Hallo,
habe nun zum zweiten Mal vlc installiert, aber er funktioniert immer noch nicht. Es kommt immer eine Fehlermeldung, unable to open dvd:///dev/scd0.
Habe es diesmal mit apt-get installiert, das letzte Mal über videolan selbst.
Linuxversion Ubuntu 8.04.
Alle anderen Player funktionieren anstandslos, kann es sein, das sich da irgendwas im Wege steht.
Es ist egal ob CD oder DVD.
Laut was ich nachgelesen habe muß nichts besonderes eingestellt werden, oder irre ich da?
Gruß
Edgar
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Das der vlc nicht funktioniert - hatte ich noch nie.
Er scheint aus irgendwelchen Gründen nicht an die Dvd zu kommen.
Oft macht der irre und unsichere umWeg über sudo Probleme.
In diesem Fall sieht es nicht nach Benutzerrechten aus.
Einfach mal eine kleine Videodatei aus dem Internet laden und in einem Ordner in dem man Lese und Schreibrechte hat
abspielen.
Wenn das geht ist der vlc und deren Installation OK.
Außerdem hat das letzte Ubuntu und Kubuntu ein ganz komisches Mountverhalten bei Partitionen die
vor einer Installation schon auf der Platte waren, mit Adminrechten bei jedem Neustart neu Mounten -- grauenhaft.
Das aber nur am Rande.
Aber die fstab ist auch nicht mehr das was sie mal war.
Ob deine Schwierigkeiten mit der Dvd und vlc auch aus dieder Quelle stammen kann ich nicht sagen.
"unable to open dvd:///dev/scd0."
Welche Gerätedatei hat dieses DVD Laufwerk ?
Das kannst du mit dem Befehl dmesg herausbekommen.
Mit "dmesg | less " kannst du dir die Ausgaben des Linuxkernels anschauen (mit den Cursortasten kannst du hoch - und runterscrollen).
Hallo Karsten,
weiß nicht genau wo ich schauen soll, darum der Auszug aus dmesg vom Laufwerk.
Gruß
Edgar
: 0 ANSI: 5
[ 27.168891] scsi 3:0:0:0: CD-ROM TSSTcorp CDDVDW SH-S203P SB01 PQ: 0 ANSI: 5
[ 27.181839] Driver 'sd' needs updating - please use bus_type methods
[ 27.182044] sd 0:0:0:0: [sda] 488281250 512-byte hardware sectors (250000 MB)
[ 27.182061] sd 0:0:0:0: [sda] Write Protect is off
[ 27.182065] sd 0:0:0:0: [sda] Mode Sense: 00 3a 00 00
[ 27.182090] sd 0:0:0:0: [sda] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA
[ 27.182151] sd 0:0:0:0: [sda] 488281250 512-byte hardware sectors (250000 MB)
[ 27.182166] sd 0:0:0:0: [sda] Write Protect is off
[ 27.182169] sd 0:0:0:0: [sda] Mode Sense: 00 3a 00 00
[ 27.182193] sd 0:0:0:0: [sda] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA
[ 27.182197] sda:Driver 'sr' needs updating - please use bus_type methods
[ 27.186474] usb 5-1: new low speed USB device using uhci_hcd and address 2
[ 27.192297] sda1 sda2
[ 27.232214] sd 0:0:0:0: [sda] Attached SCSI disk
[ 27.240313] sr0: scsi3-mmc drive: 48x/48x writer cd/rw xa/form2 cdda tray
[ 27.240317] Uniform CD-ROM driver Revision: 3.20
[ 27.240372] sr 1:0:0:0: Attached scsi CD-ROM sr0
[ 27.240514] sd 2:0:0:0: [sdb] 625142448 512-byte hardware sectors (320073 MB)
[ 27.240531] sd 2:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
[ 27.240534] sd 2:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 00 3a 00 00
[ 27.240560] sd 2:0:0:0: [sdb] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA
[ 27.240610] sd 2:0:0:0: [sdb] 625142448 512-byte hardware sectors (320073 MB)
[ 27.240625] sd 2:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
[ 27.240628] sd 2:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 00 3a 00 00
[ 27.240652] sd 2:0:0:0: [sdb] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA
[ 27.240656] sdb:sr1: scsi3-mmc drive: 48x/48x writer dvd-ram cd/rw xa/form2 cdda tray
[ 27.245587] sr 3:0:0:0: Attached scsi CD-ROM sr1
[ 27.252183] sd 0:0:0:0: Attached scsi generic sg0 type 0
[ 27.252211] sr 1:0:0:0: Attached scsi generic sg1 type 5
[ 27.252238] sd 2:0:0:0: Attached scsi generic s
Sind das echte SCSI Laufwerke oder nur ATAPI CD Laufwerke/Brenner ?
Ubuntu bezeichnet normale ATA Festplatten auch wie SCSI Festplatten.
Den Sinn dahinter verstehe ich nicht.
Wenn das der ganze Auszug ist, dann sehe ich hier zwei SCSI CD Laufwerke (oder Brenner):
1. Laufwerk CD-ROM Samsung TSSTcorp CDDVDW SH-S203P SB01 PQ: 0 ANSI: 5 mit der Gerätedatei /dev/sr1
2. Laufwerk sr0: scsi3-mmc drive: 48x/48x writer cd/rw xa/form2 cdda tray /dev/sr0
/dev/sr? sind generische SCSI Geräte. Die Nummern werden in der Reihenfolge angeben , so wie die SCSI IDs konfiguriert sind .
Ich muß gestehen das ich hier nicht ganz durchblicke. Ich nutze Debian etch und Ubuntu hat, obwohl es von Debian abstammt, die Bezeichnung der Gerätedateien verändert.
Bei Debian wird ein echtes SCSI Festplattenlaufwerk mit /dev/sda (niedrige SCSI ID) oder mit /dev/sdb (höhere SCSI ID) bezeichnet. Ein echtes SCSI CD Laufwerk wird mit /dev/scd0 (niedrige SCSI ID) oder mit /dev/scd1 (höhere SCSI ID) bezeichnet.
Die Bezeichnung der Buchstaben oder Nummern von den Gerätedateien hängt von der Reihenfolge der SCSI IDs ab (kann man selbst einstellen).
Wenn das Laufwerk "CD-ROM TSSTcorp CDDVDW SH-S203P SB01 PQ: 0 ANSI: 5" ein höhere SCSI ID hat als das Laufwerk "sr0: scsi3-mmc drive: 48x/48x writercd/rw xa/form2 cdda tray" , dann wird "CD-ROM TSSTcorp CDDVDW SH-S203P SB01 PQ: 0 ANSI: 5" eigentlich mit /dev/scd1 bezeichnet und das Laufwerk "sr0: scsi3-mmc drive: 48x/48x writer cd/rw xa/form2 cdda tray" mit /dev/scd0 bezeichnet.
Aber ich sehe so eine Ausgabe hier nicht.
Probier einfach mal /dev/scd1 (obwohl das kein echtes SCSI Laufwerk ist, richtig ?)
Kann auch sein das die udev Regeln nicht stimmen. Dazu mußt du aber mal diesen Artikel lesen:
http://wiki.ubuntuusers.de/udev?highlight=%28udev%29
PS: Wenn du in der Bezeichnung der Gerätedateien bei Ubuntu nicht durchblickst (wie ich) , dann nimm das originale Debian ;-).
Nur mal zum Vergleich. Bei Debian werden ATAPI Brenner (-Laufwerke) anders bezeichnet:
ALI15X3: IDE controller at PCI slot 0000:00:0f.0.....ganz alter ALI Chipsatz in meinem K6 500 MHz
ALI15X3: chipset revision 194
ALI15X3: not 100% native mode: will probe irqs later
ide0: BM-DMA at 0xffa0-0xffa7, BIOS settings: hda:DMA, hdb:pio
ide1: BM-DMA at 0xffa8-0xffaf, BIOS settings: hdc:DMA, hdd:pio
Probing IDE interface ide0...
hda: ST340016A, ATA DISK drive.................Seagate Festplatte
hdb: IOMEGA ZIP 100 ATAPI, ATAPI FLOPPY drive........................altes ZIP Laufwerk
ide0 at 0x1f0-0x1f7,0x3f6 on irq 14
Probing IDE interface ide1...
hdc: LITE-ON LTR-52327S, ATAPI CD/DVD-ROM drive
ide1 at 0x170-0x177,0x376 on irq 15
hda: max request size: 128KiB
hda: 78165360 sectors (40020 MB) w/2048KiB Cache, CHS=65535/16/63
hda: cache flushes not supported
hda: hda1 hda2 ....Partitionierung meiner Festplatte
hdc: ATAPI 52X CD-ROM CD-R/RW drive, 2048kB Cache.............................. Liteon CDRW Brenner
Uniform CD-ROM driver Revision: 3.20
ide-floppy driver 0.99.newide
hdb: No disk in drive
hdb: 98304kB, 32/64/96 CHS, 4096 kBps, 512 sector size, 2941 rpm
Bei Debian (und viele anderen Linuxdistributionen) ist alles ganz einfach:
Master am 1. ide Anschluß ....hda
Slave am 1. ide Anschluß ....hdb
Master am 2. ide Anschluß....hdc
Slave am 2.ide Anschluß...hdd
Primäre Partitionen haben die Nummern 1 -4 (maximal vier primäre Partitionen) . Nummern ab 5 sind logische Partitionen.
Ubuntu hat alles verändert und bezeichnet ATAPI Laufwerke wie SCSI Laufwerke. Ich habe keine Ahnung warum.
Hallo Karsten,
dein Tip mit /dev/scd1 war goldrichtig, der vlc läuft.
Habe auch heute das Buch, der Debian Weg, bekommen.
Aber noch eine Frage zum vlc, muß ich die Einstellung, von /dev/scd0 auf /dev/scd1, jedesmal vornehmen oder kann man das fest machen, und gibt es eine Automatik wo erkannt wird ob es DVD oder CD ist?
Gibt es überhaupt was nachzulesen über vlc?
Ich habe zwar zwei Laufwerke, aber das Zweite erscheint auf dem Auszug nicht, ich weiß nur das ich zwei S-ATA Brennerhabe, gewiß keine Master und Slave.
Aber was SCSI ist was ich noch nicht.
Gruß
Edgar
Diese Gerätedateien sind für die Programme wichtig. Die Unix-/Linuxprogramme schreiben in diese Dateien und lesen aus ihnen die Daten (Netzwerk, Musik, Videos). Der Betriebsystemkern kümmert sich um die Ansteuerung der jeweiligen Geräte. Das braucht der Programmierer nicht machen. Ob das eine DVD oder eine CD ist spielt für den Treiber keine Rolle. Der Treiber steuert den Laufwerksmotor und andere Sachen. Diese Gerätedateien haben eine Haupt- und eine Nebengerätenummer. Und mit Hilfe dieser Nummern (kannst du mit ls oder dir im Verzeichnis /dev anschauen), wählt der Betriebsystemkern den richtigen Treiber aus.
Mehr weiß ich auch nicht.
Wenn dich Unix interessiert, dann kann ich dir das Buch
Operating Systems Design and Implementation, 3/E
Andrew S Tanenbaum
Albert S Woodhull
ISBN-10: 0131429388
ISBN-13: 9780131429383
http://www.pearsonhighered.com/educator/academic/product/0,,0131429388,00%2ben-USS_01DBC.htm
empfehlen. Minix ist ein freier Unixclone (ein Lehrbetriebsystem) mit dem auch Linus Torwalds angefangen hat.
Die echten Unixsysteme waren damals für Studenten einfach zu teuer .
Wenn das SATA Brenner sind, dann ist das mit den Gerätedateien /dev/scd0 und /dev/scd1 genau richtig.
SATA Festplatten und SATA CD -Laufwerke sind für den Linuxkernel auch SCSI Geräte und werden mit dem gleichen Treiber angesteuert wie die echten SCSI Geräte.
Normalerweise kann man solche Konfigurationssachen abspeichern. Gibt im Konfigurationsdialog nicht irgendwo einen Button oder so?
Den VLC benutze ich sehr selten.
Es gibt bei Linux eine Menge an Player:
-mplayer
-vlc
-Realplayer
-kmplayer
Und man kann dann auch noch entsprechende Plugins für den firefox installieren, damit gleich der richtige Player gestartet wird.
Hier gibt es eine Seite im Internet wo du verschiedene Sachen nachlesen kannst:
http://www.videolan.org/vlc/
Wenn du später mal Debian testen willst, dann kannst du diesen Multimedia Server in die Datei /etc/apt/sources.lst eintragen
http://www.debian-multimedia.org/
Da kann man den Realplayer, Adobe Acrobat Reader und ein paar wichtige codecs für Debian nachinstallieren.
Das beste Buch für Debian ist
Das Debian System: Konzepte und Methoden (Gebundene Ausgabe)
von Martin F. Krafft (Autor)
Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
Verlag: Open Source Press; Auflage: 1 (Februar 2006)
Sprache: Englisch, Deutsch
ISBN-10: 3937514171
ISBN-13: 978-3937514178
http://www.amazon.de/Das-Debian-System-Konzepte-Methoden/dp/3937514171/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1212418770&sr=8-1
Debian ist aber schon für fortgeschrittene Linuxanwender geeignet.
Hallo Karsten,
Das Buch habe ich heute schon bekommen.
Da ich totaler Linux-Anfänger bin sind mir oben genannte Themen noch zu kompliziert, bin froh wenn ich mit den normalen Anwendungen zu recht komme.
Habe mir vlc nur runter geladen weil er bestimmte Codecs beinhalten soll, die man für bestimmte DVD braucht.
Habe nun raus gefunden das man die auch von Medibuntu bekommt.Alle anderen Player laufen anstandslos.
Das komische ist nur, das der angeblich unkomplizerteste Player Probleme macht.Werde mir aber trotzdem den vlc über oben angegebene Seite zu Gemüte ziehen, und schauen ob die Einstellung /dev/scd1 bleibt oder ob es bei jedem Neustart des Player neu einstellen muß.
Veilen Dank für deine Mühe.
Edgar
Der vlc ist wirklich gut, da er ganz viele Codecs schon enthält.
Der Entschluß ein Debian Buch zu verwenden ist gut.
Debian ist glaube ich allgemeiner an Unix dran als Ubuntu.
Der als sicherer angepriesene Weg von Ubuntu keinen echten Root zu erlauben wird von Debian nicht favorisiert.
Die Originale Unix Philosophie ist es den User nicht die Arbeit zu erschweren.
Soo "schwer" wie oft behauptet sind konsolenbefehle garnicht.
Bei Ubuntu machmal schon -- will man einen Eintrag in die fstab machen geht das garnicht so einfach.
Mit der Gui von Ubuntu hat man aber kein Schreibrecht darauf.
Hier ist dann der Debian Unterbau von Ubuntu hilfreich.
Mit apt-get install mc kann man einen Editor im Nu nachladen.
Mit dem kann man dann seine fstab mit sudo Umweg bearbeiten.
Sonst müßte man gedit mit Rootrechten aus einem grafischen Fenster starten, oder
den immer vorhandenen vi nehmen der ist aber gelinde gesagt schwierig.
Aber es gibt vieles was mit Konsole sogar leichter ist.
Zu Ubuntu und Linux insgesamt gibt es einige freie Bücher im Internet.
Ein paar echte sollte man sich aber doch holen, dann weiß man was Linux leistet.
Nicht zu Vergessen die Nickles Tipps und Anleitungen zum Thema Linux.
Wenn du eine kopiergeschützte DVD abspielen willst, dann mußt du die libdvdcss Bibliothek nachinstallieren. Ließ mal den Artiekl in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Libdvdcss
@xdata:
Unix ist ein eingetragens Warenzeichen von The Open Group.
Linux hat nur wichtige Konzepte (Runlevels, System V Interprozesskommunikation ...) von Unix übernommen. Die Linux Standard Base baut auf Teilen der Single Unix Spezifikation und auf den POSIX Standard auf. Unixsysteme werden nur deshalb in der Konsole konfiguriert, damit die Konfiguration flexibel ist. 1983 hat AT&T Unix System V herausgebracht und auch das Konzept der System V Interprozesskomunikation. Dadurch wurde erst das Konzept der kleinen, spezialisierten Programme möglich. Der Vorteile ist einmal die Flexibilität und man kann den Programmcode eines dieser kleinen Programme weiterentwickeln, ohne an anderen Stellen im Betriebsystem viel zu verändern. Das ist einfacher für die Programmierer.
Microsoft dachte wahrscheinlich so eine Konfiguration wäre zu kompliziert für einfache Computernutzer und hat sich die Konfiguration mit der Systemsteuerung ausgedacht. Microsoft macht das nur damit sich Windows besser verkaufen läßt. Unix und Linux werden aus der Sicht von einem Programmierer entwickelt, damit die Konfiguration flexibel ist und der Anwender sich den Rechner konfigurieren kann wie er möchte, ob nun als Internetserver oder Desktoprechner.
Ich halte überhaupt nichts von Windows. Für mich ist Windows das falsche Konzept von einem Betriebsystem.
Ließ doch mal hier nach:
http://www.unix.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Standard_Base
Da gibt es auch noch Links zu Unix.
Hallo,
eure Adressen und Hinweise sind sehr informativ, werde auch mit Sicherheit bei Linux bleiben.
Windows werde ich hoffentlich nur noch sporadisch nützen müssen.
Habe mir auch noch einiges an Literatur besorgt, bis ich aber da einigermaßen durchblicke wird noch einige Zeit vergehen und ich werd mich bestimmt noch des öfteren bei euch melden.
Vielen Dank für Eure Hilfe einstweilen.
Gruß
Edgar
