Hallo Leute!
Sage mal, stimmt denn diese Geschichte mit dem Luftpolster zwischen einer sich drehenden Festplatte und den Leseköpfen noch? Ich habe vor einiger Zeit einmal eine Festplatte auseinander geschraubt und gesehen, dass den Leseköpfen kleine "Filzpantoffeln" verpasst worden sind, die in Kontakt mit der Platte nach meiner Meinung eigentlich nicht mehr so viel Schaden anrichten dürften. Eigentlich eine gute Lösung, damit eine Platte in Betrieb nicht bei mechanischen Erschütterungen stets der Headcrash droht.
Oder sind das nur "Maßnahmen" zur Schadensbegrenzung?
Die Disketten drehen sich ja auch zwischen diesen Zellstoff-Scheiben ...
MfG
UselessUser
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.610 Themen, 110.775 Beiträge
Haedcrash gibt es immer noch, und da der Abstand zwischen dem Schreib-Lesekopf und der Plattenoberfläche weniger als eine Haaresbreite beträgt UND die Magnetfeldstärke bei einer Festplatte extrem klein ist, würde das mit dem Filzschuh nicht funktionieren. Festplatten parken schon seit langem beim ausschalten den Schreib-Lesekopf in einer dafür vorgesehenen Parkposition. Ein Headcrash kann dann zwar auch noch vorkommen, allerdings verträgt die HD dann eine wesentlich höhere Beschleunigung. Ein Headcrash im laufenden Betrieb ist schon viel gefährlicher. Allerdings sind auch schon glasbeschichtete Platten in Benutzung, die gegenüber einem Headcrash wesentlich unempfindlicher sind. Disketten drehen mit 300 UpM, Festplatten mit 5400 - 7200 UpM (und mehr)!
Um Missverständnissen vorzubeugen: der "Filzschuh" befindet sich nicht UNTER dem Schreib-/Lesekopf, sondern VOR dieser winzigen Drahtschlaufe, das hieße, theoretisch könnte er den Schreib-/Lesekopf in fester Distanz zur Festplattenoberfläche fixieren, ohne die elektromagnetischen Vorgänge zu behindern. Allerdings lässt sich der vordere Abschnitt des Schreib-/Lesearmes leicht anheben, so dass dieser dann wahrscheinlich vom Luftdruck angehoben wird - mitsamt diesem Polster.
Probleme eines aufliegenden Polsters würde vermutlich die wahnsinnige Reibungswärme bereiten, aber wenn dieses Polster kurzfristig die Festplatte berührt - statt der Drahtschlaufe -, so ist doch die Gefahr eines Crashes minimiert, oder?
Die Parkposition des Kopfes scheint ja auch auf der Platte zu liegen und nicht außerhalb, weil der Spielraum der Schreib-/Lesearm-Achse nach meinen neuesten "Forschungen" nur innerhalb des Plattenradiuses zu liegen scheint. Ich vermute, auf dem innersten Ring, weil dort der Anschlag der Schreib-/Lesearme mit dem charakteristischen Klacken verbunden ist.
MfG
UselessUser
deine vermutung was den "filzpantoffel" angeht dürfte stimmen. bei umdrehungen von 7.200-15.000 würde ein solcher "pantoffel" sehr schnell in seine einzelteile aufgelöst werden.
ich wage auch zu bezweifeln, daß ein stück filz den abstand im mikrometerbereich zwischen plattenoberfläche und schreib/lesekopf sicherstellen könnte.
einige platten haben mittlerweile auch eine fixierung in der ruheposition für den kopf, so daß er von der elektronik erst freigegeben werden muß und somit im ausgeschalteten zustand nicht verrutschen und die scheiben beschädigen kann.
was die "glasbeschichteten" scheiben angeht, so ist das wohl ein mißverständnis. die platten sind nicht auf der oberfläche glasbeschichtet, sondern es sind glasplatten, die metallbeschichtet werden.
