Hallo .
Es sind Projekte in Planung , an Grundschulen zB.
Dort soll Kindern und Jugendlichen der sinnvolle Umgang mit
dem Computer allgemein, insbesondere jedoch als Wekzeug und Wissensquelle beigebracht werden.
Vielleicht wäre es gut für solche Zwecke auch Linux einzusetzen
und nicht - wie oft den linearen Weg eines einzigen Betriebssystems zu gehen.
Möglicherweise ist es sogar wichtig schon von Anfang an etwas über Sicherheit zu erfahren, aber auch überhaupt die Existenz von anderen
Systemen Außer Windows.
Kann aber auch sein das es noch zu kompliziert ist.
Jedenfalls sollte man Ms die Sache nicht allein überlassen.
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Gute Idee.
Mein Neffe hat am Gymnasium als Programmiersprache Turbo Pascal 6 unter MS DOS gelernt !
Warum kann man nicht eine richtige Programmiersprache wie C den Gymnasiasten beibringen ?
Der gcc ist ein ANSI C kompatibler C/C++ Compiler.
Wenn die Gymnasiasten dann auf ein College oder eine Universität gehen, hängen die voll durch und haben keine Ahnung von einer richtigen Programmiersprache.
Die Programmiersprache C ist Allgemeinwissen und gehört in jedem Gymnasium gelehrt ;-).
Die sollen lieber Latein, Religionsunterricht und Ethic aus dem Lehrplan rausschmeisen.
Nun ja, da geh ich nicht ganz einer Meinung mit dir :-) Wenn man ein Programmierparadigma beherrscht, so beherrscht man automatisch auch alle Programmiersprachen desselben Paradigmas. Die grösseren Unterschiede sind dann nur semantischer Art und schnell zu lernen. Pascal ist eine strukturierte Programmiersprache, genau wie C. Da ist das Umlernen kein Thema. Und grad an der Uni musst du eh alles selbst lernen.
Das Problem ist eher, dass die strukturierte Programmierung in der Anwendungsentwicklung insbesondere im Business-Umfeld immer mehr an Bedeutung verliert und durch objektorientierte Entwicklung (insbesonere mit Java oder C#) verdrängt wird. Von dem her wäre es eigentlich sinnvoll, mit einer objektorientierten Sprache zu beginnen.
Wobei schon wieder ein Paradigmenwechsel bevorsteht und die aspektorientierte Programmierung derzeit am Entstehen ist.
Das z.B. finde ich absolut nicht witzig. Spar Dir solche Aussagen.
Das war auch nicht witzig gemeint. In Amerika (Kanada weiß ich nicht ?) ist Religionsunterricht an öffentlichen Schulen nicht erlaubt und das aus gutem Grund.
Sonst würde es immer wieder Streit zwischen den unterschiedlichen Religionen geben.
Versteh mich bitte nicht falsch, wenn jemand in die Kirche gehen möchte soll er es tun, aber ich finde es nicht richtig den Schülern eine Religion vorzusetzen.
In den glorreichen USA muss man auch in die Bedienungsanleitung einer Mikrowelle reinschreiben, dass man seinen Hund nicht darin trocknen darf (also in der Mikrowelle, nicht in der Bedienungsanleitung). Und das aus gutem Grund.
Lassen wir mal die Religion aussen vor, weil ich da zu emotional reagiere. Welche abstrusen Argumente hast Du gegen Latein oder Ethik vorzubringen? Es gibt auch Schüler, die sich nicht die Bohne für Sport, Geschichte, Physik oder Informatik interessieren. Alles rausschmeissen?
Das war auch nicht witzig gemeint.
Du ahnst nicht im Ansatz, wie sehr Dich das in meinen Augen disqualifiziert.
"Lassen wir mal die Religion aussen vor, weil ich da zu emotional reagiere. Welche abstrusen Argumente hast Du gegen Latein oder Ethik vorzubringen? Es gibt auch Schüler, die sich nicht die Bohne für Sport, Geschichte, Physik oder Informatik interessieren. Alles rausschmeissen?"
Den Schülern die Auswahl lassen. Das ist doch alles nicht so wichtig. Naturwissenschaften wie Chemie, Physik, Mathematik und eine Fremdsprache wie Englisch. Und den Rest wählen die Schüler.
Ich hatte beispeilsweise Astronomie in der Schule. Da kann man Naturwissenschaft auch ohne Mathematik erklären.
Ich habe nicht die leisteste Ahnung von Kepplers Gesetzen , aber ich weiß was eine Astronomische Einheit ist ;-).
Ich finde nur das der Staat und die Kirche voneinander getrennt gehören. Das ist auch in Frankreich üblich. Frankreich ist eine Republik.
Für eine bedingungslose Trennung von Kirche und Staat trete ich auch ein - das heißt aber nicht, dass Religionsunterricht abgeschafft gehört. Das sind nun doch 2 Paar Schuhe.
"Den Schülern die Auswahl lassen" - hast du als unreifer Teenager immer ganz genau gewusst, was für dich gut war? Dass es hie und da Wahlfächer bzw. Wahlpflichtfächer gibt, ist ja schön und gut, aber speziell jüngere Schüler wissen doch noch gar nicht, was für sie gut und richtig ist. Da ist es schon Aufgabe des Lehrplans die Schüler zu führen, sonst regiert die pure Bequemlichkeit. Sinn von Schule ist eben, sich auch mit Dingen auseinander zu setzen, für die man sich nicht gleich auf Anhieb interessiert - das Interesse kann aber durch Beschäftigung mit der Materie noch entstehen.
Später in der Oberstufe, die letzten Jahre vor dem Abitur, wurde bei uns die Wahlfreiheit größer - und selbst da gab es noch eine Menge Vorgaben einzuhalten.
CU
Olaf
Reli fand ich gut, wir hatten etwa Referate alle Weltreigionen und über Sekten gemacht etc. Fand ich gut. Da war man auch als nicht der großen Konfession zugehöriger auch nicht benachteiligt.
Ethik hatten ich ned, dürfte sowas wie Werte und Normen sein.
Da haben wir versucht zu meditiern, diskutierten über Pornos und der Lehrer berichtete über seine persönliche Erfahrungen mit Cannabis und anderen Partydrogen (kein Scherz).
Und Latein ist so ein überflüssiges Fach, dass man Eltern, die ihren Kindern sowas erlauben oder gar nahelegen, auspeitschen sollte (IMO).
Zum Glück gab es an meinem Gymi sowas gar nicht.
"Und Latein ist so ein überflüssiges Fach, dass man Eltern, die ihren Kindern sowas erlauben oder gar nahelegen, auspeitschen sollte (IMO)."
Na dann mal zu und peitsch mich aus... :-)
Meine Tochter liebt Latein und hat dadurch deutliche Vorteile in anderen Sprachen (vor allem Englisch). Und auch Deutsch fällt leichter, jedenfalls sagt sie immer, dass sie durch Latein erst die deutsche Grammatik verstanden hat. In den naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik, Physik, Chemie, Biologie oder Informatik (Fachausdrücke) hilft es sehr, von dem Verständnis von Fremdwörtern und medizinischen Begriffen im täglichen Leben mal ganz zu schweigen. Da steckt sie mich schon jetzt locker in die Tasche (obwohl sie erst in der 9. Klasse ist). Und ich bin auch nicht so ganz doof, das Abi hab ich auch noch hinbekommen :-). Nur Latein hatte ich nie.
Also sag mir bitte keiner, dass Latein überflüssig ist...
Kann ich im großen und ganzen bestätigen. Latein ist der Schlüssel zu allen romanischen Sprachen. Ob Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch oder sogar Rumänisch - man kann es alles viel leichter lernen oder sich als Sprachunkundiger manches aufgrund von Lateinkenntnissen zusammenreimen. Auch die englische Sprache ist sehr viel romanisch-lastiger als manche glauben...
Es ist nur so: Wenn man Französisch lernt, hat man diesen Effekt teilweise auch. Wer diese Sprache beherrscht, hat ähnliche Erleichterungen beim Erlernen oder Verstehen der o.g. Sprachen, hat dem Lateiner gegenüber aber den Vorteil, dass er eine lebende Sprache mehr gelernt hat. Daher denke ich manchmal, es wär' doch schöner gewesen, Französisch statt Latein ab 7. Klasse gehabt zu haben.
Fatal finde ich aber, die Fächer so gegeneinander auszuspielen, wie es 'KarstenW' hier vorgeführt hat. Da kann ich mich dem Unmut vom 'Rheinlaender' nur anschließen! Mehr Informatik unterrichten und dafür alles rausschmeißen oder erheblich zusammenstreichen, was mit Kultur zu tun hat - nein danke, das lehne ich ab. Kulturbanausentum haben wir schon weißgott genug in unserer Welt :-(
Einzig über Religion kann man diskutieren. Da sollte schon der Vergleich der Religionen im Vordergrund stehen und keine einseitige Indoktrinierung zugunsten des Christentums stattfinden, nur weil das hier zufällig unsere angestammte "Hausreligion" ist. Gut finde ich auch die Handhabung zu meiner Schulzeit: Da konnte man in der 10. Klasse Religion abwählen und dafür eine Art WiSo wählen, das hieß damals "Politik II". Später hatte man die Wahl zwischen Religion und Philosophie. Ich habe mich beide Male gegen Religion entschieden.
Ethik ist nichts anderes als ein Teilbereich der Philosophie, das sollte durch dieses Fach und natürlich auch durch Religion voll abgedeckt sein. Man hat ja auch kein eigenes Schulfach für "Optik", das gehört auch mit zur Physik.
CU
Olaf
Tja, jetzt hab ich Dich zu spät gelesen, sonst hätte ich mir meine Antwort an Karsten sparen können. Du drückst es sehr schön aus.
Ich bin sogar teilweise bei den Religionen bei Dir, nur ist unsere Kultur halt untrennbar mit der christlichen Weltanschauung verbunden. Allerdings würde ein religionen-übergreifender Unterricht sicher für ein Mehr an Toleranz sorgen.
Gruß
Rheinlaender, Latein Leistungskurs damals™ im Abi
PS: Gott würfelt nicht.
Das ist zweifellos richtig. Sieht man bei anderen Religionen ja auch, z.B. wie die Verwurzelung mit dem Islam das Leben und Denken seiner Anhänger auch im ganz alltäglichen Leben prägt.
Der Grund dafür, dass ich in meinem Posting ein wenig gegen die Religion(en) Stellung bezogen habe ist, dass ihre Vertreter vielfach intolerant auftreten, die Kultur und Wissenschaft regelrecht bekämpfen (damals: "Die Erde ist eine Scheibe", heute: "Evolutionstheorie ist Gotteslästerung" => Richtung Kreationismus) und sich viel zu oft mit fremden Federn schmücken. Ich behaupte, dass man kein überzeugter Christ sein muss, um z.B. Werte wie Nächstenliebe zu bejahen und zu praktizieren, und ich glaube auch nicht, dass dies eine "Erfindung" des Christentums bedeutet.
Latein-Leistungskurs... Hut ab! Bei mir war schon nach dem kleinen Latinum Schluss, ich wollte in der 11. Klasse gerne noch mit Französisch anfangen und denke, dass das ein ganz guter Kompromiss war. Mit meinen Leistungskursen Englisch und Musik war mein Abi (1984) ohnehin ziemlich "1. Bereich" (sprachlich, literarisch, künstlerisch)-lastig.
CU
Olaf
Ja, sowas Übergreifendes hatten wir an unserer Schule, aber ich habe dann aus Interesse für die 12. und 13. doch noch Werte und Normen genommen, der Reli-Lehere war auf Dauer langweilig, und gute Noten gab es da und da.
Meine Fremdsprache hieß Spanisch, und ich war schlau genug, um die Gemeinsamkeiten zwischen Deutsch, Englisch und Spanisch selber zu erkennen.
Warum man dafür eine tote Sprache lernen soll, ist mir ein Rätsel. Das ist ja fast so sinnvoll, wie Esperanto ;)
Und Fremdwörter, die man im Deutschen verwendet, stehen alle in entsprechenden Büchern, samt der Erläuterungen. Fremdwörter sind ein Teil dieser Sprache, Sie sind ja bereits entliehen. Wozu dann noch die restliche Sprache lernen? 8-?
Mathe, Physik und Chemie kann man ganz gut ohne Latein (als Unbterricht) schaffen, und Medizin ist die einzige Ausnahme.
Dass du nicht doof bist, glaube ich dir ja, nur kluge Menschen tun auch Unfug ;)
Ich sage dir Nochmals, Latein braucht man, wie das fünfte Rad am Wagen ;)
BTW: man könnte auch die entsprechende Probleme mit der Schreibweise lateinischer Wörter eliminieren, dazu sagte i.mer schon mal was:
http://www.nickles.de/thread_cache/538204498.html#_pc
Das Problem ist doch, dass die Lehrer schon keine Ahnung von Linux haben, sofern sie überhaupt jemals davon gehört haben. Die kennen Windows und mit etwas Glück MacOS. Doch da die Schulen eh kein Geld haben, sind die in der Regel mit uralten, schrottigen Macs (meistens mit viel zuwenig RAM) ausgestattet oder haben veraltete Windows-Kisten.
Aber an sich wäre Linux für Schulen ein super System. Vom didaktischen Standpunkt her gesehen sind seine Vorteile die Offenheit, gute Dokumentation, Übersichtlichkeit und die Tatsache, dass es sich durchaus um ein System akademischer Natur handelt - kurzum: Man kann es studieren und mit einfachen Mitteln was über die Prinzipien von Computersystemen lernen. Aber auch ökonomisch würden sich Vorteile ergeben: Die Lizenzen vieler Distributionen sind kostenlos. Ergo kann das für die Softwarelizenzen gesparte Geld für zeitgemässere Hardware oder eine genügende Menge Hardware pro Klassenzimmer investiert werden. Und zu guter Letzt hat es auch einen sozialen Vorteil: Für am Computer zu erledigende Hausaufgaben stehen die benötigten Programme kostenlos zur Verfügung. Es gibt keinen Grund mehr, privat für diesen Zweck Software für teures Geld anzuschaffen oder unlizenzierte Versionen zu installieren.
Nun , zumindest sollen ja sehr viele Programmierspachen für Linux verfügbar sein.
C soll jedoch als " erste " Sprache nicht gut geeignet sein . Schon wegen der vielen kryptischen oder Systemnahen
Steueranweisungen.
(Ein Ada Programmierer hat mal geäußert C sei ein ungüntiger hybrid aus machinennaher und Hochsprache.) -- Ada ist aber zu umfangreich.
Basic ist -- bei den meisten Versionen ,glaube ich völlig ungeignet.
Eine weniger bekannte Sprache wäre LOGO , die wurde oft unterschätzt weil sie auf die Schildköten-grafik
reduziert wurde. Da sie von Lisp abgeleitet war, wurde sie sogar von Technikern für kleinere Steuerungen ua.
verwendet.
KarstenW hat aber recht : Man sollte recht früh auch eine kompilierbare Sprache erlernen.
Für die ersten Programmierversuche reichen aber schon interpretierte .
Worum es in diesen Projekten geht ,ist auch die Schüler zu motivieren etwas anderes als
nur Spiele mit dem Computer zu machen.
Suchmethoden , der PC als Informationsquelle und Arbeitsgerät funktioniert mit Linux auch recht gut.
Den ülerladenen Begriff Medienkompetenz wollte ich aber vermeiden
Schau mal in dieses Programmierlehrbuch für Anfänger in der Programmiersprache C:
http://wwwuser.gwdg.de/~kboehm/ebook/inhalt.html
Das gab es auch mal als Buch.
Ich finde nicht das die Programmierprache C kompliziert ist. C ist wie ein Baukastenprinzip. Alle notwendigen Funktionen sind schon fertig programmiert (in der Standard C Bibliothek ) und müssen nur noch aufgerufen werden.
C bietet eine große Freiheit beim Kodieren. Eine allzu große Freiheit beim Kodieren kann dazu führen, dass schwer lesbarer Code geschrieben wird. Das kann für Anfänger sehr verwirrend sein.
C ist wie ein Baukastenprinzip
Na und, dass sind andere Programmiesprachen auch. Mit Delphi (Kylix) z.B. kannst du dir eine Applikation zusammenklicken.
Alle notwendigen Funktionen sind schon fertig programmiert ...
Im Vergleich zu den Bibliotheken anderer Sprachen ist die Standard C Library minimalistisch. Die Bibliothek stellt einen grundlegenden Satz an mathematischen Funktionen, Funktionen zur Zeichenkettenmanipulation, Typ-Konvertierung sowie Datei- und konsolenbasierter Ein- und Ausgabe zur Verfügung. Sie stellt keine genormten Container-Datentypen zur Verfügung, wie es die C++-Standardbibliothek tut, geschweige denn komplette GUI-Toolkits, Netz-Werkzeuge und andere Funktionalität, wie sie Java standardmäßig bietet. Hauptvorteil der kleinen Standard-Bibliothek ist die Tatsache, dass die Bereitstellung einer funktionierenden ANSI-C-Umgebung weit einfacher ist als sie es für andere Sprachen ist, und daher die Portierung von C auf eine neue Plattform relativ einfach ist.
z.B. Pascal
Das wichtigste Konstruktionsprinzip von Pascal (eine Weiterentwicklung von ALGOL) war, die Sprache so einfach und strukturiert wie möglich zu gestalten - die Sprache wurde ausdrücklich und speziell als Lehrsprache entwickelt.
z.B. C
Die Programmiersprache C wurde mit dem Ziel entwickelt, eine echte Sprachabstraktion zur Assemblersprache zu implementieren. Es sollte eine direkte Zuordnung zu wenigen Maschineninstruktionen geben, um die Abhängigkeit von einer Laufzeitumgebung zu minimieren. Als Resultat dieses Designs ist es möglich, C-Code auf einer sehr hardwarenahen Ebene zu schreiben, analog zu Assemblerbefehlen.
d-oli
Für kleine Programme reicht C aus. Objektorientierte Programme sind für größere Programmieraufgaben besser geeignet.
Was ist denn für dich ein kleines, was ein grosses Programm? Und welches von folgenden Programmen ist denn nun besser geeignet und warum genau?
// Programm 1
#include <stdio.h>
int main()
{
printf( "Hallo Welt.\n" )
return 0;
}
// Programm 2
#include <iostream>
int main()
{
std::cout return 0;
}
Und nur so nebenbei, auch mit C kann objektorientiert programmiert werden.
http://www.planetpdf.com/codecuts/pdfs/ooc.pdf
http://ldeniau.home.cern.ch/ldeniau/html/oopc/oopc.html
http://ootips.org/oop-in-c.html
http://www.accu.org/acornsig/public/articles/oop_c.html
d-oli
@the_mic: Da gebe ich dir mal voll und ganz Recht.
Es gibt ja eine speziell für Schulen zugeschnittene Distribution - Skolelinux.
Aber das Hauptproblem liegt ja an der Verbohrtheit der Lehrer - was für ca 90% der Lehrerschaft gilt. Die kennen außer Windows nichts und empfehlen ihren Schülern MS Office zu kaufen - klar, nur um damit ein paar Texte zu schreiben. Zumal MS Office für fast alle Privatanwender sowiso sinnlos ist, vor allem für Schüler. (enorme Kosten, Funktionen werden nicht genutzt)
Die Kombination Linux (z.B. Skolelinux) und OpenOffice (welches MS Office sowiso fast immer vorzuziehen ist, es sei denn man ist beruflich darauf angewiesen) ist ein guter Standart, mit der GCC gibt es erstklassige Compiler, und es bleibt mehr Geld für andere Anschaffungen in der Schule über - Linux ist auch nicht schwerer zu erlernen als Windows.
So weit mal meine Erfahrungen und Ansichten.
Das ist leider keine Berufskrankheit der Lehrer - das trifft alle Berufsgruppen. Ich finde es mitunter schon irritierend, wie mit Zähnen und Klauen alles verteidigt wird, was von Microsoft kommt. Auch in Kursen wird dieser bornierte Tunnelblick gelehrt: Man lernt, was Word und Excel, IE und OE sind - und nicht was eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, ein Browser und ein Mailclient sind.
Ganz toll sind dann so Formulierungen wie: "Als Outlook-Programm benutze ich Thunderbird" - AAAAARGHHHH!!!1. Und dann darf man noch nicht mal böse sein - immerhin, er nutzt ja wenigstens nicht Outlook Express *g*...
CU
Olaf
Guten morgen...
http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/068-edubuntu/index.html
Das was Olaf19 angesprochen hat habe ich gemeint. Bei Computerbildung wird häufig nur noch
in Word-excel-outlook gedacht .
Als wenn es nichts anderes gibt . Genaugemommen sind es nur schnöde Anwendungsprogramme ohne eigene
Kreativiät.
Es muß ja nicht gleich professionell zugehen.
Wenn man mal gesehen hat wie ein Jugenlicher sich über seine selbst programmierte schöne Grafik, oder eine
Tonabfolge freut versteht man was gemeint ist.
Sogar ein -- betagtes nicht optimales -- Qbasic geht dafür. -- Es muß aber nicht alles von Ms sein.
Irgendwie vermißt man die Kreativität der alten "Personalcomputer". -- sogar C gab es für die zum Teil.
Die kleinen Programme die früher vom Computerclub erstellt wurden sind auch gut.
Wo du das gerade ansprichst: Als ich vor 20 Jahren mit dem Atari anfing, hatte ich an Textverarbeitung mäßiges Interesse, Tabellenkalkulation nicht, und Präsentation gab es afair überhaupt noch nicht. Ich hatte mir die Kiste nur hingestellt, weil ich - mit Omikron Basic - Programmieren lernen wollte. Und die ersten MIDI-Sequencer kamen damals auf, z.B. Steinberg 24 und C-Lab Creator, später Notator, dann Logic. Aber wie du schon sagst: Alles mehr kreative Sachen... das sind die heute alles dominierenden Office-Anwendngen nur noch sehr zum Teil.
CU
Olaf
Genau , dieses Omikron Basic und auch noch ein anderes erinnerten mehr an Pascal als an Basic.
Und erst der Amiga 600.
Erstaunlich was diese kleine Kiste schon allein mit dem " Bios" konnte.
Mit einfacher Belegung der Tastatur -- und einer einfachen Programmschleife konnte man ihn in
eine Miniorgel verwandeln.
Englische Wörter sprechen , nach Tasteneingabe - kein Problem.
Eine CLi war schon fest im Chip , AREXX schon sebst eine leisungsfähige Sprache.
Sogar eine Fenstertechnik hatte er schon . Klein aber fein. -- etwas über 7 mHz .
Hat jedenfalls richtig Laune gemacht .
Heute wird fast nur noch mit fertigen Anwendungen computert. -- Macht auch Spaß.
Dabei kann man aber noch viel mehr mit dem Recher anstellen.
"Das andere" war GFA-Basic - unumstrittener Marktführer zu der Zeit. Aber warum? GFA gab's auf Diskette und wurde demzufolge kopiert wie blöde - Omikron hingegen kam auf einem ROM-Modul und war somit kopiergeschützt ("verdongelt"), was seiner Verbreitung erheblich entgegen stand. Später erschien ein Compiler auf Diskette, den hätte man kopieren können - nur, den hatte kein Mensch.
Ja, diese beiden Basics konnten Pascal ohne weiteres die Stirn bieten - wer unbedingt wollte, konnte auch damit die gefürchteten GOTO-Spaghetti-Codes erzeugen, nur musste man es nicht mehr. Beide Sprachen stellten alles zur Verfügung, was für eine gut strukturierte Programmierung vonnöten war, z.B. benutzerdefinierte Prozeduren und Funktionen.
Übrigens wurde Omikron Basic später offizieller Nachfolger des - völlig misslungenen, mit Bugs nur so gespickten - ST Basic, das zunächst mit jedem Atari-Rechner kostenlos mitgeliefert wurde. Aber zu der Zeit hatte GFA-Basic schon das Rennen für sich entschieden, auch wenn Omikron 1988 die ROM-Modul-Technik aufgegeben und auf Diskette umgestellt hatte.
CU
Olaf
