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Debian 6.0

violetta7388 / 14 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo Forum,

mit einem erneut korrigierten Zeitplan will Debian Gott-sei-Dank wieder zu alten Tugenden, wie insbesondere Sicherheit und Stabilität vor modischem Schnickschnack zurückkehren. Überflüssiges soll entfernt werden.

Weitere Details gibt es u.a. hier: www.golem.de/0908/68763.html oder natürlich auch auf www.debian.org.

MfG.
violetta

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KarstenW violetta7388 „Debian 6.0“
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Ich halte es für unrealistisch so einen Zeitplan aufzustellen.
Die meisten Debian Entwickler arbeiten nur in Ihrer Freizeit am Projekt und deshalb kann man nicht vorhersehen was alles passieren kann.
So einen Zeitplan kann man in einer Softwarefirma wie Sun Microsystems aufstellen, aber nicht bei einem Freizeitprojekt.

Debian war immer erst fertig , wenn es fertig ist.
Wenn jemand meint das es betriebswirtschaftlich schlecht ist, dann hat derjenige natürlich Recht.
Aber in einer Firma kann man auch kommerzielles Unix wie Solaris 10 nutzen und muß keine kostenlose Linuxdistribution einsetzen.









Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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violetta7388 Nachtrag zu: „Debian 6.0“
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Hallo KarstenW,

ja, stimmt genau. Blicke nur mit Schrecken auf die letzten Monate zurück.
Alle Distributionen haben sich irgendwie mitreißen lassen, quasi aufgeschaukelt. Jeder wollte, ja mußte sogar unbedingt bei alle Veränderungen mitmachen oder am Besten ganz vorn dabei sein. Denke hierbei insbesondere an das KDE4x -Disaster. Insofern bin ich sehr froh, daß endlich eine Distribution wieder zur Besinnung gekommen ist und bereit ist "unwichtige" Module wieder zu streichen.

Sehe gerade das King Heinz am 29.07.2009 bereits zum gleichen Thema gepostet hat. Sorry, KH., mit Brille ......


MfG.
violetta

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KarstenW violetta7388 „Hallo KarstenW, ja, stimmt genau. Blicke nur mit Schrecken auf die letzten...“
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Ich habe gerade bei Debian lenny einen BUG gefunden. Wenn ich eine E-Mail ausdrucken lassen möchte , dann kann ich vorher die Schriftgröße verändern , aber KMail ignoriert diese Einstellung komplett.
Dieses Problem gibt es schon lange bei KMail, auch bei anderen Distributionen.
Ich will nur damit sagen , das Debian und andere Distributionen erstmal die ganzen Programmierfehler beseitigen sollen und sich nicht an einem Zeitplan festnageln müssen.
Wenn die Programmierer bereit sind in Ihrer Freizeit zu arbeiten , dann kann man nicht erwarten das alles wie "geplant" funktioniert.

Deshalb gebe ich Linux auch keine große Chance im professionellem Umfeld.
Die Arbeitszeit die ich mit Fehlersuche und Problembeseitigung vertue (weil irgendwas nicht funktioniert) ist wesentlich teurer als eine Unixlizenz.
Ich zahle lieber 120 $ im Jahr für den Support von Solaris 10 an Sun Microsystems , als Stunden mit Fehlersuche zu vertröteln.

Ich würde das Geld auch an Debian zahlen, aber mir wäre es lieber wenn Debian eine richtige Softwarefirma ist und kein Freiwilligen Projekt.






Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Acader KarstenW „Ich habe gerade bei Debian lenny einen BUG gefunden. Wenn ich eine E-Mail...“
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Hallo, in den Pro-Linux News kann man nochmal genaueres darüber nachlesen. Wie immer es auch gehandhabt wird, bin ich mir sicher das es von den Debian-Entwicklern richtig angegangen wird. Ich bin überzeugt das Debian von seiner Stabilität dabei nichts einbüßen wird. Die zwei Jahre sollten dabei auch nur ein Richtwert sein und erst wenn die neue Version fertig ist offiziell frei gegeben werden.

MfG Acader

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violetta7388 Acader „Hallo, in den Pro-Linux News kann man nochmal genaueres darüber nachlesen. Wie...“
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Hallo Acader,

in der Vergangenheit ist die Debiangemeinde damit ja auch gut gefahren! Stabilität war eben das Wichtigste. Ob es nun 2 oder mehr oder weniger Jahre werden, ist eigentlich völlig egal. Gut ist, daß Debian sich wieder auf die alten Werte besinnt.

Wer Debian nutzt steht auf Sachlichkeit und weniger auf Gedöns.

MfG.
violetta

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violetta7388 Nachtrag zu: „Hallo Acader, in der Vergangenheit ist die Debiangemeinde damit ja auch gut...“
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Hallo,

habe gerade gelesen, daß das österreichische Schulministerium kostenpflichtige
Software und Betriebssysteme durch opensource ersetzt und spätestens ab 2012
alle Zuschüsse endgültig streicht. Die neue Software "Desktop4education" wurde
als Server und Desktop-Software auf linux-Basis entwickelt. 10.000 Stück Installations-DVDs wurde bereits gepresst. Sun leistet Unterstützung.

Dieser Weg führt alle Anwender direkt zu linux. Super.

MfG.
violetta


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the_mic violetta7388 „Debian 6.0“
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Ein fixer Zeitplan ist kein modischer Schnickschnack sondern eine wirtschaftliche Entscheidungsfrage. Ohne klare Veröffentlichungstermine ist eine Distribution schlicht nicht professionell einsetzbar. Eine Firma will ihre IT-Strategie samt aller notwendiger Migrationspfade auf mehrere Jahre im Voraus planen. Da kann man halt nur Distributionen verwenden, die zu garantierten Zeitpunkten neue Releases bringen, damit man dann auf diese umsteigen kann.

Allerdings ging es bei Debian nie um einen fixen Veröffentlichungstermin. Lediglich die Freeze-Termine sollen in regelmässigen Zwei-Jahres-Abständen stattfinden. Danach dauert es immer noch einige Monate, bis die Distribution fertig ist und veröffentlicht wird. "It's done when it's done" kollidiert folglich keinesfalls mit dieser Planung.

cat /dev/brain > /dev/null
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Xdata the_mic „Ein fixer Zeitplan ist kein modischer Schnickschnack sondern eine...“
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Hat Debian nicht für Embedded eingesetzt, elipc anstelle von libc?

Wenn es stabil bleibt ist modern doch nicht falsch..
Auch mit Zeitfenster, wird Debian den Grundsatz Stabilität nicht aufweichen.

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the_mic Xdata „Hat Debian nicht für Embedded eingesetzt, elipc anstelle von libc? Wenn es...“
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Debian wird womöglich auf die eglibc setzen. Die eglibc ist aber nur ein Fork der glibc mit dem Fokus auf eingebettete Systeme und nicht irgend eine esoterische Neuentwicklung. Wenn man die Kurzbeschreibung auf www.eglibc.org anschaut, ist sie perfekt für Debian geeignet:
Embedded GLIBC (EGLIBC) is a variant of the GNU C Library (GLIBC) that is designed to work well on embedded systems. EGLIBC strives to be source and binary compatible with GLIBC. EGLIBC's goals include reduced footprint, configurable components, better support for cross-compilation and cross-testing.

Das Problem der glibc ist die Entwicklungsführung durch den Redhat-Entwickler Ulrich Drepper, der anscheinend kein sehr umgänglicher Typ ist.

cat /dev/brain > /dev/null
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Xdata the_mic „Debian wird womöglich auf die eglibc setzen. Die eglibc ist aber nur ein Fork...“
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Den Namen hab ich schon gehört.. Don't bother me, wenn du mich nicht bezahlst, oder so.

Das EGLIBC gut ist hab ich mich schon gedacht.
Die Debian Macher überdenken solche Entscheidungen immer genau.
Ein Zeitplan als Vorgabe für Planungen ist nicht falsch.

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Olaf19 the_mic „Ein fixer Zeitplan ist kein modischer Schnickschnack sondern eine...“
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Ein fixer Zeitplan ist kein modischer Schnickschnack...

...hatte Violetta aber auch nie gesagt! Im Eröffnungspost steht: "Sicherheit und Stabilität vor modischem Schnickschnack zurückkehren. Überflüssiges soll entfernt werden."

CU
Olaf
Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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KarstenW the_mic „Ein fixer Zeitplan ist kein modischer Schnickschnack sondern eine...“
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@ mthe_mic

"Eine Firma will ihre IT-Strategie samt aller notwendiger Migrationspfade auf mehrere Jahre im Voraus planen."

Wieso muß eine IT Firma ein Betriebsystem von einem Freiwilligen Project nutzen ?

Ich weiß jetzt nicht so genau über die Spenden an Debian Bescheid. Aber ich glaube letztes Jahr hat Debian nicht einmal 100.000 $ Spenden-Gelder erhalten.
Kann sich eine IT Firma kein kommerzielles Unix leisten ?

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Olaf19 KarstenW „@ mthe_mic Eine Firma will ihre IT-Strategie samt aller notwendiger...“
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Ob sich eine Firma ein kommerzielles Unix leisten kann oder nicht, wird von Einzelfall zu Einzelfall verschieden sein - eine Firma, die eh am Hungertuch nagt, wohl eher nicht. Aber selbst in starken Unternehmen, die wirtschaftlich gut dastehen, wird das Zauberwort "Kosteneinsparung" in allen Bereichen immer sehr groß geschrieben.

Wenn also eine Firma mit einem nicht-kommerziellen Unix in der Praxis ebenso gut fährt, wie mit einem kommerziellen, dann wird sie Debian & Co. immer den Vorzug geben, auch wenn sie sich ein kommerzielles Unix leisten könnte.

Wie sieht es denn mit Red Hat oder SuSE Enterprise aus? Die wenden sich doch ganz explizit an Firmen und bieten Support für Unternehmen an, der dann logischerweise auch Geld kostet.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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the_mic KarstenW „@ mthe_mic Eine Firma will ihre IT-Strategie samt aller notwendiger...“
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Debian dient als Grundlage für zahlreiche professionelle Produkte, z.B. den Univention-Corporate-Server. Die profitieren natürlich massiv von einer regelmässigen stabilen Debian-Veröffentlichung.

cat /dev/brain > /dev/null
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