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Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?

miraculix926 / 26 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo Leute, meine Frage ist: Wie installiere ich Software (hier: Firefox 2.0), die ich aus dem Internet heruntergeladen habe, unter OpenSuse 10.3? Der Weg über YAST - Software - Software installieren - funktioniert irgendwie nicht. Die Datei ist auf dem Desktop, aber wie installiere ich die Software?
Eine andere, damit zusammenhängende Frage ist: Wie kann ich ein Update für Firefox herunterladen, wenn meine Version von Firefox die Funktion "Firefox aktualisieren" nicht hat?

Gruß miraculix926

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Tuxus miraculix926 „Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?“
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Hallo miraculix,
Du findest das sehr gute und sehr verständliche Suse-Handbuch unter http://www.opensuse.de. Dort gehst Du auf Dokumentation und suchst das Startup-Handbuch für die 10.3. Das für die 10.2 wird sich kaum unterscheiden.
Du findest als Offizielle Novell-Dokumentation.

Ich erzähle Dir das, weil Deine Fragen typische Anfängerfragen sind,
die man 1. sofort mit google findet und
2. wirst Du sehr bald die nächsten Anfängerfragen haben.

Das ist alles im Handbuch sehr schön erklärt.

Antworten:
1. Du lädst Dir selber keine Dateien aus dem Internet herunter, sondern wählst Dateien aus sog. Repositories aus. Das sind für Suse von Suse bereitsgestellte Ordner im Internet, wo zig tausend Programme für Suse bereitliegen.
2. Du installierst zusätzliche Repositories oder Software-/Paketquellen, indem Du diese in yast hinzufügst.
Anleitung (auch bei opensuse) hier: http://de.opensuse.org/Zus%C3%A4tzliche_Paketquellen
3. Du installierst Programme nur über einen sog. Paketmanager, also ein Programm zum Installieren von Software.
yast > Software installieren

4. Wie man Programme anders installiert, kannst Du lernen. Aber dazu musst Du etwas lesen, was sich kompilieren und Dreisprung nennt. Ist nicht schwer aber für einen Anfänger und für Software, die so verfügbar ist, totaler Quatsch.

Generell:
"funktioniert irgendwie nicht" ist keine Fehlermeldung.
Wir haben keine Glaskugel, um sehen zu können was nicht funktionert.

Also, lösche Dein Firefox-Download, installiere gewünschte Paketquellen (wenige und nur 100% sichere!!). Suche firefox in yast und installiere. Wenn es nicht funktioniert, dann die genaue Fehlermeldung posten.

Alle! Programme, die sich auf Deinem Rechner befinden, werden automatisch durch Suse auf dem neuesten Stand gehalten. Du brauchst Dich um nichts zu kümmern, denn Sicherheitsupdates werden automatisch eingespielt. Bei jedem Rechnerstart wird gecheckt. Manuell kannst Du dies auch in yast beauftragen.

Grüße und Willkommen bei Linux, tuxus

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REPI miraculix926 „Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?“
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Der FF ist bei Opensuse 10.3 bereits mit drinn und wird über die jeweiligen Repositories mit upgedated. Handarbeit ist eigentlich unnötig.

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Acader miraculix926 „Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?“
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So geht es doch ganz einfach:

Firefox 2.0, Thunderbird, Mozilla

Server
ftp5.gwdg.de

Verzeichnis auf dem Server
pub/opensuse/repositories/mozilla/openSUSE_10.3

MFG Acader

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gelöscht_189916 miraculix926 „Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?“
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Auf ein Neues

Du findest unter Suse 10.3 einen Menüeintrag unter Yast>Software, der Community Repositorys heißt oder so ähnlich, dort sind die Onlinequellen von Suse direkt ebenso wie die zusätzlichen wie Packman, Vlc, Nvidia usw. bereits enthalten.
Du brauchst also analog zu Ubuntu nur noch ein Häkchen vor die betreffende Zeile zu setzen, evtl. einen gpg-Schlüssel abzunicken und dann kannst Du über Software hinzufügen/entfernen aus einem nahezu unerschöpflichen Softwarepool auswählen und dabei gleich distributionszugeschnittene Programme installieren.
Wenn Du etwas Bestimmtes benötigst, dann gibst Du unter Suche den Namen ein und meist landest Du einen Treffer.
Und erst wenn Du dort nicht fündig wirst, kann es sein, das Du etwas aus dem Quelltext installieren mußt, aber ich glaube, damit wartest Du noch ein bißchen ;-)

Einen fleißigen Nikolaus wünscht Thomas

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KarstenW gelöscht_189916 „Auf ein Neues Du findest unter Suse 10.3 einen Menüeintrag unter Yast Software,...“
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Ubuntu nutzt das Paketverwaltungsystem APT von Debian. APT startet dpkg um Programme zu installieren oder zu entfernen.
Wenn du ein deb Paket aus dem Internet heruntergeladen hast, dann kannst du dieses Programm mit dpkg installieren.

Brennprogramm nero aus dem Internet:

http://www.nero.com/deu/download-linux3-trial.php

"dpkg -i nero??.deb" (oder sudo dpkg....)


Danach startest du " apt-get check" (oder sudo apt-get check) damit APT überprüft, ob alle notwendigen Bibliotheken schon installiert sind.
Wenn da eine Fehlermeldung angezeigt wird, die besagt das irgendwas fehlt oder so ähnlich, dann startest du

"apt-get -f install" (oder sudo apt-get -f install).

APT ist in der Lage die fehlenden Bibliotheken automatisch nachzuinstallieren. Vorausgesetzt das deb Paket (von Debian ?) ist mit Ubuntu kompatibel.





Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW miraculix926 „Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?“
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rpm Pakete werden unter Red Hat oder SUSE mit dem Programm rpm installiert:

"rpm -i -U -v Paket????.rpm"

yast startet für die Installation auch rpm.
Ließ mal die manpage (manual page) von rpm:

"man rpm"

Ich weiß nicht ob yast oder ein anderer Paketmanager die Abhängigkeiten automatisch wie APT bei Debian auflöst.
Notfalls prüfst du mit ldd die Abhängigkeiten selbst nach:

"ldd /usr/bin/firefox" (oder ein anderes Programm oder Verzeichnis)

und installierst die fehlenden Bibliotheken manuell nach.

Links stehen die Abhängigkeiten (Bibliotheken, wenn dir das was sagt) und rechts vom Pfeil wo sie gefunden werden (oder auch nicht).

PS: Kauf dir mal das Administrationshandbuch zu SUSE. Das gab es früher auch einzeln von SUSE zu kaufen. Ich weiß nicht ob es das noch gibt.







Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Xdata KarstenW „rpm Pakete werden unter Red Hat oder SUSE mit dem Programm rpm installiert: rpm...“
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Unter Suse gibt es noch einen dritten Weg.
Man läd sich die targzversion von www.firebird-browser.de/ und entpackt den darin enthaltenen Ordner Firefox
in ein Verzeichnis seiner Wahl. zB. den eigenen home Ordner.
Im entpackten Ordner Firefox ist eine Datei die sich auch firefox nennt.
Die kann man in die Taskleiste ziehen und seinen jetzt aktuellen und vom Paketsystem unabhängigen
Firefox -- wie unter Windows gewohnt verwenden und updaten.

Ist schon erstaunlich was man für Bockspünge machen muß um einen aktuellen
vom Paketsystem unabhängig updatebaren Firefox haben will.

Der ins Paketystem integrierte hat oft schon Moos angesetzt,
-- Beim ansonsten ausgezeichneten
Debian Etch geht selbst das nicht, es fehlen wohl Bibliotheken um die targzversion zu nutzen.
also läuft der alte? iceweasel.

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KarstenW Xdata „Unter Suse gibt es noch einen dritten Weg. Man läd sich die targzversion von...“
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Ob du nun einen Tarball (tar.gz) oder die rpm Version installierst, ist im Prinzip egal. Man muß auf jeden Fall überprüfen ob alle notwendigen Bibliotheken die das Programm braucht schon installiert sind.
Das erledigt bei Ubuntu und Debian APT. Red Hat hat APT für das Paketformat rpm portiert.
Vielleicht nutzt SUSE auch APT (oder einen anderen Paketmanger) um die Abhängigkeiten fremder Pakete automatisch aufzulösen.
Bei meiner SUSE 9.0 Version war das nicht der Fall.
yast hat besten Falls nur Fehlermeldungen über nicht aufgelöste Abhängigkeiten gebracht.
Die Abhängigkeiten mußte der Anwender selbst auflösen, in dem er die fehlenden Bibliotheken manuell nachinstalliert.
Um die Bibliotheken herauszufinden, die ein dynamisch gelinktes Programm ( sind in der Regel alle Programme) braucht, kann man ldd nutzen.


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Xdata KarstenW „Ob du nun einen Tarball tar.gz oder die rpm Version installierst, ist im Prinzip...“
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Genau, das Apt ist schon besser als andere Paketmanager. Nur sollte die automatische Updatemöglichkeit nicht
blockiert werden.
Es ist doch nicht sicher mit einem alten iceweasel oder wie im Thread genannt mit dem möglicherweise alten
Firefox der installations CD zu surfen. Die Aktualisierung sollte in der Verantwortung der Firefoxmacher sein
und nicht beim der Paketverwaltung des Distributors.
Vielleicht wurde von Debian daher dem Firefox der Name icewasel gegeben?
Rpm Distributionen sind wohl auch nicht besser, auch dort kann man mit dem zu alten Firefox des Paketsystems arbeiten.

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Olaf19 Xdata „Genau, das Apt ist schon besser als andere Paketmanager. Nur sollte die...“
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Wozu sind diese Paketverwaltungen überhaupt gut? Warum lädt man sich nicht einfach Software-Pakete aufs Desktop und installiert sie per Doppelklick? Ich verstehe den Vorteil dieses mir umständlich erscheinenden Prozederes nicht.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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REPI Olaf19 „Darf ich bei der Gelegenheit eine ketzerische Frage einwerfe“
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Hallo Olaf,

um es kurz zu sagen, die Paketverwaltungen dienen einmal dazu, die Versionen der einzelnen Pakete in einer DB zu verwalten, Abhängigkeiten zu Librarys zu prüfen und benötigte Softwarekomponenten, die eine bestimmtes Programm zwingend benötigt, bei Bedarf automatisch mit zu installieren, sowie Updates zu automatisieren.

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Olaf19 REPI „Darf ich bei der Gelegenheit eine ketzerische Frage einwerfe“
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Hi Repi,

danke für deine Antwort - wie gesagt, der Link von Acader erklärt schon einiges, wenn auch noch nicht alles: siehe meine Antwort darauf.

THX
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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KarstenW REPI „Darf ich bei der Gelegenheit eine ketzerische Frage einwerfe“
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Die Programme sind in der Regel dynamisch gelinkt, genauso wie Windowsprogramme.
Programmierer nutzen Bibliotheken um Programmcode zu verwenden der fehlerfrei und ausgetestet ist. Das spart Programmierzeit und der Programmierer muß nicht über jedes technische Detail Bescheid wissen.
Bei Linux gibt es verschiedene Bibliotheken. Ich kenne die QT Bibliothek von Trolltech Norwegen ein wenig (soll aber besser werden) und dann gibt es noch die GTK Bibliothek, die bei der Entwicklung des Grafikprogrammes GIMP als Nebenprodukt abgefallen ist.
Kurzum diese Bibliotheksdateien müssen auf dem Rechner installiert sein, damit das Programm funktioniert. Ein Teil des Programmes ist in diesen Bibliotheksdateien drinnen und wird kurz nach dem Programmstart aus diesen Bibliotheksdateien geladen und mit dem übrigen Programm im Speicher verlinkt.

Da die meisten Anwender gar nicht wissen welche Versionen oder Dateien das jeweilige Programm braucht, wurde bei Debian APT entwickelt , welches die Abhängigkeiten zwischen den Programmen prüft und die jeweiligen Programmpakete automatisch nachinstalliert , wenn sie noch nicht installiert waren.

Bei Windows ist das ganz ähnlich.
Die Windowsprogrammierer geben ihren Programmen die richtigen Bibliotheken mit und diese dll Dateien (dynamische Bibliotheken ) werden bei der Programminstallation mit installiert.
Bei Linux braucht der Programmierer diese Bibliotheken nicht mit zu geben. Wenn ein fremdes Programm installiert wird, werden die dafür notwendigen Bibliotheken von der verwendeten Distribution mit genutzt und müssen installiert werden, wenn sie fehlen sollten.

Ursprünglich war bei Windows auch mal geplant das die Programmierer die Bibliotheken von Windows mit nutzen. Aber in der Praxis gibt jeder Programmierer seine Bibliotheken seinem Windowsprogramm mit. Dadurch kann es auch mal passieren das die Dateien eines anderen Windowsprogrammes überschrieben werden.
Das soll bei Linux verhindert werden.
Alle Linuxprogramme sollen die gleichen Bibliotheken verwenden, auch diejenigen die von einer anderen Distribution stammen.

Deshalb ist auch die Linux Standard Base ganz wichtig, damit die Distribution untereinander kompatibel sind.
Der Anwender kann auch ein Programm installieren, welches unter einer anderen Distribution programmiert wurde, wenn die beiden Distribution kompatibel sind zur Linux Standard Base .





Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Olaf19 KarstenW „Die Programme sind in der Regel dynamisch gelinkt, genauso wie Windowsprogramme....“
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> Bei Windows ist das ganz ähnlich.

Das mag durchaus sein, nur merkt man als Anwender nicht viel davon: Man lädt sich "die Software" herunter und installiert sie, genau wie auch unter Mac OS X.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich diese modulare Konzeption von Linux auch gut finde - auf jeden Fall ist sie sehr ökonomisch - nur nicht eben DAU-freundlich :-)

CU
Olaf
Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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KarstenW Olaf19 „ Bei Windows ist das ganz ähnlich. Das mag durchaus sein, nur merkt man als...“
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Diese DAUs brauchen doch nur in ein Handbuch zu schauen. Lesen können die doch noch , oder ? ;-).

Ich schätze mal Microsoft hat sich Gedanken darüber gemacht wie man einem einfachen Computernutzer ein relativ "einfach" zu bedienendes Betriebsystem anbieten kann.
Auf der anderen Seite sind Desktoprechner nicht wirklich kompliziert, weil man nur wenige Einstellung vorzunehmen hat:
-XServer konfigurien mit der Datei /etc/X11/xorg.conf
-grub konfigurien mit der Datei /boot/grub/menu.lst
-Netzwerkkonfiguration wird bei Debian in der Datei /etc/network/interfaces gemacht
-Vielleicht noch Netzwerkfreigaben in der Datei /etc/exports angeben
-Die Softwareinstallation sollte man unter Debian mit aptitude und synaptic und eventuell apt-get install kennenlernen.


Den Rest kann man erstmal vernachlässigen...

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Olaf19 KarstenW „Diese DAUs brauchen doch nur in ein Handbuch zu schauen. Lesen können die doch...“
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...was für Handbücher schweben dir denn vor, wie viele und zu welchem Preis? Wenn ein DAU erstmal 100 € für Handbücher ausgeben soll, kann er auch gleich eine Windows-Lizenz kaufen. Da muss er wenigstens keine Handbücher lesen.

Falls du auf die vielzitierten "Man"-Pages anspielst: Mit denen habe ich recht unterschiedliche Erfahrungen. Bei der Inbetriebnahme meines DSL-Modems unter Ubuntu haben sie mir geholfen, bei meinem HP-Drucker überhaupt nicht. Nur Geschwafel und Verweise aufs Internet - toll, googlen kann ich selber. Den Treiber habe ich bis heute nicht zum Laufen bekommen. Ubuntu erkennt den Drucker von allein, insofern ist das in der Praxis nicht so schlimm, es ärgert mich aber doch ein wenig.

Ich habe mir am Computer alles selbst beigebracht. Ein Buch musste ich dazu nie lesen, von einem guten Betriebssystem erwarte ich, dass es intuitiv funktioniert, d.h. ich fummele solange daran rum, bis es so funktioniert wie ich es haben will. Mike Nickles Linux-Report vom Sommer 2007 ist das erste derartige Buch, das ich lese! Weil ich im Falle von Linux das Gefühl habe, dass es dafür hilfreich sein könnte - was sich dann auch bestätigt hat.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Acader miraculix926 „Wie installiere ich Software unter OpenSuse 10.3?“
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Hallo miraculix926 !

Ohne irgendwelche Werbung zu machen erfährst du in diesen Forum hier was man bei der Installation von Suse alles beachten muß und wie man dieses Distribution richtig auf Platte bringt.
Dies soll keine Abwertung des Nickles Forums sein sondern lediglich ein Hinweis, da ja ohnehin alles im Netz zu finden ist.

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Olaf19 Acader „Hallo miraculix926 ! Ohne irgendwelche Werbung zu machen erfährst du in diesen...“
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...teilweise auch beantwortet - danke Acader! Trotzdem frage ich mich, ob man das nicht einfacher haben könnte. Etwa in dieser Art:

Man lädt sich ein Softwarepaket herunter und startet die Installation. Deren Routine prüft, ob zu installierende Softwarebestandteile bereits vorhanden sind und wenn ja, ob diese identisch sind mit oder sogar neuer als die zu installierenden - in diesem Fall wird die Installation dieser Bestandteile natürlich übersprungen, ansonsten werden sie installiert, wobei veraltete Versionen ggfs. überschrieben werden. Letzteres evtl. erst nach Rückfrage an den User, nur für den Fall, dass bestimmte bereits installierte Programme sich nicht mit neueren Versionen der Module vertragen sollten.

Wäre das eine machbare Alternative oder würde es am Programmieraufwand scheitern?

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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KarstenW Olaf19 „Damit ist meine Frage eine Zeile höher wenigstens...“
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Genau das mach APT. Wenn du beispielsweise mit aptitude oder mit synaptic oder apt-get install (das sind alles Frontends , Benutzeroberflächen zu APT) ein Programm installierst, wird gleich bei der Installation überprüft ob es die richtige Version ist, die zur Distribution passt. Dann wird überprüft ob alle Abhängigkeiten erfüllt sind. Wenn irgendwas fehlt , also eine Bibliothek oder ein bestimmtes Programm, installiert APT mit Hilfe von dpkg das richtige Paket nach.
Man muß dazu nur alle Internetserver in der Datei /etc/apt/sources.lst eintragen.
apt schaut erstmal auf den oder der CD/DVD nach. Wenn es nicht auf dem Datentrager ist, holt sich APT das richtige Paket vom Internetserver.
Man muß deshalb auch nicht alle CDs von Debian/Ubuntu herunterladen. Die erste CD genügt in der Regel.
In den deb Paketen gibt es eine control Datei, in der alle Abhängigkeiten vom Paket Maintainer eingetragen sind:

Beispiel für den Adobe Acrobat Reader 8:

cat control


Package: acroread
Version: 8.1.1-0.2
Section: text
Priority: optional
Architecture: i386
Depends: libatk1.0-0 (>= 1.12.2), libc6 (>= 2.3.6-6), libgcc1 (>= 1:4.1.1-12), libgl1-mesa-glx | libgl1, libglib2.0-0 (>= 2.12.0), libglu1-mesa | libglu1, libgtk2.0-0 (>= 2.8.0), libpango1.0-0 (>= 1.14.8), libstdc++6 (>= 4.1.1-12), libx11-6, zlib1g (>= 1:1.2.1), libldap2, libcupsys2, acroread-debian-files, libxul0d
Suggests: acroread-plugins, mozilla-acroread
Conflicts: acroread-debian-files ( Replaces: acroread-debian-files ( Provides: pdf-viewer, postscript-preview
Installed-Size: 78908
Maintainer: Christian Marillat

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Olaf19 KarstenW „Genau das mach APT. Wenn du beispielsweise mit aptitude oder mit synaptic oder...“
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> ob es die richtige Version ist, die zur Distribution passt.

Ehrlich gesagt: Das empfinde ich bei Linux schon als Nachteil, dass die Vielfalt an Distributionen dazu führt, dass ein Programm hier läuft und dort nicht.

> Da muß man mit dpkg -i.. das Programm installieren und mit "apt-get check"
> überprüfen ob alles Abhängigkeiten erfüllt sind.


In der Tat: etwas umständlich ist das schon. Was ist eigentlich genau mit "Abhängigkeiten auflösen" gemeint? Ich habe das bislang so verstanden, dass die Programmodule installiert werden, die noch nicht im System vorhanden sind, während andere bei der Installation übersprungen werden, bin mir aber nicht sicher, ob das so gemeint ist.

THX
Olaf
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KarstenW Olaf19 „ ob es die richtige Version ist, die zur Distribution passt. Ehrlich gesagt: Das...“
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Abhängigkeiten können Programme sein oder auch Bibliotheken.
Wenn man wissen möchte welche Bibliotheken ein dynamisch gelinktes Programm braucht, kann man ldd nutzen:

:/usr/bin$ ldd nero


linux-gate.so.1 => (0xffffe000)
libgtk-x11-2.0.so.0 => /usr/lib/libgtk-x11-2.0.so.0 (0xb7bf8000)
libgdk-x11-2.0.so.0 => /usr/lib/libgdk-x11-2.0.so.0 (0xb7b76000)
libatk-1.0.so.0 => /usr/lib/libatk-1.0.so.0 (0xb7b5c000)
libgdk_pixbuf-2.0.so.0 => /usr/lib/libgdk_pixbuf-2.0.so.0 (0xb7b46000)
libpangoxft-1.0.so.0 => /usr/lib/libpangoxft-1.0.so.0 (0xb7b3f000)
libpangox-1.0.so.0 => /usr/lib/libpangox-1.0.so.0 (0xb7b34000)
libpango-1.0.so.0 => /usr/lib/libpango-1.0.so.0 (0xb7afa000)
libgobject-2.0.so.0 => /usr/lib/libgobject-2.0.so.0 (0xb7abf000)
libgmodule-2.0.so.0 => /usr/lib/libgmodule-2.0.so.0 (0xb7abc000)
libdl.so.2 => /lib/tls/libdl.so.2 (0xb7ab8000)
libgthread-2.0.so.0 => /usr/lib/libgthread-2.0.so.0 (0xb7ab4000)
libglib-2.0.so.0 => /usr/lib/libglib-2.0.so.0 (0xb7a22000)
libNeroAPI.so => /usr/lib/libNeroAPI.so (0xb7476000)
libNeroSCSI.so => /usr/lib/libNeroSCSI.so (0xb743a000)
libNeroErr.so => /usr/lib/libNeroErr.so (0xb7405000)
libNeroCDR.so => /usr/lib/libNeroCDR.so (0xb7369000)
libNewTrf.so => /usr/lib/libNewTrf.so (0xb72c8000)
libstdc++.so.6 => /usr/lib/libstdc++.so.6 (0xb71e3000)
libm.so.6 => /lib/tls/libm.so.6 (0xb71be000)
libgcc_s.so.1 => /lib/libgcc_s.so.1 (0xb71b2000)
libpthread.so.0 => /lib/tls/libpthread.so.0 (0xb71a0000)
libc.so.6 => /lib/tls/libc.so.6 (0xb706e000)
libX11.so.6 => /usr/lib/libX11.so.6 (0xb6f82000)
libpangocairo-1.0.so.0 => /usr/lib/libpangocairo-1.0.so.0 (0xb6f7a000)
libcairo.so.2 => /usr/lib/libcairo.so.2 (0xb6f18000)
libfontconfig.so.1 => /usr/lib/libfontconfig.so.1 (0xb6eec000)
libXext.so.6 => /usr/lib/libXext.so.6 (0xb6ede000)
libXrender.so.1 => /usr/lib/libXrender.so.1 (0xb6ed6000)
libXinerama.so.1 => /usr/lib/libXinerama.so.1 (0xb6ed3000)
libXi.so.6 => /usr/lib/libXi.so.6 (0xb6ecb000)
libXrandr.so.2 => /usr/lib/libXrandr.so.2 (0xb6ec8000)
libXcursor.so.1 => /usr/lib/libXcursor.so.1 (0xb6ebe000)
libXfixes.so.3 => /usr/lib/libXfixes.so.3 (0xb6eb9000)
libpangoft2-1.0.so.0 => /usr/lib/libpangoft2-1.0.so.0 (0xb6e8e000)
libXft.so.2 => /usr/lib/libXft.so.2 (0xb6e7b000)
librt.so.1 => /lib/tls/librt.so.1 (0xb6e73000)
/lib/ld-linux.so.2 (0xb7ef1000)
libCDCopy.so => /usr/lib/libCDCopy.so (0xb6ddd000)
libXau.so.6 => /usr/lib/libXau.so.6 (0xb6dda000)
libXdmcp.so.6 => /usr/lib/libXdmcp.so.6 (0xb6dd5000)
libfreetype.so.6 => /usr/lib/libfreetype.so.6 (0xb6d6b000)
libz.so.1 => /usr/lib/libz.so.1 (0xb6d57000)
libpng12.so.0 => /usr/lib/libpng12.so.0 (0xb6d33000)
libexpat.so.1 => /usr/lib/libexpat.so.1 (0xb6d13000)

Links vom Pfeil stehen die Bibliotheken die das Programm braucht und rechts vom Pfeil steht wo sie auf der Festplatte gefunden wurden (oder auch nicht wenn was fehlt).
Wenn man unter Debian oder Ubuntu ein tar.gz Archiv installiert, muß man diese Bibliotheken in der Regel selbst nach installieren.
Es gibt nur rpm und deb Pakete, aber für manche Programmierer ist wahrscheinlich schon der Aufwand zu groß deb und rpm Archive für ihre jeweiligen Programm zu erstellen, weiß nicht so genau.

Und dann ist Linux wie echtes Unix sehr modular aufgebaut. Informatiker sagen das ein Unixprogramm nur eine Aufgabe erfüllen soll und mit anderen Unixprogrammen zusammenarbeiten soll. Dadurch ist der Programmcode nicht so groß und das Programm kann schnell weiterentwickelt werden.
Im Prinzip werden Unixsysteme nur in der Konsole konfiguriert.
Aber der Vorteil davon ist auch die sehr flexible Konfiguration. Der Administrator kann selbst entscheiden ob er den Rechner als Internetserver oder Desktoprechner konfigurieren möchte.
Man sieht ja was bei einem Betriebsystem wie Windows herauskommt , wenn die Konfiguration nicht modular aufgebaut ist. Selbst Microsoft bekommt mit seinen 10.000 Programmierern die ganzen Fehler die in Windows Vista noch stecken nicht so einfach raus.
Unixsysteme sind viel einfacher programmiert, nicht intuitiv bei der Konfiguration , aber dafür sehr flexibel konfigurierbar.

Du kannst beispielsweise deine Linuxprogramme unter Debian entweder mit "apt-get install" , aptitude oder auch synaptic installieren.
Ich bevorzuge aptitude.
Oder ein andres Beispiel, die Konfigurationsdateien werden sehr häufig mit debconf automatisch erstellt. debconf ließt die template Dateien aus den deb Paketen aus, präsentiert dem Anwender mit Hilfe eines Frontends die Fragen aus diesen template Dateien und mit den Antworten wird eine debconf Datenbank aktualisiert, mit der dann wiederrum die jeweilige Konfigurationsdatei erstellt wird.
Der Anwender kann unter verschiedenen Frontends wählen, gnome, dialog ...
Du mußt dir nur merken wie das Paket heißt, zum Beispiel xserver-xorg und kannst jederzeit die Konfiguration des XServers wiederholen:

"dpkg-reconfigure xserver-xorg"

Man hat für die Konfiguration des eigentlichen Betriebsystems keine Menüs wie bei Windows, aber auf der anderen Seite kannst du dir den Rechner konfigurieren wie du möchtest und muß auch nicht jede Konfigurationsdatei mit einem Editor bearbeiten. Man kann aber sehr häufig auch mal zu Reparaturzwecken mit einem Editor eine Konfigurationsdatei bearbeiten. Das erkennt dann debconf anhand der md5 Prüfsumme und überschreibt diese Konfigurationsdatei nicht automatisch.

Für mich ist die Linuxdistribution Debian ein vollwertiger Ersatz für Solaris 10 oder FreeBSD oder ein anderes Unixderivat.

Du kannst aber auch erstmal mit Ubuntu beginnen. Da sind viele Sachen ganz ähnlich wie bei Debian.

Wenn dich das interessiert , kann ich dir das Buch von Martin F.Kraft empfehlen "Das Debian System Konzepte und Techniken"

https://www.opensourcepress.de/123.html















Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Acader KarstenW „Abhängigkeiten können Programme sein oder auch Bibliotheken. Wenn man wissen...“
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An dieser Stelle nochmal vielen Dank für deinen Bemühungen und den Buch Tipp.
Das Buch von Martin F. Krafft " Das Debian-System" ist wirklich große Klasse.
Ich habe selten ein so schönes Fachbuch gelesen. (man muß es eigentlich studieren)
Was mich noch interessiert: Warum gibst du aptitude den Vorrang gegenüber
apt-get install ?
Vielleicht weiß ich es aber auch wenn ich o.g. Buch richtig studiert habe in Bezug auf
die Praxis.

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KarstenW Acader „@KarstenW“
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Aptitude nehme ich erst seit Debian etch. Ich habe mit Debian woody angefangen und hatte vorher SUSE.
Das Problem sind die Abhängigkeiten. APT löst die Abhängigkeiten sehr gut auf. Im Prinzip ist es auch egal ob man mit aptitude oder apt-get install oder auch synaptic die Programme installiert, aber wenn man ein Programm wieder deinstallieren will, fangen die Probleme an.
aptitude merkt sich alle Programmpakete die automatisch mit installiert wurden um irgendwelche Abhängigkeiten aufzulösen (apt-get macht das nicht).
Dadurch kann man leichter nicht benötigte Programme deinstallieren.
Dazu muß man aber aptitude konsequent von Anfang an nutzen.

Wenn du mit apt-get install die Programme installiert , dann mußt du sehr umständlich die nicht benötigten Abhängigkeiten mit den Programmen

deborphan

defoster

wieder deinstallieren.

Außerdem soll aptitude die Abhängigkeiten bei einem Dist-Upgrade zur nächsten stabilen Version besser auflösen können.
Ich habe von Debian sarge zu Debain etch "apt-get distupgrade" genutzt, hat auch funktioniert, aber aptitude soll das besser können.




Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW Olaf19 „ ob es die richtige Version ist, die zur Distribution passt. Ehrlich gesagt: Das...“
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"> ob es die richtige Version ist, die zur Distribution passt.

Ehrlich gesagt: Das empfinde ich bei Linux schon als Nachteil, dass die Vielfalt an Distributionen dazu führt, dass ein Programm hier läuft und dort nicht."


Ich habe das anders gemeint. Ein Programm (eigentlich der Programmcode) läuft bei Linux nicht nur auf Intel oder AMD Prozessoren, sondern auch auf Sparc Rechner von Sun Microsystems oder Alpha Rechner von DEC Compaq und ein paar weiteren Architekturen von denen ich noch nie was gehört habe.
APT holt sich die richtige Version passend zur Prozessorarchitektur.
Es kann nicht passieren das man versehentlich ein Programm für eine Sparc Architektur von Sun Microsystem herunterlädt und man hat selbst einen 32 bit Prozessor von Intel oder AMD eingebaut.
Debian läuft derzeit auf 12 oder 13 Prozessorarchitekturen.
Für diese portable Programmierung wurde unter Unix der POSIX Standard entwickelt. Der Programmier muß nur noch den Programmcode von einem Unixderivat wie AIX Unix nach HP Unix kopieren und braucht im Idealfall (?) den Programmcode nur noch mal übersetzen.
Der POSIX Standard wurde von der Linux Standard Base zu einem großen Teil übernommen und um fehlende Bibliotheken für Desktopanwendungen erweitert.
Die portable Programmierung funktioniert bei Unix nur bei Serveranwendungen und bei Programmen die in der Konsole laufen, aber leider nicht bei Desktopanwendungen.

Die Linux Standard Base hat diesen Fehler beim POSIX Standard von Unix korrigiert.
Die Linux Standard Base soll eine Kompatibilität zwischen den Distributionen gewährleisten. Debian etch ist zur LSB 3.1 kompatibel, Ubuntu kenne ich nicht so genau.



Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Xdata KarstenW „ ob es die richtige Version ist, die zur Distribution passt. Ehrlich gesagt: Das...“
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Das war ja mal ein gewisser Blick hinter die Paketsystem -kulissen.
Ich muß zugeben mich mit den rpm`s von zB Mandriva
etwas schwerer zu tun als mit apt, zumindest beim Updaten.
Aber selbst das Unixartige Slackware hat bestimmt seine Vorteile, es hat sich bis heute gehaltenbwohl es
obwohl es mit targz und Scirpten arbeitet.

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KarstenW Xdata „Das war ja mal ein gewisser Blick hinter die Paketsystem -kulissen. Ich muß...“
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Ich habe das auch nur aus Handbüchern. Wie man das alles programmiert muß jede Distribution selbst wissen.
Es wäre schön wenn alle Distributionen zur Linux Standara Base kompatibel sind.
Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber Unix. Bei Unix gibt es immer noch keine Standards im Desktopbereich.

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