Also als eingefleischter Windows - Spezi dachte ich, ich würde mich mal neugierig dem "tollen" Unix / Linux widmen, um nach Vorteilen zu graben, da ja genug übers "Scheiss"- Windows gemeckert wird. Mit Erstaunen muss ich mal feststellen, dass man sich nicht minder mit Problemen behaftet, wenn man auf Linux umsteigt. Das zumindest ist zu erahnen, wenn man dieses Brett hier überfliegt. Mag sein, dass bestimmte Windowsprobleme Linus fremd sind. Dafür gibt es aber genügend Bereiche, in denen Windows brilliert. Seit Windows 2000 haben sich, so meine ich, noch wesentlich mehr Argumente gegen Windows in Luft aufgelöst. Warten wir mal XP ab.
Ich hoffe, ich habe jetzt hier keinen Streit vom Zaun gebrochen, sondern wir plaudern mal nett über Vor- und Nachteile. Bin ja auch neugierig und für neues offen.
Gruss Gunnar
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Ich habe neulich mal einen Spruch gelesen der so ähnlich lautete:
Linux is for Networking
Macintosh is for working
Windows is for gaming
Stimmt doch oder?
Hmm. Kann ich nicht sagen. Zum Arbeiten braucht man in aller Regel in fast allen Firmen derzeit MS Office 97 ... 2000 etc. Kann mich nicht entsinne, dass das auf Linux läuft, oder?
Da kommt quasi nur noch Linux als Server in Frage!? Macht als Vorteil aus, dass es billiger ist als Windows NT oder 2000 Server. Allerdings spielen in mittleren und grösseren Unternehmen 1000,- DM mehr oder weniger nicht so die Rolle. Also!?
Gunnar
Tja, (PC-) Hardware wird immer billiger, darum schert sich auch kaum eine Firma um teure Betriebssysteme. Das wird sich aber auch bald ändern wenn M$ die Zwangsregistrierung einführt...
Worum es mir ging, ist, dass vom Prinzip her Linux für Netzwerkanwendungen besser geeignet ist, da es in diesem Bereich schneller ist als jedes Windows. Das zeigen etliche Messungen der Netzwerk-Performance.
Und durch meine frühere Tätigkeit mit Macintosh-Rechnern weiss ich, dass diese die reinsten Arbeitspferde sind. Lass mal einen Mac gegen einen PIII mit Windows 2000 mit der gleichen Ausstattung antreten - der Mac zieht den Wintel-Rechner um Längen ab. Ich habe selber gesehen, wie ein Powermac mit 400 Mhz eine Photoshop-Berechnung doppelt! so schnell abarbeitete wie ein PIII-600.
Aber so ist das halt. Windows kann von jedem etwas (nur nicht besonders gut), ist hübsch anzusehen (naja) aber langsam, speicherhungrig, fett und un-optimiert.
Trotzdem arbeite ich mit W2K - was soll man machen...
Ford scheint das etwas anders zu sehen; die haben zumindest angedacht, ihre Windows-Desktops auf ein Open Source-Os umzustellen (nicht notwendigerweise Linux). Mit StarOffice 5.2 laesst sich passabel arbeiten, die "Neuauflage" als Open Office wird in Baelde fertig sein, in etwas groesserer Ferne liegt die Fertigstellung von KOffice und Office-Suiten fuer den Unix-Bereich wie Applixware gibt es seit laengerem auf dem Markt. Bei einer professionellen Workstation-Installation von Linux/*BSD wuerden sich die meisten der auf dieser Seite angesprochenen Probleme ueberhaupt nicht ergeben, da man tunlichst auf die Anwendung von Beta-Software verzichten wuerde. Sixt, Ikea und andere machen es vor. Zur Eignung von Linux/Unix/*BSD als Server-System laesst sich als erster Grund die Stabilitaet anfuehren, die Kosten bei einigen kommerziellen Unixen sind teilweise ebenfalls sehr hoch. Natuerlich kann man eine Firma rein mit MS-Produkten ausstatten und produktiv arbeiten, ebenso natuerlich geht dies mit Linux/Unix/*BSD. Das gleiche Open Source - Konzept, das fuer 100 verschiedene MP3-Player sorgt (nicht alle perfekt, zugegeben), sorgt auch fuer schnelle Patches bei Bekanntwerden von Sicherheitsluecken. Ein US-Amerikanischer Versicherer hat daher auch die Praemien fuer Linux/Unix/*BSD - Systeme auf 85% des Satzes fuer vergleichbare MS - Systeme gesenkt.
Jein, du siehst auf der einen Seite den Linux-Hype mit Recht kritisch - flaut aber, zumindestens was den Desktop-Bereich angeht, ab! Gerade durch die Hochjubelei - sind Erwartungen geweckt worden, die Linux nicht erfüllen kann und auch nicht will.
Anderseits ist Linux - ist so auch nicht ganz korrekt, die verschiedenen Distris driften ganz schön auseinander, Z.B.SuSE, Mandrake = eher für Einsteiger, Debian u.a = eher für Fortgeschrittene usw. - eben kein Knöpfchen-Drück-BS, sondern ein anspruchvolles mächtiges System, daß es dir erlaubt, die Grundfunktionen eines PC zu begreifen und besser zu handhaben!!!
Linux fordert dich mehr, dafür bekommst du aber auch ne Menge an Spass + Erfolgserlebnissen zurück. Nimm dir Zeit zum lesen, nicht hier ;-) - die meisten Postings zielen auf Provokation ab und nicht auf wirkliches Wissenwollen.
Also versuch es mal, am Besten mit SuSE 7.2 - mein Favorit oder aber mit Mandrake 8.0, beide kosten nicht mehr als ca 130.-DM!
Viel Spass
Gruß
Sly
P.S. Uups, vergessen, in welchen Bereich brilliert denn Windows???
Also bis aufs "Gamen" und die Achillesferse Bildbearbeitung +
Scanner, hat Linux alles mindestens gleichwertig zu bieten. Und
im Serverbereich greift selbst M$ auf Linux/Unix zurück.
Mit einer SuSE-Distri Professional hast du Software im Wert
(im Vergleich zu Wxx) von mehreren Tausend Mark!
Du hast vergessen, dass man einen Mac-Prozessor mit MHz nicht mit einem Intel/Athlon vergleichen kann, da ein Mac-Prozessor bei gleich viel MHz mindestens doppelt so schnell ist wie ein Pentium III, also kaum vergleichbar.
hallo,
Ich habe auch vor ein paar Monaten Linux installiert, bis ich alles halbwegs zum Laufen bekommen habe, ist fast ein Monat vergangen und ich beschäftigte mich mit Linux bis zu 5 Stunden am Tag. Leider musste ich feststellen, dass die Absturzsicherheit auch nicht gegen war, schon nach 30min hängte sich mein Linux auf. Es ließ sich nichts mehr anklicken, nur den Cursor konnte man bewegen. Außerdem hieß es fast immer, als ich Programme aus dem Netz installieren wollte, dass Linux irgendwelche Pakete benötigte, obwohl ich so ziehmlich alles von den CDs installiert hatte. Überdies hinaus tun natürlich die Windows Programme nicht. Natürlich kann ein Win - Emulator installiert werden, aber da wollten die Progs auch nicht richtig. (Was glaubt Ihr, wie lange es gedauert hatte, bis Quake lief, außerdem ist es lächerlich win progs unter Linux im Emulator zu verwenden, da kann man sich doch die ganze Mühe ersparen und gleich bei win bleiben) Versucht mal mit Maya/3d Studio/Photoshop unter Linux zu arbeiten (mit nem emu prog).
Natürlich kann man jetzt sagen, Win ist für Weicheier, die sich nicht mit dem PC beschäftigen wollen und Linux ist für richtige Kerle. Mag sein das ich zur erstgenannten Kategorie gehöre, ich möchte aber mich nicht den ganzen Tag mit Linux herumzuärgern, nur um das nach 5 Stunden zu erreichen, was ich unter meiner vertrauten Windowsumgebung innerhalb von 5 Min. tun kann.
Mfg ds
Ja, so in etwa kann ich Dir da nur Recht geben. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Linux im Privaten (und damit grössten Bereich) nicht so richtig durchbrechen kann, weil halt einfach mal alle mit zwei drei Handgriffen mit Windows ein BS haben, dass sowohl für Office, für Internet und halt auch mal für Spiele taugt. Immerhin sind die meisten von uns noch keine 60 und somit schon mal für ein nettes Spielchen zu haben.
Gruss Gunnar
PS.: Habe mich jetzt bei Nickles registriert.
PS: Das Problem ist ja auch, dass der Markt sich immer noch sehr schwer tut, für alle Linux-Distis Treiber anzubieten. Wenn man dann halt als normaler User daheim z.B. ein Teledat 2 a/b in die Hand gedrückt bekommt, wie es ja hier auf dem Brett schon so manchem ergangen ist, und auch noch nach 14 Tagen endlich sein Linux am Laufen hat, dann kommt die Erkenntnis, dass es gar nicht geht. Wenn man dann gerade darüber grübelt, was zu tun ist, kommt prompt ein Kumpel und drückt einem ein geiles neues Game in die Hand, welches natürlich auch nicht auf Linux läuft. Sicherlich gibt es Dualbootmöglicheiten, aber braucht man unbedingt ein komplett zweites BS, nur um mal zu surfen oder nen Brief zu schreiben? Ich fahre allerdings derzeit auch Dualboot. > WIN ME + W 2K. Me habe ich mal mit angelegt, falls mir mal ein Spiel in die Griffel kommt, welches unter W2K nicht so recht mag. Aber ausser zwei älteren Spielen (TOCA2 und RS2) läuft alles andere auch unter W2k, so dass ich eigentlich nur W2K nutze. Damit bin ich sehr zufrieden. Es läuft auf meinem PIII 800, 256 MB RAM, 30 GB 7200er Seagate Barracuda, 16 MB Voodoo 3-2000 ausgezeichnet und über Wochen stabil. Auf der Arbeit betreibe ich u. a. einen Athlon B @ 800 MHZ mit Win NT 4 Server, der schon seit 8 Monaten am Stück läuft. Ich kann also weder von "Scheiss"-Windows noch vom "unstabilen" AMD irgendeine Bestätigung bringen. Lassen wir jetzt mal die "Kindergarten"-Windows 95 - 98 - ME aussen vor. Wobei ich da noch sagen muss, dass ich bei beinahe 80 Arbeitsplätzen, die von mir betreut werden (nicht von mir eingerichtet!!) 95 und ME stabiler laufen, als 98. Das, was man einem System allerdings ersparen sollte, sind Celeron's. Über die Sinnvolligkeit von P4 brauchen wir hier wohl jetzt nicht zu diskutieren.
Gunnar (Al_Bundy ... *grins*)
PS.: Vielen Dank für die rege Teilnahme an diesem Psoting an alle.
Das ist genau der Punkt.
Ich bin kein Informatiker, sondern "nur" Autodidakt.Trotzdem konnte ich mit Windows die Infrastruktur unserer kleinen Firma ( Einrichtungsstudio) komplett auf EDV umstellen. Es läuft hier ein WinNT40 Server mit 10 unterschiedlichen Rechnern als Clients, darunter Win ME, 95 und 98 SE. Wir benutzen ein 3D Grafikprogramm zum erstellen unserer Zeichnungen (mit selbsprogrammierten Konstruktions-scripten), Elo zum einscannen, ablegen und verwalten unserer Unterlagen und Belege, Office 97 mit selbstgeschriebenen Makros für Schriftverkehr und Kalkulation, Outlook zur Terminverwaltung, selbst mit Visual Basic programmierte Programme zur Auftrags,Rechnungs und Kundensatmmverwaltung, Artikelkalkulation.
Außerdem CorelPhoto zur bearbeitung der digitalen Fotos der Objekte,und der eingescannten Artikelfotos.
Über den Server haben alle per ISDN zugriff aufs Internet, alle haben Zugriff auf 3 Drucker (1x Laser , 2x Tinte), als Faxlösung benutzen wir Winfax 10, das allen erlaubt Faxe zu verschicken und zu empfangen.
Das alles klappt sehr gut und war übrigends nicht besonders teuer.
Hier hätte Linux allein aus Zeitgründen keine Chance.Es geht eben nicht nur um ein paar Briefe, die mit Staroffice geschrieben werden müssen, sondern um ziemlich komplexe Systeme mit viel übergreifenden Aufgaben.
Das konnte ich nur mit Windows.
MfG
Rainer
Und genau das ist das Problem mit Linux... benutzerunfreundlich bis zum geht nicht mehr!! Ich hab auch keine Lust mehr, tagelang hinter irgenwelchen Libs hinterherzusuchen, bin ja auch kein Programmierer, und wenns eben absolut nicht geht kommt Linux eben wieder weg und Win zum Zuge.
Linux ist eine Alternative, falls Du das Glück haben solltest, ein Studium als Informatiker oder Programmierer abgeschlossen zu haben. Ansonsten vergiss es, für den normalen Anwender ist Linux absolut nicht zu packen!! Alles was über die Grundinstallation von den CDs hinausgeht macht Zicken dass es einem graust... nee nee bleib lieber bei Win null Probleme null Ärger und ALLES funktioniert bestens
Hallo Leute!
Also zum Arbeiten braucht man Software die funktioniert -
nicht unbedingt Winword, Excel etc.
einfach eine gute Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder?
Uebrigens ist ja das .doc- Format nicht unbedingt ein Standard fuer Dokumentenaustausch, fuer das gibts sowieso besseres .pdf.
Es kommt schon darauf an was man machen will mit einem Betriebssystem aber auch mit Anwendungen also ich oute mich gerne als Linux- und somit auch als Open-Source-Fan!
Ist doch schoen sein "eigener Herr" zu sein - oder?
Niemand wird ja gezwungen Open-Source oder Linux einzusetzen, kann jeder machen wie er will. Nur muss man beim Vergleichen fair bleiben und vielleicht auch die Kosten-/Nutzen-Ueberlegung machen - ich meine jetzt alles nur LEGAL (keine Raubkopien oder so).
Gruesse
Romano
Hi Romano,
da hast Du sicherlich den Stein der Weisen angesprochen, denn ich will nicht wissen, wie die Verhältnisse Win vs. Unix/Linux wären, wenn alle User sich ihre komplette Software incl. BS selber kaufen müssten und auch würden, dann würde es da wohl anders aussehen. Andererseits bekommt man ja meistens schon Windows mit aufs Auge gedrückt, wenn man sich nen PC kauft. Es ist sicher heikel dieses Thema hier anzufassen (So in der Öffentlicheit), aber es hat wohl kaum einer daheim ein selbsterstandenes Officepaket herumliegen. Von manch anderen Dingen ganz zu schweigen. Wenn man da mehr Riegel vorschieben würde in puncto Verhinderung von Softwareklau, würden auf einmal bestimmt viele anfangen, sich mit Linux zu beschäftigen. (Ich will mich da nicht ausnehmen, also mal rein theoretisch ... *grins*!). Auf der anderen Seite wird das wohl auch MS klar sein und deshalb ist es ja auch immer ein Kinderspiel (ohne Kopierschutz etc.) wenn man mal von seinem Microsoft BS eine "Sicherheitskopie" erstellt. usw.
Oder irre ich ???
;-)
Al
Hi Al
so kann man es auch formulieren.
Ich will (und kann ) aber trotzdem niemand "zwingen" sich mit Linux zu befassen, ich kann es nur sehr empfehlen.
Heutzutage kann man sich beim gut sortierten PC- Haendler auch eine neue "Kiste" mit installiertem und lauffaehigen Linux ordern, dann ist der - angebliche - Installations-Horror auch kein Argument mehr - oder?
Meiner Meinung nach muesste man Linux sowieso mit NT vergleichen und die Administration und das Einrichten ist da auch nicht so einfach - siehe die vielen NT-Spezialisten bei den Firmen!
Man sollte tolerant sein und nicht nur schimpfen uber alles andere - was man zum Teil gar nicht so recht kennt.
Ich schimpfe ja auch nicht dauernd ueber M$, ich laechle hoechstens mal ein wenig, wenn ich wieder mal was aufschnappe.
Uebrigens... die Linux-Fans wissen mein laecheln sicher zu deuten ........
Gruss
Romano
Hi Romano,
schön, dass es Leute gibt, mit denen man über so ein Thema sachlich reden kann. Ich bewundere die Leute, die knackefit in Unix und Linux sind. Ein zwei Anläufe habe ich auch schon unternommen, um mich ein wenig einzufummeln. Mit einem geweissen Feingefühl Computerei gegenüber ist es auch machbar, sich bis in die wesentlichen Bereiche hineinzufummeln. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man merkt, man hat nicht ewig Zeit, sich mit rel. belanglosen Dingen herumzuärgern, die halt in der Windowswelt nur zweier Klicks bedürfen. Es ist eine Frage der Zeit und der Musse. Als Testlinux probierte ich seinerzeit das damals viel gelobte Open Caldera. Daheim habe ich noch (bisher ungenutzt) Suse 6.2 und 7.0 herumliegen.
Ansonsten muss ich schon sagen, dass ich natürlich als Windowsumgebung von NT und 2k spreche. Das 95 ... 98 ... ME nur für Herumspielerei genügt steht hier ausser Frage, so denke ich.
Viele Grüsse
Al
Hi Al
Finde ich gut mit Fummeln hat schon mancher seine Erfahrungen gemacht - sorry wegen der Zweitdeutigkeit, aber ich konnte nicht anders - kann sicher nie schaden, wenn man sich in verschiedenen Dingen ein wenig auskennt oder wenigstens weiss, dass es noch an anderes gibt.
Es gibt sicher Sachen, die bei NT oder 2000 mit ein paar Klicks erledigt sind, leider gibt es aber viele Dinge, da hast du mit M$ echt keine Chance irgenwas anzupassen oder dazu zu tun.
Viele Gruesse
Romano
NB: bin auch ein Al Bundy-Fan
