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Ubuntu und Debian mischen?

Rheinlaender / 11 Antworten / Baumansicht Nickles

Tach zusammen!

Nachdem ich von verschiedenen Seiten nur Gutes über Ubuntu gehört habe, hab ich es jetzt mal testweise installiert. Fürs erste bin ich ziemlich begeistert, obwohl ich eher kein Gnome(wie spricht man das eigentlich aus?)-Anhänger bin. Zwei kleine Wermutströpfchen hat´s dann aber doch.
1. Die Software-Auswahl ist ja schon recht groß, trotzdem fehlt das eine oder andere. Kann ich einfach ganz kess Debian-Sourcen in die sources.list einfügen oder gibt´s da Konflikte, wenn es ein Paket mehrfach gibt? Wenn es geht, welche Adresse muss ich bspw. für Woody- oder Sarge-Sourcen eintragen?
2. Ich will der Chef auf meinem Desktop sein! ;-)
Wenn ich eine CD einlege, erscheint ein CD-Symbol auf dem Desktop und es öffnet sich ein Filemanager-Fenster. In der fstab hab ich meine Windows-Partition eingetragen, jetzt hab ich dafür auch ein Laufwerkssymbol. Wie kann ich ihm das abgewöhnen?

Danke schonmal
Rheinlaender

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KarstenW Rheinlaender „Ubuntu und Debian mischen?“
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Ich benutze Sarge (testing) momentan. Bei woody müßte der testing-Eintrag durch stable ersetzt werden. Die Verzeichnisstruktur müßte bei woody ansonsten gleich sein.
Wenn du woody verwenden willst, dann kann es mit den Bibliotheken Probleme geben. Die meisten Programme sind dynamisch gelinkt und sind dadurch auf die Bibliotheken angewiesen, welche auf der Festplatte installiert sind.

Sarge-Adressen:


deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ testing main non-free contrib
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ testing main non-free contrib

Keine Ahnung ob es Probleme gibt , wenn ein Paket mehrmals in der Paket-Datenbank vorhanden ist. Vielleicht wird die Quelle genommen, die am aktuellesten ist.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW Nachtrag zu: „Ich benutze Sarge testing momentan. Bei woody müßte der testing-Eintrag durch...“
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Das automatische Einbinden bei Gnome, wird im Gnome Control Center--->"CDs und DVDs" abgeschaltet.
In diesem Untermenü kann man ein paar Kontrollkästchen deaktivieren.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW Rheinlaender „Ubuntu und Debian mischen?“
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Das Problem zwischen den beiden Distributionen wird nicht so sehr das mehrfache Vorhandensein von Paketen sein, sondern die Bibliotheken. Ich weiß nicht inwieweit es bei den Distributionen Standards bei den Bibliotheken gibt. Die Programme benutzen Funktionen aus den installierten Bibliotheken auf der Festplatte, wenn die Programme dynamisch gelinkt sind.
Wenn die Bibliotheken bei Debian und bei Ubuntu nicht gleich sind , gibt es Probleme. Dann hilft eventuell ein statisch gelinktes Programm. Bei einem statisch gelinkten Programm sind die Funktionen aus der Bibliothek schon in der Binärdatei und deshalb ist das Programm unabhängig von den installierten Bibliotheken auf der Festplatte.

Mit dem Befehl "ldd Programm", kann man herausfinden ob alle benötigten Bibliotheken , die das Programm braucht, auch auf der Festplatte installiert sind.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW Nachtrag zu: „Das Problem zwischen den beiden Distributionen wird nicht so sehr das mehrfache...“
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Du kannst ja auch den Sourcecode eines Debian-Programes herunterladen und es mit den Bibliotheken von Ubuntu kompilieren. Man sagt , wenn die große Hauptnummer der Bibliotheken identisch ist, dann sind die beiden Bibliotheken kompatibel. Das weiß ich aber nicht so genau.
Beispiel:

Winkler2:/bin# ldd kill
libproc.so.3.2.1 => /lib/libproc.so.3.2.1 (0x40027000)
libc.so.6 => /lib/tls/libc.so.6 (0x40039000)
/lib/ld-linux.so.2 => /lib/ld-linux.so.2 (0x40000000)
Winkler2:/bin#

Die große Hauptnummer wäre in diesem Beispiel der Bibliothek libproc.so.3.2.1 die 3.
Ich bin da aber nicht ganz sicher, ob es trotzdem funktionieren würde.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Rheinlaender Nachtrag zu: „Ubuntu und Debian mischen?“
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Hallo Karsten.
Danke erstmal für die Infos. Das CD-"Problem" hab ich hingekriegt.
Die Geschichte mit den Debian-Quellen funktioniert leider (noch) nicht. Ubuntu sucht auf dem Server standardmäßig das Unterverzeichnis "binary-amd64". Bei Debian heisst es allerdings "debian-amd64". Plöd, aber vielleicht find ich ja noch nen Weg.

Gruß
Rheinlaender

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Zaphod Rheinlaender „Hallo Karsten. Danke erstmal für die Infos. Das CD- Problem hab ich...“
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> Ubuntu sucht auf dem Server standardmäßig das Unterverzeichnis "binary-amd64". Bei Debian heisst es allerdings "debian-amd64".

... warum setzt du da nicht einfache einen symbolischen Link "debian-amd64" auf "binary-amd64"?
HTH, Z.

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Rheinlaender Zaphod „ Ubuntu sucht auf dem Server standardmäßig das Unterverzeichnis binary-amd64 ....“
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???
Jetzt hast Du mich aber richtig aufm falschen Fuß erwischt.
Lach jetzt nicht, aber ich kann doch auf dem Debian-Server keinen Link setzten. Oder versteh ich Dich falsch (was ich mal annehme)?

Irgendwo muss apt doch eine config-Datei haben, in der die (allgemeingültigen) Unterverzeichnisse für die in der sources.list eingetragenen Quellen stehen. Meinst Du sowas?

Gruß
Rheinlaender

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Zaphod Rheinlaender „??? Jetzt hast Du mich aber richtig aufm falschen Fuß erwischt. Lach jetzt...“
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Ach darum gehts: /etc/apt/sources.list. Kannst du mit jedem Editor bearbeiten. Einfach die Quellen dazu eintragen, die du noch benötigst. Das hätte dir "man apt" auch verraten ;-)
HTH, Z.

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Rheinlaender Zaphod „Ach darum gehts: /etc/apt/sources.list. Kannst du mit jedem Editor bearbeiten....“
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Nee, wir reden wieder aneinander vorbei. Die sources.list hatte ich schon mit den Quellen gefüttert, die mir Karsten oben genannt hat. Mein Problem (trotz "man apt" und http://www.openoffice.de/linux/buch/ ;-)) ist jetzt, dass ich die Zeile
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
eingefügt habe, und apt auf dem Server wahrscheinlich per "Ubuntu-Werkseinstellung" das Unterverzeichnis binary-amd64 sucht. Auf security.debian.org gibt´s das aber nicht, da heisst es debian-amd64.
Bin mir jetzt mit den Bezeichnungen nicht 100%ig sicher, weil ich nicht an dem Ubuntu-Rechner sitze, aber das Prinzip hab ich hoffentlich verständlich machen können.
Ich versuche jetzt eine config-Datei zu finden, in der ich eintragen kann, dass das Unterverzeichnis anders heisst. Ich gehe davon aus (bisher untested), dass ich nicht einfach in der sources.list das Unterverzeichnis mit angeben kann, weil apt dann trotzdem versucht, das ihm bekannte Verzeichnis noch unterhalb davon zu finden.

Ich kriegs aber noch raus, und wenn ich die ganze Festplatte nach "binary-amd64" abgreppen muss...:-)

Danke für die Mühe.

Gruß
Rheinlaender

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KarstenW Rheinlaender „Ubuntu und Debian mischen?“
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Das AMD64 bit Project ist bei Debian erst einmal zurückgestellt worden. Da sind bestimmt eine ganze Menge Treiber und Software noch nicht nach 64 bit portiert worden.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Rheinlaender KarstenW „Das AMD64 bit Project ist bei Debian erst einmal zurückgestellt worden. Da sind...“
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Jedenfalls ist bei Debian (zumindest was ich beim oberflächlichen Stöbern so gesehen habe) die Auswahl aber trotzdem noch größer als bei Ubuntu.

Gruß
Rheinlaender

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