Eine schwere Niederlage für SCO ist das Urteil vom zuständigen Untersuchungsrichters Dale Kimball. Er entschied, dass die Rechte an Unix bei Novell liegen und nicht bei SCO. Wenn das Urteil bestand hat, fehlt SCO die Grundlage für seine übrigen Klagen und könnte imho das Ende der Firma sein.
Weiterlesen bei
golem de: "Gericht: Unix gehört Novell"
heise.de:"SCO vs. Linux: Schwere Schlappe für SCO im Streit um Unix-Rechte" oder
groklaw.net (englisch)
mfg
chris
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Das ist bekannt. Novell hat von AT&T die Rechte an Unix und den Programmcode abgekauft und seinerseits dann Unixware herausgebracht.
Novell hat dann irgendwelche Nutzungsrechte an SCO weiterverkauft, die dieses SCO Unix programmiert haben:
Kann man auch hier nachlesen:
http://www.unix.org/what_is_unix/history_timeline.html
Ja, aber jetzt ist's erstmals gerichtlich bestätigt. Und somit ist SCO ziemlich am Ende.
Verdammt, jetzt warst du grad ein paar Minuten schneller *grummel*
Dafür kann ich noch einen weiteren Link beisteuern:
pro-linux.de: SCO-Seifenoper geht zu Ende
Wer hat daran gezweifelt?
Schade ist es imho nur um Caldera, die schon vor knapp 10 Jahren ein 'vernünftiges' Linux mit grafischer Installationsoberfläche hatten. Ich erinnere mich immer gerne noch an mein Caldera-Linux mit Sound und PPP, Internet ohne die Schwierigkeiten wie unter Win95 oder OS/2.
Gruß, der Strohwittwer. (der jetzt mit SuSE 10.2 ganz zufrieden ist).
Und wie war das jetzt wieder, Novell gehört Microsoft?
Nein, die haben "nur" ein Patentabkommen (was an sich kein Problem wäre, wenn denn da nicht gewisse Detailformulierungen wären). So blöd, die eigenen Tochterfirmen über Strohmänner zu verklagen, ist Microsoft nun auch wieder nicht :-)
Wer schreibt denn hier von verklagen. Patente kann man auch benutzen um Technologien in der Schublade verschwinden zu lassen.
So besser zu verstehen?
Novell hat die Rechte an Unix und nicht an Linux !
Linux ist ein eingetragens Warenzeichen von Linus Torwalds.
Nur das Konzept von Unix (POSIX Standard) ist gut , aber viele Anwender wünschen sich Standards im Desktopbereich oder allgemein bessere Desktopeigenschaften , die es nie bei Unix und seinen viele Derivaten gegeben hat.
UNIX ist ein eingetragenes Warenzeichen von The Open Group.
Ich finde solche Rechtsstreitigkeiten unproduktiv.
Ich sehe das ganze so, dass Novell sich ähnliche Rechtsstreitigkeiten wie mit SCO ersparen möchte. Sie wollen den Kunden damit die Sicherheit geben, nicht wegen irgendwelcher Patentverletzungen plötzlich zu Lizenznehmern _irgendeines Produktes_ zu werden und deshalb zu zahlen. MS nutzt das Ganze dann als positiven Imagegewinn ('wir sind ja doch nicht so böse').
Ich sehe das ganze nicht so verbissen, auch wenn ich dieser Politik von Novell nicht ganz zustimme, da sie offenbar nicht der GPL3 entspricht.
Was mich mal interessieren würde, wie sieht es eigentlich mit den BSD-Derivaten aus? Wenn ich mich nicht irre, sind das doch _echte_ freie Unixe? (Nicht Linuxe).
Gruß, der Strohwittwer.
FreeBSD baut auf dem Programmcode von BSD Unix der 90er Jahre auf.
In den 90er (oder Ende der 80er Jahre) Jahre gab es einen Rechtstreit zwischen AT&T und BSD Unix.
Früher haben BSD und AT&T gemeinsam Ideen und Programmcode ausgetauscht.
AT&T hatte Programmcode von BSD Unix übernommen und BSD Unix hat auf Programmcode von AT&T aufgebaut.
Unix war früher auch Open Source, nur eben nicht kostenlos.
Ein Lizenz von AT&T Unix war 1000 $ teuer.
Soweit mir bekannt war BSD Unix schon kostenlos, aber man mußte eine Lizenz von AT&T erwerben und die war 1000 $ teuer.
Am Ende des Rechststreites mußte der Programmcode von BSD Unix umgeschrieben werden und AT&T mußte im Programmcode darauf hinweisen das Teile des Programcodes von BSD Unix stammten.
Die Rechte an Unix und Programmcode hat dann Novell von AT&T abgekauft.
Und aus dem BSD Unix wurde FreeBSD antwickelt. FreeBSD wurde leider nie so populär wie Linux, obwohl die Erfahrung beim Entwickeln von Betriebsystemen bis in die 70er Jahre zurückreicht.
Mehr weiß ich nicht.
Auf der Internetseite von FreeBSD kann man dazu einiges nachlesen:
http://www.freebsd.org/
Oder das hier ist besser:
http://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Software_Distribution
Man muß auch bedenken das diese Unixsysteme nicht auf PCs liefen.
Schon die Rechner wären für Privatanwender sehr teuer gewesen.
Ich denke mal das deshalb auch Linux entwickelt worden ist.
Für PCs gab es Anfang der 90er Jahre kein gutes Betriebsystem, jeden Falls kein Unix.
