möchte linux auf meinem laptop installieren,wie muss ich vorgehen und wo finde ich die benötigten programme??? zuvor war win 98 SE auf dem laptop. mit freundlichen grüssen f a peter
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welche distribution möchtest du verwenden?
Und ungefähr, wie es ausgestattet ist, bitte.
Wenn du DSL hast kannst du ja kUbuntu oder ubuntu nehmen. Die benötigten Programme werden dann von Internetservern nachinstalliert.
Ohne DSL würde ich Debian oder eventuell SUSE nehmen, wobei ich immer den Eindruck hatte das SUSE sehr fehlerhaft programmiert ist. Debian ist aber mit mehr Lernaufwand verbunden.
Die Distributionen haben Paket- oder Installationsmanager für die Installation von Programmen. Es gibt apt (dpkg läuft im Hintergrund) bei Debian und rpm wird von SUSE und Red Hat verwendet.
Das größte Problem werden die Treiber sein. Du mußt einfach mal probieren ob alle Treiber verfügbar sind. Die neueren Betriebsystemkerne bringen dann auch mehr Treiber mit.
Momentan ist Version 2.4.14 ganz aktuell. Du kannst dir den Programmcode des kernels auch herunterladen und dir einen eigenen Betriebsystemkern selbst kompilieren:
http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/
Wenn du nicht weiß was ein Kompiler wie der gcc macht, ist das auch nicht schlimm.
Die Ditribution ist eigentlich egal, sofern der Programmcode sehr feherfrei ist. Ich bevorzuge deshalb Debian.
Die Distributionen laden sich nur den Programmcode der Programm aus dem Internet herunter und kompilieren ihn. Deshalb ist Linux mehr oder weniger ein einheitliches Betriebsystem.
"Momentan ist Version 2.4.14 ganz aktuel"
ist falsch , ich meinte die Version 2.6.14.
@karstenw:
ich finds ja toll, wie du dich hier engagierst und jedem, der fragen hat, umfassend und umfangreich hilfts.
aber wieso verschreckst du die neulinge so oft mit kernel selbst kompilier-vorschlägen? warte doch damit, bis sie sich melden, dass diese oder jene hardware nicht funktioniert. ;-)
die distributoren (von binärdistributionen - metadistros wie gentoo, sourcemage und lfs lass ich mal aus) liefern eigentlich alle vorkompilierte kernel mit, welche eigentlich immer funktionieren. da sind alle treiber vorhanden, welche der vanilla-kernel auch schon drin hat. dazu kommen oft noch weitere treiber und sonstige patches.
von dem her halte ich das selbstkompilieren für eher unnötig. ausserdem kann dies zu bootproblemen führen. linux-unerfahrenheit, instant-binärdistribution und selbstkompilat beissen sich zu oft.
um externe treiber hinzuzufügen (z.b. für nvidia- oder ati-grafikkarten) genügt es eigentlich, die kernel-header und die kernel-source zu installieren. anhand von dem kann das treiberinterface an den laufenden kernel angepasst werden.
einverstanden?
Ja gut, ich wollte meistens nur erklären, das die Distribution an sich egal ist. Viele Leute denken das es verschiedene Linux-Betriebsysteme gibt, so wie es bei Unix der Fall ist.
Den Programmcode vom Linux-Betriebsystemkern habe ich bis jetzt noch nicht verstanden. Deshalb war die Installation von Linux-Treibern auch nicht ganz klar.
Ich dachte immer, das bei einem monolitischen Betriebsystemkern viel mehr Anpassungen am Programmcode nötig wären , um einen fremden Treiber zu integrieren.
Microkernel wie der von Minix arbeiten mit Nachrichten , die zwischen den einzelnen Kernelmodulen ausgetauscht werden. Die Kernelmodule sind völlig unabhängig vom übrigen Kern so wie ich Andrew Tanenbaum in seinem Buch "Operating Systems - Design and Implementation" verstanden habe.
Das Treiberinterface enthält wohl Informationen wie die kompilierte Objektdatei zum übrigen Betriebsystemkern hinzugelinkt wird, oder?
Ich weiß halt nicht ganz genau, wie das Laden von einem Kernelmodul abläuft und wie das Kernelmodul mit dem übrigen Betriebsystemkern verlinkt wird. Ich kann nur C und ein wenig C++ und weiß leider nicht mal wie ein Linker wie der ld-Linker von Linux funktioniert.
Aber Treiber sind wohl schon immer unter Linux Mangelware gewesen.
Die Industrie würde sich wundern, wenn die Leute nur noch Linux-kompatible Hardware kaufen würde.
PS: Die Standardbetriebsystemkerne funktionieren schon. Ich habe aber früher, als ich noch SUSE nutzte, immer wieder erlebt, das es mit dem Standardkernel Probleme gab.
Ich habe beispielsweise den Befehl "cdrecord --scanbus" auf der Konsole eingegeben und bekamm eine Kernelpanik vom Kern gemeldet. Erst nachdem ich einen eigenen Kern kompiliert habe, war das Problem beseitig. Ich glaube das solche Probleme mit den aufgebähten Standardbetriebsystemkernen zu tun haben. Wenn zuviele Treiber im Kern sind, für die es keine Hardware im Rechner gibt, könnte es da nicht Probleme geben, wenn die Treiber versuchen die Hardware zu erkennen und zu initialisieren ?
Weiß ich nicht genau , aber ich hatte immer diese Probleme mit dem Brennprogramm cdrecord.
Das waren noch die älteren Betriebsystemkerne 2.0.x und 2.2.x.
wenn du schon solche fragen stellst, dann würde ich die finger von linux lassen. gerade, wenn es auf ein notebook soll.
Hallo faper,
ich habe kürzlich versucht, die Suse 9.3 auf einem PC zu installieren:
Pentium III 450 MHz, 256 MB SDRAM und einer älteren Festplatte mit etwa 4500 rpm und 3,2 GB Speicherplatz. Das System war nach einer stundenlangen Installation von 3 der Suse-Iso-Linux-CDs hoffnungslos überfordert, dass ich mich entschieden habe, darauf Windows 98 zu installieren ;-)
Daraus folgere ich, dass du mindestens eine CPU im Gigahertz-Bereich haben solltest und besser noch mehr als 256 MB Arbeitsspeicher.
Hier gibt es kostenlos Suse 9.3 und Suse 10.0 (brandneu) zum Downloaden. Es handelt sich dabei um ISO-Images, mit der du die Installations-CDs oder -DVDs brennen kannst.
Vielleicht gibt es ja noch schlankere Distributionen.
MfG
UselessUser
Ich habe noch einen Pentium 1 und einen K6 500 MHz. Debian läuft auf beiden Rechnern relativ gut. Notfalls mußt du auf KDE oder Gnome verzichten und einen alten einfachen Windowmanager wie Blackbox installieren.
Du hast SuSE installiert (was an für sich schon ziemlich fett ist) und dazu noch KDE, womöglich noch mit allen Effekten - das kann nichts werden!!
Ich habe hier auf einem P1-Rechner mit 233MHz, 128MB Ram und einer alten 2GB Festplatte Debian installiert, als WindowsManager IceWM - der läuft recht schnell, für Internet (Galeon), Mail (sylpheed) und einem schlanken Office (Abiword) ist der immer noch zum Arbeiten geeignet - er ist sogar oftmals nur am idlen, man könnte auch einen 133er verbauen ohne größere Einbußen.
Auf einem anderen Rechner mit 500MHz, 256MB Ram, 8GB Festplatte habe ich Ubuntu (setzt auf Debian auf) mit Gnome installiert. Es läuft zwar nicht ganz flüssig, aber immer noch gut nutzbar, auch mit OpenOffice, Firefox, Evolution, ....
Übrigens soll noch Slackwäre für alte Rechner gut sein (SuSE ist zwar mal aus Slackware entstanden, hat aber kaum noch was gemeinsam, v.a. mit der Sparsamkeit sieht es schlecht aus). Und auch DeliLinux, eine kleine Linux-Distri, die auch auf einem 486er flüssig läuft.
