen P3 700 von einem Freund bekommen und lt. Gigabyte Support sollte er auch im Slot 1 laufen. Der PC erkennt ihn u bleibt dann hängen. :-((((( Hab mich umgeschaut u schlau gemacht u läuft der P2 mit 2.0V V-Core und er P3 aber mit 1,65. So und nun kommt der Super Hammer: WIE ZUM TEUFEL SENK ICH DIE VCORE????

Raufsetzen würd ja durch abkleben gehen, aber runter?

Was kann ich tun?

Gruß Simon

Antworten auch an fidelity2@hotmail.com

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Bavarius (Anonym) „Bavarius... HILFE... Gigabyte Experte?“
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Hi !
Auweia, da hast Du gleich 3 Probleme....

- Du hast zwar ein Slot1-Board, aber das LX3 hat noch den alten LX-Chipsatz, der wurde nur auf 66 MHZ FSB ausgelegt. Man kann an diesem Brett zwar auch den 75er und 83er FSB einstellen, aber dabei laufen sämtliche Schnittstellen außerhalb der Spezifikation. Der 75er Bustakt kann noch gut gehen, mit dem 83er hatte ich nur Ärger. Einige HDD-Modelle reagieren nämlich ziemlich allergisch auf derartige Taktraten, ich hab mit dabei schon mal alle Daten ins Nirvana geschossen, also lass diese Spielchen lieber bleiben....
Der PIII-700 ist auf den 100er Bustakt ausgelegt, selbst wenn es ginge, würde der beim 66er FSB nur mit 466 MHZ laufen, und das ist
wirklich nicht Sinn und zweck der Sache.... Eine undokumentierte Jumperstellung auf dem LX3-Board ermöglicht zwar sogar den 100er FSB, aber dabei sind alle Taktraten weit jenseits von Gut und Böse, lass die Finger von diesen Scherzen !!!

- Eigentlich ist es schon ein kleines Wunder, daß der Rechner mit dem PIII überhaupt anspringt, offiziell unterstützt diese Bios keine Coppermine-Prozzis. Anscheinend hat Gigabyte "vergessen", die Unterstützung für Coppermines aus dem Biosupdate herauszunehmen. Die CPU wird zwar irgendwie als halbwegs kompatibel angesehen, daher springt die Kiste überhaupt erst an, aber spätestens wenn der CPU-Microcode vom Bios übernommen werden soll, streikt der Rechner... Du könntest es mal es versuchen, im BIOS FEATURES SETUP den Menuepunkt "CPU Update Data" aus Disabeld zu setzen.

- Ebenso ist es ein großes Wunder, daß der Rechner überhaupt anspringt... soweit ich weiß und meinen Erfahrungen zufolge können die LX-Boards genauso wie die alten BX-Bretter als minimale Spannung nur 1,8 V liefern, und normalerweise sollte Dein PIII in so einer Umgebung scheinbar tot bleiben, aber bei GigaBreit bin ich mir da nicht so sicher.... Diese Firma hat schon unterschiedlichste Spannungswandler auf ihren Brettern verbaut, wahrscheinlich hast Du eine Serie erwischt, die ausnahmsweise auch etwas weniger Saft abliefern kann. Hast Du eine FC-PGA-CPU, dann kann man per Slotadapter herausfinden, was die minimale Spannung ist und u.U. den Coppermine entweder halbwegs ordnungsgemäß oder mit leicht erhöhter Spannung betreiben, beim SECC2-Prozzi kann man an der Spannung nicht allzuviel herumpfuschen. Normalerweise ist es so, daß das Board anhand der Belegung einiger Prozessorpins von sich aus erkennt, mit welcher Spannung die CPU angefahren werden will und stellt eben diese Spannung bereit. Kann das Board die benötigten Spannungen nicht bereitstellen, bleibt der Rechner scheinbar tot. Durch Manipulationen an diesen Pins kann man dem Board vorgaukeln, daß die CPU eine andere Spannung haben will, dann wird eben diese Spannung bereitgestellt und die CPU mit dieser anderen Voltage angeblasen. Aber das geht nur in dem Umfang, was der Spannungsregler auf dem Mainboard abgeben kann.

Für das Phänomen, daß dieser Prozzi auf Deinem eigentlich coppermine-untauglichen Board anspringt, habe ich nur 4 mögliche und logische Erklärungen :
1. Deine CPU hat das cC0-Stepping, das braucht 1,7 V, und diese 1,7 V kann das Board aus irgendwelchen gründen auch immer grade so bereitstellen.
2. Die automatische Spannungserkennung des Mainboards ist defekt [ einer oder mehrere VID-Pins im Slot1 haben keinen Kontakt oder Fehlkontakte, das Board glaubt, diese CPU würde von Haus aus eine höhere Spannung benötigen, der Prozzi wird also mit einer Spannung angefahren, die das Brett bereitstellen kann.
3. Die Spannungsautomatik des Boards ist in Ordnung, aber die CPU wurde schon so umgebaut, daß sie das Signal für eine höhere VCore abgibt und deswegen mit höherer Spanung versorgt wird....
4. Es ist kein echter PIII-700 -Coppermine, sondern ein älterer PIII-Katmai-Prozessor, der auf 700 MHZ übertaktet und als PIII-700 verkauft wurde. Diese CPUs brauchen 2.0 oder 2.05 V, und das kann Dein Board auf jeden Fall abgeben.

Trotz alledem ist es unsinnig, diese CPU auf Deinem Board zu betreiben, weil sie nur weit unter ihren Möglichkeiten angefahren wird, da das Board keinen stabilen 100er FSB bereitstellen kann. Vielleicht kannst Du den Prozzi wenigstens mit 466 MHZ dadurch zum laufen bringen, wenn Du im Bios das "CPU-Update-Data" abschaltest, aber das könnte wiederum bei einigen Betriebssystemen Probleme geben.

Offiziell kannst Du dieses Brett nur bis zum PPGA-Celeron mit 533 MHZ aufrüsten [ dieser Prozzi braucht wie jeder andere alte Celli die 2,0 V ], ein ordnungsgemäßer Betrieb mit Coppermine-Prozessoren ist kaum möglich bzw. nur mit großem Aufwand zu realisieren, der Betrieb mit PIIIs ziemlich unsinnig, da diese CPUs wegen des 66er FSBs deutlich untertaktet werden.

cu Bavarius

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(Anonym) Bavarius „Hi ! Auweia, da hast Du gleich 3 Probleme.... - Du hast zwar ein Slot1-Board,...“
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aha... soso.....

na dann werd ich mal meinen alten p2 333 @ 416 lieber beibelassen!

Hast Dir ja richtig viel Zeit für meinen Hilferuf genommen. Find ich echt stark, daß es solche Leute gibt, die sich der Probleme des "Naseweiß" annehmen!

Vielen Dank u mach weiter so!!!!!!!!

Cu Simon

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