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DIskettenlaufwerk Mounten

1GENNADIY1 / 12 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo!
Ich versuche meine in DOS formatierte Diskette auf dem Desktop zu oeffnen. Das gelingt mir nicht. Auf der Konsole geht es mit einfachem
[code]mount /media/floppy[/code]
Auf dem Rechner sind mtools installiert.
Merkwuerdiges dabei ist, dass manchmal ich das schaffe (waehrend Nachinstallationszeit, ca. 1,5 Monaten). Also, ich klicke auf Diskettensymbol, Laufwerk macht „tak-tak“ und das wars. Es kommt Fehlermeldung „mount: konnte dateisystem nicht finden. Kein ext3 Dateisystem“ o. Aenliches.
Ich habe fast nicht installiert, und wenn ja, dann nur mit Synaptik.
Meine System ist Xubuntu 7.04 Feisty Fawn.
Danke!

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REPI 1GENNADIY1 „DIskettenlaufwerk Mounten“
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Wie sieht in der /etc/fstab der Eintrag für das Diskettenlaufwerk aus ?


/dev/fd0 /media/floppy subfs fs=floppyfss,procuid,nodev,nosuid,sync 0 0

Das steht bei mir drinn. Er erkennt damit automatisch das richtige Dateisystem.

Wird denn in dem Desktoplink auch der richtige Mountpoint angegeben, nämlich der, der auch in der fstab eingetragen ist ? Bei mir wäre das /media/floppy

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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1GENNADIY1 REPI „Wie sieht in der /etc/fstab der Eintrag für das Diskettenlaufwerk aus ?...“
Optionen

Hallo!
Beim Eintragen
/dev/fd0 /media/floppy subfs fs=floppyfss,procuid,nodev,nosuid,sync 0 0
in fstab gibt bash beim Versuch zu Mounten folgendes aus:
mount: unknown filesystem type 'subfs'
und das nur dann, wenn "user" zugegeben wird, ansonsten keine Berechtigung
Also, ich werde mit
/dev/fd0 /media/floppy0 vfat noauto,user,sync 0 0
arbeiten (es geht auf dem Desktop, was ich eigentlich wuenschte), wobei die Frage, warum es mit "auto" nicht geht, bleibt.
Danke!

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KarstenW 1GENNADIY1 „Hallo! Beim Eintragen /dev/fd0 /media/floppy subfs fs...“
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"/dev/fd0 /media/floppy0 vfat noauto,user,sync 0 0"

sieht eigentlich ganz O.K aus.
Die Mount Option auto wird eingetragen, wenn die entsprechende Partition automatisch beim Booten des Rechners gemountet werden soll.
Für Wechseldatenträger ist die Mount Option "auto" nicht sinnvoll.

Ich weiß nicht welche Sprache du besser kannst, deutsch oder english.
Hier ist ein älteres Linux Handbuch , wo verschiedene Unixbefehle (auch mount ) erklärt werden:

http://www.linux-ag.de/linux/LHB/node3.html

Allgemeine Optionen beim Mounten der Dateisysteme

Ähnlich wie die Gerätetreiber, die durch Bootoptionen beeinflußt werden können, sind auch bestimmte Eigenschaften der Dateisysteme durch zusätzliche Optionen beim Mounten einer Partition oder eines Gerätes veränderbar.

Wie in dem Beispiel oben gezeigt, werden diese Optionen als Argument mit dem Schalter -o auf der Kommandozeile von mount angegeben. Es können mehrere Optionen durch Kommata getrennt zu einer Liste zusammengefügt werden. Die meisten Optionen können auch als feste Vorgabe für ein Dateisystem in der Datei /etc/fstab eingetragen werden. Zur Vereinfachung der Darstellung werden in dieser Liste auch Optionen aufgeführt, die entweder nur bei der interaktiven Benutzung von mount oder nur als Vorgabe in der fstab sinnvoll sind.

Einige der optionalen Veränderungen der Dateisystemparameter betreffen allgemeine Eigenschaften, die bei jedem der unterstützten Typen zu finden sind. Diese Optionen können also beim Mounten jedes Dateisystems angegeben werden.


.....
defaults
entspricht normalerweise der Kombination suid, rw. Wenn ein Dateisystem von jedem Systembenutzer eingebunden werden kann (mit der Option user, s.u.), entspricht default für nicht privilegierte Benutzer der Kombination nosuid, noexec, nodev, rw.
noauto
(nur fstab) verhindert das automatische Einbinden der Partition.
noexec
Das Betriebssystem ignoriert die Executable-Bits im Permission-Feld, verbietet also die Ausführung jedes Programms von dieser Partition.
nosuid
unterdrückt die Wirkung der SUID und SGID Bits bei der Ausführung von Programmen aus dieser Partition.
nouser
(Voreinstellung, nur fstab) verbietet ausdrücklich die Benutzung von mount durch normale Systembenutzer.
nodev
die zeichen- und blockorientierten Gerätedateien in dieser Partition werden nicht angesprochen.
rw
erlaubt das Lesen und das Schreiben auf dieser Partition.
ro
verbietet das Schreiben auf diese Partition.
sync
die Metadaten (Superblock, Inode, Verzeichnisdaten) werden ungepuffert (synchron) auf das Speichermedium geschrieben (nur beim ext2fs implementiert).
user
(nur fstab) Mit dieser Option kann die Superuserin das Einbinden von Dateisystemen durch normale Systembenutzer erlauben. Die Benutzer können dann die Kommandos mount und umount benutzen, denen sie entweder die Gerätedatei oder das Verzeichnis zum Aufsetzen als Parameter übergeben können.
remount
(nur mount) Diese Option veranlaßt mount ein bereits aufgesetztes Dateisystem mit veränderten Optionen neu zu Mounten. Diese Option wird benutzt, um beim Systemstart nach dem Filesystemcheck die Schreibberechtigung für das read-only gemountete Rootfilesystem zu erteilen. Dateisystemspezifische Einstellungen können mit remount nicht geändert werden.
.....

http://www.linux-ag.de/linux/LHB/node153.html#fstypes

Du kannst auch mal die Manpage von mount durchlesen:

"man mount"


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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1GENNADIY1 KarstenW „ /dev/fd0 /media/floppy0 vfat noauto,user,sync 0 0 sieht eigentlich ganz O.K...“
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Hallo!
Danke! Genau das brauche ich. Viel Lesestoff, aber ich werde mich bemuehen.
Das System wird klarer fuer mich.
Tschuess!

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REPI KarstenW „ /dev/fd0 /media/floppy0 vfat noauto,user,sync 0 0 sieht eigentlich ganz O.K...“
Optionen
Die Mount Option auto wird eingetragen, wenn die entsprechende Partition automatisch beim Booten des Rechners gemountet werden soll.
Für Wechseldatenträger ist die Mount Option "auto" nicht sinnvoll.


Bei Wechseldatenträgern kann man sehrwohl als Dateisystem auto eingeben, lediglich bei der Art des Mountens sollte man noauto eingeben .

/dev/fd0 /media/floppy auto noauto,user,exec,sync 0 0


Syntax der /etc/fstab

/etc/fstab verwendet eine spezielle Syntax. Jede Zeile besteht aus sechs Feldern, die durch Leerzeichen oder Tabs getrennt sind. Jedes Feld hat eine bestimmte Bedeutung:

* Das erste Feld beschreibt die einzuhängende Partition (also den Pfad zur Geräte-Datei)
* Das zweite Feld gibt den Mountpoint im Verzeichnisbaum für die Partition an.
* Das dritte Feld gibt den Typ des Dateisystems der Partition an.
* Das vierte Feld gibt die Mount-Optionen an, die beim Ausführen von mount benutzt werden. Da es für jedes Dateisystem verschiedene Mountoptionen gibt, ist es empfehlenswert die Liste der Optionen in der man-page (man mount) nachzulesen. Mehrere Optionen werden durch Kommata getrennt.
* Das fünfte Feld wird von dump benutzt um festzustellen, ob die Partition gesichert werden soll oder nicht. Normalerweise lässt man diesen Wert auf 0 (Null).
* Das sechste Feld wird von fsck ausgelesen um Reihenfolge festzustellen, in der das Dateisystem auf Inkonsistenz zu prüfen ist, wenn das System nicht ordentlich heruntergefahren wurde. Das Root-Dateisystem sollte in diesem Feld eine 1 haben; alle anderen Dateisysteme eine 2 (Dateisysteme, bei denen keine Prüfung notwendig ist eine 0).

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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KarstenW REPI „ Bei Wechseldatenträgern kann man sehrwohl als Dateisystem auto eingeben,...“
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Ich habe die Optionen gemeint die mit -o an den Befehl mount übergeben werden, nicht das Dateisystem.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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REPI 1GENNADIY1 „Hallo! Beim Eintragen /dev/fd0 /media/floppy subfs fs...“
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O.K. subfs ist ein automatisches Mounten von Wechseldatenträgern, wenn diese eingelegt werden.
Du hast wohl noch das s.g. "klassische" Mounten implementiert.

Lies bitte dazu auch hier : http://de.opensuse.org/SDB:9.1:_klassisch_mounten_statt_subfs

Ist zwar von SuSE , aber gilt eigentlich generell.

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1GENNADIY1 REPI „O.K. subfs ist ein automatisches Mounten von Wechseldatenträgern, wenn diese...“
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Hallo!
Jetzt versuche ich mit
mount /media/fd0
meine FAT-formatierte Diskette zu Mounten und bekomme Fehlermeldung:
[Nummer] VFS: cann't find ext3 filestem on dev fd0
In fstab steht
/dev/fd0 /media/floppy0 auto users,noauto,sync 0 0
Egentlich ging das, nach dem ich mtools installiert habe, jetzt aber nicht.
Brauche Hilfe!
Danke!
Tschuess!

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1GENNADIY1 Nachtrag zu: „Hallo! Jetzt versuche ich mit mount /media/fd0 meine FAT-formatierte Diskette zu...“
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Hallo!
Ich habe "pmount" aus Ubuntu-Repositority installiert und es geht sowohl in der Konsole, als auch grafisch bis auf einen Pukt: wenn ich grafisch Diskettenlaufwerk aushaengen will, bekomme ich Fehlermeldung : "Kann Diskettenlaufwerk nicht aushaengen", wobei das augehaengt wird (kann in der Konsole pruefen). Wenn ich jetzt in "grafisches" gehe und Diskettenlaufwerk oeffnen moechte bekomme ich das geoefnet, aber ohne Inhalt. Ich muss explizit in der Konsole LW Mounten, dann geht es in "grafischem".
Danke!
Tschuess!

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KarstenW 1GENNADIY1 „Hallo! Ich habe pmount aus Ubuntu-Repositority installiert und es geht sowohl in...“
Optionen

Ich halte nicht viel von solchen grafischen Tools, aber man muß auf jeden Fall eine Diskette unmounten, weil sonst Daten verloren gehen könnten.
Wenn eine Festplattenpartition oder ein Wechseldatenträger aus der Verzeichnisstruktur herausgehangen wird, dann werden die Dateisysteme syncronisiert und Daten aus dem Speicher auf den Datenträger geschrieben.





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1GENNADIY1 KarstenW „Ich halte nicht viel von solchen grafischen Tools, aber man muß auf jeden Fall...“
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Hallo!
Ich habe
[code]home/NAME/.config/xfce4/desktop/xfdesktoprc[/code]
folgendermassen editiert:
[code][file-icons]
show-home=true
show-filesystem=true
show-trash=true
show-removable=false[/code]
damit wurden Laufwerke aus dem Desktop vertrieben.
Dann habe ich zwei Starter zugelegt (Rechtsklick auf den Desktop->Starter erstellen),
einer fuer Mounten und einen fuer Umounten des Diskettenlaufwerks. Es geht darum, dass ich mit dem von
System auf dem Desktop zugelegten Symbol "Diskettenlaufwerk" nur einmal nach dem Systemstart das Floppy Mounten konnte.
Umounten ging, meldete aber Fehler und Mounten danach ging nicht mehr (mit Fehlermeldung)(jetzt auch nicht, nur das Symbol
und zugehoerige Kontextmenu benutze ich nicht mehr). Leider geht das Entfernen nur allen Removable aus dem Desktop
auf einmal.
Das wars!
Danke!
Tschuess!

P.S. @Karsten
Hier ist das Zitat:
mount removable devices as normal user
pmount is a wrapper around the standard mount program which permits normal
users to mount removable devices without a matching /etc/fstab entry. This
provides a robust basis for automounting frameworks like GNOME's Utopia project
and confines the amount of code that runs as root to a minimum.

This package also contains a wrapper "pmount-hal" which reads some
information like device labels and mount options from hal and passes
them to pmount. Install the package "hal" if you want to use this
feature.

If a LUKS capable cryptsetup package is installed, pmount is able to
transparently mount encrypted volumes.
Tschuess!

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KarstenW 1GENNADIY1 „Hallo! Ich habe code home/NAME/.config/xfce4/desktop/xfdesktoprc /code...“
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Das können auch Programmierfehler sein.
Wenn der Mount Befehl ordentlich funktioniert, geht das für mich in Ordnung.
Wenn du Befehle in der Konsole eintippen mußt nutze möglichst oft die TAB Taste.
Mit der TAB Taste werden Befehle , Verzeichnisnamen und Dateinamen automatisch erweitert.
Mit den Cursortasten kann man Befehle zurückholen und auch editieren.

Die Linux Shell Bash (Bourne Again Shell) ist bei der Interaktion mit dem Benutzer viel besser programmiert , als die alte Unix Shell Bourne.
Ich kann leider auch nicht Zehn Finger tippen, aber ehe ich mich durch irgendwelche Menüs wie bei Windows durchwühle, habe ich den Befehl längst eingegeben ;-).

Ich könnte mir vorstellen das das Problem beim Kernelautomounter zu suchen ist.
Im Linuxkernel gibt es eine Option für den Automounter.
Ich nutze ihn nicht und kompiliere mir immer einen eigenen Kernel und entferne den Kernelautomounter aus dem Betriebsystemkern.

PS: Lerne doch erstmal den Mount Befehl richtig kennen.
Auf Unix/Linuxserver wird aus Sicherheitsgründen niemals ein Desktop und der XServer installiert. Unixserver wurden schon immer in der Konsole konfiguriert (auch wegen der gewünschten Flexibilität).







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