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Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren

Golf3r / 17 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo Leute,
Es ist das erste Mal, dass ich hier im Linux Abteil bin... :-)
Also, ich habe zur Zeit etwas Geld und werd mir wohl ein gebrauchtes Notebook holen, hab da an etwa
Pentium 3 so 1.2-1.4Ghz gedacht, 1Gb Ram, so ne 60Gb Platte und ne integrierte Grafikkarte. Sollte also zum surfen und ähnliches gedacht sein.

So, gestern hatte ich aber das vergnügen, mich ein bisschen mit nem linux notebook zu beschäftigen und muss sagen: Bin begeistert. Sofort fasste ich den Entschluss, linux auch auf mein zuküpnftiges notebook zu klatschen.

Ich hätte ein paar allgemeine Fragen, die nicht unbedingt ausfühlich beantwortet werden müssen, es würde auch ein link reichen, hab aus unwissenhtei natürlich nicht das richtige gefunden:
1.) Welches ist "das aktuellste Linux" falls es so etwas gibt
2.) Reicht mein "altes" Notebook dafür?
3.) Woher bekomme ich dieses Betriebssystem
4.) Wie sieht es mit DSL und anderen Programmen aus )also installation und verfügbarkeit?

Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Grundlegende Dinge darüber sagen, und auch links, wo ich mehr darüber erfahren kann.

Mit freundlichen Grüßen
Golf3r

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higgl Golf3r „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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Hi Golf3r,

das aktuellste Linux findest du auf www.kernel.org. Linux ist eigentlich nur der Betriebssystemkern und bringt dir erstmal gar nichts. Erst durch die Arbeit der sog. Distributoren, die Anwenderprogramme, Konfigurationstools usw und den Kernel zusammenpacken, ensteht das, was häufig fälschlicherweise als Linux bezeichnet wird, eigentlich aber Distribution heißt.

Im Heer der Distributionen (die Anzahl geht in die Hunderte) könntest du dich z.B. an Xubuntu bedienen. Das ist eine Distribution speziell für ältere Rechner, die trotzdem aktuell und benutzerfreundlich ist. Unter der Haube steckt ein Ubuntu, jedoch ohne Gnome sondern mit XFCE als grafische Oberfläche (das muss dir nichts sagen, bei Interesse einfach googlen).

Infos zu xubuntu findest du auf www.xubuntu.org
Hilfreich ist die deutsche Seite http://wiki.ubuntuusers.de/, da findest du sehr viele gute Anleitungen und Informationen.

Herunterladen kannst du xubuntu hier: http://se.archive.ubuntu.com/mirror/cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/7.04/release/

zu Punkt 4:
Bei der Hardwareunterstützung für ältere Computer und Laptops kann es durchaus Probleme geben. Wenn du dir noch kein System ausgesucht hast, würde ich von Anfang an auf die Kompatibilität der Hardware mit Linux achten.
Einen Überblick über die von Ubuntu unterstütze Hardware findest du hier: https://wiki.ubuntu.com/HardwareSupport

Programme gibt es für Linux wie Sand am Meer. Schon die Grundinstallation bringt die meisten benötigten Programme wie Browser, Email-Client, Bürosoftware, Bildbearbeitung... mit und weitere zig Hunderte können einfach nachinstalliert werden.

Viel Spaß mit Linux! :-)

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gelöscht_189916 Golf3r „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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Hallo Golf3r

zu 1. Das aktuellste Linux: (K) (X) (Mint)Ubuntu 7.04, im Oktober ist Version 7.10 zu erwarten, Opensuse 10.2, auch da steht 10.3 in den Startlöchern, ansonsten gibt es noch Mandriva, Redhat, Debian (Etch aktuell), Knoppix, VectorLinux, SaxenOS uswuswusw. Diese werden je nachdem im Halb- bis Jahresrhythmus aktualisiert, was aber nicht heißen muß, das Du ständig aufrüstest, wenn Du denn Dein System erstmal eingerichtet hast und zufrieden bist, dann läßt Du es eben, wie es ist.

zu2. Dein Notebook langt auf alle Fälle, denn für Linux ist in erster Linie RAM wichtig, ein älteres Modell ist insofern von Vorteil, da sehr wahrscheinlich alle Hardwarekomponenten unterstützt werden, und 60 GB Festplatte langen ebenfalls dicke.

zu3. Erhältlich ist so eine Distribution über Download auf der Herstellerseite, oftmals liegen Zeitschriften auch DVD bei, auf denen diese in mehr oder weniger gleichem Umfang enthalten sind, Ubunt kannst Du Dir auch per Versand bestellen, dauert aber dann eine Weile.

zu4. Das ist so pauschal nicht zu sagen, DSL über Router sollte mit Netzwerkanschluß kein Problem sein, bei WLAN oder DSL-Modem( insbesondere über USB) empfiehlt es sich, vorher die Unterstüzng zu prüfen, da oftmals zusätzliche Pakete zu installieren sind, die in den Opensourceversionen nicht enthalten sind(ist aber auch nicht so schwierig).PCMCIA-WLAN-Karten werden eigentlich auch gut erkannt (atheros, broadcom). Nur bei diesen USB-DSL-Modems und den gerade in Notebooks häufig verwendeten analogen Softmodems kann es sein, das es keine Treiberunterstützung gibt.

Generell kann man sagen, das sich für den Einsteiger aufgrund des einfachen Bedienkonzeptes Ubuntu und Opensuse besonders gut eignen. Ubuntu und Knoppix haben den Vorteil, das sie auch als Livesystem fungieren, und damit ohne Installation erstmal eine Überprüfung der Hardware ermöglichen, wenn diese von CD auf dem Notebook laufen und viel erkannt wird, sieht es für eine dauerhafte Installation auch gut aus. Ich habe u.a. als Test XUbuntu als ressourcenschonende Variante auf einem P3 450 laufen mit 320 MB RAM, allerdings ein Desktoprechner, man kann damit leben. Mein Hauptsystem läuft unter Suse 10.0 auf einem P4 3.2, aber auch das arbeitete auf einem P3 500 schon ganz anständig.

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ghartl1 Golf3r „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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1)alle distributionen haben in der regel aktuelle "linuxe"
2)mehr als das..ich persönlich arbeite auf desktopsystem( 800 mhz und 256 ram...vectorlinux-soho.5.8)
3)welches? es gibt über 500 verschiedene distris..wenn nicht mehr..nimm eine "anfängerdistribution", oder eine mit gutem forum(ubuntu, suse, kubuntu, kannst auch vectorlinux 5.8-soho nehmen(forum auf englisch)...aber eigne dir vorher noch grundwissen für installation an(partitionieren, dateisysteme, bootloader, x-server..dann weisst du auch halbwegs, was du dann machst :-)www.ubuntu.com, www.suse.de, www.vectorlinux.com

ist zwar schon älter, aber für grundlagenwissen okay www.stefanlanger.de/linux/umsteiger_text.html
grundsatz bei jeder installation und auch sonst bei linux: du solltest wissen, was du machst..wenn nicht, fragen
4)meinst du breitbandanschluss mit "dsl"..wenn ja, in der regel ausgezeichnet unterstützt von linux

gruss günter

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Golf3r Nachtrag zu: „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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Servus!
Man das ging aber schnell! Erstmal Danke Jungs! Die Tipps werden mir sicherlich hlfen, werd mich dann noch mehr erkundigen. Dieses ganze Zeugs fängt mich plötzlich verdammt an zu interessieren, ich weiss nicht warum, aber es ist so ein drang, mir nen notebook zu holen und Linux (und alles dazugehörige) draufzuklatschen.

EINE Frage hätte ich da aber noch:
Wie sieht es aus, wenn ich ein netzwerk zu einem Windows-Rechner erstellen möchte (also z.B. zu meinem Haupt-Pc?) Könnten auch ältere Spiele unter Linux arbeiten, und ist es möglich, diese über netzwerk zu spielen?

So, das sollte zunächst mal reichen. Ich möchte euch nochmals für die schnelle und ausführliche Hilfe danken, bald gibts nen Linux-Notebook mehr auf der welt.

Mit freundlichen Grüßen
Golf3r

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higgl Golf3r „Servus! Man das ging aber schnell! Erstmal Danke Jungs! Die Tipps werden mir...“
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Netzwerk mit Windows-Rechnern ist kein Problem. Wenn du nur auf eine Windows-Kiste zugreifen willst, brauchst du den Samba-Client. Der ermöglicht dir die Windows-Freigabe in den Linux-Dateibaum einzuhängen.
Willst du auch von Windows auf die Linux-Kiste zugreifen, musst du den Samba-Server installieren und einrichten.
Dafür gibt es aber auch zahlreiche Anleitungen im Internet.

Von wenigen Spielen gibt es auch Linux-Versionen, manche Windows-Spiele laufen unter einem Emulator auch unter Linux aber generell würde ich sagen, willst du daddeln klatsch dir ein Windows mit auf die Platte. Oder du zockst halt Linux-Spiele, da gibt es auch einige nette (aber bei weitem nicht das Angebot wie für Windows).

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KarstenW higgl „Netzwerk mit Windows-Rechnern ist kein Problem. Wenn du nur auf eine...“
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Windows verwendet das CIFS Netzwerkdateisystem (das alte Windows 98 verwendet smb als Netzwerkdateisystem. Deshalb braucht man einen smb Client unter Linux, um auf Windowsfreigaben zugreifen zu können) und Linux wie richtiges Unix das NFS Dateisystem für Fileserver (Dateifreigaben).
Entweder du nutzt Samba so wie es higgl erklärt hat, oder als Alternative kannst du auch einen NFS CLient/Server für Windows nutzen.
Von Microsoft gibt es eine ältere Version SFU3.5 (ich hatte unter Windows 2000 Probleme damit, lief aber unter Windows XP recht gut).
Von Exeed Hummingbird gibt es auch NFS Clients/Server:

http://technet.microsoft.com/en-us/interopmigration/bb380242.aspx

http://connectivity.hummingbird.com/products/nc/exceed/index.html?cks=y

Wenn du einen XServer unter Windows installierst, kannst du auch ein Linuxprogramm auf einem LInuxrechner starten und die Ausgabe auf dem Windowsrechner anschauen.

Wenn du mit Linux gut zurecht kommst, dann hast du auch einen gewissen Vorsprung bei echtem Unix ;-).





Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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higgl KarstenW „Windows verwendet das CIFS Netzwerkdateisystem das alte Windows 98 verwendet smb...“
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Angemerkt sei, dass die SFU _nicht_ für die Home-Versionen von Windows verfügbar sind.

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KarstenW higgl „Angemerkt sei, dass die SFU _nicht_ für die Home-Versionen von Windows...“
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Weiß ich nicht, ich nutze nur die Profi Version von Windows 2000 und XP.
Ich finde es persöhnlich einfacher einen NFS Server unter Linux aufzusetzen ( da muß man nur die Datei /etc/exports mit einem Editor bearbeiten ) und unter Windows einen NFS Client (Version 3 oder eventuell auch Version 4) zu installieren.
Mit Samba komme ich nicht so richtig zurecht.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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gelöscht_189916 Golf3r „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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Netzwerk mit Windows funktioniert wohl am ehesten mit Samba, für Spiele unter Linux muß ich auch mal linken "www.linux-gamers.net", und wenn die Spiele grundsätzlich über eine Netzwerk laufen, sollte es unter Linux auch kein Problem sein.

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App Golf3r „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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Ich würde Dir Ubuntu's Feisty Fawn empfehlen. Hat mich als fast Anfänger sehr begeistert. Man kann es erstmal von CD booten und sich ansehen. Wenn es gefällt, kann man es installieren lassen. Alles dabei, was man braucht. Und wenn was fehlt, lässt sich vieles mittels Menü recht einfach nachinstallieren. Ich war wirklich sehr positiv überrascht. Einzig mein USB-WLAN-Adapter ließ sich nicht mit WPA konfigurieren, was dann auch der Grund war, es wieder runterzuwerfen. Hätte ich mich mit WEP zufrieden gegeben, hätte ich problemlos im Web surfen können.

Aber ansonsten ist FF sehr intuitiv zu bedienen und verlangt erstmal nicht allzuviel Umstellung von einem Windowsuser.

Gruß
App

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Yves3 App „Ich würde Dir Ubuntu s Feisty Fawn empfehlen. Hat mich als fast Anfänger sehr...“
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Das Ding mit der Live-CD oder "Desktop-CD", wie sie bei Ubuntu genant wird, ist so eine Sache.
Auf Rechnern mit zu wenig RAM kann das über 10 Minuten dauern, bis ein Programm wie Firefox gestartet ist. Ich habe es jedenfalls auf dem alten PIII mit 750 MHz und 384 MB Ram schnell aufgegeben.

Selbstverständlich ist das prinzipbedingt und nicht der "Fehler" von Ubuntu.

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Lello Golf3r „Welches Linux? Möchte es mal ausprobieren“
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Zu 1):"Ubuntu,bzw. Kubuntu Feisty Fawn" V 7.04
Zu2):Ja,aber nur mit der Version i.386 V 7.04
Zu3):linux-online-versand.de
Zu4):auch das ist alles o.k.

Ich würde dir als Neueinsteiger aber raten,erst einmal "Knoppix" zu nehmen.Da ist alles darin erhalten,was man so braucht.Wenn du mit windows gut zurecht kommst,dann hast du "Knoppix" in 2 Stunden geschnallt.
Alle anderen Distributionen sind dagegen sehr viel komplizierter,weil dort deine Festplattenpartitionen erst eingerichtet werden müssen.Bei "Knoppix" kannst du gleich richtig loslegen.Du kannst Musik abspielen,Filme ansehen,Bilder betrachten,ins Internet gehen usw.,alles ohne noch irgendetwas zusätzlich zu installieren.
Ich habe es alles mal 2 Monate ausprobiert,es dann aber wieder aufgegeben.Ich habe Windows schon 9 Jahre,bin bisher sehr gut damit zurechtgekommen,mache Onlinebanking schon seit 8 Jahren,und hatte noch nie Probleme,bis auf eine defekte Festplatte und ein defektes DVD-Laufwerk.Und was haben wir als "Normalverbraucher "denn schon zu verbergen? Probier es aber selbst mal aus,danach kannst dann entscheiden. Viel Erfolg. Lello

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KarstenW Lello „Zu 1 : Ubuntu,bzw. Kubuntu Feisty Fawn V 7.04 Zu2 :Ja,aber nur mit der Version...“
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Es geht ja auch nicht um einen Windowsersatz. Die Programmierer wollten nur ein gutes Betriebsystem für ihre damaligen PCs (386er und 486er).
Unixsysteme waren unbezahlbar und liefen auch nur auf sehr teuren Industrierechnern. Selbst wenn Unix kostenlos gewesen wäre, dann hätte man sich an der Hardware dumm und dähmlich gezahlt.
Microsoft hatte kein Interesse ein Unix für Privatanwender zu programmieren, sie wollten nur ihr DOS /Windows verkaufen.
Minix war von Professor Tannenbaum nur als Lehrbetriebsystem für Collegestudenten entwickelt worden.
Deshalb haben die Anwender eben ihr eigenes Unix-ähnliches Betriebsystem Linux entwickelt.

Das Problem ist das die meisten Anwender gar kein Unix kennen und immer Linux mit Windows vergleichen.
Das ist so als ob man Birnen mit Äpfeln vergleicht.




Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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d-oli KarstenW „Es geht ja auch nicht um einen Windowsersatz. Die Programmierer wollten nur ein...“
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(1) Der technische Vergleich:

...und immer Linux mit Windows vergleichen. Das ist so als ob man Birnen mit Äpfeln vergleicht.
Oder auch: http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/


(2) Der wirtschaftliche Vergleich:

Substitutionsgüter (auch Substitute) sind Güter, die gleiche oder ähnliche Bedürfnisse der Konsumenten stillen und daher als Substitut angesehen werden.

Ursache für eine solche Austauschbeziehung ist die funktionale Austauschbarkeit zwischen zwei Gütern. Sie ist gegeben, wenn sich die Güter in Preis, Qualität und Leistung so weit entsprechen, dass sie dazu geeignet sind, denselben Bedarf beim Nachfrager zu decken. Typische Beispiele für Substitutionsgüter sind: Butter und Margarine oder Rind- und Schweinefleisch (oder Birnen und Äpfel).

Unvollständige Substitutionsgüter sind Güter, die Unterschiede in den Bereichen Qualität, erwartete Kosten, usw. aufweisen.

Wird zum Beispiel ein Windows - mit einem Linux – Betriebssystem verglichen, kann festgestellt werden, dass beide die grundlegenden Funktionen wie das Verwalten von Speicher, das Verwalten von Ein- und Ausgabegeräten sowie die Steuerung der Programmausführung erfüllen, es in den Bereichen Sicherheit und erwartete Kosten aber deutliche Unterschiede gibt.

Verweise:
http://de.wikipedia.org/wiki/Substitutionsgut
http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebssystem

d-oli
Konstruktive Kritik zeichnet sich dadurch aus, dass sie höflich, nützlich und sachlich ist.
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KarstenW d-oli „Warum Windows mit Linux verglichen wird“
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Weil Microsoft Windows unbedingt verkaufen will, muß Microsoft sich an den Bedürfnissen der Massen orientieren.
Linux soll ja nicht unbedingt verkauft werden. Dadurch kann man das Betriebsystem entwickeln wie es fortgeschrittene Anwender wollen.
Selbst Sun Microsystem sieht keinen Sinn darin Solaris 10 oder ein anderes Betriebsystem zu verkaufen. Sun will Geld mit dem Support und der Hardware verdienen.
Was ich nicht verstehe ist , das so viele Windowsanwender von Windoof hier und Windoof da reden, aber nie in ein Handbuch wie die "Technische Referenz zu Windows 2000" oder Windows XP schauen.
Mit der gleichen Einstellung kommen sie zu Linux (irgendeine Distribution) und wundern sich warum wieder so manche Sachen nicht funktionieren.

Wenn man ein flexibles Betriebsystem ähnlich wie ein Unix programmieren will, dann geht das programmtechnisch nunmal nur mit Kommadozeilenprogrammen und nicht wie bei Windows üblich mit Hilfe eines grafischen Konfigurationswerkzeuges wie der Systemsteuerung.
Ich kann bei dieser Systemsteuerung nur das konfigurieren was mir ein Microsoftprogrammierer vorsetzt, mehr geht nicht.
Man hört bei Vorlesungen an Hochschluen solche Sache wie "Eine GUI skaliert nicht ".
Wenn aber die Programme , vor allem Serveranwendungen , ihre eigenen kleinen Konfigurationsprogramme mitbringen, dann kann der Anwender selbst den Rechner konfigurieren wie er möchte und ist nicht auf irgendwelche Menüs bei der Konfiguration angewiesen.

Ich denke mal das ist das Hauptproblem was viele Anfänger nicht verstehen.
Wollen die Linuxeinsteiger ein intuitiv zu bedienendes Betriebsystem wie Windows, welches sich mit Hilfe von grafischen Programmen konfiguren läßt, oder wollen die Einsteiger ein flexibles Betriebsystem (ähnlichen eines Unixsystems) , wo er Anwender selbst entscheiden kann was er mit dem Rechner machen kann (als Server oder als Desktopsystem konfiguierbar)?

Ich hatte früher SUSE und mir einen kleinen Printserver von CNET gekauft. Ich wollte mit yast diesen Printserver konfigurieren. Das ging gar nicht, weil bei yast gar kein Menü vorgesehen war.
Ich habe dann das Kommadozeilenprogramm lpadmin von cups genutzt. Da war die Konfiguration von cups und diesem Printserver kein Problem.

Ich verstehe nicht warum Leute auf Linux umsteigern wollen, aber eine Konfiguration und Bedienung wie bei Windows wollen.
Wollen die Einsteiger ein Windows oder eventuell doch ein Unix oder zumindest ein Unix-ähnliches System ?

Und mit dem Geld verdienen ist das so eine Sache . Wenn man Geld verdienen will mit Linux , dann muß man sich an die Bedürfnisse der Industrie halten und nicht an Privatanwender. Die Industrie hat ein Interesse an einem eigenständigen Betriebsystem und zahlt auch dafür, damit Linux weiterentwickelt wird.
Privatanwender zahlen kaum für Software da sie keine Gelegenheit haben die Kosten wieder reinzuholen.

Und die Industrie will Standards im Desktopbereich haben, um den Programmieraufwand zu reduzieren und die Kosten zu senken.
Dafür wurde dann auch die Linux Standard Base entwickelt (zum Glück).

Das habe ich sagen oder fragen wollen mit dem Vergleich zwischen Linux und Windows.
So weit ich es verstanden habe, kann man diese Flexibilität von einem Betriebsystem wie Unix nur mit Kommadozeilenprogrammen für die Konfiguration erreichen und nicht mit grafischen Werkzeugen wie der Systemsteureung von Windows.
Ich wünsche mir schon ein Unix-ähnliches Betriebsystem und nutze deshalb auch gern Debian (oder auch FreeBSD).
Aber da muß wohl jeder Anwender seinen eigenen Erfahrungen machen.











Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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pw snail KarstenW „Weil Microsoft Windows unbedingt verkaufen will, muß Microsoft sich an den...“
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nicht schlecht!

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Borlander Lello „Zu 1 : Ubuntu,bzw. Kubuntu Feisty Fawn V 7.04 Zu2 :Ja,aber nur mit der Version...“
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Zu3):linux-online-versand.de
Man kann sich sofern DSL vorhanden, auch einfach und ganz legal ein entsprechendes ISO-Image des Installationsmediums herunterladen und dann selbst auf CD/DVD-Brennen ;-)
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