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Suse 10.2 bootet nur mit gestecktem USB-Stick!

gelöscht_211427 / 8 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,
ein Kollege benutzt Suse 10.2.Nun hat er ein paar Daten auf einen Stick gezogen, denselben nach Shut-down abgezogen und beim nächsten Booten ging die Maschine nur bis zur Eingabeaufforderung für den Root. Nach neuerlichem Shut-down und Einstecken des Sticks lief alles normal. Ohne Stick verlangt Suse beharrlich eine manuelle Reparatur des Filesystems. Hat jemand vielleicht einen Ansatz, wie ich was reparieren soll? Falls weitere Angaben nötig sind, bitte Laut geben! Danke schon mal....
Gruß
FF

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Tuxus gelöscht_211427 „Suse 10.2 bootet nur mit gestecktem USB-Stick!“
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Ich denke mal, die genaue Fehlermeldung hilft vielleicht weiter. Ich habe bisher keine Ahnung, was da passiert ist.

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KarstenW gelöscht_211427 „Suse 10.2 bootet nur mit gestecktem USB-Stick!“
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Normalerweise muß man einen Datenträger erst umounten (Befehl umount /Mountpoint). Bei diesem umount Befehl wird das Dateisystem syncronisiert und Daten die sich noch im Speicher befinden werden auf den Datenträger geschrieben.
Die meisten Dateisysteme werden asyncron gemounted. Also die Daten werden erst noch im Speicher gehalten und erst beim umount Befehl auf den Datenträger geschrieben.
Ich würde einfach den gleichen USB Stick anschließen und mal den umount Befehl eingeben:

"umount /Mountpoint_soundso"

Vielleicht hilft es auch den Mount Eintrag des USB Sticks in der Datei /etc/mtab manuell zu löschen.
Gib mal "mount" ein. Wird der USB Stick noch als gemounted angezeigt ?

mount

/dev/hda1 on / type ext3 (rw,errors=remount-ro)
tmpfs on /lib/init/rw type tmpfs (rw,nosuid,mode=0755)
proc on /proc type proc (rw,noexec,nosuid,nodev)
sysfs on /sys type sysfs (rw,noexec,nosuid,nodev)
procbususb on /proc/bus/usb type usbfs (rw)
udev on /dev type tmpfs (rw,mode=0755)
tmpfs on /dev/shm type tmpfs (rw,nosuid,nodev)
devpts on /dev/pts type devpts (rw,noexec,nosuid,gid=5,mode=620)
/dev/hda8 on /home type ext3 (rw)
/dev/hda7 on /usr type ext3 (rw)
/dev/hda6 on /var type ext3 (rw)
nfsd on /proc/fs/nfsd type nfsd (rw)
rpc_pipefs on /var/lib/nfs/rpc_pipefs type rpc_pipefs (rw)

Das ist der Inhalt der Datei /etc/mtab. Die kannst du als root mit einem Editor bearbeiten.


cat /etc/mtab

/dev/hda1 / ext3 rw,errors=remount-ro 0 0
tmpfs /lib/init/rw tmpfs rw,nosuid,mode=0755 0 0
proc /proc proc rw,noexec,nosuid,nodev 0 0
sysfs /sys sysfs rw,noexec,nosuid,nodev 0 0
procbususb /proc/bus/usb usbfs rw 0 0
udev /dev tmpfs rw,mode=0755 0 0
tmpfs /dev/shm tmpfs rw,nosuid,nodev 0 0
devpts /dev/pts devpts rw,noexec,nosuid,gid=5,mode=620 0 0
/dev/hda8 /home ext3 rw 0 0
/dev/hda7 /usr ext3 rw 0 0
/dev/hda6 /var ext3 rw 0 0
nfsd /proc/fs/nfsd nfsd rw 0 0
rpc_pipefs /var/lib/nfs/rpc_pipefs rpc_pipefs rw 0 0


PS: Normalerweise sollten bei einem shutdown alle Dateisysteme syncronisiert werden (Das ist auch der Grund für einen shutdown.Aber bitte den USB Stick nicht vorher abziehen) . Keine Ahnung was da SUSE konfiguriert hat.

Wenn ich bei Debian "shutdown -h now" eingebe, dann wird in den Runlevel 0 gewechselt. Und im Runlevel 0 wird ganz zum Schluß ein Script für das umounten der Dateisysteme gestartet:

/etc/rc0.d$ ls -l


insgesamt 4
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2007-09-22 20:57 K01kdm -> ../init.d/kdm
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2007-09-23 11:53 K11anacron -> ../init.d/anacron
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2008-01-19 11:37 K11atd -> ../init.d/atd
lrwxrwxrwx 1 root root 14 2007-09-22 22:28 K11cron -> ../init.d/cron
lrwxrwxrwx 1 root root 15 2008-02-05 09:48 K19hplip -> ../init.d/hplip
lrwxrwxrwx 1 root root 15 2007-09-22 22:32 K20acpid -> ../init.d/acpid
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2008-04-07 09:19 K20bittorrent -> ../init.d/bittorrent
lrwxrwxrwx 1 root root 16 2007-09-22 22:20 K20cupsys -> ../init.d/cupsys
lrwxrwxrwx 1 root root 14 2007-09-22 20:56 K20dbus -> ../init.d/dbus
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2007-09-23 19:32 K20gpm -> ../init.d/gpm
lrwxrwxrwx 1 root root 23 2007-09-23 11:13 K20hyperestraier -> ../init.d/hyperestraier
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2007-09-22 22:27 K20makedev -> ../init.d/makedev
lrwxrwxrwx 1 root root 23 2007-09-22 22:28 K20openbsd-inetd -> ../init.d/openbsd-inetd
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2007-09-23 11:13 K20postfix -> ../init.d/postfix
lrwxrwxrwx 1 root root 15 2007-09-23 14:30 K20rsync -> ../init.d/rsync
lrwxrwxrwx 1 root root 19 2007-09-23 11:13 K20saslauthd -> ../init.d/saslauthd
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2007-09-23 14:29 K20ssh -> ../init.d/ssh
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2007-09-23 11:12 K20stunnel4 -> ../init.d/stunnel4
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2007-09-22 20:56 K21fam -> ../init.d/fam
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2008-01-05 18:52 K25hwclock.sh -> ../init.d/hwclock.sh
lrwxrwxrwx 1 root root 16 2007-09-22 20:43 K75hdparm -> ../init.d/hdparm
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2007-09-23 14:15 K79nfs-common -> ../init.d/nfs-common
lrwxrwxrwx 1 root root 27 2007-09-23 14:15 K80nfs-kernel-server -> ../init.d/nfs-kernel-server
lrwxrwxrwx 1 root root 15 2007-09-22 22:29 K89klogd -> ../init.d/klogd
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2007-09-23 11:13 K89resolvconf -> ../init.d/resolvconf
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2007-09-22 22:29 K90sysklogd -> ../init.d/sysklogd
-rw-r--r-- 1 root root 355 2006-01-07 08:46 README
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2007-09-22 22:27 S20sendsigs -> ../init.d/sendsigs
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2007-09-22 22:27 S30urandom -> ../init.d/urandom
lrwxrwxrwx 1 root root 22 2007-09-22 22:27 S31umountnfs.sh -> ../init.d/umountnfs.sh
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2007-09-22 20:56 S32portmap -> ../init.d/portmap
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2007-09-22 22:29 S35networking -> ../init.d/networking
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2007-09-22 22:28 S36ifupdown -> ../init.d/ifupdown
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2007-09-22 22:27 S40umountfs -> ../init.d/umountfs
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2007-09-22 22:27 S60umountroot -> ../init.d/umountroot
lrwxrwxrwx 1 root root 14 2007-09-22 22:27 S90halt -> ../init.d/halt


Bei Debian wird sichergestellt das alle Dateisysteme erst umounted werden, bevor der Rechner ausgeschaltet wird.
Vielleicht hat da SUSE etwas falsch konfiguriert und der Umount Befehl wird zum Schluß nicht richtig ausgeführt.


PPS: Versuch es mal mit Ubuntu oder KUbuntu ;-).
http://ubuntuusers.de/

Und wenn dir Ubuntu nicht gefällt , dann versuch es mal mit Debian:

http://www.de.debian.org/

Solche Fehler sind mir bei Debian noch nie passiert.






Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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gelöscht_189916 KarstenW „Normalerweise muß man einen Datenträger erst umounten Befehl umount...“
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Siehe Karsten

Der einfachste Weg dürfte sein, beim Nächsten mal Hochfahren mit Stick diesen dann im laufenden System per Rechtsklick auf dem Desktop zu entfernen (Laufwerkseinbindung lösen oder sicher entfernen, je nachdem), dann sollte Suse auch normal wieder auf die Füße kommen.
Eine weitere Möglichkeit wäre noch, das irgendwelche Daten auf den Stick verschoben wurden, die für den Systemstart wichtig sind, aber ich denke eher, das es an der Laufwerkseinbindung liegt.
Sollte es nach dieser Maßnahme nicht gehen, kannst Du ja mal die /etc/fstab durchposten, vielleicht ist da der Wurm drin.

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gelöscht_211427 gelöscht_189916 „Siehe Karsten Der einfachste Weg dürfte sein, beim Nächsten mal Hochfahren mit...“
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Hallo,
vielen Dank an alle, habe Suse mit gestecktem Stick gebootet, den Stick komplett "departitioniert" ;), Suse bietet dann von sich aus an, den Stick zu unmounten! Dann die mtab(Danke KarstenW!) ausgemistet, fstab (Danke fakiauso!) ebenso, Rechner runtergefahren, Stick gezogen und gebootet. Alles läuft, auch ohne Stick, ich weiß nicht, was das war, ich will´s auch gar nicht wissen! Und werd´s auch nicht wieder provozieren, um noch schlauer zu werden!
Wünsche noch schöne Restwoche !
Gruß
Frank

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Tuxus gelöscht_211427 „Hallo, vielen Dank an alle, habe Suse mit gestecktem Stick gebootet, den Stick...“
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departionieren? Was ist das denn? Soll das neu partitionieren heißen?
Was ist denn da passiert? Wieso will Suse denn beim Start auf einen USB-Stick zugreifen? Das macht doch gar keinen Sinn. Ich kann doch einen USB-Stick stöpseln wie ich lustig bin. Da verhunze ich mir höchstens meine Daten auf dem Stick. Aber Startdateien stehen doch deswegen da noch lange nicht drauf.

?? Örgs. Flasche leer ...

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gelöscht_211427 Tuxus „departionieren? Was ist das denn? Soll das neu partitionieren heißen? Was ist...“
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Moinsen,
"departionieren" in Gänsezeichen gesetzt....sollte heißen, dass ich alle Partitionen gelöscht habe, ohne neu zu partitionieren. Die gute Suse überprüft anscheinend beim Start die Laufwerke, fand den Stick nicht, da nicht ordentlich entfernt und stellte dann die Arbeit ein! Soweit das, was zu erkennen war. Ansonsten gilt immer noch, das ich das Prob nicht wieder provozieren möchte.
Prost...äh...Gruß
Frank

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KarstenW Tuxus „departionieren? Was ist das denn? Soll das neu partitionieren heißen? Was ist...“
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@tuxus.
Das ist typisch SUSE. SUSE versucht die ganze Konfiguration "intuitiv" zu machen. Das habe ich selbst immer wieder erlebt (bis SUSE 9.0) und bervormundet den Anwender total.
Den modularen Ansatz von Unix, also die Konfiguration auf mehrere, kleine , spezialisierte Programme zu verteilen, interessiert SUSE nicht.
Das Schlimmste bei SUSE war immer Suseconfig. Ich habe beispielsweise die Datei /etc/X11/xorg.conf (hieß damals anders) mit einem Editor bearbeitet (wie es in einem Howto stand) und beim nächsten Online Update wurden meine ganzen Einstellungen wieder rückgängig gemacht.
Und bei dieser Konfiguration mit yast blickt sowieso keiner richtig durch.
Man weiß gar nicht richtig welche Konfigurationsdateien mit yast verändert werden. Man sieht nur diese Menüs und hat gar keinen richtigen Durchblick.


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Tuxus KarstenW „@tuxus. Das ist typisch SUSE. SUSE versucht die ganze Konfiguration intuitiv zu...“
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Danke Euch. Jetzt ist etwas klarer.

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