Hallo,
basierend auf dem Asus Board TR-DLS und dem Raidcore RAID 5 SATA Controller BCM 4852 bin ich dabei, mir einen File-Server aufzusetzen.
Für den RAID Controller stehen Treiber für Red Hat Enterprise 4 und 5, Fedora Core 6, Suse 10.1, 10.2 und Suse Enterprise Server 10 und natürlich Windows zur Verfügung.
Meine Linuxkenntnisse beschränken sich auf das Aufsetzen eines fli4l DSL-Routers vor ca. 7 Jahren und ein paar Live-CD's.
Darum meine Frage: Welche der oben genannten Distributionen sind für mein Vorhaben empfehlenswert?
Ich will keine exotischen Dinge, sondern nur ein bissel Samba und vielleicht noch FTP. Die Distribution sollte auch nicht zu überfrachtet sein. Das Board ist ja ein Veteran mit 2x P3 866 MHz ;-)
RAM sollte mit 1 GB ja reichlich dimensioniert sein. Die Systemplatte, eine 18 GB Cheetah ist über den OnBoard Symbios 160'er Controller angebunden. Giga-LAN läuft dann über ne 64 Bit PCI Karte mit Marvell Chip, glaube ich.
zu welcher Distri würdet ihr mir raten?
Gruß Gerald
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Die Enterprise Versionen kosten relativ viel Geld.
Die Distribution ist eigentlich egal, da der Linuxkernel einen NFS Server bereitstellt.
Nimm doch einfach Ubuntu, aber ich weiß nicht ob für diesen SATA Controller ein Treiber schon im Linuxkernel ist.
Ubuntu kannst du erstmal als Live CD verwenden.
Ich finde es einfacher einen NFS Server unter Linux zu konfigurieren und einen NFS Client unter Windows zu installieren.
Wenn du den NFS Kernelserver nutzen willst, mußt du nur die entsprechenden Dienste im Runlevel starten und die Datei /etc/exports editieren.
Wahrscheinlich jeder, der Dir hier antwortet, die Distri die er am besten findet und mit der er die besten Erfahrungen gemacht hat.
Eigentlich ist es egal, können tuen es sie alle.
Das einzige Problem wird Deine etwas betagte Hardware sein, die mit den aktuellen Distributionen, vorallem, wenn Du auch noch eine GUI benutzen willst, Schwierigkeiten bekommen könnte (Laufzeit)
Für Dich kommt ggf. Knoppix oder DSL-Linux in Frage, bei letzteren, kann ich nur nicht die Raidfunktionalität beurteilen.
http://damnsmalllinux.org/index_de.html
http://www.knoppix.org/
Mit Beiden könntest Du vor einer eventuellen Installation erstmals Live probieren, wie es geht !
Ich habe mal in die Konfiguration eines 2.6.18er Kernels geschaut und diese Treiber gefunden:
Bei einem Server gilt nochmehr als sonst KISS, also würde ich dir zu Debian raten. Ich geh mal davon aus, dass du eh keinen Monitor an den Rechner hängen willst, darum scheiden SUSE und Fedora eigentlich aus, weil deren Stärken eher in der einfachen grafischen Einrichtung und Administration liegen. Für Debian gibt es sehr viele Kommandozeilen-Tools, mit denen du dein System auch im Textmodus sehr konfortabel verwalten kannst.
Gruß
TimmintoR 2°°4
Hallo allerseits,
erst mal danke für die Tipps. Ich bin wie gesagt Linux Anfänger. Deswegen wollte ich mir Experimente, wie das manuelle Einbinden von Treibern vorerst verkneifen. Das da vieles möglich ist, glaub ich wohl gerne, aber man will ja auch in absehbarer Zeit ein Erfolgserlebnis haben ;-)
Eben deswegen würde ich auch ne GUI bevorzugen, das ich das Ganze grafisch einrichten kann. Ich hätte nicht gedacht, das alte Hardware ein Problem darstellen würde. Es heißt ja eigentlich, das nur brandneue HW, wo noch keiner nen Treiber geproggt hat, Schwierigkeiten macht.
Na ich werde mal probieren. Ich habe ja zum Glück mehrere SCSI Platten mit SCA Anschluß rumliegen, das ich so quasi wie mit Wechselplatten mal reinschnuppern kann, ohne alles jedes Mal platt machen zu müssen ;-)
Hi Ger@ald,
würde zu einer speziellen Server-Distri greifen, zB:
Collax: http://www.collax.com (ist bis 5 user gratis)
NASlite: http://www.serverelements.com
FreeNAS: http://www.freenas.org (mein Favorit, basiert aber auf BSD)
Bei allen läuft es so, dass man installiert und den Rest per Webbrowser konfiguriert/verwaltet. Simpler gehts nicht, da der User keine Linux/Unix-Kenntnisse benötigt, sondern "nur" Netzwerkkenntnisse.
usernull
Das Problem bei SCSI oder SATA ist das es keine Standards gibt, mit Ausnahme von AHCI ( AHCI SATA support (NEW) │ │).
Man braucht für jeden Controller praktisch einen eigenen Treiber. Die Festplatten stellen kein Problem dar. Für SCSI und SATA Festplatten wird nur ein einziger Treiber benötigt.
Wenn es sich um einen Broadcom Controller handelt, dann wird er eventuell sogar von diesem Treiber unterstützt:
ServerWorks Frodo / Apple K2 SATA support (NEW) │ │
Das ist aus einem 2.6.18 Kernel.
Fahr einfach mal Knoppix 5.1.1 hoch. Knoppix bringt einen 2.6.19er Kernel mit. Wenn Knoppix läuft dann kannst du auch eine andere Distribution verwenden.
PS: Grafische Tools werden weder bei Unix noch bei Linux für Server eingesetzt. Auf Server wird aus Sicherheitsgründen kein Desktop oder XServer installiert. Man installiert auf echte Server nur ein Minimalsystem.
Du wirst also um die Kommadozeile nicht herumkommen .
Das ist ja auch das größte Problem bei Windowsserver. Ein Serversystem mit grafischer Oberfläche, völliger Blödsinn was da Microsoft programmiert.
Linux ist eben kein Serversystem für Zuhause. Es ist ein professioneller Unixersatz, (auch wenn es kostenlos ist).
Das kann man aber alles lernen ;-).
Vielleicht kannst du auch Solaris 10 nutzen. Gerade SCSI Systeme werden von Solaris manchmal besser unterstützt als vom Linuxkernel.
NFS (Network File System ) wurde von Sun Microsystem in den 80er Jahren entwickelt und entgegen SMB oder CIFs von Micorsoft wurde NFS öffentlich dokumentiert.
Deshalb ist es einfacher wenn du unter Windows einen NFS Client Version 3 oder 4 installierst und NFS auf dem Server konfigurierst.
http://de.sun.com/teleweb/solaris/
Hier ist eine kleine Anleitung wie man einen NFS Server aufsetzt. Das ist viel einfacher als Samba zu konfigurieren:
http://www.pro-linux.de/work/ubuntu-home-server/index.html
Und es gibt NFS Clients für Windows:
http://connectivity.hummingbird.com/products/nc/exceed/index.html
http://www.microsoft.com/germany/windowsserver2003/technologien/sfu/default.mspx
kostenlos von Microsoft !
