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Datenwiederherstellung bei eingebauter SSD fast unmöglich..

luttyy / 4 Antworten / Baumansicht Nickles

Wer Daten von einer eingebauten SSD löscht und diese wieder herstellen will, wird wohl scheitern!

Die "Schuld" trägt der Trimbefehl, der eingeschaltet ist...

https://www.netzwelt.de/ssd/159573-ssd-so-rettet-versehentlich-geloeschte-daten.html

Das habe ich nicht gewusst!

Da ich aber immer aktuelle Spiegelungen habe (max. 3 Tage),

würde es mich nicht sonderlich treffen..

Also, Vorsicht beim löschen..Lächelnd

Gruß

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fakiauso luttyy „Datenwiederherstellung bei eingebauter SSD fast unmöglich..“
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Immer dieses Desaster der Nullen und Einsen;-)

Das habe ich nicht gewusst!


Wobei das in sich "logisch" ist. Beim normalen Löschen wird ja lediglich der Eintrag in der Dateizuordnungstabelle entfernt und die Datei bleibt erhalten und damit für Rettungstools auch zu finden.

Putzt man dagegen drüber, macht ein Low-Level oder wenn selbst bei einer normalen HDD oder wie bei TRIM der entsprechende Speicherbereich überschrieben oder wieder freigegeben wird, ist die Datei halt wirklich weg und damit die Chance vertan, sie zu retten.

An einer wie auch immer gearteten Sicherung führt bei ernsthaften Ansätzen also kein Weg vorbei.

Im Umkehrschluß hat man andererseits dadurch die Sicherheit, dass bei einem Plätten einer SSD zwecks Verkauf oder so auch tatsächlich keiner mehr unberechtigterweise dort noch etwas findet. Es hat also wie so oft alles seine Vor- und Nachteile.

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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Borlander fakiauso „Immer dieses Desaster der Nullen und Einsen - Wobei das in sich logisch ist. Beim normalen Löschen wird ja lediglich der ...“
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Im Umkehrschluß hat man andererseits dadurch die Sicherheit, dass bei einem Plätten einer SSD zwecks Verkauf oder so auch tatsächlich keiner mehr unberechtigterweise dort noch etwas findet.

Genau diese Sicherheit hast Du bei SSDs nicht. Die Daten werden beim Trim nicht gelöscht, sondern nur der entsprechende Speicherblock aus der Zuordnung entfernt und als überschreibbar markiert. Unter Umgebung des Mappings von LBA-Adressen auf Flash-Blöcke kann man also u.U. noch "gelöschte" Daten auslesen, das wäre technisch über herstellerspezifische Funktionen oder ggf. eine spezielle Firmware möglich. Selbst wenn Du eine SSD mit Zufallsdaten voll schreibst (was bei einer gewöhnlichen Festplatte als sicher anerkannt ist), wirst Du durch das OverProvisioning nicht alle Speicherblöcke überschreiben. Bei Wiederholung kannst Du das Risiko von Resten reduzieren.

Das sichere Löschen von SSDs ist auf Herstellerseite so umgesetzt, dass die Daten grundsätzlich verschlüsselt geschrieben werden und zum Löschen dann nur der Schlüssel verworfen wird. Hier muss man dann auf die Angaben des Herstellers und dessen korrekte Umsetzung vertrauen. Falls z.B. die letzten Schlüssel gespeichert werden, so könnten damit noch Reste zugängliche bleiben.

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Eludi84 Borlander „Genau diese Sicherheit hast Du bei SSDs nicht. Die Daten werden beim Trim nicht gelöscht, sondern nur der entsprechende ...“
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Das sagt Ontrack zum Thema- natürlich gibt es einige Hürden bzw. Voraussetzungen im letzten Absatz nachzulesen.

Der Nachteil von TRIM in Kombination mit der Garbage Collection ist, dass die Datenrettung auf einem TRIM-fähigen SSD normalerweise überhaupt nicht möglich ist.

Unentschlossen

Endlich auch mit Ubuntu :-)
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The Wasp luttyy „Datenwiederherstellung bei eingebauter SSD fast unmöglich..“
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Gut zu wissen, da bei mir nur noch SSDs im Rechner stecken. Aber ich backupe alles, was wirklich wichtig ist sowieso seit Urzeiten sofort. Ist nicht ganz billig, muss aber sein.

Richtig Probleme haben die, die große Server haben. 1 Petabyte sichert man nicht mal so einfach und das Backup ist vor allem schon aus Sicht der Hardwarebeschaffung richtig teuer. Auf der Tube gibts einige "lustige" Videos zu dem Thema. Server abgekackt und kein Backup...

Die aktuellen Themen sind dazu aber Cloud und Synchronisation, vor allem weil immer mehr auch mobil verfügbar sein soll. Dem Verbraucher wird es immer einfacher gemacht, die Cloudanbieter prügeln sich um jeden Kunden. Für Leute, die mit Technik nicht viel zu tun haben wollen, ohnehin die beste Lösung, Daten halbweg sicher für den Tag X aufzubewahren.

Ende
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