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The Wasp Michael Nickles

„Open-Source-Office für Behörden: Bayern will nicht mitmachen“

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Fordere ich seit gefühlt 100 Jahren. ;-)

Bayern ist nicht dabei. Komischer Zufall, das hat sicher nichts damit zu tun, dass die Microsoft-Deutschland-Firmenzentrale in Bayern ist...

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mawe2 The Wasp

„Fordere ich seit gefühlt 100 Jahren. - Bayern ist nicht dabei. Komischer Zufall, das hat sicher nichts damit zu tun, dass ...“

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das hat sicher nichts damit zu tun, dass die Microsoft-Deutschland-Firmenzentrale in Bayern ist

Nein. Das wird wohl eher mit den schlechten Erfahrungen mit LiMux zu tun haben.

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Borlander mawe2

„Nein. Das wird wohl eher mit den schlechten Erfahrungen mit LiMux zu tun haben.“

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den schlechten Erfahrungen mit LiMux

Die haben aber nichts direkt mit Open-Source zu tun…

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mawe2 Borlander

„Die haben aber nichts direkt mit Open-Source zu tun“

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LiMux war kein OpenSource-Projekt?

https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux

Zitat: "Aufgrund der für die öffentliche Hand neuartigen Ausrichtung der Software-Beschaffung auf Open Source ist LiMux weltweit sporadisch in den Medien präsent und wird von der proprietären Software-Industrie und den Befürwortern freier Software gleichermaßen beobachtet."

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Borlander mawe2

„LiMux war kein OpenSource-Projekt? https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux Zitat: Aufgrund der für die öffentliche Hand ...“

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LiMux war kein OpenSource-Projekt?

Es ging um die Ursache der schlechten Erfahrungen.

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mawe2 Borlander

„Es ging um die Ursache der schlechten Erfahrungen.“

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Es ging um die Ursache der schlechten Erfahrungen.

Zitat: "Im Februar 2017 beschloss der Stadtrat, bis Ende 2020 anstatt der Open-Source-Lösung einen Windows-Basis-Client mit „marktüblichen Standardprodukten“ zu entwickeln. Die Open-Source-Lösung hinke im Funktionsumfang mitunter kommerziellen Microsoft-Produkten hinterher. Andererseits sei sie mit Systemen außerhalb der Verwaltung nicht im gewünschten Maße kompatibel."

Also ich würde schon sagen, dass es da insbesondere mit OpenSource ziemlich gehakt hat.

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Alekom mawe2

„Zitat: Im Februar 2017 beschloss der Stadtrat, bis Ende 2020 anstatt der Open-Source-Lösung einen Windows-Basis-Client ...“

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und ich denke auch, das die leute die dort arbeiten, nichts anderes gewohnt waren als mit windows-software herumzugurken.

obs leute gab, die sich selbst beigebracht haben, was anderes zu verwenden als windows-software?

glaub ich nicht.

in meinem bekanntenkreis bzw. freundeskreis, einige davon auch beim staat angestellt..alle nur windows, ohne ausnahme.... die sehen auch nicht ein warum sie umlernen sollen.

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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mawe2 Alekom

„und ich denke auch, das die leute die dort arbeiten, nichts anderes gewohnt waren als mit windows-software herumzugurken. ...“

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und ich denke auch, das die leute die dort arbeiten, nichts anderes gewohnt waren als mit windows-software herumzugurken.

Ja, das ist natürlich so.

Um da eine Umstellung vernünftig hinzukriegen, ist die Migration der IT und die Kompatibilität der Anwendungen noch eher ein kleines Problem.

Vor allem muss der Benutzer kompatibel gemacht werden. D.h., er muss von Anfang an in den Umstellungs-Prozess mit einbezogen werden. Das erfordert viel Geschick auf Leitungsebene und viele Angebote für Schulungen, Workshops etc.

Das grundsätzlich richtige Anliegen (also mehr Unabhängigkeit der Verwaltungen von irgendwelchen Monopolstrukturen zu erreichen) kann mit ein paar grundsätzlichen Fehlern im Umgang mit den Mitarbeitern sehr leicht völlig an die Wand gefahren werden.

Und was wir zuallerletzt brauchen, sind zusätzliche IT-Probleme in der Verwaltung. Davon gibt's ja jetzt schon genug.

Es ist wie bei der Behandlung der Corona-Pandemie: Alle Entscheider haben die richtigen Ziele, alle sind sich einig, dass die Pandemie eingedämmt werden muss und trotzdem werden auch nach jahrelangen Erfahrungen massive Fehlentscheidungen getroffen, die das Erreichen der angestrebten Ziele quasi unmöglich machen.

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Alekom mawe2

„Ja, das ist natürlich so. Um da eine Umstellung vernünftig hinzukriegen, ist die Migration der IT und die ...“

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Vor langer Zeit war ich mal Fahrradmechaniker, in meinen Dienstvertrag stand unter anderem das ich auch in meiner Freizeit diesbezüglich mich weiterzubilden hatte.

Natürlich auf meine Kosten, versteht sich. Also zb. durch Kauf von Fahrrad-Zeitschriften.

Ja von der Firma gabs mal einen Grundkurs, aber die Feinheiten, weil es soviel unterschiedliche Dinge gab, die musste man sich selbst beibringen.

Aber das schrieb ich schon alles mal. Lachend

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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Borlander mawe2

„Zitat: Im Februar 2017 beschloss der Stadtrat, bis Ende 2020 anstatt der Open-Source-Lösung einen Windows-Basis-Client ...“

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Ich lese aus der Aussage vor allem heraus, dass die sich daran gestört haben, dass es etwas anderes war als ein "marktübliches Standardprodukt" von Microsoft. Ob Open- oder Closed-Source war da nebensächlich. Bei Umstellung auf SAP (oder die Software eines anderen Anbieters, wobei das nun beides erst mal nur ein Gedankenspiel ist)und der damit verbundenen Ablösung von Schattenanwendungen hätte man wohl die selbe Kritik formulieren können…

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mawe2 Borlander

„Ich lese aus der Aussage vor allem heraus, dass die sich daran gestört haben, dass es etwas anderes war als ein ...“

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Ob Open- oder Closed-Source war da nebensächlich.

Mag sein.

Man will / man muss die Dominanz von Microsoft beenden. Das ist sicher vielen Entscheidern inzwischen klar.

Was nimmt man dann aber als Alternative?

Wieder eine kommerzielle / proprietäre Lösung? Wohl kaum.

Also läuft es zwangsläufig auf OpenSource hinaus.

Was aber tun, wenn es keine brauchbaren OpenSource-Lösungen als Alternative zum MS Office gibt?

Es reicht nicht, sich einfach FÜR OpenSource auszusprechen. Man müsste auch Konzepte entwickeln, wie man dann mit den gewählten OpenSource-Lösungen umgehen will.

Und man muss die Benutzer frühzeitig und glaubhaft in den Migrationsprozess einbeziehen.

Und man müsste in nennenswertem Umfang eine eigene (europäische) IT-Industrie aufbauen. Dafür bräuchte man zunächst mal viel Personal, das man gut bezahlen muss.

Es ist ein grundsätzlicher Irrglaube, dass man mit der Ablösung von Microsoft und dem Umstieg auf OpenSource nennenswert Geld sparen wird. Das genaue Gegenteil düfte der Fall sein.

Aber das Geld wäre gut angelegt, wenn es ein gutes Konzept geben würde.

Bloße Willensbekundungen in einem Koalitionsvertrag lösen noch keines der bestehenden IT-Probleme.

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Borlander mawe2

„Zitat: Im Februar 2017 beschloss der Stadtrat, bis Ende 2020 anstatt der Open-Source-Lösung einen Windows-Basis-Client ...“

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Zitat: "Im Februar 2017 beschloss der Stadtrat, bis Ende 2020 anstatt der Open-Source-Lösung einen Windows-Basis-Client mit „marktüblichen Standardprodukten“ zu entwickeln. Die Open-Source-Lösung hinke im Funktionsumfang mitunter kommerziellen Microsoft-Produkten hinterher. Andererseits sei sie mit Systemen außerhalb der Verwaltung nicht im gewünschten Maße kompatibel."

Wenn Du den Absatz aus https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux#Geschichte darüber mit heragezogen hättest, dann wären wir der Ursache der schlechten Erfahrungen wohl näher gekommen:

[…] fehlende Benutzerrechte seien der Grund, warum diese nur sehr beschränkt nutzbar seien. Bemängelt wurde, dass man Programme wie Skype nicht selbst installieren könne, was einen „normalen Gebrauch“ verhindere, weshalb ein großer Teil der beschafften Geräte „ungenutzt vor sich hin“ altere.

D.h.: Bemängelt wurde u.A., dass mit LiMux wohl erstmals konsequent IT-Sicherheit durchgesetzt wurde indem nicht jeder Admin-Rechte bekommt. Diese Mängel wären in einer sauber konfigurierten Windows-Umgebung aber genauso auftreten…

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Andreas42 Borlander

„Wenn Du den Absatz aus https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux Geschichte darüber mit heragezogen hättest, dann wären wir ...“

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Hi!

D.h.: Bemängelt wurde u.A., dass mit LiMux wohl erstmals konsequent IT-Sicherheit durchgesetzt wurde indem nicht jeder Admin-Rechte bekommt. Diese Mängel wären in einer sauber konfigurierten Windows-Umgebung aber genauso auftreten…

Kann ich aus der Praxis meines Arbeitgebers bestätigen. Der Entzug von Rechten führt immer erstmal zu Protesten (bei uns war es Entzug der lokalen Adminrechte, selbst EDV User waren betroffen, hatten aber ab dann einen zweiten Admin User zur Verfügung und in einem zweiten Schritt konsequente Rechtevergabe auf dem Fileserver; passiert vor etwas mehr als 4 Jahren).

War aber nix im Vergleich zu den angedrohten rituellen Selbstmorden, als die textbasierte Terminaloberfläche der ERP Software durch einen Windowsclient abgelöst wurde. (Inzwischen geradezu schmerzfrei durch eine Web GUI abgelöst.)

Es ist wirklich sehr schwierig, wenn die User ihren gewohnten Faustkeil abgeben müssen. Das darf man nie unterschätzen! Wer Mammuts mit Speren gejagt hat, hat mit Mäusen Probleme.

Bis dann

Andreas

Ich sehe die Stimmungslage meiner Mitmenschen. Daher bleibt nur eine letzte Forderung: Weltuntergang jetzt sofort!
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violetta7388 mawe2

„Nein. Das wird wohl eher mit den schlechten Erfahrungen mit LiMux zu tun haben.“

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Hallo mawe2, hallo Forum,

es hat sehr wohl mit der MS-Zentrale zu tun. In jeder Hinsicht.

MfG.

violetta

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The Wasp violetta7388

„Hallo mawe2, hallo Forum, es hat sehr wohl mit der MS-Zentrale zu tun. In jeder Hinsicht. MfG. violetta“

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Wie kannst du nur sowas behaupten?! ;-)

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mawe2 The Wasp

„Wie kannst du nur sowas behaupten?! -“

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Vielleicht ist sie Insiderin und war an den Entscheidungen persönlich beteiligt?

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The Wasp mawe2

„Vielleicht ist sie Insiderin und war an den Entscheidungen persönlich beteiligt?“

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Vielleicht trägt sie auch nur keine Scheuklappen...

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mawe2 The Wasp

„Vielleicht trägt sie auch nur keine Scheuklappen...“

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Das reklamieren die Gegner der Corona-Maßnahmen für sich selbst aber genau so!

Was für den Einen der "scheuklappenfreie Blick auf die Realität" ist, ist für den anderen die pure Verschwörungstheorie.

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The Wasp mawe2

„Das reklamieren die Gegner der Corona-Maßnahmen für sich selbst aber genau so! Was für den Einen der scheuklappenfreie ...“

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Vielleicht mal ein bischen in Politikwissenschaften oder Geschichte reinschnuppern und mal was über wirtschaftliche Unabhängigkeit lernen. Aber du hälst es für eine kluge Idee, wenn sich Europa bei den Schlüsseltechnologien komplett von US-Konzernen und China abhängig macht. Komisch, bei Boing sah man das einst anders und gründete Aerbus.

Du schuldest immer noch die Belege, warum LiMux scheiterte. Welche Anwendungen haben konkret nicht funktioniert? Alles, was du bisher behauptet hast, ist nur Hörensagen.

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Alpha13 The Wasp

„Vielleicht mal ein bischen in Politikwissenschaften oder Geschichte reinschnuppern und mal was über wirtschaftliche ...“

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https://web.archive.org/web/20110610204909/http://www.fjs.de/sein-wirken/luft-und-raumfahrt.html

Damals gabs auch den Hugo und der hat das nicht nur in erster Linie aus Eigennutz gemacht, sondern auch in 2. und 3. Linie!

Ohne den gäbs Airbus fast definitiv nicht.

https://www.merkur.de/politik/franz-josef-strauss-airbus-transparent-meter-langem-sagt-danke-5466868.html

Dem gedenken die noch Heute...

Da war sowas von viel Korruption und Amigo Wirtschaft im Spiel!

Genutzt hat das in erster Linie Bayern und den Amigos und bezahlt haben das die anderen Deutschen...

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mawe2 The Wasp

„Vielleicht mal ein bischen in Politikwissenschaften oder Geschichte reinschnuppern und mal was über wirtschaftliche ...“

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Aber du hälst es für eine kluge Idee, wenn sich Europa bei den Schlüsseltechnologien komplett von US-Konzernen und China abhängig macht.

Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, den Thread zu lesen und wenn Du darüber hinaus die Fähigkeit besäßest, das Gelesene zu verstehen, würdest Du so einen Unsinn nicht schreiben.

Du schuldest immer noch die Belege, warum LiMux scheiterte.

Ich schulde Dir gar nichts.

Dass LiMux gescheitert ist, weiß jeder. (Außer Dir.)

EOD

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The Wasp mawe2

„Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, den Thread zu lesen und wenn Du darüber hinaus die Fähigkeit besäßest, das ...“

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Ich schulde Dir gar nichts.

Keine Antwort ist das Eingeständnis fehlender Argumente.

Dass LiMux gescheitert ist,

LiMux war ein politisches Projekt. Das Projekt war gut finanziert und personell gut ausgestattet und trotzdem konnte München damit Millionen einsparen. Das Gegenteil von dem, was du hier im Thread geschrieben und behauptet hast:

Es ist ein grundsätzlicher Irrglaube, dass man mit der Ablösung von Microsoft und dem Umstieg auf OpenSource nennenswert Geld sparen wird. Das genaue Gegenteil düfte der Fall sein.

Das Projekt ist nicht gescheitert, es wurde, obwohl es rentabel war, politisch beerdigt.

Tschau Amigo!

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mawe2 violetta7388

„Hallo mawe2, hallo Forum, es hat sehr wohl mit der MS-Zentrale zu tun. In jeder Hinsicht. MfG. violetta“

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es hat sehr wohl mit der MS-Zentrale zu tun.

Als LiMux gestartet ist, war die MS-Zentrale auch schon in Bayern.

Und? Hat München deswegen damals auf LiMux verzichtet?

Und alle anderen Länder benutzen auch schon immer Microsoft-Produkte, obwohl die MS-Zentrale nicht in diesen Ländern ist. Wieso?

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Borlander mawe2

„Als LiMux gestartet ist, war die MS-Zentrale auch schon in Bayern. Und? Hat München deswegen damals auf LiMux verzichtet? ...“

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Als LiMux gestartet ist, war die MS-Zentrale auch schon in Bayern.

Allerdings noch nicht in München…

Und? Hat München deswegen damals auf LiMux verzichtet?

Die Entscheidungen hin und zurück wurden nicht von der selben Regierung getroffen…

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mawe2 Borlander

„Allerdings noch nicht in München Die Entscheidungen hin und zurück wurden nicht von der selben Regierung getroffen“

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Allerdings noch nicht in München…

Nein.

Aber glaubst Du wirklich den Schwachsinn, dass Microsoft seine Deutschland-Zentrale immer genau dorthin verlegt, wo gerade eine große Kommune eine alternative IT-Landschaft aufbaut?

Dann haben sie in Zukunft ja viel zu tun mit ihren Umzügen!

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Borlander mawe2

„Nein. Aber glaubst Du wirklich den Schwachsinn, dass Microsoft seine Deutschland-Zentrale immer genau dorthin verlegt, wo ...“

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Du meinst also LiMux wäre nur eines von vielen Projekten?

Nein. Im Erfolgsfall wäre ein Präzedenzfall dafür geschaffen worden, dass eine Millionenstadt sich aus dem Technologie-Lock-In auf Microsoft befreien kann und andere Städten hätten es bei Wiederverwendung der für München entwickelten Lösungen (wie WollMux) wesentlich einfacher gehabt. Und Du meinst das wäre Microsoft egal gewesen?

[…], dass die Einflussnahmen in der Stadt Wien und im Verteidigungsministerium Italiens nicht weniger massiv waren und dass es halt für Microsoft um jeden Preis darum ging zu verhindern, dass irgendwo in Europa sich ein eigener Weg bewährt und als Alternative bereitsteht. Wir in München jedenfalls wollten bis 2014 unabhängig werden.
[ https://www.golem.de/news/von-microsoft-zu-linux-und-zurueck-es-gab-bei-limux-keine-unloesbaren-probleme-1911-144917-2.html ]

Heute sieht die Situation so aus: Jedes mal wenn es um Alternativen zu Microsoft geht, dann meldet sich jemand der München als mahnendes Beispiel nennt…

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The Wasp Borlander

„Du meinst also LiMux wäre nur eines von vielen Projekten? Nein. Im Erfolgsfall wäre ein Präzedenzfall dafür geschaffen ...“

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Dabei hatte München relativ wenig Geld in die Hand genommen. Man stelle sich vor, der Bund nimmt richtig Geld in die Hand, lobt Preise für die besten Lösungen aus und beteiligt vor allem die Universitäten an der Schaffung eines alternativen Betriebssystems und einer oder verschiedener Officelösungen. Nicht auszudenken so eine Verschwörung. ;-)

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Alpha13 The Wasp

„Dabei hatte München relativ wenig Geld in die Hand genommen. Man stelle sich vor, der Bund nimmt richtig Geld in die Hand, ...“

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Selbst die Chinesen kommen da trotz Manpower im Überfluß und viel Kohle und sowas von viel Druck nicht weit, außer bei den sozialen und Verkaufsportalen natürlich...

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The Wasp Alpha13

„Selbst die Chinesen kommen da trotz Manpower im Überfluß und viel Kohle und sowas von viel Druck nicht weit, außer bei ...“

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Die haben aber Zugriff auf den Quellcode bekommen und für die gibt es eine spezielle Chinese Gov. Edition. Microsoft versucht da schon den Fuß in der Tür zu behalten. Windows ist nicht besser, das Problem ist, dass nicht nur Microsoft Patente besitzt, die man nicht mal einfach ersetzen kann. Softwarepatente werden nicht umsonst seit Jahrzehnten kritisiert.

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mawe2 Borlander

„Du meinst also LiMux wäre nur eines von vielen Projekten? Nein. Im Erfolgsfall wäre ein Präzedenzfall dafür geschaffen ...“

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Und Du meinst das wäre Microsoft egal gewesen?

Das habe ich doch nirgendwo geschrieben.

(Fängst Du jetzt auch schon an, mir irgendwelche Aussagen zu unterstellen?)

Es ging damit los, dass The Wasp den Quatsch mit der Firmenzentrale in Bayern geäußert hat:

Bayern ist nicht dabei. Komischer Zufall, das hat sicher nichts damit zu tun, dass die Microsoft-Deutschland-Firmenzentrale in Bayern ist...

Darauf habe ich entgegnet, dass es wohl eher mit den Problemen mit LiMux zu tun haben könnte. (Weil es in keinem Land so viele Leute gibt wie in Bayern, die bereits ein solches Projekt haben scheitern gesehen.)

Dann kam dieser ganze Schwachsinn, den Nichtverstehenwoller (oder -könner) hier immer wieder aus solchen Diskussionen machen.

Wie naiv muss jemand sein, der glaubt, dass Microsoft in München nur deswegen Druck ausgeübt hat, weil die Firmenzentrale in Bayern liegt?

Warum sollte Microsoft in Kiel, Stuttgart oder Dresden keinen Druck ausüben? Nur, weil sie in den Ländern, deren Hauptstädte das sind, keine Firmenzentrale haben?

Dieser naive Schwachsinn "Firmenzentrale befindet sich in Bundesland X" >> "Firma beeinflusst ausschließlich Bundesland X" muss doch auch von weniger Informierten als Unfug erkannt werden!

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The Wasp mawe2

„Das habe ich doch nirgendwo geschrieben. Fängst Du jetzt auch schon an, mir irgendwelche Aussagen zu unterstellen? Es ...“

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Ja klar und demnächst erklärst du mir, dass politische Entscheidungen in Sachen Verkehr in Deutschland nichts damit zu tun haben, dass Deutschlands wichtigste Industrie die Autoindustrie ist...

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Borlander mawe2

„Das habe ich doch nirgendwo geschrieben. Fängst Du jetzt auch schon an, mir irgendwelche Aussagen zu unterstellen? Es ...“

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Darauf habe ich entgegnet, dass es wohl eher mit den Problemen mit LiMux zu tun haben könnte

Und mir ging es um die Frage ob diese Probleme bei objektiver Betrachtung unmittelbar durch den Einsatz von OpenSource entstanden sind und nicht genauso aufgetreten wären im Rahmen einer Migration auf eine moderne Microsoft-Umgebung und Ablösung von überall genutzten Insellösungen…

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Borlander mawe2

„Das habe ich doch nirgendwo geschrieben. Fängst Du jetzt auch schon an, mir irgendwelche Aussagen zu unterstellen? Es ...“

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Das habe ich doch nirgendwo geschrieben.

Sätze mit Fragezeichen am Ende sind Fragen. Ich interpretiere Deine Antwort mal als klares Nein.

(Fängst Du jetzt auch schon an, mir irgendwelche Aussagen zu unterstellen?)

Nein.

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mawe2 Borlander

„Sätze mit Fragezeichen am Ende sind Fragen. Ich interpretiere Deine Antwort mal als klares Nein. Nein.“

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Sätze mit Fragezeichen am Ende sind Fragen.

Da hast Du natürlich Recht. Das hätte ich beachten müssen.

Wenn Du aber meine Beiträge gelesen hättest, hättest Du die Frage auch gleich weglassen können.

Ich wollte auch mit meiner Aussage (dass es nirgendwo so viel Erfahrungen gibt mit dem Scheitern so eines Projektes wie in Bayern) keinerlei Wertung vornehmen, was da alles schiefgegangen ist und ob ClosedSource nun besser OpenSource ist etc.

Fakt ist: Das Ganze ist dort so gelaufen, wie es gelaufen ist. Und selbst ohne nähere Kenntnisse der Probleme, kann sich jeder vorstellen, dass es für das Funktionieren einer Verwaltung ganz sicher kein Vorteil war, (fast) die gesamte IT von Windows nach Linux und danach wieder nach Windows umzustellen.

Wenn es jetzt Initiativen gibt, OpenSource großflächiger durchzusetzen, dann finde ich das (anders, als mir das hier schon unterstellt wurde) grundsätzlich richtig.

Allein: Ich bin Realist genug, um zumindest gewisse Zweifel zu hegen, ob diese Umstellung überhaupt machbar ist, ohne dass das zarte Pflänzchen eGovernment noch weitere Schäden erleidet.

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Borlander mawe2

„Da hast Du natürlich Recht. Das hätte ich beachten müssen. Wenn Du aber meine Beiträge gelesen hättest, hättest Du ...“

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dass es für das Funktionieren einer Verwaltung ganz sicher kein Vorteil war, (fast) die gesamte IT von Windows nach Linux und danach wieder nach Windows umzustellen.

Man darf LiMux allerdings nicht nur darauf reduzieren, das von Windows auf Linux migriert wurde. Da wurden auch viele Selbstbastellösungen für Fachanwendungen mit abgelöst.

Zweifel […] ob diese Umstellung überhaupt machbar ist

Machbar schon, aber eines ist sicher: Das wird aber ein sehr langer und  schmerzhafter Prozess. Was dazu aber heute schon erforderlich ist:

  • Bei Neueinführungen und Ablösung von Fachanwendungen nur noch plattformunabhängig Open-Source-Software erlauben. Auch bei Individualentwicklung.
  • Bei Neuausschreibungen von Bestandsanwendung muss das mit hohem Gewicht berücksichtigt werden, so dass auch Softwarehersteller mindestens zu Plattformunabhängigkeit gezwungen werden

Mit dem steigenden Anteil von Webanwendungen (wobei Desktop-Anwendungen schöner wären) geht das teilweise schon in diese Richtung. Auch hier muss man angesichts langer Nutzungen bis zur Neuausschreibung allerdings Geduld haben.

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Borlander mawe2

„Als LiMux gestartet ist, war die MS-Zentrale auch schon in Bayern. Und? Hat München deswegen damals auf LiMux verzichtet? ...“

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Und? Hat München deswegen damals auf LiMux verzichtet?

Mit der CSU an der Macht in München hätten es nie ein LiMux gegeben. Und der Ausstieg aus LiMux erfolgte sobald München von einer großen Koalition regiert wurde…

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mawe2 Borlander

„Mit der CSU an der Macht in München hätten es nie ein LiMux gegeben. Und der Ausstieg aus LiMux erfolgte sobald München ...“

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Und der Ausstieg aus LiMux erfolgte sobald München von einer großen Koalition regiert wurde…

Wobei der maßgeblich für den Ausstieg aus LiMux verantwortliche OB genau so der SPD angehört wie der maßgeblich für den Einstieg verantwortliche...

Die CSU hat in München immer nur eine untergeordnete Rolle gespielt; München wurde nach dem Krieg fast ausschließlich von SPD-OBs regiert.

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The Wasp mawe2

„Nein. Das wird wohl eher mit den schlechten Erfahrungen mit LiMux zu tun haben.“

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Woran hats gemangelt? Hatten die LiMuxer vergessen, Solitär mit einzubauen? Ich habe viel über den Wechsel gelesen, angeblich gabs Probleme. Aber da wird ausschließlich herumgeschwurbelt, sprich, exakte Probleme werden nicht genannt.

Übrigens haben selbst die bestellten Berater nicht zu einem vollständigen Zurück zu Windows und MS-Office geraten. Das war eine rein politische Entscheidung.

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Arctophylax The Wasp

„Woran hats gemangelt? Hatten die LiMuxer vergessen, Solitär mit einzubauen? Ich habe viel über den Wechsel gelesen, ...“

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Woran hats gemangelt?

In diesem Golem-Thread wird das Thema, finde ich, recht differenziert betrachtet, und es werden auch einige Probleme von LiMux angesprochen. Liest sich so, als seien einige der dortigen Posting-Autoren dicht am Geschehen gewesen (ob das tatsächlich der Fall ist, weiß ich natürlich nicht).

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mawe2 Arctophylax

„In diesem Golem-Thread wird das Thema, finde ich, recht differenziert betrachtet, und es werden auch einige Probleme von ...“

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Ich denke nicht, dass der Adressat Deiner Zeilen den Golem-Thread liest und dann auch noch vorurteilsfrei zur Kenntnis nimmt.

Dann bricht nämlich sein jahrelang gepflegtes Verschwörungskonstrukt komplett zusammen.

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The Wasp mawe2

„Ich denke nicht, dass der Adressat Deiner Zeilen den Golem-Thread liest und dann auch noch vorurteilsfrei zur Kenntnis ...“

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Ach und ich kann nicht lesen und habe Vorurteile? Es gibt dort eine Reihe vorn Vorwürfen, die aber weder direkt mit LiMux noch mit LibreOffice zu tun hatten, sondern meist organisatorische Probleme sind und vor allem auf veraltete Anwendungen und Hardware verweisen.  2015 gaben 85% der Nutzer an, höchsten noch 1mal im Monat ein Problem mit LiMux gehabt zu haben. 55% beschwerten sich dagegen vor allem über Probleme mit veralteter Hardware. https://www.techrepublic.com/article/linux-to-windows-10-why-did-munich-switch-and-why-does-it-matter/

Und was die Verschwörung anbelangt: Einfach mal das Hirn einschalten und nach Kartellstrafen + Microsoft suchen. Microsoft hat sich in der Vergangenheit schon selbst um seinen Ruf gebracht. Und was hat Microsoft daraus gelernt? Nichts, außer dass sie immer mehr Lobbyisten beschäftigen. Bei Windows 11 legt Microsoft wieder einen drauf und erschwert den Zugang für andere Browser deutlich. Mal sehen, wann sich die EU-Kommission wieder meldet?

Ende
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