Mit dem Erscheinen der F1-Serie von Yamaha setzen CD-RW-Schreiber erstmals nicht mehr auf die bislang übliche Zone-ZLV-Schreibtechnologie, sondern wenden sich dem seit den ersten High-Speed-Schreibern über 16-facher Schreibgeschwindigkeit vernachlässigtem CAV zu. Von den Vorteilen weiß vor allem Yamaha selber zu berichten - was natürlich kaum jemanden überraschen kann.
(Disc4You/ub - 05.07.2002) - Eines der Hauptargumente für Yamahas Schritt zu Full CAV (Constant Angular Velocity, also dem Schreiben mit konstanter Umdrehungsgeschwindigkeit) liegt darin, eine komplette 80-Minuten-CD-R in ziemlich genau 163 Sekunden brennen können zu wollen. Das sind etwas mehr als zweieinhalb Minuten - und Lead-in sowie Lead-out sollen ebenfalls bereits dabei sein.
Der Unterschied zum herkömmlichen Zone-CLV, wie es in der Regel bei Highspeed-Recordern angewendet wird, liegt darin, dass beim Full CAV die Schreibgeschwindigkeit (nicht die Umdrehungsgeschwindigkeit, die während des gesamten Brennvorgangs über die gesamte Oberfläche konstant bleibt) stufenlos erhöht wird - äquivalent zur Art und Weise, in der konventionelle CD-ROM-Laufwerke lesen. Auch hier rotiert die Scheibe mit einer konstanten Geschwindigkeit - unabhängig davon, wo eventuell aufzusuchende Daten sich befinden. Beim Yamaha F1-Brenner beginnt man mit 19-facher Brenngeschwindigkeit im inneren Bereich der CD und steigert sich linear auf 44-fach in den äußeren Bereichen - schlichtweg dadurch, dass die Oberfläche des Mediums außen schneller am Laser vorbeirauscht als innen.
Beim herkömmlichen Zone-CLV wird ein Rohling in verschiedene Zonen unterteilt, die jeweils mit unterschiedlicher Geschwindigkeit angesteuert werden. Abhängig vom Recorder beginnt man dann beispielsweise mit 16-x in der Lead-in-Zone, wechselt vielleicht stufenweise zu 20-x, 24-x, 32-x und kommt auf diese Weise letztendlich bei der auf der Verpackung dick aufgedruckten Maximalgeschwindigkeit an. Innerhalb der Zonen wird mit konstanter Umdrehungsgeschwindigkeit weitergearbeitet - weshalb Zone-CLV auch eher eine Mischung aus dem CAV-Modus (konstante Drehzahl) und dem CLV-Modus (variable Drehzahl) ist.
Einer der großen Nachteile beim Zone-CLV liegt in den Sprüngen selber. Da dieses zwangsläufig während des Schreibprozesses geschieht, sind Fehler auf der CD nicht zu vermeiden. Einzig die jedem Highspeed-Recorder inne wohnende Buffer Underrun Prevention-Technologie kann an den 'Kanten' einen Schreibabbruch verhindern und die Lücke verbinden, die die Erhöhung der Umdrehungszahl beim Brennen reißt. Neben einer höheren (wenn auch korrigierten) Fehlerzahl, kostet dieses Verfahren natürlich Zeit. Nicht viel, aber der Brennvorgang ist erst einmal 'aus dem Tritt geraten' und muss sich wieder fangen - und genügend, dass Yamaha behaupten kann, seine 44-fach-Full-CAV-Recorder seien schneller als die neuen 48-fach-Zone-CLV-Schreiber. Da man bei Yamaha-Brennern darauf verzichtet, die Umdrehungsgeschwindigkeit des Rohlings stückweise, eben in den Zonen, herauf zu setzen, kreist das Medium von Anfang an mit der gleichen Umdrehungszahl (8700 Umdrehungen pro Minute) - und die Sprünge entfallen vollständig.
Quelle: disc4you