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@KarstenW.

Kuehlwalda / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi,

Wuerdest du mir bitte noch eine Antwort auf meine letzte Frage weiter unten geben (s. Posting "142min Bootvorgang ..."), falls du sie weisst? - Ich habe den Eindruck es liest keiner mehr, weil wohl dort unten niemand mehr hinschaut. - Du hattest mir den tollen Tipp mit "badblocks" gegeben, das war klasse. Und genau dazu habe ich noch die eine letzte Frage ... Hoffentlich kannst du auch dazu noch etwas sagen.
Ich stehe nun vor der Neuinstallation und brauche noch die Info.
Danke
Kuehlwalda

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KarstenW Kuehlwalda „@KarstenW.“
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So wie ich es verstanden habe, gibt badblock nur die gefundenen schlechten Dateisystemblöcke aus. Man sollte badblock laut Manpage nicht direkt aufrufen, sondern das Programm e2fsck mit der Option -c starten. Man braucht dann nicht an badblock die richtige Größe der Dateisystem Blockgröße angeben.

Wenn man e2fsck mit der Option -c benutzt, dann werden die gefundenen schlechten Blöcke markiert:
"If any bad blocks are found, they are added to the bad block inode
to prevent them from being allocated to a file or directory."

Prüfungen am Dateisystem ext3 soll man mit dem befehl badblocks nur vornehmen , wenn die entsprechende Partition nicht gemounted ist.
Entweder mit "umonut /Verzeichnis" die entsprechende Partition raushängen oder eben Knoppix starten und badblocks unter Knoppix starten.
In der Manpage zu badblock steht das man eigentlich das Programm e2fsck mit der Option -c benutzen soll:



-c This option causes e2fsck to use badblocks(8) program to do a read-only scan of the device in
order to find any bad blocks. If any bad blocks are found, they are added to the bad block inode
to prevent them from being allocated to a file or directory. If this option is specified twice,
then the bad block scan will be done using a non-destructive read-write test.

"e2fsck -c /dev/Partitionsoundso" readonly Test
"e2fsck -cc /dev/Partitionsoundso" read write Test


Ließ mal die Manpage zu badblocks und e2fsck durch.

Man soll nie Prüfungen am Dateisystem vornehmen, wenn die entsprechende Partition gemounted ist.
Da bei meinem Debian keine Live-CD dabei ist, nehme ich immer Knoppix für Dateisystemprüfungen mit badblocks und e2fsck.
Bis jetzt hatte ich aber noch nie Probleme mit ext3.

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Zaphod KarstenW „So wie ich es verstanden habe, gibt badblock nur die gefundenen schlechten...“
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Du solltest auf diese Platte nicht mehr installieren. Wenn du erstmal bad blocks hast, werden das ganz schnell mehr. Bad Blocks treten erst dann auf, wenn die "eingeplante" Menge an defekten Sektoren der Platte erschöpft ist und die Platte also wirklich ernsthaft beschädigt ist.
HTH, Z.

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KarstenW Nachtrag zu: „So wie ich es verstanden habe, gibt badblock nur die gefundenen schlechten...“
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PS: Vielleicht hast du badblock nur mit den falschen Parametern aufgerufen. Nimm mal lieber das Programm e2fsck mit der -c Option mit einer Live-CD wie Knoppix.
Du hattste aber das ReiserFs, oder ?
Dann mußt du badblocks die richtige Größe der Blockgröße in Byte angeben.
Ich habe mit ReiserFs keine Erfahrung. Ich weiß nur das ext3 relativ alt ist, der Programmcode nun ausgiebig getest wurde und daher fehlerfrei sein sollte.
Ich hatte von SUSE immer den Eindruck, das man für SUSE so eine Art Betatester ist. Debian legt viel größeren Wert auf einen stabilen fehlerfreien Programmcode. Ich würde an deiner Stelle mal über einen Wechsel der Distribution nachdenken.

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KarstenW Nachtrag zu: „PS: Vielleicht hast du badblock nur mit den falschen Parametern aufgerufen. Nimm...“
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PPS: Hast du schon mal SMART-Monitoring der Festplatte im BIOS aktiviert ?
Normalerweise werden de schlechten Festplattensektoren vom BIOS markiert. Das funktioniert unabhängig vom Betriebsystem.

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Kuehlwalda Nachtrag zu: „@KarstenW.“
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Hi Karsten, Hi Zaphod und alle andern,

Nochmals tausend Dank fuer eure Tipps.
Ich habe mich nun entschieden, die "defekte HDD" einfach weiter zu betreiben,
denn alle Daten sind gesichert und ich will es einfach drauf ankommen lassen.
Dann kann ich beruhigt herumspielen und probieren und wenn sie irgendwann endgueltig
defekt ist, ist auch nichts verloren.
Seit gestern abend laeuft mein PC auch wieder mit normalem Tempo hoch. Einfach so, ich
weiss nicht warum.Die gefundenen Badblocks gibt es immer noch, ich
habe es sofort ueberprueft.
Aber nun zu Euren Vorschlaegen:
Den Befehl "badblocks -svn -o outputfile.txt /dev/hdax" hatte ich sehr wohl von
Knoppix aus aufgerufen und es stimmt, dass ich ReiserFS habe. Ich weiss jedoch nicht wie
man die Blockgroesse bestimmt um diese dem Befehl mitzugeben. Das scheint jedoch nicht
weiter tragisch zu sein, denn schliesslich bekam ich eine praezise Angabe der defekten
Bloecke. Smartmonitoring hatte ich im BIOS schon immer aktiviert und die Meldung
"S.M.A.R.T. capable and status OK" erscheint auch jedesmal beim Booten. Das war auch so
als er sehr lange zum Booten benoetigte, scheinbar hat das in meinem Fehlerfall nichts zu
sagen denn wenn Zaphods Aussage zutrifft, (was ich nicht bezweifle !) dass die
"eingeplante Menge" defekter Sektoren errreicht ist, dann wird danach offensichtlich vom
BIOS keine weitere Meldung ausgegeben.
Jetzt lass ich die Kiste mal laufen, bis sie irgendwann gar nicht mehr will und dann ist
immer noch Zeit die HDD zu pensionieren.
Vielen Dank nochmal an alle die sich hier beteiligt haben. Ich hab' wieder einiges dazu-
gelernt.

Kuehlwalda

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KarstenW Kuehlwalda „Hi Karsten, Hi Zaphod und alle andern, Nochmals tausend Dank fuer eure Tipps....“
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ReiserFS habe ich noch nie benutzt. Ich setze lieber auf alten fehlerfreien Programmcode.
Wenn du ext3 hättest , kannst du mit dem Programm tune2fs die Blockgröße herausbekommen:

tune2fs -l /dev/hda2

tune2fs 1.39 (29-May-2006)
Filesystem volume name: /
Last mounted on:

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