Hallo,
seit einiger Zeit fängt mein Ubuntu 8.04 an zuspinnen, was sich wie folgt äußert:
zuerst veschwiden die Icons meiner Windows- HDD. Habe keinen Zugriff mehr auf jene LW. Nach ein paar Tagen sind sie wieder da und alles ist als wäre nichts gewesen. Dann ist das Lautsprechersymbol im oberen Panel weg.
Eine Neuinstallation des Panel brachte nicht den erwünschten Erfolg, was aber eher von nebensächlicher Bedeutung ist.
Wichtiger ist mir die Frage: warum sind meine Win LW weg und plötzlich wieder da?
Ein weiters Problem ist, habe ich mehrere Anwendungen offen, oder arbeite mit 2 Arbeitsflächen geht manchmal bzw. sehr oft garnichts mehr, die Grafik zieht schlieren und die Programme brauchen ewig. Das aufräumen in der Systemüberwachung ist auch nicht immer der weg welcher mich zum Ziel führt.
Wer weiß Rat?
unhold06
Linux 15.069 Themen, 107.534 Beiträge
Was für eine Hardware nutzt du?
Wieviel Speicher, welche Grafikkarte?
Benutzt du compiz?
HTH, Z.
Hallo Zaphod,
Hardware wie folgt: AMD Athlon XP 2800+, 1GB Ram, Grafik ATI Radeon 2600, 256 MB, Compiz ja.
Hoffe Du kannst damit etwas anfangen.
Als Zusatz solltest du dir mal das folgende Vido richtig anschauen, da kann man auch eine Menge erfahren.
http://www.galileo-press.de/presse/pressemeldungen/gp/pmID-142
Was willst du eigentlich mit Windows Icons ?
Vielleicht verstehe ich auch deine Frage nicht richtig.
Ubuntu ist ein eigenständiges Betriebssystem und hat mit Windows nichts gemein.
Hallo
Erste Variante, deaktiviere mal Compiz, um das Verhalten ohne die Desktopeffekte zu prüfen.
Zweitens, wenn Du Windows auf einer separaten Platte hast, kannst Du diese mal abklemmen? Das wird zwar etwas schwieriger weil vermutlich grub auf der 1.HDD installiert ist, aber über eine vielleicht vorhandene Suse-CD läßt sich Ubuntu auch so starten.
Eine andere Möglichkeit wäre noch, mal die Windowslaufwerke zu unmounten, und dann zu sehen, wie es sich arbeitet.
Du könntest auch mal zusätzlich zu Compiz den generischen Ati-Treiber von Linux nutzen (ich gehe jetzt mal davon aus, das der fglrx aktiv ist), das siehst Du in der /etc/X11/xorg.conf.
Scheint mir auch weniger ein Problem von Ubuntu zu sein, sondern eher in der Hardware begründet zu sein, entweder die Platte selber, die Grafikkarte selber oder der Speicher.
Checke daher auch mal die Kabel ab und ob der Rechner innen recht heiß wird.
Lassen sich die Windowspartitionen manuell mounten ?
Diese fehlenden Icons können Programmierfehler sein.
Der NTFS Treiber im Linuxkernel kann momentan nur sicher lesend auf Windowspartitionen zugreifen.
Schreibender Zugriff auf NTFS Partitionen funktioniert nur teilweise mit dem NTFS Treiber des Linuxkernels.
Du kannst mal versuchen den originalen ATI Treiber zu installieren:
http://ati.amd.com/support/driver-de.html
Die originalen ATI Treiber von AMD hatten in den letzen Jahren einen schlechten Ruf was die Stabilität angeht. Ich weiß nicht ob diese Programmierfehler alle raus sind.
Oder sind diese Fehler mit dem offenen Treiber von http://www.x.org auch noch vorhanden ?
Der XServer bringt schon Grafiktreiber mit, aber diese Treiber haben nicht alle Features des originalen Treibers von AMD ATI.
Ich habe mit NVidia Treiber gute Erfahrungen gemacht:
http://www.nvidia.de/Download/index.aspx?lang=de
NVidia Treiber gibt es auch für FreeBSD und Solaris.
PS :Hast du schon ein Handbuch zu Ubuntu gelesen?
http://www.galileocomputing.de/katalog/openbook/?GPP=opc
Vielen Dank für die vielen Info's welche ich von Euch zu meinen Problem bekommen habe.
Was die Icon's von Win XP anbelangt, so sind damit meine NTSF LW C - G gemeint und keine Software oder so'n Zeugs.
Das Video habe ich mir angesehen, sehr interessant, man lernt halt nie aus.
Die Variante Compiz zu deaktivieren halte ich für erwägenswert, aber mein Verdacht geht, nach dem ich Eure Beiträge gelesen habe in Richtung Grafikkarte. Zur Zeit läuft nur der Treiber, welcher mir von Ubuntu zur Verfügung gestellt ist. Da heißt ich werde mal den Originaltreiber ausprobieren. Gibt es für Linux eigendlich auch Omegatreiber wie unter WIN XP?
Was den Zugriff auf meine NTSF Partitionen angeht, ich kann sowohl lesen, wie auch schreiben, alles ohne Probleme, wenn die LW Icon's da sind.
Gibt es für Linux eigendlich auch Omegatreiber wie unter WIN XP?
Nein, grundsätzlich läuft das in etwa so:
Der kleinste gemeinsame Nenner ist VESA, da geht praktisch jede Karte damit, aber grottenlahm.
Die nächste Stufe ist dann der linuxeigene ati/radeon Treiber, je nachdem, wie aktuell Deine Karte ist, sollte aber der radeon sein bei einer 2600er.
Die performancegünstigste Variante ist dann der fglrx von ATI/AMD selbst, dieser ist aber proprietär und wird daher nur über die Verwaltung eingeschränkter Treiber installiert unter Ubuntu, dort könntest Du so nebenbei bemerkt auch mal nachsehen, ob dieser aktiv ist.
Falls es doch ein Compizproblem ist, kannst Du ja auch hier mal schauen, vielleicht wirst Du fündig:
http://fsb.blogage.de/entries/2007/9/7/Die-beste-Art-Compiz-Fusion-auf-Ubuntu-Feisty-zu-installieren
http://www.howtoforge.de/howto/compiz-fusion-auf-einem-ubuntu-804-lts-desktop-ati-mobility-radeon-9200-aktivieren/
Nach wie vor ist Linux+3D-Grafik mit Nvidia die bessere Wahl;-(
Wenn es ohne Compiz funktioniert, dann läßt Du es eben einfach weg (deinstallieren über synaptic sollte ja genügen).
Ok. , keine Omegatreiber.
Danke aber für die ausführliche Hilfe.
Im laufe der nächsten Tage werde ich denn mal das eine oder andere Testen müssen, um endlich wieder zufrieden mit Linux arbeiten zukönnen.
Und was XP anbetrifft - ab und an braucht man es, aber selten!
>Was die Icon's von Win XP anbelangt, so sind damit meine NTSF LW C - G gemeint und keine Software oder so'n Zeugs
Aha, aber das haste nicht geschrieben wohl aber gemeint.
Für dich ist das Einfachste mal das Tool "Ubuntu - Tweak" zu installieren.
Kannste mit Synaptic oder Adept machen.
Danach kannste deine LW sichtbar machen und einiges mehr.
Viel Spaß
Im Ubuntu Wiki müßte eine Anleitung sein wie man den originalen Treiber von AMD /ATI installiert:
http://wiki.ubuntuusers.de/
Auf dieser Seite (momentan nicht erreichbar) gibt es eine Suchfunktionien.
Im Allgemeinen muß man die Kernelheaders installieren, die zum laufenden Kernel passen.
Um die Version der Kernelheaders herauszubekommen, kannst du den Befehl "uname -r" in die Konsole eintippen.
Beispiel:
uname -r
2.6.18
Bei mir ist Kernelversion 2.6.18 installiert (den ich mir selbst kompiliert habe).
Du mußt dann die Kernelheaders installieren die auch die gleiche Versionsbezeichnung haben ,welche "uname -r" anzeigt.
Das richtige Paket würde bei Ubuntu /Debian
linux-headers-2.6.18 heißen.
"Common header files for Linux 2.6.18
This package provides the (sub)architecture-specific common kernel header
files for Linux kernel version 2.6.18, generally used for building
out-of-tree kernel modules. To obtain a complete set of headers you also
need to install the linux-headers-2.6.18-4-(flavour) package, matching the
flavour of the kernel you intend the build for. To obtain such a set for
the currently running kernel it is sufficient to run a command
apt-get install linux-headers-$(uname -r)
and it will be unpacked in /usr/src/linux-headers-2.6.18-4-(flavour)."
Mit flavour ist die Architektur des Linuxkernels gemeint.
Wenn du einen Linuxkernel (linux-image-2.6.18-k7) installierst, der für einen speziellen Prozessor beim Übersetzen optimiert wurde, wie in diesem Fall für den Prozessor K7 Athlon, dann mußt du auch die linux-headers-2.6.18-K7 installieren.
Die Paketbeschreibungen sind bei Debian etch momentan nur in Englisch verfügbar.
Die Kernelheaders sind ein Teil des Programmcodes des Linuxkernels , welche man separat installieren kann.
Man braucht nicht den kompletten Programmcode des Linuxkernels installieren nur um einen Linuxtreiber zu installieren. Das spart Festplattenspeicher.
Ich installiere immer den kompletten Programmcode des Linuxkernels und übersetze meinen eigenen Betriebsystemkern, zwecks Performancesteigerung.
Beim kompletten Programmcode sind auch gleich die richtigen Headerdateien dabei.
(den kompletten Programmcode des Linuxkernels brauchst du aber nicht installieren, wenn du keinen eigenen Betriebsystemkern übersetzen willst).
Dann installierst du am besten noch das Paket build-essential. Dabei werden verschiedene Programmierwerkzeuge installiert, die für die Installation von Linuxtreibern notwendig sind.
Und dann kann es sein, das du das Paket xserver-xorg-dev installieren mußt.
Das ist zumindest beim originalen NVidia Treiber notwendig, um die Kernelschnittstelle des Grafiktreibers zu übersetzen, über die der Grafiktreiber in den Betriebsystemkern geladen wird.
Ich bin doch ein blutiger Anfänger in Sachen Linux. Mich freut schon wenn die Kiste läuft und ich evtl. mal einen Treiber oder so installieren kann.
Dennoch Danke. Man kann nur dazu lernen. Das soll heißen, ich bin für jegliche Hilfe dankbar, von jeder Seite.
