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Debian Sarge - wie X-Server ausschalten?

johnT / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Ich habe immer noch Probleme mit dem Nvidia-Grafikkartentreiber unter Sarge. Bekomme immer die Meldung auf der Konsole, dass erst der X-Server ausgeschaltet werden muss. Wenn ich mit init 3 in den runlevel 3 wechsel, erscheint die grafische Oberfläche von Gnome. Auch unter init 1 soll laut Treiber der X-Server noch gelaufen sein. Kann mir jemand weiterhelfen damit ich den Treiber installieren kann?

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gerfield johnT „Debian Sarge - wie X-Server ausschalten?“
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Die "brachiale Methode", wie ich sie bezeichnen würde, wäre diese:

Unter /etc/init.d/ liegt allerei Krempel, der beim Start geladen wird. Eines davon ist gdm, kdm, oder xdm, je nachdem ob du GNOME, KDE oder einen anderen WindowManager einsetzt. Du könntest ganz einfach als root ein rm -f /etc/init.d/gdm (eventuell anpassen) ausführen, und beim Start würde kein Gnome mehr geladen. Das geschieht nach dem Login erst nachdem zu startx eingibst (vielleicht musst du vorher das x-window-system und x-window-system-core [man beachte: window, nicht windowS!] installieren, aber ich glaube GNOME zieht das automatisch bei der Install hinterher). Ich habe das Textlogin mit einem "X auf Wunsch" lieber, aber das musst du ja selbst entscheiden.

Übrigens (und wichtig für dich): Frag mich nicht, wie du /etc/init.d/gdm wieder bekommst! Ich selbst lösche den ja nur .... ganz intuitiv - wie Linux ja ist - reicht wohl die Datei wo anders hin zu sichern und dann wieder zurück zu verschieben. Aber das musst du selbst austesten bzw. nachlesen.

Hoffe das Ganze hilft dir etwas, wenigstens ansatzweise ;-)

GrußgerfieldIn a world without walls and fenceswho needs Windows and Gates?
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gerfield Nachtrag zu: „Die brachiale Methode , wie ich sie bezeichnen würde, wäre diese: Unter...“
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Ok, wie ich so bin habe ich einen Schissdreck geschrieben ..... (wie ich gerade im Chat konstruktiv erfahren habe ;-) )

Also .... man löscht nur in /etc/rcX.d (X = eine Zahl zwischen 0 und 6 + S) rum, da sind die Runlevel. In /etc/init.d befinden sich die ganzen Skripte dazu. Und zwar Skripte, keine symbolischen Links, die liegen in den Runlevel-Directorys ...... dann ist auch klar, wie man vorgeht, um ein geschlöschtes Symlink zurück zu bekommen: ln -s /etc/init.d/gdm /etc/rcX.d/gdm.


Hoffe, das hilft dir noch mehr. Vielleicht schreibt ja noch jemand was.... ;-)

GrußgerfieldIn a world without walls and fenceswho needs Windows and Gates?
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the_mic gerfield „Ok, wie ich so bin habe ich einen Schissdreck geschrieben ..... wie ich gerade...“
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update-rc.d ist ein äusserst praktisches tool, um die init-skripte den runleveln automatisch hinzuzufügen oder dort rauszunehmen.
update-rc.d --help erklärt, wie's funktioniert.

[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]

cat /dev/brain > /dev/null
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KarstenW johnT „Debian Sarge - wie X-Server ausschalten?“
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Einen Runlevel richtest du mit automatischen Start des X-Servers ein und einen anderen Runlevel ohne dem Start des X-Servers. gdm oder kdm starten den X-Server automatisch. Bei mir ist der Runlevel 3 mit automatischem Start des X-Servers und Runlevel 2 ohne. Einfach init 2 als Root eingeben um von Runlevel 3 in Runlevel 2 zu wechseln:

In der Datei /etc/inittab steht in einer Zeile der Default-Runlevel, welcher automatisch beim Booten des Systems gestartet wird.

Runlevel 2:

dir -l /etc/rc2.d/
insgesamt 0
lrwxr-xr-x 1 root root 17 2005-01-08 15:33 K11anacron -> ../init.d/anacron
lrwxr-xr-x 1 root root 13 2004-10-24 15:07 K50gdm -> ../init.d/gdm
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2004-10-03 12:47 S10sysklogd -> ../init.d/sysklogd
lrwxrwxrwx 1 root root 15 2004-10-03 12:47 S11klogd -> ../init.d/klogd
lrwxr-xr-x 1 root root 15 2005-03-03 14:14 S15bind9 -> ../init.d/bind9
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2004-10-03 11:46 S18portmap -> ../init.d/portmap
lrwxr-xr-x 1 root root 22 2004-10-23 10:21 S19bootclean.sh -> ../init.d/bootclean.sh
lrwxrwxrwx 1 root root 16 2004-10-03 14:49 S20cupsys -> ../init.d/cupsys
lrwxr-xr-x 1 root root 27 2004-10-06 15:18 S20nfs-kernel-server -> ../init.d/nfs-kernel-server
lrwxr-xr-x 1 root root 15 2004-12-17 19:38 S20ssh -> /etc/init.d/ssh
lrwxrwxrwx 1 root root 16 2004-10-03 12:03 S20xprint -> ../init.d/xprint
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2004-10-03 11:46 S21nfs-common -> ../init.d/nfs-common
lrwxr-xr-x 1 root root 17 2005-01-08 15:33 S89anacron -> ../init.d/anacron
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2004-10-03 12:47 S89atd -> ../init.d/atd
lrwxrwxrwx 1 root root 14 2004-10-03 12:44 S89cron -> ../init.d/cron
lrwxr-xr-x 1 root root 21 2005-09-10 11:50 S99dma-modus -> /etc/init.d/dma-modus
lrwxrwxrwx 1 root root 19 2004-10-03 12:44 S99rmnologin -> ../init.d/rmnologin
lrwxrwxrwx 1 root root 23 2004-10-03 12:44 S99stop-bootlogd -> ../init.d/stop-bootlogd


Runlevel 3:

dir -l /etc/rc3.d/
insgesamt 0
lrwxr-xr-x 1 root root 17 2005-01-08 15:33 K11anacron -> ../init.d/anacron
lrwxrwxrwx 1 root root 18 2004-10-03 12:47 S10sysklogd -> ../init.d/sysklogd
lrwxrwxrwx 1 root root 15 2004-10-03 12:47 S11klogd -> ../init.d/klogd
lrwxr-xr-x 1 root root 15 2005-03-03 14:14 S15bind9 -> ../init.d/bind9
lrwxrwxrwx 1 root root 17 2004-10-03 11:46 S18portmap -> ../init.d/portmap
lrwxr-xr-x 1 root root 22 2004-10-24 13:37 S19bootclean.sh -> ../init.d/bootclean.sh
lrwxrwxrwx 1 root root 16 2004-10-03 14:49 S20cupsys -> ../init.d/cupsys
lrwxr-xr-x 1 root root 27 2004-10-06 15:18 S20nfs-kernel-server -> ../init.d/nfs-kernel-server
lrwxr-xr-x 1 root root 15 2004-12-17 19:42 S20ssh -> /etc/init.d/ssh
lrwxrwxrwx 1 root root 16 2004-10-03 12:03 S20xprint -> ../init.d/xprint
lrwxrwxrwx 1 root root 20 2004-10-03 11:46 S21nfs-common -> ../init.d/nfs-common
lrwxr-xr-x 1 root root 17 2005-01-08 15:33 S89anacron -> ../init.d/anacron
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2004-10-03 12:47 S89atd -> ../init.d/atd
lrwxrwxrwx 1 root root 14 2004-10-03 12:44 S89cron -> ../init.d/cron
lrwxr-xr-x 1 root root 21 2005-09-10 11:50 S99dma-modus -> /etc/init.d/dma-modus
lrwxrwxrwx 1 root root 13 2004-10-03 12:00 S99gdm -> ../init.d/gdm
lrwxrwxrwx 1 root root 19 2004-10-03 12:44 S99rmnologin -> ../init.d/rmnologin
lrwxrwxrwx 1 root root 23 2004-10-03 12:44 S99stop-bootlogd -> ../init.d/stop-bootlogd


Alle Scripte mit einem S-Link werden mit dem start-Parameter aufgerufen und alle Script mit einem K-Link werden mit dem stop-Parameter aufgerufen.

Wenn du Shellprogrammierung lernen würdest, könntest du auch verstehen, wie die Shellscripte arbeiten und notfalls dir auch ein solches Shellscript schreiben.
Aber was nicht ist kann ja noch werden ;-).

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johnT KarstenW „Einen Runlevel richtest du mit automatischen Start des X-Servers ein und einen...“
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Habe es insoweit hinbekommen mit Strg+Alt+Backspace. Nun meckert aber der Nvidiatreiber über den Kernel. Bleib wohl bei Ubuntu. Da läuft alles perfekt.

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KarstenW johnT „Habe es insoweit hinbekommen mit Strg Alt Backspace. Nun meckert aber der...“
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Das ist normal . Kernelmodule sind ein Teil vom Betriebsystemkern und immer wenn man den Kernel updated oder eine Rekompilierung des Betriebsystemkerns durchführt, muß man auch alle Kernelmodule neu konpilieren und installieren.

Bei Ubuntu wirst du die gleichen Probleme haben, da Ubuntu ja auch den Linux-Betriebsystemkern nutzt.

Monolitische Betriebsystemkerne wurden schon immer bei Unix oder Linux verwendet und so lange niemand weiß wie man einen wirklich guten Microkernel verwendet, wird das wohl auch so bleiben.

PS: Windows verwendet keinen wirklich guten Microkernel ;-).
Meine früheren Windowsversionen liefen nie so stabil wie mein geliebtes Linux (momentan Debian).

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KarstenW Nachtrag zu: „Das ist normal . Kernelmodule sind ein Teil vom Betriebsystemkern und immer wenn...“
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"Monolitische Betriebsystemkerne wurden schon immer bei Unix oder Linux verwendet und so lange niemand weiß wie man einen wirklich guten Microkernel verwendet, wird das wohl auch so bleiben. "

Ich meinte , so lange niemand weiß wie man einen wirklich guten Microkernel programmiert, wird bei Linux oder irgendeinem Unix immer ein modularisierter, monolitischer Betriesystemkern verwendet werden.

Bei Linux geht es darum ein Betriebsystem zu programmieren wie es sich Informatiker oder Programmierer wünschen und nicht wie es eine Marketingabteilung bei Microsoft gerne hätte.

Linux wird wohl auch in Zukunft recht kompliziert in der Bedienung bleiben aber komischerweise benutzen Linux auch Nichtprogrammierer, obwohl es doch so "kompliziert" ist ;-).

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johnT KarstenW „ Monolitische Betriebsystemkerne wurden schon immer bei Unix oder Linux...“
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Nein, da muss ich leider widersprechen. Das Problem besteht bei Ubuntu ebensowenig, wie bei Suse. Bei beiden können die dazugehörigen Pakete heruntergeladen werden. Während bei Suse eine Installation über Yast möglich ist, wird bei Ubuntu per download mit sudo apt-get install nvidia-glx und anschließender Einbindung der Module in die Datei /ect/modules das Problem einfach gelöst. Die 3D-Unterstützung durch den Nvidiatreiber steht bei beiden Distributionen dann sofort nach einem Reboot zur Verfügung.

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KarstenW johnT „Nein, da muss ich leider widersprechen. Das Problem besteht bei Ubuntu...“
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Dann ist eben der nVidia-Treiber schon für die jeweilige Kernelversion kompiliert.

Wenn man allerdings den Treiber von der nvidia-Homepage herunterlädt, dann muß man auch den Treiber für den benutzten Kern selbst kompilieren. Das ist aber nicht schwierig, ich weiß ja auch nicht wie der Treiber funktioniert. Dazu muß man doch kein Programmierer sein.

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johnT KarstenW „Dann ist eben der nVidia-Treiber schon für die jeweilige Kernelversion...“
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Jetzt hab ich es doch noch fertig bekommen. Hab eine Internet-Seite gefunden, die die Installation konkret beschreibt. Der Nvidia-Treiber läuft auf Debian Sarge. Super.

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