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Netzwerkverzeichnis mounten

heriL / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo, hat jemand eine Idee, warum ich kein Netzwerk-Verzeichnis einbinden kann ? Früher konnte ich es mal, aber mit SUSE 10.3 bekomme ich es nicht zum laufen.

Der NFS-Server scheint ok, Firewalls sind auf beiden Rechnern aus.

Der NFS-Client erkennt das Netz-Verzeichnis, kann es aber nicht mounten.

Auf der Konsole sieht das ganze wiefolgt aus:

~> sudo /usr/sbin/showmount -e amd-h
Export list for amd-h:
/x-dat1/nfs dell.loh #Netzverzeichnis wird erkannt

~> sudo mount -o intr amd-h:/x-dat1/nfs /mnt/nfs -t nfs
Passwort:
mount.nfs: Permission denied #Berechtigungsproblem

~> ls -al /mnt
drwxr-sr-x 2 root root 4096 21. Dez 21:30 nfs


#auf dem Server:
~> ls -al /x-dat1 | grep nfs
drwxrws--- 2 root users 96 16. Dez 19:19 nfs

~> cat /etc/exports
/x-dat1/nfs 192.168.178.27(fsid=0,ro,root_squash,sync,no_subtree_check)

für eine Hilfe wäre ich sehr dankbar,

Gruß
heriL



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KarstenW heriL „Netzwerkverzeichnis mounten“
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"~> sudo mount -o intr amd-h:/x-dat1/nfs /mnt/nfs -t nfs
Passwort:
mount.nfs: Permission denied #Berechtigungsproblem"

Hast du überhaupt die entsprechenden Rechte ?

Bist du auf dem Server als User angemeldet ?

Kann auch sein das SUSE sehr viele Änderungen bei Konfigurationsdateien macht wenn du auf eine höherer Version upgradest.
Ich hatte früher SUSE und SUSE hat nie einen fleißenden Übergang bei einem Update hinbekommen.
Ich bin nach SUSE 9.0 zu Debian gewechselt.
Meine erste Version war SUSE 4.4 und SUSE 9.0 war dann die Letzte.
Ich halte nicht viel von SUSE da sehr viele Konfigurationsdateien bei einem Update automatisch überschrieben werden , ohne den Administrator vorher zu fragen.
Wenn du auch diese Erfahrungen machst , dann würde ich mal über einen Wechsel zu einer anderen Distribution nachdenken.








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heriL KarstenW „ sudo mount -o intr amd-h:/x-dat1/nfs /mnt/nfs -t nfs Passwort: mount.nfs:...“
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Hallo Karsten,
wie meinst du das: >Bist du auf dem Server als User angemeldet ?
auf Server & Client gibt es den User Root mit der UID=0
und jeweils einen Nutzer mit der UID=100 (also gleicher UID) aber mit unterschiedlichen Namen
beider Nutzer sind in der Gruppe users mit GID=100 (also auch gleich)

Das Mounten wird mit Rootrechten durchgeführt an ein Verzeichnis mit Eigentümer=Root und Gruppe=users

Ich habe keinen NIS-Server installiert, sondern lokale User-Verwaltung, und hoffe das reicht bei meinen 3 Rechnern im Netz.

Also welchen User müßte ich auf dem Server einrichten oder anmelden ?
Ich muß zugeben, daß ich hier noch einige Verständnisprobleme habe.

Gruß, heriL

ps:
opensuse 10.3 habe ich übrigens neu installiert, nicht upgegraded und nur einige Konfig-Dateien (Mail, Opera,...) übernommen.

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KarstenW heriL „Hallo Karsten, wie meinst du das: Bist du auf dem Server als User angemeldet ?...“
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Die Benutzernamen und die Passwörter müssen auf dem Server und dem Client gleich sein.
Du mußt dich mit dem gleichen USER Namen und dem Passwort anmelden, der auf dem Server in der Datei /etc/group und /etc/passwd steht.
Wenn du beispielsweise die SFU 3.5 unter Windows installierst, dann mußt du diese beiden Dateien einfach nach Windows kopieren.

http://technet.microsoft.com/de-de/interopmigration/bb380242.aspx

Du kannst auf dem NFS Client auch die Datei /etc/fstab bearbeiten um einen kürzeren mount Befehl eingeben zu können:

192.168.0.3:/home /mnt/winkler2/home nfs rw,noauto 0 0
192.168.0.3:/root /mnt/winkler2/root nfs rw,noauto 0 0


Wenn in der Datei /etc/hosts der Servername steht , kannst du auch an Stelle von der IP Nummer den Servernamen in /etc/fstab eintragen.




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heriL KarstenW „Die Benutzernamen und die Passwörter müssen auf dem Server und dem Client...“
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und genau das kriege ich nicht zusammen:
wo gebe ich beim mount-Befehl einen User-Namen oder Passwort ein ?
ich hab nochmal nachgesehen und beide Verzeichnisse mit demselben User & Group-Namen und Rechten versehen.

/etc/fstab wird von YasT um 1 Zeile ergänzt, wenn ich den NFS-Client über YasT starte; sollte eigentlich passen

Gruß, heriL

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KarstenW heriL „und genau das kriege ich nicht zusammen: wo gebe ich beim mount-Befehl einen...“
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Ich würde zum Beispiel den gleichen Benutzernamen und das gleiche Passwort auf dem Server wie auf dem Client verwenden.
Oder du legst einfach einen neuen Benutzer (Server oder Client) an, der den gleichen Benutzernamen und das gleiche Passwort verwendet.

Warum verwendest du unterschiedliche Namen ?

Fileserver werden in Firmen genutzt damit die /home - Verzeichnisse aller User auf einem zentralen Server liegen, um Backups zu vereinfachen.
Ich glaube nicht das ein User wünscht das sich ein anderer User an seinen Benutzerdaten zu schaffen macht.







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heriL KarstenW „Ich würde zum Beispiel den gleichen Benutzernamen und das gleiche Passwort auf...“
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theoretisch alles richtig, nur, was hat das mit dem mounten zu tun ?
ich mounte als root ein Verzeichnis, das auf Server & Client root gehört.
wenn ich mehrere Userkonten für Anwender auf dem Client habe kann ich doch auch ein Verzeichnis mounten, und dies über eine gemeinsame Gruppe diesen Anwendern zu Verfügung stellen.
ich habe gerade nochmal die Einträge für root in der passwd und users in /etc/group verglichen: sie sind vollkommen identisch.

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KarstenW heriL „theoretisch alles richtig, nur, was hat das mit dem mounten zu tun ? ich mounte...“
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"~> sudo mount -o intr amd-h:/x-dat1/nfs /mnt/nfs -t nfs
Passwort:
mount.nfs: Permission denied #Berechtigungsproblem"

Ich habe da was falsch verstanden. Es kann auch am Befehl sudo liegen. Es kann sein das du diesen Befehl sudo nicht ausführen kannst , weil du nicht in einer bestimmten Gruppe (welche unter SUSE?) bist.
Kannst du dich als root in der Konsole einloggen und dieses Verzeichnis mounten , also ohne sudo zu benutzen?

man sudo
.....
sudo determines who is an authorized user by consulting the file /etc/sudoers. By giving sudo the -v
flag a user can update the time stamp without running a command. The password prompt itself will not
time out in Debian's version (unless overridden via sudoers).
....

Vielleicht mußt du auch die Datei /etc/sudoers wie bei Debian editieren.

Ich habe das mit der sfu 3.5 unter Windows verwechselt. Da müssen die Usernamen gemappted werden. Der Administrator von Windows heißt unter Unix/Linux root u.s.w.

Trotzdem würde ich bei den normalen Usern den gleichen Loginnamen verwenden.
Sonst kommst du als normaler User doch gar nicht an die Daten im /home Verzeichnis auf dem Server ran.






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heriL KarstenW „ sudo mount -o intr amd-h:/x-dat1/nfs /mnt/nfs -t nfs Passwort: mount.nfs:...“
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ich habe mich mit su als root angemeldet und versucht zu mounten: das Ergebnis ist dasselbe.
muß eigentlich rpc.lockd laufen ?
tut's nämlich nicht bei mir, obwohl SUSE normalerweise alle notwenigen Dämonen startet.
werde ich in der SUSE-Doku mal nachlesen.

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KarstenW heriL „ich habe mich mit su als root angemeldet und versucht zu mounten: das Ergebnis...“
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Ich weiß jetzt nicht wozu rpc.lockd dient. Es kann mit dem Filelocking zu tun haben, welches der kernelbasierte NFS Server unterstützt
Es gibt aber auch einen Fileserver der im Userspace als normales Programm läuft. Dieser unterstützt kein Filelocking.

Ich fand die Konfiguration mit yast sehr undurchsichtig.
Normalerweise aktiviert man im Linuxkernel den NFS Server. Da hat man zwischen der NFS Version 3 und der NFS Version 4 die Auswahl.
Dann übersetzt man den Linuxkernel wenn man alle notwendigen Optionen und Treiber konfiguriert hat.
Bei Debian wird die Datei /etc/exports für die Netzwerkfreigaben mit einem Editor bearbeitet und die Dienste nfs-kernel-server und nfs-common im Runlevel gestartet.

Bei SUSE weiß ich nicht so Bescheid und von yast halte ich nicht viel.

Bei yast gab es immer den Runlevel Editor. Entweder du mußt den NFS Server noch im Runlevel Editor aktivieren oder auch das Paket für den NFS Server nachinstallieren.
Bei Debian hat man die Wahl zwischen dem normalen NFS-Server und dem kernelbasierten NFS Server. Ich übersetze mir immer meinen eigenen Kernel. Dadurch kann ich selbst einstellen welche NFS Version genutzt werden soll. Du mußt dich mal erkundigen welchen NFS Server du unter SUSE nutzen kannst, den kernelbasierten oder den "normalen" NFS Server.






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heriL KarstenW „Ich weiß jetzt nicht wozu rpc.lockd dient. Es kann mit dem Filelocking zu tun...“
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Fehler gefunden: aus irgendeinem Grunde habe ich den NFSv4-Domainnamen "localdomain" ersetzt durch einen eigenen.
Jetzt habe ich "nur" noch den Effekt, daß sich ein Verzeichnis zwar einbinden läßt, aber von dem im Server hinterlegten Dateien & Verzeichnissen nur ein Teil angezeigt wird, obwohl kein Unterschied der Dateiattribute besteht (gem. dem Kommando ls -al)
Ich bin dabei die NFS-Doku von SUSE zu lesen & melde mich ggfs nochmal

p.s.: nfsd ist bei mir übrigens nicht kernelbasiert.

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