Hi,
ich hab 2 Compis mit SuSe10.2 - um gleichzeitig ins Internet zu gehen hab ich einen Router installiert.
Jetzt will ich NFS nutzen - hab die entsprechenden Laufwerke im Netz für NFS freigegeben. NFS Client bzw. Server über Yast eingerichtet. Die fstab ist angepasst - die Datei /exports ebenfalls. Nach diversen Anleitungen sollte es dies gewesen sein. Aber ich erhalte mit Fertigstellung des Clients, wobei die hostnames des jeweilig anderen Rechners erkannt werden - nur das Dateisystem nicht, immer die Fehlermeldung ...Verzeichnisse aus /etc/fstab konnte nicht eingehangen (gemounted) werden. nfsutils und portmapper sind installiert und laufen.
Ich finde in keinem Forum eine 'knackige' Lösung.
Wer weiss Sie?
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Ich bin jetzt nicht der suse Experte. Desktop KDE setze ich mal voraus.
Was hast Du denn in der fstab angepaßt?
Ich habe da nichts angepaßt, außer sicherzustellen, daß auf dem PC, der ein Verzeichnis oder Laufwerk zur Freigabe bereitstellen soll, dieses auch gemounted ist.
Z. B. Eintrag: /dev/hdb5 /mnt/windown auto auto,user 0 0 ist bei mir ein 80 GB Festplatte Fat32 formatiert als eine erweiterte Partition, die im mountpoint mnt/windown eingehängt wird. Das Verzeichnis windown ist für NFS freigegeben - auf dem Rechner wo es physisch vorhanden ist und von den anderen PC greife ich über den Konqueror grafisch über Netzwerk->lokales Netzwerk-> Adresse auswählen ->NFS und dann das freigegeben Verzeichnis zu. Alternativ in der Adresszeile des Konqueror lan://localhost/ eingeben und dann siehst Du die PC im Netz und kannst Dich weiter hangeln.
Poste mal die Datei /etc/fstab und /etc/exports.
Du kannst mit dem Befehl exportfs als root kontrollieren welche Verzeichniss freigegeben sind.
Der Linuxkernel unterstützt derzeit NFS Version 3 und NFS Version 4.
Welche Version hast du installiert ?
Oder benutzt du keinen kernelbasierten NFS Server ?
Als Dateisystem wird nfs in der Datei /etc/fstab eingetragen , also nicht Reiser oder ext3 oder ein anderes Festplattendateisystem.
NFS (Network Filesystem) ist eine Art Dateisystem für Netzwerke. Das Dateisystem auf der Festplatte spielt keine Rolle.
PS: Wenn du unter Windows einen NFS Client oder sogar NFS Server installierst , kannst du auch auf Windowspartitionen schreiben.
Da gibt es die Exeed Hummingbird Suite:
http://connectivity.hummingbird.com/products/nc/exceed/index.html
Versuche mal in der Kommandozeile zu mounten
mount server:/pfad/der/freigabe /lokales/verzeichnis -t nfs
und poste die Fehlermeldung.
Also ich denke es läuft der Kernel-NFS - als Software ist nur nfs-utils installiert - beim Kernel ist nfs als Modul festgelegt.
Die Datei /exports lautet /windows/D/ linux-xy(rw,root-squash,sync) , die entsprechende Zeile in fstab lautet:
linux:/windows/E /windows/F nfs defaults 0 0 - wenn ich 'von Hand' mounte kommt die Fehlermeldung: Konnte die Adresse von linux nicht herausfinden.
Vielleicht gibt dies schon einen besseren Hinweis. Danke für die Mühe
Gruss Olaf
Dir fehlt der Eintrag in der /etc/hosts-Datei. Woher soll denn dein Rechner die IP des anderen Rechners kennen? Alternativ statt mit Hostnamen direkt mit IP-Adressen arbeiten.
Bei meinem Debian ist der Unterschied zwischen NFS Version 3 und 4 nur minimal.
Das betrifft hauptsächlich die Datei /etc/exports. Da gibt es bei der Syntax einen kleinen Unterschied. Ich weiß nicht ob das für SUSE relevant ist.
Wenn die Meldung kommt das die Adresse nicht gefunden wurde, dann kann die Ursache in der Datei /etc/hosts liegen.
In der Datei /etc/hosts werden die Rechnernamen in IP Adressen aufgelöst.
Ganz früher als es noch keine Nameserver gab, mußte jeder Internetrechner diese Datei sich von einem zentralen Rechner aus dem Internet besorgen.
Ich gebe dir mal eine Kopie von meiner Datei /etc/hosts:
cat /etc/hosts
127.0.0.1 localhost
192.168.0.3 Winkler2.local Winkler2
192.168.0.2 Winkler.local Winkler
192.168.0.6 Winkler4.local Winkler4
# The following lines are desirable for IPv6 capable hosts
::1 ip6-localhost ip6-loopback
fe00::0 ip6-localnet
ff00::0 ip6-mcastprefix
ff02::1 ip6-allnodes
ff02::2 ip6-allrouters
ff02::3 ip6-allhosts
Du kannst aber auch die IP Adresse des NFS Servers direkt in die Datei /etc/fstab schreiben.
Dann muß die IP Adresse nicht erst noch aufgelöst werden.
Die Datei /etc/hosts spielt im Internet keine Rolle mehr, da es nun Nameserver gibt die diese Aufabe erfüllen.
cat /etc/exports
# /etc/exports: the access control list for filesystems which may be exported
# to NFS clients. See exports(5).
#
# Example for NFSv2 and NFSv3:
# /srv/homes hostname1(rw,sync) hostname2(ro,sync)
#
# Example for NFSv4:
# /srv/nfs4 gss/krb5i(rw,sync,fsid=0,crossmnt)
# /srv/nfs4/homes gss/krb5i(rw,sync)
#
/home Winkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check)
/root Winkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check)
Ich verwende NFS Version 3 und das ist eine Kopie meiner /etc/exports Datei.
Hi Karsten, Chuddeweg und the mic,
diese Hinweise haben mich schon einen vielleicht entscheidenden Schritt weitergebracht. Jetzt erkennt yast beim Client einrichten auch das Dateisystem.
Allerdings kann ich immer noch nicht mounten, da angeblich die Berechtigung fehlt: wenn ich 'von Hand' mounte kommt die folgende Fehlermeldung: failed, reason given by server: Keine Berechtigung. Ich hab den Ordner auf dem Server aber für NFS-Client freigegeben - unter Eeigenschaften.
Kann eigentlich nur noch eine winzige Kleinigkeit sein.
Bedanke ich bei euch.
Olaf
Poste mal den Inhalt der Datei /etc/exports, in dieser Datei werden die Freigaben festgelegt.
Hi the_mic,
'war ein paar Tage auf Dienstreise, danke daß Du Dich bemühst.
Hier ist der Inhalt der Dateien /etc/exports:
/windows/D/ linux-kgc(rw,sync,all_squash,nohide) \
*(rw,async,all_squash)
/windows/E/ linux(rw,sync,all_squash) \
*(rw,async,all_squash)
- wie gesagt es sind 2 Compis und ich will gegenseitig auf einen Ordner zugreifen. Auf beiden Rechner läuft auch windoofs - vor allen Dingen wollte ich auch fuse und ntfs-3g ausprobieren - läuft sehr gut.
Gruss und Dank
Olaf
Schaut eigentlich richtig aus. Da fällt mir aber grad noch ein, dass SuSE standardmässig eine Firewall aktiviert. Schalte die mal aus.
Hallo Mic,
ich hatte mit der Firewall auch schon experimentiert und diese letztendlich ausgestellt - aber kein Unterschied.
Wenn ich die Firewall starte sind die Dienste NFS, NIS etc. aber auch zugelassen. Das kann es also nicht sein.
Also die Dateien /fstab, /hosts und /exports sind jetzt in Ordnung - dass die Datei /hosts zu editieren war stand bedauerlicherweise auch in keiner Anleitung - sollte aber irgendwie von yast mit erledigt werden.
Es kann nur noch eine kleine Rechtesache sein - aber welche?
Gruss Olaf
Funktioniert
ping linux
von linux-kgc aus?
Funktioniert
ping linux-kgc
von linux aus?
Hi mic,
der Befehl ping schaufelt jede Menge Datenpakete hin und her - an beiden Rechnern - den Prozess muss man killen damit es aufhört.
Hieran wird es wohl nicht liegen. Kann es an den Dateien /etc/hosts.allow oder /etc/hosts.deny liegen - hier hab ich nichts geändert?
Es ist mir weiter aufgefallen, dass in den Beschreibungen steht, dass auf dem server die Dienste portmap, rpc.mountd und rpc.nfsd laufen sollen.
Auf beiden Rechner läuft aber rpc.nfsd nicht - nur mehrmals der Dienst nfsd.
Gruss Olaf
Bei mir sind portmap, rpc.mountd, rpc.statd, rpc.idmapd sowie mehrere Instanzen nfsd aktiv. Diese belegen folgende Ports:
Ausgabe von netstat -antup
tcp 0 0 0.0.0.0:111 0.0.0.0:* LISTEN 6486/portmap
udp 0 0 0.0.0.0:111 0.0.0.0:* 6486/portmap
tcp 0 0 0.0.0.0:897 0.0.0.0:* LISTEN 7502/rpc.mountd
tcp 0 0 0.0.0.0:39993 0.0.0.0:* LISTEN 7470/rpc.statd
udp 0 0 0.0.0.0:32771 0.0.0.0:* 7470/rpc.statd
udp 0 0 0.0.0.0:862 0.0.0.0:* 7470/rpc.statd
udp 0 0 0.0.0.0:894 0.0.0.0:* 7502/rpc.mountd
Hab ich schonmal gesagt, dass ich SuSE doof finde? ;-)
