Die nötigen Unternehmens-Anwendungen sind verfügbar...
So klingt es aus dem Hause IBM: Bericht bei Heise.
Der Druck auf die Borg erhöht sich täglich... :-))
Gruß
K.-H.
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Tja was soll man da sagen, Unix hat sich im Desktopbereich auf Grund fehlender Standards nie durchsetzen können.
IBM hat mit seinem AIX Unix auch keine Desktoprechner im Angebot.
Und jetzt gibt es sogar ein Unix-ähnliches Betriebsystem mit einer standardisierten Laufzeitumgebung, der Linux Standardbase.
Warum hat IBM kein Open Source Betriebsystem programmiert, oder HP oder Sun Microsystems ....?
Kann es ein das die Manager unfähig sind, oder keine Ahnung haben ?
Noch nicht, - dazu sind die Programme noch zu sehr an die Konsole gekettet.
Der Desktop ist nur virtuell, es sind alles Textorientierte Programme die im Hintergrund arbeiten und von Grafik garnichts mitbekommen.
Soll heißen vieles ist nichtmal ansatzweise auf Grafik optimiert und läuft nicht aus eigener Kraft.
Beim nicht mehr weiterentwickelten BeOs war Grafik kein Aufsatz sondern im Kernel bzw ein fester Teil des Systems.
Textbefehle wurden im Fenster ausgeführt. Ein Ausfall der Grafik existiert dort garnicht da Systemimmanent.
Und viel kleiner programmiert als viele Systeme ohne Grafik.
Nun, das System gibt es nicht mehr und wär für Server vielleicht nicht geeignet. Aber es hat gezeigt,
-- ein Desktop oder auch ein Workstationsystem braucht keinen riesigen Overhead für Desktop Publishing,
Video und Grafik Orientierte Anwendung Und Usability.
Vista ist natürlich der falsche Weg, aber das ist künstlich aufgebläht
Bloatware gibt es heutzutage aber sehr oft.
Das ist völliger Quatsch "Programme noch zu sehr an die Konsole gekettet."
Ein Programm wird mit einer speziellen Bibliothek programmiert. Bei C gibt es die C Standardbiliothek die bei jedem Compiler dabei ist . Dann gibt es die GTK Bibliothek die bei der Entwicklung des Grafikprogrammes GIMP als Nebenprodukt abgefallen ist . Und ich bevorzuge die QT Bibliothek von Trolltech (NOKIA hat Trolltech gekauft).
Und wenn ich ein Programm auf einem Desktop starte und das Programm ist dynamisch gelinkt, dann ist dieses Programm auf eine Laufzeitumgebung (Laufzeitbibliothek) angewiesen.
Das bedeutet , das diese Umgebung identisch sein muß mit der Umgebung mit der das Programm programmiert wurde. Sonst funktioniert das Programm nicht.
Und genau das gibt es bei Unix nicht. Bei Unix fehlen nach wie vor Standards für den Desktopbereich.
Und wenn Linux sich im Desktopbereich durchsetzen soll, dann darf es bei Linux nicht die gleichen Probleme wie bei Unix und seinen vielen Derivaten geben.
Gute Desktopeigenschaften sind vor allem Standards wie eine standardisierte Laufzeitumgebung (die Linux Standardbase) und einen Scheduler der die CPU Rechenzeit so verteilt , das die Interaktion mit dem Benutzer besser wird.
Firmen wie Sun Microsystems, HP oder IBM sind mit ihren Unices (Plural von Unix) im Desktopberecih gescheitert. Jede Firma wollte ihr eigens Unix verkaufen und am Ende hat sich Unix nicht durchsetzen können.
Und jetzt versuchen es Firmen wie Novell oder IBM mit Linux....
Wird QT jetzt auch in Rumänien produziert?
Eigentlich ist das ja ein Ausschlußkriterium.
Trolltech ist in Finnland ansässig und wird es bleiben. Trolltech hat auch zugesichert das die QT Bibliothek auch weiterhin unter der GPL Lizenz zu bekommen ist:
http://www.pro-linux.de/news/2008/12251.html
Es geht nicht darum billige Montagearbeiten zu verlagern, sondern um die Arbeit von Informatikern und Programmierern.
Außerdem kann man ja den Programmcode über Internet austauschen und muß die Produktion gar nicht verlagern.
PS: Ich verstehe gar nicht warum sich die Leute über Nokia beschweren ?
Die Politiker wollen eine freie Marktwirtschaft und das Kapital geht dahin wohin es sich am besten vermehren kann. Das hat auch schon der große Philosoph Karl Marx in seinem Werk "Das Kapital" geschrieben.
Vielleicht sollten die Politiker und einfachen Leute mal dieses Buch lesen ;-)
Und ich dachte bisher, Oslo liegt in Norwegen.
Meinen ersten Satz im letzten Posting solltest Du vielleicht noch mal mit justiertem Humordetektor lesen.
Ich verstehe gar nicht warum sich die Leute über Nokia beschweren ? Die Politiker wollen eine freie Marktwirtschaft
Platitüden, Floskeln. Kann ich auch. "Soziale Marktwirtschaft", "soziale Kompetenz", "Verantwortung".
Und dabei sind meine politikwissenschaftlichen Kenntnisse in etwa so hoch wie Deine geografischen.
In Bochum soll es aber ein paar Leute geben, die Dir genauer erklären können, warum sie sich über Nokia beschweren.
Geografie war noch nie meine Stärke, dann eben Norwegen.
Wenn die Politiker sich über Nokia wegen den mitgenommen Subventionen aufregen, das würde ich schon verstehen.
In New York will man AMD 1 Milliarde Dollar Prämie zahlen wenn die ihr neues Werk dort hinbauen (habe ich im Radio gehört).
Marktwirtschaft soll sozial sein? Das ist ein Widerspruch an sich.
Man kann nur froh sein das die Krankenversicherung und Rente noch nicht privatisiert wurde.
Die Idee der freien Marktwirtschaft ist an sich nicht verkehrt, funktioniert aber in der Praxis nicht richtig. Das Problem ist immer das man von solchen Konzernen wie Nokia , AMD oder Siemens abhängig ist.
Wenn ein kleiner Ford Händler um die Ecke einen Ford Mustang anbieten will, dann darf er das gar nicht tun.
Das wäre Ford Amerika und das hier ist Ford Europa und der Ford Mustang darf offiziell nicht eingeführt werden.
Ich wünsche mir eben so einen Mustang GT Deluxe mit V8 und 4.6 Liter (oder eben den V6, reicht auch schon) .
Aber die Idee der freien Marktwirtschaft ist doch das jeder seine Waren und Dienstleitungen anbieten kann wie er möchte, oder ?
Wenn AMD beschließt nach New York zu gehen und ihr Werk in Dresden zu macht, dann können die das tun, ohne das ein Politiker was machen kann.
Was soll denn daran sozial sein ?
Das ist mir letztendlich auch egal wenn ich genug Geld verdiene und nicht bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten muß.
Unterdessen gibt's auch das Statistik-Paket SPSS und der Mathematik-Alleskönner Mathematica. Schon länger existiert ein Wörterbuch von Duden für OpenOffice. Google Earth und Picasa gibt's auch für Linux. VMWare in allen Geschmacksrichtungen wird schon ewigs lange angeboten. Spiele kommen auch immer mehr, auch wenn die grossen Kassenknaller nicht in rauhen Mengen vorliegen. Allerdings dürfte es für die Spieleentwickler dank zunehmender Verbreitung der tendenziell zahlungskräftigen und zahlungswilligen OSX-Gefolgschaft sowie dem lukrativen Konsolenmarkt mit PS3 und Wii (Xbox wegen DirectX mal ausgenommen) immer interessanter werden, Spiele direkt in OpenGL zu programmieren - die entsprechend auch portabel gehalten werden und somit leicht auch für Linux zu veröffentlichen sind.
Einzig Adobe hat die Zeichen der Zeit noch verschlafen. Abgesehen vom Adobe Reader und dem Flashplayer für x86-32 haben die nichts im Angebot. Grad für "Webdesigner" *hüstel* fehlen noch Flash und Dreamweaver (Webdesigner ohne Anführungszeichen brauchen den Schrott nicht ;-) ), für Grafiker Photoshop (GIMP ist für den Hausgebrauch perfekt, aber Druck-Profis fehlen da ein paar Farbraumunterstützungen) und für viele Büros der Acrobat. PDFs erstellen ist zwar unter Linux keine Sache, aber wenn man PDFs mit Formularen oder sonstigen Extras erstellen will, führt bislang kein mir bekannter Weg an Acrobat vorbei.
Zwei letzte Puzzleteile fehlen aber trotzdem noch, um den Heimrechner zu erobern: Druckertreiber für die billigen und deshalb verbreiteten Win-GDI-Schrottprinter sowie Winmodems (die in fast jedem Laptop verbaut sind). Treiber für WLAN und Grafikkarten kommen ja unaufhaltsam.
@KarstenW, ist ja richtig - die von dir angesprochenen Standards im Desktop -bereich sind nötig und vor allem dürfen
große Hersteller nicht ihr eigenes Süppchen kochen.
Ein Beispiel ist die Methode von Microsoft sich immer neue Inkompatibilitäten auszudenken.
zB Docx usw.
Ich hab es erst neulich erlebt wo jemand Dateien in diesem Format nicht öffnen konnte und
dann von einem Office 2007 User für sein zu altes Ms office Paket beschimpft wurde.
Soo klappt die Bindung an Ms natürlich perfekt.
Adobe macht wohl auch einiges um es den leichtgewichtigen PDF alternativen schwer zu machen.
Die Methode sich die Hardware speziell für Linux auszusuchen, ist bei Laptops angebracht.
Bei Sata hinkt Xp Linux sogar hinterher.
Wenn sich Linux im Desktopbereich durchsetzen soll, dann müssen diese Standards vorhanden sein. Ich würde mal behaupten das die ganz großen Firmen die Programme wie Maple programmieren genug Programmier haben , ihre Programme für Windows, Solaris, AIX Unix und Linux zu programmieren.
Aber kleine Softwarefirmen haben gar nicht das Personal und Know How um den Programmcode an so viele Unixderivate und Linuxdistributionen anzupassen.
Die wollen den Programmcode nur noch auf ein anderes Unix rüberkopieren und nur noch mal neu übersetzen und genau das geht nicht bei Unix, auf Grund der fehlenden Standards. Ich hoffe nur das bei Linux nicht die gleichen Fehler gemacht werden wie bei Unix.
Der POSIX Standard bei Unix ist für so eine portable Programmierung entwickelt worden, aber da fehlen die Bibliotheken für Desktopanwendungen.
Flash nicht aber Dreamwever schon. Oder meinst du ernsthaft, ein Webdesigner würde nativ den HTML-Code in einen Editor hacken und seine CSS "zu fuß" erstellen?
Dreamweaver ist (war) jedenfalls auch kein Problem, er erstellt sehr sauberen HTML-Quellcode; zumindest war das bis Ver. 9 so.
Druckertreiber für die billigen und deshalb verbreiteten Win-GDI-Schrottprinter sowie Winmodems (die in fast jedem Laptop verbaut sind).
Mit einfachen Treibern ist es da aber nicht getan, siehe Gutenprint/Turboprint. Das sind Druckumgebungen, in denen auch Teile von Windows regelrecht nachprogrammiert wurden...
Für GDI-Printer gab es nie und gibt es meiner Meinung nach auch heute keine Existenzberechtigung - weshalb ich für mich auch nie einen Canon kaufen werde - auch wenn der iP 4500 meiner Schwester eine beeindruckende Druckqualität aufweist.
Volker
Solche reinenGDI-drucker sollten eigentlich aussterben! Zugunsten von solchen mit unabhängiger Funktion.
Es soll ja schon welche geben die allein - also autonom einiges können aber der Computer ist nun mal die zentrale
Bearbeitungsstelle für Dokumente und Grafik. Gerade die USB Drucker sollten nahezu ohne Treiber funktionieren,
wie ein USB Stick.
Mich ärgert was man selbst unter Windows alles an Treibern für USB Geräte installlieren muß.
Auch meine Meinung. Leider wohl eher unrealistisch.
Gerade die USB Drucker sollten nahezu ohne Treiber funktionieren,
wie ein USB Stick.
Yepp. Wenn Drucker heute einen Webserver für die Konfiguration beinhalten können, dann sollte auch das möglich sein.
Mich ärgert was man selbst unter Windows alles an Treibern für USB Geräte installlieren muß.
OK, allerdings wirst du z.B: bei Scannern wohl kaum darum herum kommen...
Volker
Man braucht doch den Anwendern nur erklären was ein GDI Drucker (oder hostbased Drucker) ist und worin seine Nachteile liegen.
Das Problem ist eher das die meisten Anwender nur wegen des Preises ein Produkt kaufen.
Genau das interessiert doch die meisten überhaupt nicht. :(
Das Problem ist eher das die meisten Anwender nur wegen des Preises ein Produkt kaufen.
Der Preis ist bei den meisten Anwendern das einzige, was sie interessiert. Schlimmernoch: auch bei einigen von denen, die es besser wissen sollten, macht sich diese Haltung breit.
Argumentation "bei den heutigen Prozessorleistungen ist das doch kein Thema - und Linux setze ich ohnehin nicht ein. Lass mal, das passt schon"
Ungefähr das war die Argumentation eines Bekannten von mir, der u.a. im Bereich EDV-Services selbständig ist, als wir mal das Thema GDI vs. Non-GDI hatten....
Volker
