Meine Harddisk (IBM 60GB, 7200RPM) ist abgestürzt. Wahrscheinlich Hardwaredefekt. Motor läuft an; aber die Festplatte macht "Klackergeräusche" (Köpfe???). Sie wird vom System nicht erkannt. Leider noch viele wichtige ungesicherte Daten drauf. Wer kann helfen? Gruß Toni
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.611 Themen, 110.810 Beiträge
Probier zuerst einmal ob ein Datenrettungsprogramm hilft (du kannst die "Demo"-Version gratis herunterladen mit welcher du dann schauen kannst welche Dateien gerettet werden könnten wenn du die Vollversion hast welche kostet). Wenn das nicht hilft, bleibt wohl nur noch das Datenrettungslabor übrig aber da würde ich mir ganz genau überlegen ob du über 1000€ für ein paar Daten ausgeben willst/kannst. Gut der Getriebe-Wechsel bliebe da noch übrig aber da muss man eine baugleiche Platte und einiges an Fachwissen haben. Zudem ist nicht sicher ob es dann auch funktioniert.
Ach ja: Mache von allen dir wichtigen Daten ein Backup auf CD und/oder eine ANDERE Festplatte (nicht eine andere Partition, eine andere Festplatte).
"...Probier zuerst einmal ob ein Datenrettungsprogramm..."
probieren kann den mechanischen defekt der platte verschlimmern und eine datenrettung völlig unmöglich machen. wenn die daten wichtig sind - finger weg von der platte, nichts einschalten und die profis von zb ontrack mit dem fall beauftragen.
www.ontrack.de
;-)
Wenn Du auch nur ein bischen Sicherheit versuchen willst, wird es nicht so billig. Bei lebenswichtigen Daten rät man eigentlich zum Datenrettungslabor, aber das kostet ein kleines Vermögen.
Auf die Gefahr hin, dass Dr. Hook diesen Hinweis zum Löschen vorschlägt; versuche mal die Kühlschrankmethode:
Eine Rettungsmethode die ev. nochmal einen (! ) Festplattenstart ermöglicht, ist es die Platte für einige Zeit in das Gefrierfach des Kühlschranks zu legen. Sicher verpackt in doppelter Plastiktüte. Dann schnell einbauen (Slave, frier Dir nicht die Finger am Gehäusemetal fest, keine Ahnung wie lange man die Platte da reintut) und die Daten auf die neue Masterplatte schreiben, ohne den PC einmal abzustellen. Dafür würde ich ein möglichst schnelles Programm benutzen, dass die Platte schohnt. Also vielleicht eine Installation auf der Masterplatte mit TrueImage. TrueImage gab es in einer leicht eingeschränkten Version (liest NTFS, schreibt aber nur FAT32) auf Computerzeitschriften-CDs. Ev. kannst Du es auch irgendwo downloaden.
Die Kühlschranktricksereien werden zuweilen auf dem Festplattenbrett im Heise-Forum berichtet, vielleicht kann da jemand mehr zu sagen und erkären wie das funktionieren soll. Wie gesagt, ich habe mir schon den Ärger von Dr. Hook (hier durchaus ein Festplattenexperte) zugezogen (ich möge doch meine eigene Hardware vernichten).
Du solltest also zuerst einmal eine neue Festplatte besorgen und darauf eine Windows-Installation erstellen + Datenrettungsprogramm installieren und dann erst die Problemplatte wieder einbauen, als Slave.
Datenrettung (auch) für NTFS:
http://www.ontrack.de/easyrecovery/
Von recht unkonventionellen Rettungsmethoden hab ich auch schon gehört, allerdings in die andere Richtung (Platte im Backofen auf ca. 80° erhitzen), wer weiß was verzweifelten Leuten so alles einfällt, um ihre Daten zu retten, vielleichts hats ja mal durch Zufall geklappt, und dann wird dieser Tip weitergegeben, und pflanzt sich im WWW entsprechend fort.
Ich würde die Platte jedenfalls nicht mehr anfassen, auch nicht mit dem Tool von Hitachi (Drive-Fitness-Test, ehemals IBM) oder sonst irgendwelchen Tools. Wende dich an den Hersteller (Hitachi/IBM) oder an eine professionelle Datenrettungs-Firma (siehe weiter oben, kann teuer werden). Wenn du meinst, jetzt doch noch experimentieren zu müssen, sind die Daten wohl doch nicht so wichtig.
Das Thema Datensicherung schneide ich hier jetzt gar nicht erst an, dann krieg ich so einen Hals....
Hallo Schnaffke,
Platte erhitzen ist technisch gesehen Wahnsinn, während abkühlen durchaus Sinn macht (Oberflächenschmierstoff, Köpfe hängen fest) und beim Heise-Forum auch immer wieder Feedback kommt, dass es geklappt hat. Da müssten sich ja verdammt viele Leute verschworen haben Unsinn zu reden.
...Das mit dem Einfrieren , das macht wohl Sinn zumindest bei Festplatten die Normal mit Flüssigkeitslager laufen tun, durch das Einfrieren wird das Lagerspiel des vermutlich defekten Flüssiglagers Theoretisch wieder geringer so daß die Platte im Kalten Zustand weniger "Rumpeln" dürfte dieser Efekt läßt sich evtl. mit Kältespray noch weiter rauszögern. Das ließt sich zugebener maßen recht abenteuerlich aber manchmal hat solch Wahnsinn offentsichtlich Methode selbst hab ich das zwar auch noch nicht durchgezogen, bloß mal irgendwo gelesen, daher alle versuche da auf eigene Gefahr ist wohl Klar.
Gruß Peter
platte frosten - platte heizen...
wie wäre es denn mal mit ein wenig voodoo oder regentanz?
wenn die daten wichtig sind... sie posting weiter oben.
;-)
