Hallo zusammen!
Die Final-Version des Windows-Emulators WinE scheint immer näher zu rücken - Version 0.99 steht inzwischen zum Download bereit, alles weitere hier.
Nur interessehalber: Wer von euch benutzt eigentlich WinE? Wendet sich das hauptsächlich an Windows-Umsteiger, die - wenigstens für eine Übergangszeit - nicht auf ihre gewohnten Windows-Tools verzichten müssen, oder benutzen das auch alte Hasen?
CU
Olaf
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Huhu,
ich benutze es nicht.
Hatte es am Anfang mal versucht darüber ein Spiel (StarCraft) laufen zu lassen - das Ergebnis war trotz howto und Forumlesen eher ernüchternd - wenigstens gabs vom Spiel ne Fehlermeldung die ich vorher noch nie gesehen hatte also hats doch was gebracht ^^
Das lag übrigens damals daran das ich ne aktuellere Version als die anderen Leute verwendet hatte 8-(
Gruß Henning
Die werden wohl nie fertig werden, denn mit jedem größeren Update bzw. mit der nächsten Ausgabe von Windows (Vista) geht das Spiel doch wieder von vorn los ! :-(
Da richte ich mir doch gleich einen Dualboot ein, da man für den WinE ja doch eine Windowsinstallation benötigt !
Im Übrigen habe ich die wirklichen Anwendungen auch nie zum korrektem Lauf bekommen. Da ist mir dann die Zeit zu schade !
> da man für den WinE ja doch eine Windowsinstallation benötigt !
... nein, ist optional. Es geht auch ohne ...
> Da richte ich mir doch gleich einen Dualboot ein,
... das ist mir zu unpraktisch. Dann läuft immer gerade das falsche System ...
HTH, Z.
Es geht kaum mit, wie wird es dann wohl ohne erst aussehen !
Also ich habe bisher noch keine wirklich interessante Windowsanwendung zum Laufen bekommen.
Wobei ich sagen muss, wenn es nach 1 Stunde Test und Konfiguration nicht funktioniert, dann habe ich es nicht gebraucht.
Wie geht es denn ohne Windowsinstallation ? Installierst Du dann z.B. Office unter Wine ?
Windowsprogramme brauchen API-Funktionen aus dem Betriebsystemkern von Windows für Steuerelemente wie Bildlaufleisten und Buttons. Dann werden auch noch andere Funktionen aus dem Betriebsystemkern von Windows gebraucht. Das Problem dabei ist, das Linux statt den Windows API die Systemcalls vom POSIX-Standard benutzt. Außerdem gibt es bei Linux verschiedene Toolskits für diese Steuerelemente wie Bildlaufleisten und Buttons.
Wine versucht irgendwie diese zwei unterschiedlichen Betriebsysteme (Linuxbetriebsystemkern ist wie Unix posixkompatibel) zusammenzubringen. Dadurch gibt es aber immer wieder Probleme mit Windowsanwendungen die unter Linux nicht laufen.
Das beste ist einen PC-Emulator wie vmware zu starten und Windows unter Linux zu booten. Dann kann man eigentlich fast jede Windowsanwendung unter Linux starten, außer eventuell irgendwelche Computerspiele.
Der Windowsbetriebsystemkern ist irgendwie sehr kompliziert programmiert. Windows stellt für jeden Spezialfall eine eigene API zur Verfügung.
Unixsysteme sind da besser programmiert. Es gibt die Basissystemcalls open(), close(), write(), read (), fork() und execl(). Alle anderen Systemcalls bauen auf diese Systemcalls auf. Unix wurde so einfach wie möglich programmiert.
Ich lehne Windows total ab, ob nun als Anwender oder Hobbyprogrammierer .
Windows hat gegenüber Unix aber einen entscheidenden Vorteil. Es bietet 100 %ige Standard im Desktopbereich. Dadurch kann man immer "fremde" Programme unter Windows installieren. Bei Unix muß man immer die Programme nutzen , die für die jeweilige Unixvariante programmiert sind.
Linux bietet auch Standards für den Desktopbereich :
Die Linux-Standardbase.
Das ist der Vorteil von Linux gegenüber von den verschiedenen Unixvarianten .
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
WinE ist nichts für Enduser.
WinE ist eine unschätzbare Hilfe für Softwarehersteller und Systemintegratoren, die sich dadurch die Entwicklung nativer Versionen sparen können oder Software unter Linux verwenden können, die vom Hersteller nicht dafür vorgesehen war.
Das merkt man auch daran, dass WinE selbst bei versierten Linuxern gemischte Erfolgserlebnisse hinterlässt, auf WinE basierende Software wie WinEX, Cedega, CrossOverOffice und die Steuerprogramme von Buhl Data sehr wohl zuverlässig und stabil laufen.
HTH, Z.
Wine ist der hoffnungslose Versuch die chaotischen Windows-APIs in ordentliche POSIX Systemcalls von Unix umzusetzen.
Ich mag keinen Wine, ich drinke lieber irischen Whiskey (oder Scotch) ;-).
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
Zuhause spiele ich Deus Ex unter Wine. Ausserdem habe ich auf meinem Büro-PC Wine installiert, in der Hoffnung damit Dreamweaver8/Contribute3 nutzen zu können (das wäre das aus für einige Windows-Installationen gewesen...). Das wurde leider nichts, die erfordern nämlich den MSI3.1, welcher sich nicht installieren lässt.
Mit Hilfe der wine-tools ist's aber ein leichtes, jede Menge Software zum laufen zu kriegen.
...ich finde den Thread ganz informativ. Bezüglich der Nutzbarkeit als Emulator für Endanwender, insbesondere für Windows Umsteiger, scheint es unterschiedliche Auffassungen zu geben. Ich hätte es mir einfacher vorgestellt.
THX
Olaf
Ich würde Windowsumsteigern diesen Emulator empfehlen:
http://www.parallels.com/
Er hat in etwa die gleichen Leistungsdaten wie vmware und ist aber nur 49 $ teuer.
Im Linux-Magazin 01/2006 ist ein Artikel zum Vergleich zwischen VMware, Parallels und Qemu zu lesen.
Dieser Wine-Emulator hat einen falschen Ansatz. Windows ist total verschieden von Linux beim Konzept des Betriebsystemkernels.
> Dieser Wine-Emulator hat einen falschen Ansatz. Windows ist total verschieden von Linuxbild beim Konzept des Betriebsystemkernels.
Den 2. Satz verstehe ich sofort - den 1. nicht :-) Was genau ist denn prinzipiell verkehrt an WinE?
CU
Olaf
Ich finde es verkehrt Windows-API in Systemcalls von Linux /Unix umzusetzen.
Die Windowsprogramme rufen keine Systemcalls von Linux auf, sondern die Windows-APIs. wine muß diese Windowsfunktionen abfangen und die Systemcalls von Linux aufrufen. Außerdem müssen noch die APIs für Steuerelemente in entsprechende Linuxfunktionen umgewandelt werden.
Dazu sind die beiden System zu verschieden und die Folge davon ist, das kaum ein Programm richtig läuft.
Wenn aber das ein oder andere Programm laufen sollte, dann kann man wine ja auch benutzen.
Ich würde aber trotzdem die 49 $ in parallels investieren und Windows unter Linux zu booten. Dann kann man jedes Windowsprogramm unter Linux starten, mal abgesehen von Computerspielen.
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
