Hallo zusammen!
Nachdem die bereits für September geplante Veröffentlichung wegen zu vieler kritischer Fehler verschoben werden musste, nehmen die Entwickler einen neuen Anlauf - noch vor 2009 soll Debian 5 fertig sein: http://www.golem.de/0810/62801.html
FYI
Olaf
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Man kann auch jetzt schon Debian lenny (Versionsnummer 5.0) verwenden, wenn man es nur privat verwendet.
Debian ist nur ein Freiwilligen Projekt. Die Entwickler arbeiten hauptsächlich nur nebenberuflich und alles soll schön fehlerfrei funktionieren. Deshalb dauert es bei Debian manchmal etwas länger.
>alles soll schön fehlerfrei funktionieren
Genau das ist das Gute an Debian.
Debian ist einfach genial und hat daher den anderen Distributionen einiges voraus.
cu/Acader
Ist "lenny" denn schon ein stabiles Release, oder hat das eher noch experimentellen Charakter?
CU
Olaf
Guten Morgen Olaf, Lenny ist schon seit einiger Zeit Stable und zeigt im Desktopbereich wohl auch keine Fehler mehr. Ich denke es wird in den nächsten Wochen auch offiziell freigegeben.
Bei http://www.pro-linux.de wird es da wohl auch bald eine nähere Info dazu geben.
MFG Acader
Yep, das meinte ich in erster Linie mit "stable". Auf ein paar Wochen sollte es nicht ankommen, gerade bei einer so wichtigen Software wie dem Betriebssystem ist Stabilität das A & O.
THX
Olaf
Es gibt bei Debian drei Releaseversionen:
-unstable
-testing
-stable
Die neuesten Pakete landen erstmal in unstable. Wenn die Maintainer die gröbsten Programmierfehler herausbekommen haben, werden die Pakete in testing aufgenommen. Testing ist momentan lenny (oder Versionsnummer 5.0). Und irgendwann wird aus testing stable . Stable ist momentan etch (oder Versionsnummer 4.0).
Also wenn man Debian nur privat verwendet, dann kann man Lenny schon jetzt nutzen.
Aber es kann immer noch sein das hier und da kleine Fehler enthalten sind, so das man es nicht unbedingt in einer Produktivumgebung einsetzen sollte.
Und irgendwann wird aus testing stable
So etwa hatte ich mir das vorgestellt ;-) THX für die Info.
Ich überlege noch, ob ich mir eine Linux-Partition auf meinem Mac einrichte. Da ich noch mit dem IBM-PowerPC-G5 unterwegs bin, also nicht mit Intel, ist die Auswahl an Distris stark eingeschränkt - Ubuntu ist z.B. nicht dabei. Debian und Gentoo wären aber machbar.
CU
Olaf
Das Einzige was mich an Lenny wirklich stört ist die Konfiguration des Xservers. Bei Etch kann man mit "dpkg-reconfigure xserver-xorg" den Xserver relativ einfach konfigurieren und muß nicht unbedingt die Datei /etc/X11/xorg.conf mit einem Editor bearbeiten.
Bei Lenny werden gar keine Fragen mehr bezüglich der Monitorauslösung gestellt.
Die Hardwareerkennung des neuen Xservers ist wesentlich besser geworden gegenüber der alten Version , aber ein Röhrenmonitor sollte eigentlich nicht mit der maximalen Auflösung angesteuert werden.
Ich dachte das wäre ein Bug bei Lenny aber bei Ubuntu scheint es das gleiche Problem zu geben.
Du mußt , wenn die Auflösung nicht stimmen sollte, die Datei /etc/X11/xorg.conf mit einem Editor anpassen und die Monitor Daten (Section Screen , Auflösung hauptsächlich) selbst eintragen.
http://openbook.galileocomputing.de/linux/linux_kap17_004.htm#mj44422c9f73ddf57af3d73414b4b5564a
>Das Einzige was mich an Lenny wirklich stört ist die Konfiguration des Xservers. Bei Etch kann man mit "dpkg-reconfigure xserver-xorg" den Xserver relativ einfach konfigurieren und muß nicht unbedingt die Datei /etc/X11/xorg.conf mit einem Editor bearbeiten
Eine Sache welche ich nicht so richtig verstehe. Warum hat man das nicht so gelassen wie es bei
Debian 4.0 war. Ich finde die Bearbeitung der Datei xorg.conf mit dem Editor belastend zumal das auch nicht in 2 Minuten gemacht ist. Naja, ist dann eben Gewohnheitssache, aber muß das wirklich sein ?
Weiß ich nicht. Im debianforum haben sich auch schon viele user mit dem gleichen Problem gemeldet.
http://www.debianforum.de/forum/
Kopier einfach den screen (und eventuell monitor - )Abschnitt in die xorg.conf Datei und passe in an (wenn du eine Röhrenmonitor nutzt).
LCD Bildschirme sollte man eigentlich immer mit der maximalen Auflösung betreiben.
Section "Monitor"
Identifier "Belinea 106065"
HorizSync 30.0 - 96.0
VertRefresh 50.0 - 160.0
Option "DPMS"
EndSection
Section "Device"
Identifier "nVidia Corporation NV34 [GeForce FX 5500]"
Driver "nvidia"
EndSection
Section "Screen"
Identifier "Default Screen"
Device "nVidia Corporation NV34 [GeForce FX 5500]"
Monitor "Belinea 106065"
DefaultDepth 24
SubSection "Display"
Depth 1
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 4
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 8
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 15
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 16
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
SubSection "Display"
Depth 24
Modes "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
EndSection
Weil die neuen Versionen des X-Servers von X.org theoretisch die ganzen angeschlossenen Geräte selbst erkennen und automatisch konfigurieren können.
Aber eben: Theoretisch. Die Praxis, welche viele differenzierte Spezialeinstellungen fordert, ist damit leider nochmals wesentlich verkompliziert worden.
Achtung, Stabilität heisst bei Debian nicht "keine Abstürze" sondern "keine Änderungen an den Paketabhängigkeiten".
