hallo, erstmal ein Gruß an alle "Tuxies" hier !
Habe folgendes Problem: Ich will eine Datei (ASCII-File) in /proc/sys/kernel erstellen, kann in /proc aber nur lesen, beim Versuch
zu schreiben, erhalte ich die Fehlermeldung "Verzeichnis nicht gefunden".
Das /proc nicht real auf der Festplatte existiert, habe ich schon geschnallt, aber es muß doch irgendwie möglich sein, eine neue Datei zu erstellen ?
Benutze Debian Etch r0, frisch installiert von der offiziellen CD.
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/proc wird von diversen Prozessen für Informationen verwendet. Der Betriebsystemkern schreibt Informationen in /proc rein damit sie von Prozessen ausgewertet werden können.
Du kannst da keine Datei anlegen.
Wozu willst du in /proc eine Datei anlegen ?
PS: Besorge dir mal ein ordentliches Handbuch. Ich kann dir "Das Debian System" von Martin F. Kraft empfehlen. Du scheinst Linux Newbie zu sein:
http://www.amazon.de/Das-Debian-System-Konzepte-Methoden/dp/3937514171/ref=pd_bbs_sr_1/028-2374700-5177314?ie=UTF8&s=books&qid=1177173308&sr=8-1
http://debiananwenderhandbuch.de/
ich brauche eine Datei namens "l2cr" , in der nichts weiter steht als: 0xBD080000
Wozu das Ganze ? Nun, es handelt sich um einen Apple Powermac mit G4-CPU, dessen Cache von 1 MB nicht konfiguriert ist. Habe halt herausgefunden, das die Existens dieser Datei den Cache aktivieren würde, und da hakt es dann. Wie zum... krieg ich diese Datei ins /proc ??
Ich habe da was nicht richtig erklärt. /proc ist ein virtuelles Verzeichnis und die Dateien sind im RAM und nicht auf der Festplatte.
/proc ist eine Schnittstelle zum Betriebsystemkern bei der sich verschiedene Prozesse Informationen holen können.
Du kannst in /proc keine Dateien anlegen, weil /proc im RAM und nicht auf der Festplatte ist.
Mit Apple Computer kenne ich mich nicht aus.
I2C , ich glaube damit ist der I Quadrat C Bus gemeint.
Der I Quadrat C Bus wurde von Phillips entwickelt und dient dem Übertragen von Daten, beispielsweise bei Mikrocontroller.
Auf der Hauptplatine sind diverse Sensoren zur Temperaturüberwachung und für die Überwachung der Lüfterdrehzahl und man kann im Linuxkernel Optionen aktivieren um dann beispielsweise die Temperatur der CPU und des Motherboards mit diversen Programmen anzeigen zu lassen. Habe ich noch nie benutzt.
Du kannst dir einen eigenen Betriebsystemkern konfigurieren um diverse Optionen im Betriebsystemkern zu aktivieren.
Normalerweise funktionieren die Standardkernel schon recht gut, aber man kann durch einen selbst kompilierten Kernel spezielle Optionen im Betriebsystemkern aktivieren , die speziell für diesen Rechner gebraucht werden und die eventuell im Standardkernel fehlen.
Den Standardkernel läßt du installiert. grub kann mehrere Linuxkernel zur Auswahl anzeigen.
Der Linuxkernel ist universell programmiert , aber man braucht im Serverbereich andere Betriebsystemkerneigenschaften als im Desktopbereich.
Wenn du dich an die Kompilierung eines eigenen Kernel heran wagen willst, dann ist dieses Howto vielleicht ganz hilfreich:
http://de.gentoo-wiki.com/Kernel_manuell_kompilieren
Die Kerneloptionen sind hier recht gut erklärt.
Es wird dialogbasierend eine Konfigurationsdatei namens config erstellt und anschließend mit dem Befehl "make && make modules" der Betriebsystemkern mit den Kernelmodulen übersetzt.
Die Kernelmodule werden mit "make modules_install" unter /lib/modules/Kernel??? installiert.
Ist nicht besonders schwierig, aber es sind mittlerweile sehr viele Kerneloptionen unter denen man auswählen muß.
http://debiananwenderhandbuch.de/kernelbauen.html
PS: Du als passionierter Apple Nutzer weißt sicherlich das dein Betriebsystem MacOSX auf dem Unixderivat Darwin aufbaut.
Darwin selbst stammt von NetBSD ab. NetBSD basiert zusammen mit FreeBSD und OpenBSD auf dem Programmcode des BSD UNIX der 90er Jahre.
Wenn Apple Computer den Sourcecode seines Betriebsystem freigeben würde, könnte man auch unter MacOSX einen eigenen Betriebsystemkern kompilieren ;-).
