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wo ist mein speicherplatz?

Silent Bob / 4 Antworten / Baumansicht Nickles

hallo,

ich habe eine frage. habe auf meinem rechner suse 9.3 installiert, auf einer 18gb scsi festplatte. habe die automatische partitionierung gewählt und gesagt "komplette platte löschen".

nun habe ich von den 18gb ca. 5 gb belegt. wenn ich den befehl "df" eingebe, werden mir aber 47% belegter speicherplatz angezeigt.
mir fehlen ca. 9gb speicher! wo sind die hin?
kann das was mit dem ordner "data1" zu tun haben, der im stammverzeichnis liegt, aber keinen inhalt hat?
in der fstab ist dieser nämlich mit /dev/sda1 gemountet und mein stammverzeichnis ist auf /dev/sda6 gemountet.

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KarstenW Silent Bob „wo ist mein speicherplatz?“
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Die Installationsroutinen sind bei SUSE sehr automatisch und oft auch sehr fehlerhaft programmiert. Ich würde SUSE nicht die automatische Partitionierung meiner Festplatte anvertrauen.

Gib mal den Befehl "fdisk -l" ein:

fdisk -l :

Disk /dev/hda: 123.5 GB, 123522416640 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 15017 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/hda1---- 1---- 1275---- 10241406---- 7 HPFS/NTFS
/dev/hda2---- 2551---- 15017---- 100141177+---- f W95 Ext'd (LBA)
/dev/hda3---- * 1276---- 2550---- 10241437+---- 17 Hidden HPFS/NTFS
/dev/hda5---- 2551---- 6375---- 30724281---- 83 Linux
/dev/hda6---- 6376---- 11065---- 37672393+---- 83 Linux
/dev/hda7---- 11066---- 11193---- 1028128+---- 82 Linux swap / Solaris
/dev/hda8---- * 11194---- 15017---- 30716248+ 83 Linux

Partition table entries are not in disk order

Die Zylindernummern (Start - Ende) müssen aufeinander folgen. Sonst ist die Festplatte nicht richtig partitioniert worden.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Silent Bob KarstenW „Die Installationsroutinen sind bei SUSE sehr automatisch und oft auch sehr...“
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hi,

ja das sieht bei mir ähnlich blöd aus.
ich werde das system mal neu installieren und versuchen per hand zu partitionieren.

jetzt ist nur die frage: ich werde dann 2 festplatten verwenden. auf die 9gb scsi soll nur das betriebssystem. auf die 2te platte soll die swap partition und meine daten. da der rechner nur 128mb ram hat, sollte eine 800mb swap partition ausreichen. welches dateisystem nehme ich dann am besten für die betriebssystemplatte und die daten?

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KarstenW Silent Bob „hi, ja das sieht bei mir ähnlich blöd aus. ich werde das system mal neu...“
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Ich nehme immer ext3 als Dateisystem. Es ist schon relativ alt (Programmcode ist sehr fehlerfrei), hat ein Journal zur Speicherung von Metadaten des Dateisystems und hat sich bei mir bewährt.
Mit dem Journal kann das Dateisystem im Fehlerfall eventuell wieder repariert werden und die Prüfung des Dateisystems geht beim Wiederhochfahren des Rechners schneller,da nur die vorher geöffneten Dateien auf Fehlerfreiheit überprüft werden müssen.

Vielleicht kann man auch das Reiser-Filesystem nutzen. Es soll auch sehr stabil laufen. Ich kenne mich mit ReiserFS aber nicht aus.
Die neueren Dateisysteme wie ReiserFS 4, XFS, JFS sind meist performanter , also schneller, aber auch fehleranfälliger, da der Programmcode noch relativ neu ist und noch nicht so ausgiebig auf Fehlerfreiheit getestet wurden.

ext2 ist eigentlich nur noch für /tmp-Partitionen zu gebrauchen.
Man kann Linux auf sehr viele Partitionen aufteilen. Der Vorteil ist dabei, das die Pfadangabe zu den Dateien immer erhalten bleibt. Es spielt also keine Rolle ob /home nur ein Unterverzeichnis ist oder /home auf einer eigenen Partition sich befindet. Der Pfad zu den Programmen und Dateien bleibt immer gleich !

Der Sinn hinter dieser Partitionierung ist die Verbesserung der Systemstabilität und die Vereinfachnung von Backups , vor allem im Serverbereich. Wenn die Festplatte "volläuft" durch Daten aus dem Internet der Benutzer oder durch einen fehlerhaften Loggingprozess im /var - Verzeichnis, bleibt das System stehen, wenn der Betriebsystemkern nicht mehr auf die Festplatte schreiben kann.

Die /swap-Partition wird für die Auslagerung von Speicher genutzt und ist schneller als eine Auslagerungsdatei, da die Daten sequentiell gelesen und geschrieben werden können.
Die /var-Partition schützt vor einem fehlerhaften Loggingprozess (ist mir noch nicht passiert das eine gigabytegroße Logdatei entstanden ist)
Die /home-Partition ist vor allem sinnvoll , wenn mehrere Benutzer den Rechner nutzen.
Mehr Partitionen werden nur im Serverbereich angelegt.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Silent Bob KarstenW „Ich nehme immer ext3 als Dateisystem. Es ist schon relativ alt Programmcode ist...“
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ah, ich verstehe...

so, also ich habe jetzt grad die installation laufen (restzeit ca. 8stunden, weils nur ein 266er pentium2 ist *g*).
habe auf der 9gb scsi platte nur den mountpoint / gesetzt und mit reiser formatiert.
die swap partition (900mb) liegt am anfang der zweiten platte (18gb) und der rest ist mit ext3 formatiert und dient mir nachher für die daten.

so, bin jetzt mal gespannt, ob das alles soweit funktioniert.

schönen tag noch

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