halo,
hab noch ne verständnisfrage....arbeitsspeicher
linux geht ja im gegensatz zu windows resourcenfreundlicher mit ram um..hab ich gehört.
das heisst, linux lädt nur das in den ram, was aktuell gebraucht wird(das dürfte auch der grund sein, warum bei klickk auf eine applikation der startvorgang ein bisschen zäh ist).
ps: kann man aber ganz gut kompensieren (openoffice fixen speicher zuteilen..kde leistung einstellen..)
wenn ich mir aber unter kde(sorry, arbeite nur mit kde)das leistungsdiagramm anschaue, ist der ram immer voll belegt..obwohl ich keine apps laufen habe(habe auch nix getrixelt mit ram zuweisen oder leistung kde)
trotzdem nimmt sich linux den ganzen speicher(ist das so ein prefetch-ding??)
wenn die annahme stimmt, dass linux nur das reinlädt, was unbedingt gebraucht wird, wieso lädt es dann von haus aus nicht den ram voller(auf verdacht)
gruss günter
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Ein Großteil vom RAM wird zum Puffern von Festplattenspeicher genutzt. Das heißt um langsame Festplattenzugriffe zu vermeiden , wird ein sehr großer Teil vom RAM zum Puffern von Daten genutzt, bevor sie auf Festplatte geschrieben werden.
Erst wenn der Speicher wirkklich nicht mehr reicht, wird die Auslagerungspartition genutzt.
Bei FreeBSD ist es so das die Speicherverwaltung am besten funktioniert wenn die Auslagerungspartition exakt 2 x so groß ist wie die Größe des RAM.
Bei Linux soll das ganz ähnlich sein.
Linux kann man auch auf älteren Rechner installieren, aber wenn man einen richtigen Internetserver aufbauen will, dann muß man trotzdem viel Speicher und eine oder mehrere leistungsstarke CPUs einbauen.
Der Linuxkernel soll 128 CPUs (oder sogar 256 ?) verwalten können.
Linux ist kein Betriebsystem für ältere Rechner.
Manchmal ist mehr Speicher einzubauen besser als die schnellste CPU in den Rechner einzubauen, eben um Festplattenschreiblesevorgänge zu reduzieren.
Wenn man mehr Speicher in den Rechner einbaut kann der Rechner schneller werden.
Du kannst dir mit dem Befehl "free" anschauen wieviel Speicher ausgelagert wird und mit "top" kannst du dir anzeigen lassen wieviel Speicher die einzelnen Prozesse verbrauchen.
Linux verwaltet nur den Speicher, die Anwendungen brauchen den Speicher.
Vor alle für Festplattencache wird sehr viel Speicher genutzt.
PS: Ich würde mal sagen das bei Windows die Speicherverwaltung Schrott ist, also schlecht programmiert.
Windows macht viel zu häufig Gebrauch von der Auslagerungsdatei.
Außerdem ist eine Auslagerungspartition immer schneller als eine Auslagerungsdatei, da die Daten sequentiell (nacheinader, ohne die Festplattenköpfe sehr oft zu bewegen) geschrieben und gelesen werden können.
Hallo Günter,
kommt drauf an wieviel Ram Du verbaut hast. Ich habe einmal 512 MB mit KDE 32 bit und dann noch 3 GB mit KDE und wahlweise 32 Bit und 64 Bit. Mit 512 MB bin ich immer ganz gut ausgelastet, wobei dort mit mehreren Anwendungen gleichzeitig offen bisher auch nur auf die HD geswapt wurde, wenn zusätzlich ein fettes PDF aufgemacht wurde. Also im Normalbetrieb wenig SWAP genutzt. Bei dem 3 GB PC wird selbst bei exessivem Arbeiten mit Gimp nichts auf SWAP geschoben. Im "Normalbetrieb" KMAIL, Internetradio, OO, Firefox und Konsole für Updates kompilieren parallel offen lande ich so bei ca. 50% RAM Auslastung.
Wenn eine Anwendung geschlossen wird, verschwindet sie solange nicht aus dem RAM, bis der reservierte Platz tatsächlich gebraucht wird. Kannst Du mal testen. Firefox starten; eier, eier, Plopp Fenster auf, schließen und gleich wieder starten, die Eierei ist deutlich kürzer. Dito noch deutlicher bei OpenOffice. Als Workaround zu schnelleren Starten gab es den Tip OO grundsätzlich einmal zu Beginn der Sitzung zu starten oder das OO-Schnellstartapplet einzusetzen. Es "startet" OO im Hintergrund und "reserviert" den notwendigen Programmteil für schnelles starten.
app-office/oooqs
Latest version available: 2.1.0
Latest version installed: [ Not Installed ]
Size of files: 571 kB
Homepage: http://segfaultskde.berlios.de/index.php
Description: OpenOffice.org Quickstarter, runs in the KDE SystemTray
License: GPL-2
als Info aus dem Gentoo Portagetree. Ich habe es aber nicht installiert.
danke euch...
gruss günter
Wegen dem Thema Datensicherung unter Linux, da gibt es ein sehr schönes Buch darüber:
http://www.amazon.de/Datensicherung-Linux-Grundlagen-Werkzeuge-Konzepte/dp/3937514007/ref=wl_it_dp/028-6113415-2839752?ie=UTF8&coliid=I2ME2CY8LI9HG&colid=2I19TVA1L12JW
dd kann man schon für eine Datensicherung nutzen, aber ich würde trotzdem rsync mal genauer anschauen.
Du hast auf jeden Fall vergessen die Sektorgröße der Festplatte von 512 byte anzugeben:
dd if=/dev/Datenpartition of=/Mountpoint/datei.img bs=512
ja, das buch schaut gut aus..mal sehen..
bezüglch sektorgrösse 512 okay, das kann ich ja nachvollziehen(512byte sollte jede hd verarbeiten können)
muss ich dann auch noch count=1 dazuschreiben??
mit welcher sektorgrösse sichert dd?..keine ahnung
dd kopiert die Daten sektorweise. dd muß aber wissen wie groß die Sektoren auf dem Datenträger sind.
Sonst geht die Struktur der Daten verloren.
CDs/DVDS haben eine Sektorgröße von 2048 Byte.
Festplatten und Floppydisketten haben einen Sektorgröße von 512 Byte.
Diese Sektoren sind auf dem Datenträger schon drauf und dd muß wissen wie groß sie sind.
Man sagt ja auch Festplatten und CD-Laufwerke sind blockorientierte Geräte, weil die Daten blockweise von der Festplatte in den RAM geladen werden und nicht zeichenweise, also byteweise.
Wenn am Anfang bei einer Gerätedatei ein b steht, dann ist es ein blockorientiertes Gerät:
dir -l hda
brw-rw---- 1 root disk 3, 0 2007-08-14 13:33 hda
Steht ein c, dann ist dieses Gerät zeichenorientiert:
dir -l ttyS0
crw-rw---- 1 root dialout 4, 64 2007-08-14 13:33 ttyS0
ttyS0 ist die erste serielle Schnittstelle.
Die Zeichen können nur zeichenweise gelesen werden.
Wenn du mit dd ein Image einer CD anlegen willst, dann mußt du mit bs=2048 dd mitteilen das die Sektorgröße einer CD so groß ist.
Der Parameter count teilt dd mit, wieviele Sektoren kopiert werden.
dd if=/dev/hda of=/dev/fd0 bs=512 count=1
Da wird der erste Sektor mit einer Größe von 512 Byte und NUR der erste Sektor auf eine Floppydisk kopiert.
Der erste Sektor einer Festplatte ist der MBR.
PS: Ich würde mal sagen das bei Windows die Speicherverwaltung Schrott ist, also schlecht programmiert.
Windows macht viel zu häufig Gebrauch von der Auslagerungsdatei.
Außerdem ist eine Auslagerungspartition immer schneller als eine Auslagerungsdatei, da die Daten sequentiell (nacheinader, ohne die Festplattenköpfe sehr oft zu bewegen) geschrieben und gelesen werden können.
Oh jaa, was Windows (jedenfalls XP) sich bei der Speicherverwaltung "denkt" ist mir ein Rätsel. Mein Bruder hat 2.5 GB RAM und da sind während normalem Arbeiten meistens, so über den Daumen gepeilt, 2/3 des verwendeten Speichers in der Auslagerungsdatei. Was soll das?!? Wozu kauft man sich all den teuren Speicher, wenn der dann sowieso nicht gebraucht wird?
Sobald man mit ALT+TAB eine Fullscreenanwendung verlässt, wird auch gleich aller Speicher auf die Festplatte geswappt. Wenn diese Anwendung beispielsweise ein Spiel war, und fast den ganzen Speicher belegt, dann darf man beim Zurückwechseln eine Weile warten.
Bei Linux ist mir im Gegensatz dazu die Speicherverwaltung noch nie negativ aufgefallen. Der Wechsel zu Fullscreenanwendungen geht schön flink und von der Festplatte hört man nur sehr selten Zugriffsgeräusche. Im Moment sind 230 MB belegt (ca. 22%), und das ausschliesslich im RAM.
okay, danke für die ausführungen mit dd
gruss günter
Nachtrag , Debian zB hat meine 256MB Swap bei nur 256MB Ram noch nicht angerührt und Kubuntu 7.0.7 nur
recht bescheiden.
Unterschätzen sollte man die Speicherverwaltung von Xp aber auch nicht.
Immerhin kann es sich -- nach gewisser Zeit mit sehr wenig Ram konsolidieren.
Mein alter 233ger TxPro (cached nur bis 64 MB ram) arbeitet zT. noch akzeptabel damit.
Wo Xp rauskam hatten einige sogar noch Rechner mit so wenig Ram.
Es startet noch mit Ram wo andere Systeme keinen Pieps mehr tun.
Von 500MB und 1GB Ram soll es bei Xp nochmal einen LeistungsSprung geben - hört man.
Und Linux ? Aber klar mit Kernel 2.4.x ist noch einiges möglich mit wenig Speicher.
