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usb geräte funzen nicht unter Red Hat 9

higgl / 15 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,
ich habe folgendes Problem:
Ich habe WinXp und dann Red Hat installiert. Anfangs funktionierten bei beiden OS die USB Geräte. Doch auf einmal kannte Red Hat die USB Geräte (Drucker, Scanner) nicht mehr.(Win funzt) Auch beim USB-Modem bleibt das Power-LED aus, also er hat die USB-Ports scheinbar nicht akiviert.

Was kann da los sein und wie kann ich die USB-Ports wieder aktivieren?
Oder hilft nur Neuinstallation?

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the_mic higgl „usb geräte funzen nicht unter Red Hat 9“
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mach mal eine konsole auf, erlange root-rechte und gib
modprobe usb-uhci
ein. danach melde dich bitte nochmals und berichte, was danach passiert.

erklärung:
falls usb über ein kernelmodul geladen wird, scheint das nicht geladen zu sein. mit diesem befehl wird das modul einmalig nachgeladen. entweder springen nun die usb-geräte an oder modprobe spuckt irgend eine fehlermeldung aus.
in jedem fall wäre eine rückmeldung wichtig, damit wir dir weitere schritte und ideen geben können, basierend auf dem resultat.

cat /dev/brain > /dev/null
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higgl the_mic „mach mal eine konsole auf, erlange root-rechte und gib modprobe usb-uhci ein....“
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also ich hab jetzt euren modporbe usb-uhci Befehl ausgeführt.
Gleich darauf springen auch die Power-LED's der USB-Geräte an. Das Problem ist aber, dass sie nicht erkannt werden. Also weder Drucker noch Scanner noch Modem.
Und interessant ist auch, dass nach dem neustart wieder sämtliche USB-Geräte deaktiviert sind. Erst nach eingeben eures Befehls springen sie wieder an...

???

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the_mic higgl „also ich hab jetzt euren modporbe usb-uhci Befehl ausgeführt. Gleich darauf...“
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das hab ich erwartet. also, dein problem ist, dass die usb-treiber nicht geladen werden. mit modprobe kannst du treibermodule zur laufzeit laden und entladen, auf die startkonfiguration hat das aber keinen einfluss. drum sind sie nach einem neustart wieder weg.
deine geräte werden damit natürlich noch nicht erkannt. jetzt ist erst der treiber für den usb-controller geladen. um die anderen geräte zu aktivieren, musst du noch deren treiber laden.

mit
modprobe -l
kannst du die im system vorhandenen module auflisten lassen. da sie schön kategorisiert sind, kannst du ein wenig die module der kategorie usb durchprobieren, bis du die richtigen triffst. achtung: beim auflisten wird dir sowas in der art /lib/modules/2.4.20/kernel/usb/modulname.o angezeit. du musst dann nur modprobe modulname angeben, also .o und den pfad bitte weglassen ;-)


im /etc-verzeichnis gibt es eine datei, wo du die beim starten zu ladenden module eintragen musst. dort scheint das usb-modul nicht mehr mit reingenommen zu werden. unter debian heisst die datei /etc/modules und unter gentoo /etc/modules.autoload. mit redhat kenne ich mich leider überhaupt nicht aus, kann dir also nicht sagen, welche es bei dir ist (/etc/modules.conf wird es nicht sein, auch falls sie existiert. die hat andere zwecke). dort kannst du dann die passenden module reinschreiben. die datei sieht bei mir in etwa so aus:
#kommentarzeilen
8139too #treiber für realtek netzwerkkarten
snd-emu10k1 #treiber für sb live soundkarten

falls gar nichts vorhanden sein sollte, müsstest du ein eigenes startskript erstellen, welches die module per modprobe laden kann. wie das geht erkläre ich dir lieber nicht, da ich mich, wie gesagt, mit redhat nicht auskenne und diese startparameter bei jeder distribution anders sind.

cat /dev/brain > /dev/null
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Klaus_T the_mic „das hab ich erwartet. also, dein problem ist, dass die usb-treiber nicht geladen...“
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>(/etc/modules.conf wird es nicht sein, auch falls sie existiert. die hat andere zwecke

Einspruch, euer Ehren (-;
Genau dafuer ist die Datei da, um Kernelmodule einzubinden. Die anderen Dateien sind nur Hilfsmittel der einzelnen Distris. Normalerweise tut es die /etc/modules.conf alleine.
'man modules.conf'
modules.conf - configuration file for loading kernel modules
Bye, Klaus

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the_mic Klaus_T „ /etc/modules.conf wird es nicht sein, auch falls sie existiert. die hat andere...“
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ok, einspruch stattgegeben ;-)

cat /dev/brain > /dev/null
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higgl the_mic „das hab ich erwartet. also, dein problem ist, dass die usb-treiber nicht geladen...“
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hallo!
ich hab es jetzt dank deiner Hilfe so weit gebracht, dass ich die Treiber von Drucker und Scanner laden kann, sprich sie zu verwenden.
Leider weiß ich aber nicht, wie ich das in die modules.conf eintragen kann, dass er beim Start den Befehl "modprob usb-uhci" auführt und dann auch noch die Treiber lädt. Das Modul Scanner heißt "Scanner", der Drucker "Printer". Hast du eine Idee, wie das ausschauen muss?

vielen dank schon mal

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the_mic higgl „hallo! ich hab es jetzt dank deiner Hilfe so weit gebracht, dass ich die Treiber...“
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@higgl: sorry, da bin ich jetzt überfragt, da ich die von klaus_t erwähnten hilfsdateien zur verfügung habe und dort alles eintrage.

cat /dev/brain > /dev/null
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higgl the_mic „@klaus_t: ich übergebe den fall an die staatsanwaltschaft“
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schon in ordung, das problem hat sich gelöst. Hab das System jetzt eh neu installiert, weil ich beim Alten ein bisschen viel zu viel rumgestellt und ausprobiert habe, zum Schluss ist halt gar nix mehr gelaufen.

Wenn Interesse besteht könnte ich ja mal posten, was jetzt in der modules.conf eingetragen ist.

trotzdem danke für eure bemühungen

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Klaus_T higgl „@klaus_t: ich übergebe den fall an die staatsanwaltschaft“
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Hey, das ist doch der Windows-Weg. Das solltest du nicht tun. Solange du dich noch nicht richtig auskennst, notiere alle Aenderungen in einer Datei, so kannst du immer alles rueckgaengig machen.
Bye, Klaus

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higgl Klaus_T „@klaus_t: ich übergebe den fall an die staatsanwaltschaft“
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ja, ich weiß, dass es so nicht ideal ist, aber ich habe einfach nicht die Zeit, um so große Experimente zu machen. Ich brauche ein System das funktioniert, und das tut es nach einer Neuinstallation nun mal...

higgl

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polytaen higgl „usb geräte funzen nicht unter Red Hat 9“
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Anmerkung:
Kann auch usb-ohci sein, wenn ich nicht irre.

Noch eine Frage: Was heisst den "auf einmal". Bei Linux Systemen passiert eigentlich nichts "auf einmal".
Hast Du die Geräte länger nicht genutzt?
Hast Du mal versucht einfach zu drucken? Dann sollte auch der USB-Port wieder aktiviert werden. Oder ins Inet zu gehen.

Bis denne
poly

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the_mic polytaen „Anmerkung: Kann auch usb-ohci sein, wenn ich nicht irre. Noch eine Frage: Was...“
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>Kann auch usb-ohci sein, wenn ich nicht irre.
stimmt, ob ohci oder uhci hängt vom usb-chip auf dem mainboard ab. bei mir ist's halt immer der uhci ;-)

>Bei Linux Systemen passiert eigentlich nichts "auf einmal".
einspruch euer ehren ;-) bei mir sind auch schon einfach so (bzw ich wüsste nicht, dass ich irgendwas verändert hätte) einträge von pfadangaben (bei meinem root z.b. für /usr/X11R6/bin) verschwunden oder der grafiktreiber hat nach einem neustart angefangen zu spinnen.

cat /dev/brain > /dev/null
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polytaen the_mic „ Kann auch usb-ohci sein, wenn ich nicht irre. stimmt, ob ohci oder uhci hängt...“
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Oho. Jetzt werde ich schon mit "euer Eheren" angeredet. Na so lange bin ich nun auch nicht dabei :).

> ;-) bei mir sind auch schon einfach so (bzw ich wüsste nicht, dass ich irgendwas verändert hätte) einträge von pfadangaben (bei meinem root z.b. für /usr/X11R6/bin) verschwunden oder der grafiktreiber hat nach einem neustart angefangen zu spinnen.

nana. Das ist aber nichts. Das darf eigentlich nicht passieren, es sei denn, die Distributoren versuchen das System "sich selbst wartend" zu machen. D.h.: wurde lange nicht gebraucht, also deaktivieren wir einfach mal.
Wenn aber Einträge verschwinden, würde ich mir ernsthafte Sorgen um mein System machen. Dann pfuscht da vermutlich irgendeiner in dem System rum.

Hmm. Wenn ich nochmal drüber nachdenke: Wenn man updates macht, können aus sicherheitsgründen solche Angaben gemacht werden (insbesondere bei X und root würde mich das nicht wundern).

Naja, wolln wir hoffen, dass es nicht zu oft passiert.

Bis denne
poly

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the_mic polytaen „Oho. Jetzt werde ich schon mit euer Eheren angeredet. Na so lange bin ich nun...“
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nö du, da kann nicht rumgepfuscht werden. das war ein frisch aufgesetztes gentoo (ist am zweiten tag passiert) ohne installierte fernzugriffsserver (sshd, telnetd, webmin), hinter einem hardware-router, der alle ports blockt. also updates liegen da eigentlich auch nicht drin. allenfalls hat das emergen (unter gentoo verwaltet man die software mit dem programm emerge) mal zu sowas geführt. sollte aber eigentlich nicht vorkommen.

der grafiktreiber ist allerings etwas buggy, da hat sich powervr nicht so viel mühe gegeben :-( von dem her kann es sein, dass sich der xserver mal dadurch ein wenig verstimmt hat.

die passwörter weiss auch nur ich bzw mein mitbewohner, aber der ist über jeden verdacht erhaben.

cat /dev/brain > /dev/null
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higgl polytaen „Anmerkung: Kann auch usb-ohci sein, wenn ich nicht irre. Noch eine Frage: Was...“
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Tja, wirklich genau kann ich dir das nicht sagen. Ich bin mir nicht bewusst, dass ich irgendwelche Einstellungen vorgenommen hätte. Nur mit den Netzwerkeinstellungen habe ich ein bisschen rumgespielt (frag mich aber bitte nicht, was genau :-))
Kann das irgendwie zusammenhängen, also dass er die USB-Port wieder deaktiviert nach dem Neustart?

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