Hallo zusammen,
Wenn ich unter SUSE Linux 10.0 auf die SWAP- oder Windows XP Partition zugreifen möchte, erscheint eine MessageBox: Partition ist nicht eingebunden.
Ich gehe mal davon aus dass die SWAP-Partition dann auch nicht verwendet wird.
Auf der Windows Partition sind die MP3s die ich nicht doppelt auf der Platte haben möchte, um Platz zu sparen. 80GB sind nicht so viel ;-)
Weiß jemand Rat?
Gruß
KoRny Boy
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Die swap-Partition dient zum Auslagern von RAM-Speicherseiten auf die Festplatte. Das ist effizienter als eine Auslagerungsdatei, wie sie von Windowsverwendet wird.
Die Windowspartition kann in die Datei /etc/fstab mit einem Editor eingetragen werden:
Beispiel für ein Windowspartition mit ntfs Dateisystem:
/dev/hda1 ------ /windows2000----- ntfs---- ro,noauto---- 0 ------ 0
/windows2000 ist ein Unterverzeichnis im Linuxverzeichnissystem und wird als Mountpoint bezeichnet. Du kannst diesen Mountpoint bezeichnen wie du willst. Das ist nur ein Beispiel.
Einbinden könnte man diese Windowspartition mit dem Befehl "mount /windows2000". Danach könnte man dann in das verzeichnis /windows2000 wechseln und lesend auf die Windowsdateien zugreifen. ntfs-Dateisystem funktioniert momentan nur lesend. fat32 funktioniert lesend und schreibend (wäre für einen Datenaustausch zwischen Linux und Windows auf dem gleichen Rechner sinnvoll).
Sieht schlimmer aus als es ist ;-).
Ließ mal die Manualpage von fstab und vom mount-Befehl:
(Die Informationen über Funktionsaufrufe kannst du ignorieren. Die sind nur für Programmierer wichtig)
man fstab
FSTAB(5) Dateiformate FSTAB(5)
BEZEICHNUNG
fstab - statische Informationen über das Dateisystem
ÜBERSICHT
#include
poste mal die Datei /etc/fstab
hallo,
hier die fstab datei:
/dev/hda3 / reiserfs acl,user_xattr 1 1
/dev/hda4 swap swap defaults 0 0
proc /proc proc defaults 0 0
sysfs /sys sysfs noauto 0 0
usbfs /proc/bus/usb usbfs noauto 0 0
devpts /dev/pts devpts mode=0620,gid=5 0 0
/dev/cdrecorder /media/cdrecorder subfs noauto,fs=cdfss,ro,procuid,nosuid,nodev,exec,iocharset=utf8 0 0
/dev/fd0 /media/floppy subfs noauto,fs=floppyfss,procuid,nodev,nosuid,sync 0 0
Trage die NTFS-Partition von Hand ein:
/dev/hdaX /mnt/windows ntfs defaults 0 0
(wobei X die korrekte Ziffer für die Partitionsbezeichnung ist, vermutlich 1)
Vergiss nicht, das Verzeichnis /mnt/windows anzulegen: mkdir /mnt/windows
Versuche nun, die Partition einzubinden: mount /mnt/windows
Dies natürlich alles als root. Beachte, dass die fstab zuletzt eine leere Zeile enthalten muss. Künftig wird die Partition dann beim Booten eingebunden.
Die mtab ist wie die fstab aufgebaut und enthält Einträge zu allen eingebundenen Partitionen.
Zum Floppy kann ich nichts sagen, das wird aber per submount (so ein Versuch von Automounter-Geschwür) eingehängt. Theoretisch funktioniert's aber die Praxis... ja die Praxis ;-)
hallo,
im bootmanager von linux ist windows xp eingetragen und ich kann auch windows xp starten, aber unter linux nicht auf die partition zugreifen.
muss ich trotzdem die von dir genannte zeile so eintragen oder ist das jetzt wieder ein anderer Fall?
Ich nehme mal an dass ich das verzeichnis /mnt/windows auf der Root der partition Linux partition erstellen muss oder soll das ins Verzeichnis vom Superuser ?
Muss ich mich für die ganze Geschichte schon als root anmelden oder kann ich das im nachhinein machen(so beim starten von yast2 & co)?
Gruß
KoRny Boy
> im bootmanager von linux
Schön :-) Es geht hier aber nicht um den Bootmanager sondern um die fstab.
> aber unter linux nicht auf die partition zugreifen
Schon klar, drum sollst du die Zeile ja auch in die fstab eintragen. Dann kann sie Linux auch mounten und du folglich drauf zugreifen.
>verzeichnis /mnt/windows
/mnt liegt normalerweise auf der / (root) Partition. Es macht keinen Sinn, /mnt wo anders einzubinden. Ins Homeverzeichnis von root, /root, gehört nichts derartiges hinein.
>Muss ich mich für die ganze Geschichte schon als root anmelden
Nein. Du kannst eine Shell als unprivilegierter User starten und per su zu root werden. Du musst nichts in Yast oder ähnlichen Verwaltungsprogrammen machen.
PS. lies mein vorheriges Posting nochmals durch und versuche es zu verstehen. Nutze auch mal google.
PPS. kursiv geschriebenes sind bei mir immer Konsolenbefehle, die du copy/paste übernehmen kannst.
Okay, danke, hat soweit funktioniert, aber wie geht das mit der swap partition? Muss ich da das gleiche machen wie bei der Windows Partition, nur dass ich in der fstab das wort "ntfs" durch "swap" austausche?
Sofern deine Swap-Partition auf hda4 liegt, musst du nichts ändern. Schau nochmals genau deine /etc/fstab an :-)
Du kannst den Speicher mit dem Befehl free überprüfen. Wenn keine Swap-Partition eingebunden ist, wird die letzte Zeile der Ausgabe drei Nullen enthalten.
Sie hat zwar nicht 3 nullen aber die SWAP-Partition wird scheinbar nicht genutzt, bzw das führt mich zu der Frage wann sie überhaupt genutzt wird.
steffen@linux:~> free
total used free shared buffers cached
Mem: 775832 546728 229104 0 55308 377368
-/+ buffers/cache: 114052 661780
Swap: 2048276 0 2048276
Gruß
KoRny Boy
Linux lagert erst dann aus, wenn der Speicher belegt ist. Wozu auch auslagern, RAM ist da um genutzt zu werden und dazu massiv schneller als die Festplatte. Nur weil Windows diese Unsitte hat, sofort alles ins Swap zu legen, heisst das noch lange nicht, dass dies eine gute Lösung ist (oder sind Virenscanner + Desktopfirewall + Trojanerscanner + Spywarescanner + Registrycleaner + Defragmentierer + $WARTUNGSTOOL die ultimative Lösung für sicheres und schnelles Arbeiten? :-P )
btw, mein Server:
# free
total used free shared buffers cached
Mem: 515280 499148 16132 0 49364 340532
-/+ buffers/cache: 109252 406028
Swap: 3903776 280 3903496
hallo nochmal,
Ich merke gerade dass das Diskettenlaufwerk auch nicht eingebunden worden ist.
Wenn ich auf ein nicht eingebundenes Gerät/Partition rechtsklicke und das dann einbinde, dann meldet er dass es keinen eintrag in der fstab und in der mtab gibt. Was ist die mtab?
gruß koRny Boy
Die /etc/mtab Datei wird vom Betriebsystem verwaltet . In ihr sind sämtliche gemountete Datenträger und Partitionen eingetragen.
Du kannst mit dem Befehl mount alle gemounteten Datenträger und Partitionen anzeigen lassen:
mount
/dev/hda7 on / type ext3 (rw,errors=remount-ro)
proc on /proc type proc (rw)
sysfs on /sys type sysfs (rw)
devpts on /dev/pts type devpts (rw,gid=5,mode=620)
tmpfs on /dev/shm type tmpfs (rw)
usbfs on /proc/bus/usb type usbfs (rw)
/dev/hda5 on /var type ext3 (rw)
Das Diskettenlaufwerk hat vermutlich die Gerätedatei /dev/fd0.
Du bist wahrscheinlich von Windows gewöhnt, keine Befehle im Terminal -(fenster) einzugeben. Es gibt auch einen kernelbasierten Automounter.
Wenn man solche Brennprogramme wie nero für Linux verwenden will, ist davon eher abzuraten. nero hat Problem mit dem Automouter.
Wenn man sich ein wenig mit der Shell bash beschäftigt hat, wird man die vielen Kommandos und Unixbefehle mögen. Das sieht alles nur auf dem ersten Blick sehr kompliziert aus.
Bei Unix (FreeBSD beispielsweise) wird hauptsächlich die C-Shell und auch die alte Bourne-Shell verwendet. Die sind nicht so gut wie die bash-Shell von Linux.
Verwende möglichst oft die TAB-Taste vom Keyboard. Mit der TAB-Taste werden Unixbefehle und Dateien/Verzeichnisse automatisch erweitert. Das ist Klasse und erspart eine Menge Tipparbeit.
Mit den Cursortasten hoch und runter kannst du die Befehle zurückholen und auch editieren.
Außerdem läst sich die BASH wie die alte Bourne-Shell sehr gut programmieren. Das ist aber im Moment nicht so wichtig ;-).
