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Ubuntu-Konsole zeigt nur Streifen nach Update

Newontheline / 3 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,

habe mir Ubuntu 8.10 in der zweiten Januar-Woche 09 auf einen Uralt-PC installiert (Baujahr 1999, Pentium II/400) mit unbekannter Grafikkarte. Nach der Erstinstallation hat die Konsole einwandfrei funktioniert. Nachdem ich alle Updates installiert habe (vor ein paar Tagen) erhalte ich bei einem Konsolenaufruf nur noch Streifen. Selbst wenn ich "exit" eingeben reagiert das System nicht (Umschaltern mit Strg / Alt / F7 funktioniert).

Kann man die Auflösung der Grafik in einer Konsole anderweitig einstellen? Im Gnome Desktop ist die Anzeige absolut einwandfrei.

Danke

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KarstenW Newontheline „Ubuntu-Konsole zeigt nur Streifen nach Update“
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"Kann man die Auflösung der Grafik in einer Konsole anderweitig einstellen? Im Gnome Desktop ist die Anzeige absolut einwandfrei."

Du meinst eine virtuelle Konsole in die man mit den Tasten "Strg + ALT + F1..F6" umschaltet ?

Ja, man kann dem Linuxkernel eine entsprechende Option in der Datei boot/grub/menu.lst übergeben:

title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.18-23etch1-K7
root (hd0,7)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.18-23etch1-K7 root=/dev/hda8 ro vga=771
savedefault

title Debian GNU/Linux, kernel 2.6.18-23etch1-K7 (single-user mode)
root (hd0,7)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.18-23etch1-K7 root=/dev/hda8 ro vga=771 single
savedefault


Mit vga=771 habe ich eine Auflösung von 800x600 und 256 Farben. Die Dezimalzahl 771 entspricht der Hexadezimalzahl 0x303

| 640x480 800x600 1024x768 1280x1024
----+-------------------------------------
256 | 0x301 0x303 0x305 0x307
32k | 0x310 0x313 0x316 0x319
64k | 0x311 0x314 0x317 0x31A
16M | 0x312 0x315 0x318 0x31B


Du mußt mal mit diesen Werten experimentieren.
Bei einem 17 " LCD Monitor und einem 19 " Röhrenmonitor ist vga=771 eine gute Wahl, finde ich.
Du mußt diese Hexadezimalzahlen erstmal in eine Dezimalzahl umrechnen und dann vga= davorschreiben.

Es ist auch ganz wichtig das diese Grafikkarte VESA 2.0 kompatibel ist. Sonst funktioniert es nicht.

Welche Grafikkarte ist das eigentlich ?

Gib mal lspci in der Konsole ein und poste die Ausgabe.

PS: Es ist natürlich wichtig das man die entsprechenden Optionen im Linuxkernel aktiviert hat. Ich nehme mal an das sie im Standardkernel von Ubuntu aktiviert sind.




Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Newontheline KarstenW „ Kann man die Auflösung der Grafik in einer Konsole anderweitig einstellen? Im...“
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Hallo Karsten,

erst mal Danke für deine Antwort. Ich habe die Datei durchgesehen und die Einstellungen gefunden, auch die Sachen, die the_mic geschrieben hat. Ich denke, das Problem ist entweder die Splash-Einstellung (beim Booten sehe ich die STreifen jetzt auch kurz) oder die Grafikkarte ist tatsächlich nicht vesa2.0 fähig (das Gerät stammt aus dem letzten Jahrtausend).

Ich denke, ich teste eine andere Grafikkarte und setze dann die Sache mit dem Splash fort.

Im Augenblick stehe ich (Vollanfänger mit Geduld) vor dem Problem, dass ich keine Konsole öffnen kann (zeigt nur Streifen ;-) ), somit zwar die Datei lesen, aber mangels Rechten nicht schreiben kann.

Sobald ich wieder mein Buch hab und weiß, wie ich die menu.lst trotzdem ändern kann, gebe ich Euch über meinen Erfolg Bescheid.

Danke nochmal!

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the_mic Newontheline „Ubuntu-Konsole zeigt nur Streifen nach Update“
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Ich hab ein Bisschen das Gefühl, dass der Bootsplash von Ubuntu 8.10 etwas vermurkst ist :-/

Der Ansatz von Karsten ist von der Idee her richtig, allerdings setzt Ubuntu standardmässig die Konsolenauflösung nicht hoch, ergo bringt es da nicht viel, mit dem vga-Parameter rumzuspielen. Öffne dennoch die Datei /boot/grub/menu.list, suche die Zeile mit dem Eintrag für den Kernel und entferne den Parameter "splash".

Suche ebenfalls in der Datei nach einer Zeile
# defoptions=verbose splash
und entferne dort das Wort splash, sonst hast du nach dem nächsten Update von Grub oder vom Kernel den Splash nämlich wieder aktiviert.

Danach ist halt der Bootvorgang nicht mehr hübsch und bunt, dafür sollte dein Problem gelöst sein. Ein Feedback wär ganz freundlich :-)

cat /dev/brain > /dev/null
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