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Danke für deine Info.
Freebsd hatte ich schon lange nicht mehr, zuletzt auch nur eine Live Version.
Die BSD sind ähnlich, aber doch anders ausgelegt als Linux.
Das Dateisystem war glaube ich sehr robust. besser als ext.
Mußte aber mal aufgeben, bei der Installation, da es dazu geneigt hat
-- seinen eigenen Kernel nicht zufinden :-(
Wenn es Debian GNU/Linux nicht mehr geben sollte, dann wäre FreeBSD die Wahl.
Leider gibt es nicht ganz so viele Treiber und Programme wie bei GNU/Linux.
Welches unter Linux verfügbare Programm vermisst du denn unter *BSD?
Programme vermisse ich derzeit nicht, aber man bekommt für Brotherdrucker leider keine Treiber. Ich bin schon erstaunt das Brother für seine Multifunktionsgeräte überhaupt Linuxtreiber anbietet.
Hallo the mic,
vor allem stört mich an FreeBSD, dass es meinen iMac nicht mag, vor allem das Trackpad nicht. Linux egal in welcher modernen Version kommt da gut mit klar (in Virtualbox).
Gruß
miraculix926
Es kann sein das der FreeBSD Kernel erst noch übersetzt werden muß, weil der entsprechende Treiber für dieses Trackpad fehlt. Im Gegensatz dazu werden die Linuxkernel so konfiguriert das möglichst viele verschiedene Hardwarekomponenten unterstützt werden. Das geht ein wenig zu Lasten der Performance.
Den FreeBSD Kernel muß man sich selbst kompilieren, weil er nicht so sehr mit nutzlosen Treiber aufgebläht werden soll, für die im Rechner die Hardware fehlt.
http://www.freebsd.org/doc/de/books/handbook/kernelconfig-custom-kernel.html
Das FreeBSD Handbuch:
http://www.freebsd.org/doc/de/books/handbook/
Ich kann mich gut erinnern das es früher unter GNU/Linux ganz ähnlich war. Der Standard Linuxkernel hatte nur ein paar Treiber , so das der Rechner erstmal gestartet werden konnte.
Einen eigenen Linuxkernel zu übersetzen ist immer noch sinnvoll. Ich habe es immer wieder in den letzten 15 Jahren erlebt , das der Standardkernel von SUSE und später von Debian Probleme gemacht hat. Das lag an ein paar wenigen fehlerhaften Treibern.
Man kann diese fehlerhaften Treiber aus dem Linuxkernel einfach entfernen, wenn man sie nicht unbedingt braucht. Man sollte eigentlich nur die Treiber im Linuxkernel aktivieren, für die im Rechner auch die Hardware vorhanden ist. Dann wirken sich Programmierfehler in ein paar wenigen Treibern nicht auf die Stabilität aus. Aber das ist ein Thema für fortgeschrittene Anwender.
Was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass für FreeBSD nie ein entsprechender Treiber geschrieben wurde.
Linuxkernel so konfiguriert das möglichst viele verschiedene Hardwarekomponenten unterstützt werden. Das geht ein wenig zu Lasten der Performance.
Das ist überwiegend Blödsinn. Nicht benötigte Treiber werden schlicht und ergreifend nicht geladen. Somit belegen diese nur etwas Speicher auf der Festplatte, haben aber ansonsten überhaupt keinen Einfluss auf das System. Lediglich der Bootvorgang kann durch eine aufgeblähte initrd etwas verlangsamt werden, da diese erst ins RAM kopiert und entpackt werden muss. Dies dauert natürlich länger, je grösser die initrd ist. Das spielt aber im laufenden Betrieb auch keine Rolle mehr.
Ich kann nicht einschätzen wieviel Performance ich gewinne wenn ich einen eigenen Linuxkernel übersetze. Ich mache das schon seit mehr als 15 Jahren aus Gewohnheit.
Ich nutze den Linux-Standardkernel nur für die Installation.
Ich hatte mit den Linux-Standardkerneln immer wieder Probleme . Da sind manchmal Treiber oder Optionen aktiviert, die sich mit der eingebauten Hardware nicht vertragen. Dann hat sich sehr oft das ganze System aufgehängt. Das passiert aber auch nicht zu oft.
Im FreeBSD Handbuch steht das:
9.2. Wieso einen eigenen Kernel bauen?
.....
Zusätzliche Hardwareunterstützung. Ein angepasster Kernel kann Unterstützung für Geräte wie Soundkarten bieten, die im GENERIC-Kernel nicht enthalten sind
.....
Trotzdem ist es noch immer nötig, einige statische Kernelkonfigurationen durchzuführen. In einigen Fällen ist die Funktion zu systemnah, um durch ein Modul zu realisiert werden. In anderen Fällen hat eventuell noch niemand ein ladbares Kernelmodul für diese Funktion geschrieben.
Zum Nachlesen :
http://www.freebsd.org/doc/de/books/handbook/kernelconfig-custom-kernel.html
Das sind jetzt aber in beiden Fällen fehlende Treiber. An sonstiger Software für den Userspace scheint es ja demnach nicht zu mangeln.
