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142min zum Booten - Filesystem?

Kuehlwalda / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi,

Gestern abend brauchte mein PC erstmals ca. 2h zum Booten. Danach ging alles normal, ich konnte nichts besonderes
feststellen. Es war auch die Tage/Wochen vorher nichts außergewoehnliches passiert. Ich habe nichts installiert oder
HW eingesteckt.

Heute morgen habe ich dann mal die Zeiten einigermaßen festgehalten:

Um 7:53h den PC eingeschaltet (SuSE 9.2 mit ReiserFS, 160GB HDD, 1GB RAM, 1800MHz) und er blieb im Bootvorgang bei folgender Meldung stehen:

/dev/hdc
setting using_dma to 1 (on)
xfermode to 66 (UltraDMA mode 2)
using_dma = 1 (on)

Um 9:03h habe ich ihn dann mit dem Resetknopf neu gestartet. Er blieb an der gleichen Stelle haengen. Um 10:12h stand er
noch immer dort. Um 10:37h war er bei "Starting HW Scan on boot" stand aber auch hier! Um 11:00h noch immer an dieser Stelle war er dann um 11:25h endlich hochgefahren (vielleicht auch etwas früher, ich saß nicht staendig daneben).


Hier noch ein paar Meldungen aus der /var/log/messages (in der /var/log/boot.msg war nichts besonderes zu finden):
Der Bootvorgang bis zum Login dauerte also wie gesagt von 9:03h - 11:25h:

Die u.g. Uhrzeiten aus der /var/log/messages sind nicht korrekt, da meine Uhrzeit am PC nicht korrekt eingestellt sind:

Der erste Bootvorgang (7:53h-9:03 Realtime, bis zum Reset) dauert lt. Zeitangabe in der /var/log/messages von 8:22-17:49h. Offensichtlich bleibt auch die Uhr stehen wenn der PC haengt. Der zweite Bootvorgang (9:03h-11:25h Realtime, bis zum Login) von 17:49h - 18:41h.

Die erschreckendste Meldung die ich finden konnte:

08:22:28 Wallace kernel: ldm_validate_partition_table(): Disk read failed.

Allerdings kommen danach noch 113 Zeilen mit genau gleichen Uhrzeit. Scheinbar ist er da nicht stehengeblieben, oder ?

Den groeßten Zeitsprung finde ich hier:

17:49:38 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev fd0, sector 0
17:49:38 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev fd0, sector 0
17:55:47 Wallace kernel: SCSI error : return code = 0x6000000
Diese Meldungen habe ich mit verschiedenen Sektoren und Bloecken bis:
18:41:17 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 0
Danach konnte ich mich dann anmelden.

Kann mir jemand sagen, was ich tun muss, damit er wieder normal bootet. Neue HDD kaufen? Hoffentlich nicht.

Ich werde ihn jetzt nicht mehr ausschalten und hoffe auf eure Antworten.

Danke

Kuehlwalda

Yesterday is history, tomorrow is a mistery, today is a gift - that's why it's called the present.
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hansapark Kuehlwalda „142min zum Booten - Filesystem?“
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hallo. in den 2 stunden hättest du eventuell auch das gesamte system neu aufsetzen können.
wobei ich nicht weiss wie das bei linux geht.
ich habe windows und bei derart vielen fehlermeldungen würde ich sicher neu installieren.

gruss t.

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Zaphod hansapark „hallo. in den 2 stunden hättest du eventuell auch das gesamte system neu...“
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Das ist bei Linux Blödsinn. Nicht das System ist kaputt, sondern die Hardware ...
HTH, Z.

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Zaphod Kuehlwalda „142min zum Booten - Filesystem?“
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Mache schnellstens! eine Datensicherung und kaufe dir eine neue Festplatte ...
HTH, Z.

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neanderix Kuehlwalda „142min zum Booten - Filesystem?“
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Neue HDD kaufen

Exaktamente.
Hinweis darauf:

08:22:28 Wallace kernel: ldm_validate_partition_table(): Disk read failed. und vor allem:
17:49:38 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev fd0, sector 0
17:49:38 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev fd0, sector 0

so wie
18:41:17 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 0

Dein System wird irgendwann in den näxten Tagen *gar nicht mehr* booten.

Volker
Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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Firebolt neanderix „Neue HDD kaufen Exaktamente. Hinweis darauf: 08:22:28 Wallace kernel:...“
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Obwohl ich den Beiden oben drüber zustimme, kann es auch sein, dass sich dein Controller verabschiedet hat, bzw. ein Fehlverhalten hat.
Trotzdem, eine Datensicherung ist generell zu empfehlen und ein Test mit einer weiteren SCSI ebenfalls.

Generelles Problem, beim Linux kann das System nur selten einen Defekt bekommen, aber die Hardware kann manchmal nicht richtig konfiguriert sein, was zu Schreibfehlern führt. Das will ich an dieser Stelle dir nicht unterstellen, dass du die Installation falsch gemacht hast, aber es kann möglich sein.

Ciao
Firebolt

Rechtschreibkorrekturfarm ! LoeLio
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KarstenW Kuehlwalda „142min zum Booten - Filesystem?“
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Da passt was nicht zusammen:

"dev/hdc
setting using_dma to 1 (on)
xfermode to 66 (UltraDMA mode 2)
using_dma = 1 (on)"

"17:55:47 Wallace kernel: SCSIbild error : return code = 0x6000000
Diese Meldungen habe ich mit verschiedenen Sektoren und Bloecken bis:
18:41:17 Wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 0"


Ist das eine SCSI Festplatte oder eine ATA-Festplatte? Den UDMA Modus für eine SCSI Festplatte einzuschalten macht wenig Sinn.

Vielleicht fehlen einfach die passenden treiber oder der treiber ist fehlerhaft. Was für IDE Chipsätze sind denn eingebaut ?
Oder gibt es da einen SCSI-Controller?

Es kann auch am Dateisystem liegen. Vielleicht hat der Treiber vom Dateisystem einen Programmierfehler. Probier einfach mal eine andere Distribution mit dem ext3 dateisystem.
Mit ext3 habe ich noch nie Probleme gehabt.

Wenn die Festplatte wirklich defekt ist, dann kann man das mit badblocks herausfinden. Starte Knoppix und teste mit badblocks die entsprechende Festplattenpartition. Die Manualpage gibt genauere Auskunft:
"man badblocks"
Ich weiß nicht, ob badblocks mit Reiserfs funktioniert. Ich benutze immer noch ext3. Der Programmcode von Ext3 ist schon sehr alt und fehlerfrei.

Du kannst auch mal Knoppix starten und memtest aus dem Bootmenü laufen lassen. Bei meinem K7Athlon ist ein Speichermodul kaputt gegangen. Da kam dann immer so eine "Segmentation Fault" Fehlermeldung.
Probier einfach mal Ubuntu. Ist ja kostenlos, bevor du eine neue Festplatte kaufst:

http://wiki.ubuntuusers.de/

Software unterliegt keinem Ursache-Wirkungsprinzip. Man kann deshalb nicht unbedingt von irgendwelchen Fehlermeldungen auf die Ursache schließen.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Kuehlwalda KarstenW „Da passt was nicht zusammen: dev/hdc setting using_dma to 1 on xfermode to 66...“
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Hi,
Vielen Dank für Eure zahlreichen Tipps. Zunächst einmal: Es ist keine SCSI-Hardware vorhanden, ich habe eine SATA von Samsung mit 160GB. Die läuft bei mir seit November 2004 problemlos. Demnach kann es nicht an fehlenden Treibern liegen.
Derzeit bin ich am Datenretten was, kurz gesagt, so abläuft: Auf altem 400MHz PC Knoppix starten, Netzwerk einrichten und per "rcp" die Daten herüberkopieren. Allerdings reißt der Kopiervorgang wenn ich viele MB kopiere (zu sichern sind 13 GB !) immer wieder ab, weil Knoppix die per r,w gemountete Partition der HDD im 400MHz PC (auf die ja gesichert werden soll) während des Kopiervorgangs plötzlich auf nur "read" umschaltet. Wenn ich mit "mount" nachsehe, steht da jedoch noch immer r,w drin. Ich entmounte sie dann und binde sie wieder lesend und schreibend ein und meistens klappt dass dann. Mitunter aber auch nicht, dann hängt sich alles auf und ich muss den alten PC mit Knoppix (Version 3.7) ausschalten und neu starten.
Soviel hierzu, ich bin nun fast am Ende, werde den Rest auch noch rüberbekommen.
Auf Karstens Rat werde ich vorerst mal keine HDD kaufen, sondern zunächst mein SuSE 9.2 (derzeit habe ich nur das) neu darauf installieren und ext3 filesystem verwenden. Ich will auch mit badblocks nach Fehlern suchen. Karsten, vielen Dank auch für den Tipp, dass SW nicht dem Ursache-Wirkungsprinzip unterliegt. Das lässt einem auch noch an anderen Ecken suchen.
Ich werde weiter berichten, kann aber mitunter immer ein paar Tage dauern bis ich wieder am Netz bin.
Kuehlwalda

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Kuehlwalda Nachtrag zu: „Hi, Vielen Dank für Eure zahlreichen Tipps. Zunächst einmal: Es ist keine...“
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Hi,

Mein PC läuft plötzlich wieder fast normal hoch. Er steht nur noch zu Beginn, bei "Autodecting Harddisk" ca. 30s lang. Dann nochmal bei "Loading GRUB Stage2" einige Sekunden. Danach bootet er normal, ich kann mich auch wieder anmelden. Da mir scheint, dass hauptsaechlich die Homepartition betroffen ist, habe ich meine Daten (ca. 13 GB) mal probeweise komplett von /home nach /usr kopiert. (Ich habe je eine eigene Partition für /boot, /home, /opt, /tmp, /var und /usr). Das hat auch funktioniert allerdings ging die Kopiergeschwindigkeit zwischendurch bis auf sage und schreibe 10KB/s zurück.
Auf dem alten PC, auf den ich bisher die Daten per "rcp" kopiert habe, habe ich nun fast alles gerettet, nur noch ein knappes GB fehlt. Das kriege ich nicht mehr rüber, denn ständig mountet mir das Knoppix die Sicherungs-HDD während des Kopiervorgangs read only. (s.a. vorheriges Posting). Weiss jemand wie man das wieder r,w mounten kann?
Mit "badblocks" bin ich über alle Partitionen (/home ist 50 GB groß, das läuft derzeit noch. Ergebnis: /boot und /var sind OK. In /opt findet er 2 Badblocks, in /tmp auch 2 und in /var findet er 1 ! - Frage: Ich konnte keinerlei Hinweis finden, dass die defekten Blöcke isoliert wurden. Ist das durch das Finden bereits erledigt? – Und wenn ja, wie kann ich bei einer Neuinstallation verhindern, dass in den defekten Blöcken weiterhin Daten abgelegt werden?
Danke für eure Tipps
Kuehlwalda

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Kuehlwalda Nachtrag zu: „Hi, Mein PC läuft plötzlich wieder fast normal hoch. Er steht nur noch zu...“
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Hi,

Bin wieder hier: Mit dem PC mit defekter HDD: Sie hat insgesamt 8 badblocks, davon 3 auf /home, 2 auf /opt, 2 auf /tmp und 1 auf /usr. Mit Knoppix den Rest kopieren kann ich ueberhaupt nicht mehr, da sich am alten PC den ich damit starte die HDD nicht mehr r,w mounten laesst. Es sieht zwar danach aus, aber auch wenn man auf der gemounteten HDD sofort eine Datei kopieren moechte heisst es sie sei nur read only gemountet. Kann das ein Hinweis sein, dass auch diese alte HDD langsam ihrem Ende zu geht? Oder haengt dies an Knoppix 3.7 ? - 534 MB haette ich noch zu retten. Aber das will einfach nicht klappen. Muss jetzt mal schauen, dass ich woanders 'ne Live-CD herbekomme ...
Bis dann
Kuehlwalda

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Kuehlwalda Nachtrag zu: „Hi, Bin wieder hier: Mit dem PC mit defekter HDD: Sie hat insgesamt 8 badblocks,...“
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Hi,

Mit einer Live-CD aus dem Linux-Magazin habe ich nochmal versucht die restlichen 534MB auf den alten PC (400MHz) zu kopieren. Klappte nur teilweise, der Kopiervorgang riss irgendwann mittendrin ab und der PC war total blockiert, ich musste ihn ausschalten. Dann habe ich einen zweiten alten PC reaktiviert und dort die Linux-Magazin Live-CD gestartet. Das Kopieren auf dessen HDD war erfolgreich, so gesehen habe ich mein 13GB nun gerettet. - Wirklich? 12,5GB liegen auf einer HDD auf die sich nichts mehr kopieren lässt. Ich hoffe, wenn es soweit ist, dass ich da noch 'was herunterkopieren kann.
Also nochmal meine Frage (hoffentlich liest die noch jemand): Die von "badblocks" gefundenen defekten Bloecke, sind die nun auch für eine Neuinstallation markiert, damit dort keine Daten mehr abgelegt werden können? - Und falls nicht, wie kann ich bei einer Neuinstallation das Ablegen der Daten an diesen Stellen verhindern?
Hat noch jemand einen Tipp ?
Danke
Kuehlwalda
P.S.: Ich habe nun SuSE 10.1 bekommen. Das moechte ich eigentlich so bald wie möglich installieren.

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