Hallo,
ich möchte meinen Server mit P3 800 MHz gerne ein wenig runtertakten, wie mach ich das am besten? Unter Mandriva gab es ein Utility names cpufreq o. Ä. damit ging das problemlos, unter Debian hab ich das Programm nicht gefunden...
Gruß und guten Rutsch :)
TimmintoR 2°°4
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Hallo
Im BIOS am besten :-) entweder Multiplikator und oder FSB runter setzen. CPU Erkennung von Auto auf manual setzen. Bei manchen Board s muss auf dem Board ein Jumper umgesetzt werden damit die Einstellung manual möglich ist . Siehe Handbuch.
MfG
René
Hi,
danke, aber im BIOS findet sich leider keine passende Einstellung.
Gruß
TimmintoR 2°°4
Hallo
Kann ich fast nicht glauben, gibt es ein Handbuch zu downloaden ?
MfG
René
Hi,
ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich keinen Plan hab welches Mainboard im Rechner steckt (hab das Teil gebraucht geschenktbekommen). Auf dem Board selbst finde ich leider auch keinerlei Typbezeichnung o. Ä.
Wenn du meinst, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit an der Jumperung liegt, dann such bemüh ich mich mal den Typ rauszufinden :)
Danke nochmal für deine HIlfe
Gruß
TimmintoR 2°°4
Den genauen Mainboard-Typen rauszufinden ist schwierig unter Linux, aber die verbauten Komponenten kannst du mit lspci sicher mal auflisten lassen.
Falls das Chipset ein Untertakten unterstützt, kannst du das bequem per Software machen. Linux bringt alles notwendige mit:
modprobe -l | grep cpufreq
Listet die verfügbaren CPU-Frequency-Scaling Treiber auf. Für den P3 wird das wohl irgend eines der speedstep-xxx Module sein. Ausserdem brauchst du noch einen governor nach Wahl, ich empfehle den ondemand, da der keine Userpace-Software braucht, erstmal aufs Minimum runtertaktet und bei Bedarf bis ans Maximum hochgehen kann.
Lade also mal:
modprobe cpufreq_ondemand
Und teste danach die Treiber:
modprobe speedstep-smi
Prüfe auf positive Meldungen im Kernel-Log
dmesg | tail
Falls kein Erfolg, kannst du das Modul wieder entladen:
modprobe -r speedstep-smi
Falls du Erfolg hast, kannst du noch etwas Feintuning in /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/ machen. Liste die dortigen Dateien auf (ls). Was sie machen, ist anhand des Dateinamens erkennbar. Mit cat dateiname kannst du die gesetzten Werte auslesen, mit echo wert > dateiname kannst du die Werte verändern.
Neben cpufreq gibt's auch noch andere Tools, z.B. powernowd, cpudyn, cpufreqd. Allerdings finde ich die Kernel-basierte Lösung etwas eleganter.
Hi mic,
vielen Dank für deine Antwort. Hat alle funktioniert, aber eine Frage hätte ich noch: in welcher Einheit muss ich der CPU die Wert eingeben? In Hz, KHz oder Mhz???
Viele Grüße
TimmintoR 2°°4
Wenn du die Taktfrequenz manuell angeben willst, musst du erst den userspace-Governor laden:
modprobe cpufreq_userspace
echo userspace > /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor
Anschliessend kannst du einen der Werte aus
cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies
per
echo xxxxxx > /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_cur_freq
übergeben. Andere Werte funktionieren nicht.
Bei mir schaut das ziemlich nach kHz aus:
$ cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies
2200000 2000000 1800000 1000000
Ich empfehle allerdings nach wie vor den ondemand-Governor, damit hast du das Optimum aus Leistungsfähigkeit und Untertaktung und musst nichts weiter tun :-) Den nutze ich auf allen Rechnern, die eine Frequenzanpassung erlauben.
Sorry für die späte Antwort und danke für die Infos :) Ich hab grad einen "falschen" Kernel am laufen (ohne cpufreq support) und kann momentan nciht neubooten, da ein Download läuft. Aber spätestens morgen werd ich es ausprobieren :)
Gruß
TimmintoR 2°°4
