Hallo,
ich habe mir nun einen 08/15-Rechner als Server zusammen geschraubt: 600MHz, 384MB Ram, Floppy, IDE CD-Rom, IDE 8,3GB System-Platte, 2* IDE 120GB Maxtor Festplatten für die Daten (eine fest eingebaut, die andere im Wexelrahmen zur Datensicherung), 2* 10/100MBit Realtec Netzwerkkarte, ... installiert ist Debian Linux.
Ich möchte diesen Server als Fileserver einsetzen. Meine Vorstellung ist, dass beim Einloggen an den Client (6* Linux, 3* Windows) Netzwerkverbindungen zu verschiedenen Partitionen/Ordnern auf den Datenplatten frei gegen werden. Alle Daten, die an den Clients bearbeitet werden, sollen also über den Server laufen.
Welche Software setzte ich für dieses Vorhaben ein?
Außerdem habe ich mir noch vorgestellt, dass der Server automatisch Updates für SuSE und Debian holt, zwischenspeichert. Auf den Clients sollte dann nur noch ein Script gestartet werden, damit die neuen Updates installiert werden.
Gibt es dafür bereits fertige Scripts? Wo finde ich Infos dazu?
Alle drei Tage sollen die Daten der 1. Datenplatte auf die 2. Datenplatte kopiert werden. Zudem sollten gewisse Tests wie Untersuchungen auf Root-Kits durchgeführt werden. Natürlich alles automatisch irgendwann in der Nacht. Weiterhin möchte ich über den Status dieser Vorgänge (erfolgreich - Fehler) per Mail informiert werden. Auch dazu ein Script.
So einige, kleinere Dinge könnte ich noch aufzählen, welche aber alle mehr in richtig Script-Timing gehen. Vielleicht hat dazu jemand noch einen guten Link oder einen Literaturhinweis.
Ich danke schonmal im vorraus für Antworten!
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Einen Fileserver unter Debian (ich benutze Sarge) kannst du entweder mit dem Paket nfs-server oder mit dem Paket nfs-kernel-server einrichten. nfs-server stellt keine besonderen Fähigkeiten an den Kern, läuft relativ langsam und unterstützt kein ! File-Locking (wird von manchen Programmen genutzt).
Alternativ kann man das Paket nfs-kernel-server benutzen ,wie ich. Dazu muß im Betriebesystemkern die Option NFS Kernel Server aktiviert sein (am besten gleich einen eigenen Kern kompilieren). Der Kern-server ist schneller als der normale NFS-Server und unterstützt File-Locking.
Im Paket nfs-kernel-server sind nur Programme und die Infrastruktur enthalten , die benötigt werden , und den Kern-Server zu betreiben.
Die entsprechenden Scripte werden automatisch für die einzelnen Runlevel installiert.
Da ich kein Netzwerkadministrator bin, kann ich dir nur empfehlen das Debian Handbuch 2.Auflage (ISBN 3-540-43267-1) von Peter H. Ganten und Wulf Alex zu kaufen und zu lesen. Ab Seite 695 wird alles erklärt um einen NFS-Server unter Debian einzurichten.
Die freigegebenen Verzeichnisse, auf die die Clients zugreifen können, werden in der Datei /etc/exports angegeben.
man exports gibt genauere Auskunft.
Auf dem Client kann man dann mit dem Befehl:
"mount -t nfs fileserver:/home /mnt" das /home-Verzeichnis , welches sich auf dem fileserver befindet, auf dem Client in das /mnt-Verzeichnis einhängen.
Voraussetzung dafür ist, das der Kernel des Client auch das nfs-Dateisystem unterstützt.
Zu den rootkits weiß ich nur das monolitische Betriebsystemkerne schwerer oder gar nicht angreifbar sind. Also wäre es das Beste einen eigenen monolitischen Kern zu kompilieren.
zu rootkits hab ich hier vor kurzem was gelesen:
http://www.nickles.de/static_cache/537757228.html
*hihi*
das posting ist sogar von dir Karsten!
Mit den Windows-Clients wirst du Probleme bekommen. Windows verwendet nicht das NFS-Dateisystem für Netzwerke, sondern das SMB-Protokoll. Deshalb muß man Samba auf dem Linux-Server installieren. Samba setzt das SMB-Protokoll auf dem TCP/IP-Protokoll auf. Dadurch kann man einen Linuxrechner als Printserver und Fileserver in einem Winowsnetzwerk benutzen.
Ich selbst verwende kein samba,meine Rechner sind fast windowsfrei (der nächste Rechner ist es mit Sicherheit :-)).
