Hi
Ich bin absoluter Linux Neuling, kenne mich aber in der PC-Welt allgemein und in Windows sehr gut aus.
Also dachte ich mir, dass ich jetzt auch mal Linux ausprobiere und als Dual-Boot auf meinem Rechner installiere. In der CHIP (jaja, scheiß Zeitschrift, ich weiß, aber manchmal auch n bisschen was sinnvolles drin) war letztens eine DVD mit openSuse 10.3 drauf. Das hab ich gebootet und wollte es halt installieren. Dabei bin ich nur in wenigen Punkten von der Standardinstallation abgewichen:
- Partitionierung verändert (swap Partition liegt jetzt auf einer anderen Platte - übrigens sehr cool, dass der die Platte erkannt hat, die nämlich an einem Promise 378 RAID/SATA-Controller hängt)
- LiLo statt GRUB (GRUB ließ sich nicht installieren und brach immer mit einer für mich kriptischen Fehlermeldung ab)
- Netzwerkkonfiguration (wie in der CHIP empfohlen) übersprungen, da ich WLAN nutze/nutzen will
- KDE als Oberfläche
Wenn ich jetzt jedoch Linux boote, bekomme ich lediglich die Konsole. Keine Oberfläche. Auch der Befehl startx (ist der überhaupt richtig hierfür?) bewirkt nix und bricht nach einer Sekunde mit irgendeiner Fehlermeldung wieder ab.
Was hab ich falsch gemacht? Ich hab doch keinen Plan von Linux - und das sollte doch alles so einfach gehen :-D
Gruß Tobias
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
ohne fehlermeldung ist keine hilfe moeglich. DIe existieren ja aus einem Grund....
Im uebrigen ungewoehnlich, dass grub nicht geht, dadfuer aber lilo. Sicher das Linux ueberhaupt startet und du nicht irgendwo in lilo drin haengst?
Also, schreib mal die fehlermeldungen
Ich könnte mir vorstellen, das durch das Auslagern der swap die Festplatte beim Booten nicht initialisiert wird und daher mangels Speicher auch der X-Server und damit KDE nicht startet.
Um evtl. trotzdem noch in den Genuß einer grafischen Oberfläche zu kommen, müßtest Du dich beim login als root anmelden und dann auf der konsole mal sax2 eingeben, um unter Suse Grafikkarte und Monitor einzustellen.
Da Du ja aber sowieso noch die Erstinstallation hast, empfehle ich Dir ein Image direkt von Opensuse zu laden und dieses mit gemütlicher Geschwindigkeit zu brennen, vielleicht rühren Deine Installationsprobleme bei grub auch nur von einer schlechten DVD-Qualität, die dadurch dann gelöst sind.
Richtig drin bist Du übrigens, wenn Du Dich einloggen mußt und dann die Meldung kommt: "Have a lot of fun"
Hi
Die Fehlermeldung von GRUB aus dem Setup hab ich nicht mehr... Auf jeden Fall kam sie immer, wenn das Setup versucht hat Grub zu installieren. Dann konnte ich immer nach dem Fehler die Konfiguration von GRUB anpassen - aber was soll ich da anpassen ^^ Also hab ich LiLo ausgewählt, nix verändert und das damit probiert, den hat er ohne Murren installiert.
In LiLo häng ich defintiv nicht, nein. Er meldet nach dem BIOS kurz, dass er LiLo läd und dann kommt auch schon das Auswahlmenü. Ich wähle openSUSE 10.3 aus und er fängt an zu booten. Es kommt der Bootscreen und dann irgendwann rattert Text durch. Die letzten Einträge sind: (ich hoffe links fehlt nix, mein Monitor verschiebt unter Linux das Bild leicht)
Master Resource Control: runlevel 5 has been reached
Welcome to openSUSE 10.3 (i586) - Kernel 2.6.22.5-31-default (tty 1)
Linux-cnrb login:
ich tippe tobias ein
Passwort:
Ich tippe mein PW ein
Letzte Anmeldung usw.
Have a lot of fun
tobias@linux-cnrb:~>
ich tippe startx ein
jetzt kommt:
: Windows System Version 7.2.0
palaber palaber
Module Loader present
palaber palaber
(==) Log file "/var/log/Xorg.0.log", Time: Tue Apr 15 usw.
(==) Using config file: "/etc/X11/xorg.conf"
(jetzt hab ich gerade Probleme, das folgende zu lesen, Foto ist etwas unscharf, ich hoffe, ich schreibe richtig ab)
(EE) FBDEV(0): FBIOPUT_VSCREENINFO succeeded but modified mode
(EE) FBDEV(0): mode initialization failed
Fatal server error:
AddScreen/ScreenInit failed for driver 0
.iving up-
.init: Connection reset by peer (errno 104): unable to connect to X server
.init: No such process (errno 3): Server error.
tobias@linux cnrb:~>
Wie gesagt, teilweise könnten links ein oder 2 Buchstaben fehlen oder falsch sein, weil ich keine Lust hatte das Bild zu verschieben, unter Windows passt das nämlich.
Außerdem was das Handyfoto unscharf, ich hoffe, ich hab mich nur selten verlesen :-)
Und jetzt hoffe ich, ihr könnt da was mit anfangen :-D
Gruß Tobias
Hier versucht Linux, nach dem XServer das Framebufferdevice zu laden und kann keinen Monitor finden( Fatal server error:
AddScreen/ScreenInit failed for driver 0).
Melde Dich mal als root an (entweder gleich beim Start mit root und Paßwort oder wenn Du als User eingeloggt bist, mit su und dem Rootpaßwort), dann gib sax2 ein, damit kannst Du die Grafik einstellen. Wenn dann eine Oberfläche gestartet wird, sieht es schon mal gut aus.
Im Zweifelsfall übernimmst Du erstmal die Vorgaben oder funkst nochmal die verbaute Grafikkarte durch, aber vermutlich kann er den Monitor nicht identifizieren und verweigert deswegen den Start des Displaymanagers.
startx startet den XServer. Normalerweise wird aber der XServer (und auch gleich der installierte Desktop) von gdm oder kdm (grafische Anmeldebildschim ) gestartet.
Es könnte sein das der Grafiktreiber deine Grafikkarte nicht unterstützt.
In diesem Fall kann man einen vesa Treiber nutzen, der mit Hilfe vom VESA BIOS direkt in den Grafikspeicher schreibt (weil die GPU auf der Grafikkarte nicht unterstützt wird).
Welche Grafikkarte ist denn verbaut ?
Wenn der Grafiktreiber des XServers (Teil vom X Window System von Unix/Linux) die Grafikkarte unterstützen sollte, dann kann es sein das die Konfiguration des XServers falsch ist.
Nur mal zur Information was ein XServer und das X Window System sind:
http://de.wikipedia.org/wiki/X_Window_System
Normalerweise könnte man in die Datei /etc/X11/xorg.conf gehen und mit einem Texteditor den Fehler beheben.
Aber bei SUSE ist das wieder mal ganz anders. Da mußt du mit dem Konfigurationsprogramm sax2 (ist das richtig ?) die Konfiguration des XServers im Expertenmodus (irgendeinen Button anklicken) manuell machen.
Du kannst aber trotzdem schon mal in die Datei /etc/X11/xorg.conf gehen und eventuell mal eine Kopie posten.
Du kannst aber auch mal in das Verzeichnis /var/log gehen und die Logdatei des XServers (Datei Xorg.0.log oder so ähnlich) anschauen und eventuell mal den letzen Teil posten.
Vor allem Zeilen die mit einem (EE) anfangen sind wichtig. Da stehen Fehlermeldungen .
Man kann aber auch versuchen die originalen Treiber der Hersteller zu installieren:
NVidia:
http://www.nvidia.de/object/linux_de.html
AMD / ATI:
http://ati.amd.com/support/driver-de.html
Die Installation kann vollständig in der Linuxkonsole gemacht werden. Deshalb ist es nicht weiter schlimm das der Desktop (und der Xserver) nicht startet.
Oder du nutzt mal testweise eine andere Distribution wie Ubuntu. Ubuntu ist auch sehr anfängerfreundlich:
http://ubuntuusers.de/
Hi
Ich werd mal gucken...
verbaut ist auf jeden Fall eine MSI 7600GS/512MB, also eine AGP 8x Grafikkarte von MSI mit einem Nvidia Geforce 7600 GS Chip und 512 MB VRAM.
Gruß Tobias
Kann sein das du den originalen Linuxtreiber von NVidia installieren mußt:
http://www.nvidia.de/object/linux_de.html
Die XServer von http://www.x.org unterstützen nicht alle NVidia Grafikkarten.
Wenn du den DVI Eingang des Monitors nutzen willst, dann mußt du wahrscheinlich auch den originalen Treiber des Hersteller installieren. Meines Wissens nach unterstützen die Treiber des XServers von http://www.x.org DVI nicht.
Wenn du VGA nutzt, dann mußt du den Monitor noch konfigurieren.
Dazu muß man den Zeilenfrequenzbereich und den Bildfrequenzbereich des Monitors genau kennen und in einem Dialogfeld bei sax2 eintragen.
Diese technischen Parameter stehen im Handbuch des Monitors.
Auszug aus meiner /etc/X11/xorg.conf:
Section "Monitor"
Identifier "Belinea 106065" HorizSync 30.0 - 96.0 VertRefresh 50.0 - 160.0 Option "DPMS" EndSection
Section "Device"
Identifier "nVidia Corporation NV34 [GeForce FX 5500]"
Driver "nvidia" EndSection
Section "Screen"
Identifier "Default Screen"
Device "nVidia Corporation NV34 [GeForce FX 5500]"
Monitor "Belinea 106065"
DefaultDepth 24
SubSection "Display"
Depth 1
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 4
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 8
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 15
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 16
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 24
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
EndSection
Jetzt warst Du schneller, zur Sicherheit nimm erstmal als Treiber das nv-Modul für Nvidia in der Auswahl, da hast Du wenigstens die Nvidiaunterstützung, eben nur ohne 3D.
Besteht übrigens die Möglichkeit, das bei der Installation ein xgl-Server für Compiz vorgeschlagen wurde statt des xorg-Servers, um einen 3D-Desktop zu nutzen?
Hi
Nein, wurde nicht vorgeschlagen.
Aber danke für eure Antworten, denn:
sax2 war das Stichwort. Ich habe mich als root eingeloggt und sax2 gestartet. Dies hat seine eigene Oberfläche geladen. Dort hab ich nix verstellt, weil alles entweder bereits passte oder sich nicht verstellen ließ. Ach doch, ich hab die Größe des Monitors von 15 auf 17 Zoll geändert. Die Werte für die Wiederholrate müssten alle schon passen. Als Grafikkarte ist VESA eingestellt, also brauch ich offensichtlich noch den Nvidia Treiber. Kümmer ich mich dann aber erst demnächst drum, ich schreib Donnerstag Abi ^^
Also die Konfiguration so gespeichert und dann startx eingetippt. Tadaaa - KDE startet!
Also danke nochmal!
Wie gesagt, um den Rest kümmer ich mich bei Gelegenheit - die Abiklausuren sind mir derzeit wichtiger :-D
Gruß Tobias
Den VESA Treiber kann man notfalls auch nutzen. Für Office Anwendungen ist der schnell genug.
Unter Opensuse kannst Du in Yast>Software>Community Repositories das Nvidia Repository als Downloadquelle angeben und dann den Treiber gleich per Software installieren/löschen einspielen, sollte bei der 7600 GS das nvidia-gfxG01-kmp für die 3D-Beschleunigung und das x11-video-nvidiaG01 für die Videobeschleunigung sein. Die Endungen bigsmp, default oder xen z.B. beziehen sich auf die Kernelversion, ich gehe jetzt einfach mal vom default-Kernel aus.
Du kannst alternativ dazu den Treiber auch direkt von Nvidia laden und über die Konsole installieren, das funktioniert u.U. sicherer als über Yast, hat aber den "Nachteil", das der C-Compiler und die Quellen des Kernels installiert sein müssen, was man aber in der Regel sowieso machen sollte, und Du mußt dann bei jedem Kernelupdate den Treiber frisch einspielen, es kommt zwar nicht so oft vor, aber hin und wieder schon.
Versuche es einfach über Yast, und wenn es dann nicht geht, kannst Du immer noch weiter machen.
Allerdings vermute ich, da der vesa-Treiber genutzt wird und nicht der generische nv, das trotzdem noch ein Wurm drin ist, wenn Du da mal Muse hast, kannst Du ja nochmal einen Eingriff starten.
Yast>Hardware>Grafikkarte und Monitor bewirken übrigens dasselbe wie sax2 auf der Konsole bzw, Du kannst auch auf der Konsole yast eintippen und dort das ganze textbasiert starten und Dich dann dort analog zum grafischen Sytem durchwursteln, da fehlt halt die Maus und dafür glüht die Tab-Taste;-)
Ich drück die Daumen.
Wie gesagt, um den Rest kümmer ich mich bei Gelegenheit - die Abiklausuren sind mir derzeit wichtiger :-D
Kann ich nachvollziehen ;)
Volker
weg ist ja richtig, aber wie zum teufel kommst du auf die idee man koenne die /etc/X11/xorg.conf nicht manuell editieren? Das ist glatter Dummfug.
Meiner Erfahrung nach werden manuelle Änderungen in der Datei /etc/X11/xorg.conf spätestens bei einem Software- Update von SUSEConfig überschrieben oder rückgängig gemacht.
So ist es mir mit der Version 9.0 immer wieder passiert.
Und bei Debian steht in den Richtlinien für Entwickler, das manuelle Änderungen in den Dateien im /etc Verzeichnis bei einem Softwareupdate NICHT überschrieben werden dürfen.
Aber der Administrator kann sie überschreiben lassen, wenn er das gern möchte.
Auf jeden Fall wird bei Debian ein Backup dieser Konfigurationsdatei gemacht, damit der Administrator die Möglichkeit hat, die beiden Versionen von einer Konfigurationsdatei im /etc Verzeichnis abzugleichen.
da bleibt nix zu sagen ausser: dummfug
