Hallo allerseits, also dies ist nicht direkt eine Frage, sondern eher ein Bericht/Info für die Linux Gemeinde in Bezug auf Notebooks.
Mein Mann hat sich ein neues Notebook zugelegt, Fujitsu Siemens Amilo 7405, 15"TFT, mit Centrino 1,8 GHz, 80GB Platte, 512MB, Double-Layer DVD-Brenner, Grafik i855GM.
Der Grafik-Chipsatz wurde bewußt gewählt, da dieser laut Suse voll unterstützt wird, der Radeon jedoch nicht. Nun aber das Problem: zuhause nutzt mein Mann einen 19" TFT als externen Monitor, dafür müßte der Notebook-TFT ausgeschaltet werden, um für den 19"er eine Auflösung von 1280X1024 einstellen zu können. Der Notebook-TFT lässt sich aber uns Verrecken nicht ausschalten (natürlich funktioniert auch die Tasten-Umschaltung am Notebook nicht). Solange das 15" TFT des Notebooks aber nicht abgeschaltet ist, lässt sich keine höhere Auflösung als 1024X768 einstellen (was für 15" ja auch optimal ist).
Nach langer Suche im Internet haben wir endlich einen Hinweis gefunden, dass der Linux-Treiber für den i855GM keinen externen Monitor zulässt. Na Klasse....
Es gibt zwar ein kleines Tool, das wir auch probiert haben, aber das Ergebnis war ebenfalls nicht zufriedenstellend. Nun werden wir das Notebook also zurückgeben...
Komischerweise funktioniert das Ganze aber auf dem "alten" Notebook, ebenfalls Fujitsu-Siemens mit Radeon7000. Hmmm, da verlässt man sich auf die Hardwaredatenbank von Suse, und dann sowas...
Irgenwie kann man aber auch keine Schuldzuweisung machen, Fujitsu-Siemens kann nix dafür, unter Windows lauft das Ding wie ein Bienchen, da funktioniert die Monitorumschaltung auf das externe 19"TFT auch einwandfrei incl. Auflösungänderung, Suse kann irgendwie ja auch nix dafür, denn wenn man nur das Notebook TFT nutzt funktioniert ja auch alles, aber irgenwie bleibt ein Kloß im Bauch...
Mein Mann nutzt Suse-Linux seit der Version 6.3 oder 6.4 und ich auch (ich allerdings nicht als primäres System) aber irgendwie haben wir beide das Gefühl, dass die Probleme mit den höheren Versionsnummern immer größer werden...
Eine Kuriosität muß ich noch loswerden: Wir nutzen beide ein 19" TFT, das sich drehen lässt (HP L1925, wir haben jeder eins). Der i855GM Chipsatz soll hardwaremäßig dieses Drehen unterstützen, geht aber auf dem Notebook meines Mannes nicht. Ich betreibe das TFT an einem normalen PC mit einer GeForce 5600, die das eigentlich nicht können soll, da lässt sich das Bild unter Linux aber drehen, d.h. ich kann das TFT unter Linux auch hochkant betreiben.... schon sehr merkwürdig das Ganze.
Falls jemand auf diese Seite stösst (und das wird unweigerlich bei dem Thema passieren), das war das Tool, das auch nicht weitergeholfen hat...
sourceforge
Ich weiß jetzt nicht so recht, wie ich dieses Posting beenden soll, soll ich posten, die Finger von diesem Chipsatz zu lassen, wenn man Linux fährt? Ist ja eigentlich auch nicht richtig.
Ich lass es jetzt einfach mal als information stehen, als unsere Erfahrungen der letzten Woche mit einem neuen Notebook...
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Als ich noch SUSE benutzt habe (benutze nun Debian) war die Hardwaredatenbank meistens veraltet.
Die Hardwaretreiber laufen bei Linux im Betriebsystemkern. Deshalb ist für die Hardwareunterstützung die Kernelversion entscheidend und nicht so sehr die Distribution.
Der Grafiktreiber unter Linux ist der X-Server. Das Programm welches im Grafikmodus läuft nennt man X-Client. Zusammen bilden die beiden Komponenten das X-Windowsystem. Dieser Grafikmodus ist Mitte der 1980er Jahre am MIT für ein Unix-Netzwerk entwickelt worden. X-Server und X-Client laufen auf verschiedenen Rechnern im Netzwerk .
Bei SUSE 9.2 wird ein X-Server vom neueren Projekt http://www.x.org installiert (soweit mir bekannst ist).
Bei meinem Debian 3.1 Sarge wird ein X-Server von http://www.xfree86.org installiert. Um genau zu sein die Version XFree86 4.3.
Bevor man sich eine Grafikkarte kauft (oder ein Notebook) sollte man sich auf der jeweiligen Homepage kundig machen, ob der Grafikchip von der jeweiligen X-Serverversion unterstützt wird.
Die Treiber steuern immer die jeweiligen Chipsätze auf der Platine. Der Hersteller der Platine ist nicht so entscheidend ! Es wäre von Suse besser gewesen die Chipsätze aufzulisten, die von Ihrer Distribution unterstützt werden.
Hallo, du schreibst:
"Es wäre von Suse besser gewesen die Chipsätze aufzulisten, die von Ihrer Distribution unterstützt werden. "
Genau das hat Suse ja getan, wir haben konkret nach dem i855GM Grafik-Chipsatz in der Liste der unterstützten Hardware gesucht, und der wird von Suse als "voll unterstützt" angegeben.
Deshalb war der Frust ja auch groß, da macht man sich schlau, oder glaubt es zumindest, macht das sogar zum Kaufkriterium, und dann sowas.
Sowas ist ja wirklich Mist! Darf eigentlich nicht passieren das so nen Chipsatz als voll unterstützt in der Datenbank landet.
Bei meinem Laptop, Yakumo Q7M Mobilium 1.5 YK, scheint derselbe Chip verbaut zu sein. Bin mir da aber nicht so ganz sicher... im Handbuch und auf der Internetseite steht nix genaues und unter Linux bzw Win krieg ich nur
Beschreibung: 852GM/852GME/855GM/855GME Chipset Graphics Controller
und
Modul: Card:Intel 85x
zu lesen.
Aber ich konnte unter Mandrake 10.0 official dl nen Beamer und nen Röhrenmonitor problemloß anschließen als ichs mal versucht hatte. Weiß aber nichtmehr ob ich auf dem Monitor ne höhere Auflösung als auf meinem Laptopbildschirm hatte...
Unter der neuen 10.1er hab ichs noch nicht versucht.
Habt ihr es auch mit anderen Distributionen als Suse Versucht? Teilweise gibt es leider Unterschiede bei der Unterstützung von Laptophardware.
führ mal lscpidrake aus. das gibt dir die genaue hardwareinf_ormation.
thx mic
werde ich heute Abend gleich mal ausprobieren =)
Hallo, nach einem ausführlichen Telefonat mit dem Fujitsu-Siemens Support (für dieses Notebook) stehen zwei Dinge fest:
1. das Problem ist bekannt
2. Eine Lösung ist (noch) nicht in Sicht
Mein Mann hat sich lange mit dem Techniker unterhalten, der zwar in Aussicht stellte, das vielleicht in einem halben Jahr (vielleicht aber auch viel später) mal eine Lösung gefunden werden würde...
Fest steht jedenfalls, das die Ausschaltfunktion des eingebauten Displays derzeit nicht funktioniert, und zwar nicht nur bei Suse, sondern auch bei anderen Distributionen.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es gestern abend noch am Horizont, als mein Mann bei Intel einen Treiber für diesen Grafik-Chipsatz gefunden hat, der die Ausschaltfunktion ermöglichen soll, und zwar für Suse 9.0 und 9.1, da er aber 9.2 nutzen will, wird das wohl auch nicht funktionieren (anderer Kernel).
Das Ende vom Lied ist vorerst, dass er das Notebook behalten wird, und nach fast 7 Jahren Linux zu Windows zurückkehrt, nicht vollständig (bisher ca. 95% Linux, 5% Windows, jetzt vielleicht 50/50), aber immerhin. Der Frust ist einfach zu groß, wenn man immer wieder auf Stolpersteine stösst (die Display Geschichte war ja nicht das einzige).
Na ja, wenns was neues gibt, melde ich mich noch mal.
@The Mic:
Die Hardware ist bekannt, und dass dieser Grafikchipsatz von Suse voll unterstützt wird, nehme ich denen auch ab, das Problem liegt wahrscheinlich auch gar nicht am Grafikchipsatz, sondern daran, wie das BIOS die Tastaturinformationen an das Betriebssystem übergibt, dieser Informationsaustausch scheint zwischen BIOS und Linux nicht vollständig zu klappen, sodaß einige Sonderfunktionen (wie eben das Ausschalten des eigebauten TFT´s mit Fn+F4) nicht korrekt übergeben wird. Andere Sonderfunktionen des Notebooks funktionieren aber (z.B Fn+F3 zum Abschalten des internen Lautsprechers). Und da liegt wohl laut Auskunft des Support-Mitarbeiters der Hund begraben, da müßte am BIOS nachgebessert werden aber auch am aktuellen Kernel, und sowas kann dauern...
@Jesses3:
Eine andere Distribution haben wir nicht ausprobiert, da wir seit ca. 7 Jahren auf Suse eingeschossen sind. Der Supporter hat in dem Gespräch allerding vorsichtig angedeutet, dass Red Hat da etwas umgänglicher ist, und es eventuell funktionieren könnte, aber alles nur vom Hörensagen und ohne Gewähr. Solche Aussagen sind uns zu unsicher, und aus dem Experimentieralter sind wir raus. Wir können das externe TFT ja auch betreiben, aber eben nur mit 1024X768, und das sieht nicht wirklich gut aus. Außerdem scheints ja auch nicht an dem Grafikchipsatz zu liegen, wie wir erst vermutet hatten (siehe meine Antwort an The Mic).
Danke trotzdem für deine Antwort.
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
@schnaffke:
mein beitrag ging an jesses, dem seine hardware eben nicht völlig bekannt war. lspcidrake ist ein mandrake eigener befehl, unter jeder anderen distro heisst das ding lspci
Hui,
na da bleibt mir dann ja eigentlich nur ihm viel Erfolg mit Windows zu wuenschen! Zum Glueck hat sich das System in den letzten 7 Jahren auch weiterentwickelt und ist mitlerweile ganz benutzbar geworden.
Auch wenns mich persoehnlich mitlerweile nerft, das ich alle wichtigen Einstellungen in jeder Versoin woanders suchen darf ;D
Aber wenigstens gibts viel Linux-Software mitlerweile auch fuer Windows. Da bleibt einem wenigstens die suche nach preiswerter Software die Format xy Daten lesen kann und bedienbar ist wie ??? erspart. (diese Frage kriegt man hier andersrum zu oft zu hoeren *g*)
