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Amilo Li 2727 8.04 WLAN mal wieder

PingOfDeath / 5 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi,

für Ubuntu 8.04 schien mein Laptop mal richtig unterstützt zu werden und die Anleitung sah auch ganz einfach aus...:

http://wiki.ubuntuusers.de/Baustelle/Fujitsu-Siemens_Amilo_Li_2727?rev=51192

...es hat auch alles funktioniert, bis auf den Punkt, dass das WLAN sich dann automatisch einschalten soll (oder habe ich das falsch rausgelesen - wer weiss..).
Jedenfalls habe ich jetzt einen (funktionierenden?) WLAN-Treiber mit einem deaktiviereten Funk-Modul .....(Laptop hat keinen Schalter).

Wie bekomm ich das Modul an?

PS: Meine FN-Tasten gehen bis auf laut/leise auch nicht - evtl. bekomme ich die Karte ja an wenn FN-F1 (WLAN) wieder geht.... ?

Gruß und danke ;-)

PingOfDeath

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KarstenW PingOfDeath „Amilo Li 2727 8.04 WLAN mal wieder“
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Welcher Linuxkernel läuft bei dir ?
Gib mal den Befehl "uname -r " ein.

Als ich unter Debian etch den Linuxkernel 2.6.24 installiert habe , war der madwifi Treiber schon im Betriebsystemkern drinnen. Ich habe auch eine PCI Steckkarte mit Atheros Chipsatz und mußte beim Linuxkernel 2.6.18 den madwifi Treiber noch von der Internetseite herunterladen, aber bei der neuen 2.6.24er Version habe ich beim Übersetzen des Kernel bemerkt das dieser Treiber schon im 2.6.24er Kernel enthalten war.

Normalerweise werden die Kernelmodule automatisch von der Hardwareerkennung in den Speicher geladen. So wie ich es verstanden habe, kannst du für den Atheros Chipsatz (was sagt "lspci" ?) den madwifi Treiber nutzen. Den Madwifitreiber kannst du hier herunterladen und selbst kompilieren (ist bei meinem 2.6.24er Kernel nicht mehr notwendig)
Das ist relativ einfach. Du mußt nur alle Programmierwerkzeuge (gcc, make, binutils, am besten du installierst das Paket build-essential) installieren und die passenden Headerdateien für den laufenden Kernel. Läuft bei dir ein Kernel 2.6.24 (was sagt "uname -r" ?) , dann mußt du auch die Kernelheaders 2.6.24 installieren.

http://madwifi.org/

Ich würde immer den nativen Linuxtreiber bevorzugen.

PS: Du kannst dir ja mal den Sourcecode deines Linuxkernels installieren und testweise einen eigenen Linuxkernel (nur) konfigurieren (make menuconfig). Vielleicht ist der madwifi Treiber auch bei Ubuntu schon im Linuxkkernel enthalten.

PPS: Hast du schon Netzwerk konfiguriert? Ubuntu hat diesen Netzwerkmanager eingeführt und bei Debian wird die Datei /etc/network/interfaces nach wie vor mit dem Editor konfiguriert. Ich weiß da bei Ubuntu nicht Bescheid.




Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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PingOfDeath KarstenW „Welcher Linuxkernel läuft bei dir ? Gib mal den Befehl uname -r ein. Als ich...“
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Hallo und sry das ich jetzt erst antworte!

"uname -r" gibt folgendes aus:

2.6.24-19-generic

Du hast ja schön viel und ausführlich geschrieben, aber ich glaube ich habe ein ganz anderes Problem... nämlich, dass der Treiber zwar läuft aber ich das Funk-Modul auf der Karte nicht anschalten kann.

Mein Laptop hat keinen Hardware-Schalter um die Karte zu aktivieren. Unter Windows braucht man dazu auch eine extra Software.
Ich bin der Meinung, dass alles schon so funktioniert wie es sein soll - nur das ich eben einen Weg finden muss wie ich die Karte auch aktivieren kann ...

"lspci":

00:00.0 Host bridge: Intel Corporation Mobile PM965/GM965/GL960 Memory Controller Hub (rev 03)
00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation Mobile GM965/GL960 Integrated Graphics Controller (rev 03)
00:02.1 Display controller: Intel Corporation Mobile GM965/GL960 Integrated Graphics Controller (rev 03)
00:1a.0 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB UHCI Controller #4 (rev 03)
00:1a.1 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB UHCI Controller #5 (rev 03)
00:1a.7 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB2 EHCI Controller #2 (rev 03)
00:1b.0 Audio device: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) HD Audio Controller (rev 03)
00:1c.0 PCI bridge: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) PCI Express Port 1 (rev 03)
00:1c.1 PCI bridge: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) PCI Express Port 2 (rev 03)
00:1c.2 PCI bridge: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) PCI Express Port 3 (rev 03)
00:1d.0 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB UHCI Controller #1 (rev 03)
00:1d.1 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB UHCI Controller #2 (rev 03)
00:1d.2 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB UHCI Controller #3 (rev 03)
00:1d.7 USB Controller: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) USB2 EHCI Controller #1 (rev 03)
00:1e.0 PCI bridge: Intel Corporation 82801 Mobile PCI Bridge (rev f3)
00:1f.0 ISA bridge: Intel Corporation 82801HEM (ICH8M) LPC Interface Controller (rev 03)
00:1f.1 IDE interface: Intel Corporation 82801HBM/HEM (ICH8M/ICH8M-E) IDE Controller (rev 03)
00:1f.2 SATA controller: Intel Corporation 82801HBM/HEM (ICH8M/ICH8M-E) SATA AHCI Controller (rev 03)
00:1f.3 SMBus: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) SMBus Controller (rev 03)
02:00.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL8101E PCI Express Fast Ethernet controller (rev 01)
08:00.0 Ethernet controller: Atheros Communications Inc. AR242x 802.11abg Wireless PCI Express Adapter (rev 01)


Noch einen Tipp oder habe ich was aus Deinem Post nicht richtig rausgelesen ?

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PingOfDeath Nachtrag zu: „Hallo und sry das ich jetzt erst antworte! uname -r gibt folgendes aus:...“
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Hi nochmal ;-)

Ich versuche gerade "acerhk" nach (http://people.debian.org/~terpstra/message/20080310.051001.9bf7b13e.en.html) zu installieren.

Allerdings bekomme ich dann diesen Fehler:

/acerhk-0.5.35$ sudo make install
make -C /lib/modules/`uname -r`/build SUBDIRS= modules
make[1]: Betrete Verzeichnis '/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic'
CHK include/linux/version.h
CHK include/linux/utsrelease.h
make[2]: *** Keine Regel vorhanden, um das Target »arch/x86/kernel/asm-offsets.c«,
benötigt von »arch/x86/kernel/asm-offsets.s«, zu erstellen. Schluss.
make[1]: *** [prepare0] Fehler 2
make[1]: Verlasse Verzeichnis '/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic'
make: *** [acerhk.ko] Fehler 2

linux-source ist installiert :-/

Ideen ?

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KarstenW PingOfDeath „Hi nochmal - Ich versuche gerade acerhk nach http://people.debian.org/...“
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Hi nochmal ;-)

Ich versuche gerade "acerhk" nach (http://people.debian.org/~terpstra/message/20080310.051001.9bf7b13e.en.html) zu installieren.

Allerdings bekomme ich dann diesen Fehler:

/acerhk-0.5.35$ sudo make install
make -C /lib/modules/`uname -r`/build SUBDIRS= modules
make[1]: Betrete Verzeichnis '/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic'
CHK include/linux/version.h
CHK include/linux/utsrelease.h
make[2]: *** Keine Regel vorhanden, um das Target »arch/x86/kernel/asm-offsets.c«,
benötigt von »arch/x86/kernel/asm-offsets.s«, zu erstellen. Schluss.
make[1]: *** [prepare0] Fehler 2
make[1]: Verlasse Verzeichnis '/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic'
make: *** [acerhk.ko] Fehler 2

linux-source ist installiert :-/

Ideen ?

Das muß ich etwas ausführlicher erklären.
Du hast den Programmcode dieses Programmes installiert. Diesen Programmcode mußt du erstmal übersetzen und dann anschließend installieren.
Ich nehme mal an das du den Standardkernel nutzt und den Kernel NICHT selbst kompiliert hast.
In diesem Fall mußt du die Kernelheaders installieren und genau die gleiche Version wie der laufende Kernel.
Bei Debian und auch bei Ubuntu werden diese Pakete mit "linux-headers-2.6.24-Prozessorarchitektur???" bezeichnet.
Wenn du einen Betriebsystemkern 2.6.24 für amd64 installiert hast, dann mußt du auch die linux-headers-2.6.24-amd64 installieren.

Headerdateien sind ein Teil des Programmcodes oder von Entwicklungsbibliotheken und werden vom Präprozessor vor dem Kompilieren in den Programmtext ( wo die Präprozessordirektive #include .... steht) kopiert .

Wenn du den kompletten Sourcecode des Linuxkernels installierst und den Kernel selbst übersetzt, dann sind die passenden Headerdateien unter /usr/src/linux-source-????schon dabei.
Wenn du aber nur den Standardkernel nutzt , dann kannst du die passenden Headerdateien separat unter /usr/src/ installieren.
Ich glaube nicht das du den kompletten Sourcecode des Linuxkernels installieren mußt, wenn du den Standardkernel von Ubuntu nutzt.

Dieser Ausgabe zu Folge sind die richtigen Headerdateien installiert.
"make[1]: Betrete Verzeichnis '/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic'"


Sind die richtigen Headerdateien installiert, dann gehst du in das Verzeichnis des Programmcodes (/acerhk-0.5.35) rein und gibst den Befehl "make" oder "sudo make " ein. Damit wird der Programmcode erstmal übersetzt.

Mit "make install" oder "sudo make install" werden die fertigen Kernelmodule nach /lib/moduls/kernel?? kopiert und installiert.

Also erst "make" und danach "make install" eintippen.

PS: Aber es kann sein das der Treiber im Linuxkernel deine spezielle Atheroschipsatzversion gar nicht unterstützt. Du kannst ja selbst mal den Sourcecode des Linuxkernels installieren und (nur) testweise den Kernel mit "make menuconfig" (Entwicklungsbibliothek ncurses-dev nicht vergessen zu installieren) konfigurieren. Das hilft mir immer sehr zu verstehen, welche Treiber der jeweilige Linuxkernel mitbringt.
Da gibt es auch noch ein Dokumentation Verzeichnis beim Programmcode , in dem wichtige Informationen zu den verschiedenen Treiber des Linuxkernels stehen.

PPS: Ist eventuell noch ein configure Shellscript im Programmverzeichnis ?
Wenn ja, dann mußt du erst ./configure, make und zum Schluß make install eintippen.





Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW PingOfDeath „Hallo und sry das ich jetzt erst antworte! uname -r gibt folgendes aus:...“
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Ja, dann habe ich was falsch verstanden.
Ich dachte du meinst mit Modul das entsprechende Kernelmodul für den Atheros Chipsatz. Die Treiber werden in der Regel von der Hardwareerkennung (kmod, udev und discover) automatisch geladen.

Ich habe bei den Kernelsourcen meines 2.6.24er Kernels reingeschaut und folgenden Hinweis zu Atheros Treiber gefunden:

.config - Linux Kernel v2.6.24 Configuration
─────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
┌───────────────────────── Atheros 5xxx wireless cards support ──────────────────────────┐
│ CONFIG_ATH5K: │
│ │
│ This module adds support for wireless adapters based on │
│ Atheros 5xxx chipset. │
│ │
│ Currently the following chip versions are supported: │
│ │
│ MAC: AR5211 AR5212 │
│ PHY: RF5111/2111 RF5112/2112 RF5413/2413 │
│ │
│ This driver uses the kernel's mac80211 subsystem. │
│ │
│ If you choose to build a module, it'll be called ath5k. Say M if │
│ unsure.


Du hast einen

08:00.0 Ethernet controller: Atheros Communications Inc. AR242x 802.11abg Wireless PCI Express Adapter (rev 01)

Chipsatz mit der Version AR242x. Ich denke das der Treiber im Linuxkernel diesen speziellen Atheros Chipsatz gar nicht unterstützen wird.
Du kannst dir aber selbst mal die Kernelsourcen deines 2.6.24er Kernels installieren und mit "make menuconfig" die Konfiguration testweise machen.
Unter Device Drivers-->Network Device Support-->Wireless Lan ist der Atheros Treiber aufgeführt.


Ich habe auch einen Atheros Chipsatz

01:07.0 Ethernet controller: Atheros Communications, Inc. AR5212 802.11abg NIC (rev 01)

mit der Version AR5212 . Da funktioniert alles.



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