Hallo zusammen.
Wenn ich mit Systemsteuerung > Software ein Programm de-installiert habe, stelle ich hinterher regelmäßig fest, daß es noch einen ganzen Haufen Dateien und Ordner mit dem Namen der Software oder des Herstellers auf meiner Platte gibt. Auch dann, wenn ich von diesem Hersteller nur das eine Programm benutzt habe. Das Gleiche gilt für die Registry: auch hier ist immer noch jede Menge solcher Schlüssel und Werte zu finden.
Ich will jetzt nicht polemisch werden, aber wozu ist diese De-Installieren Funktion gut? Wenn die doch nichts weiter tut, als den Programm-Ordner in den Papierkorb zu schmeißen, dann kann ich das auch mit der Hand erledigen. Was meint Ihr?
Danke schonmal,
Olaf19
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Servus,
du hast es erkannt - die Uninstall-Funktion von Windows funktioniert meist nicht richtig. Liegt aber weniger an Windows, sondern mehr an den Programmierern der Software selbst, welche du installierst.
Irgendwie denken die Programmierer man will ihre Software ewig auf der Platte haben; Und so schludern sie bei der Uninstallfunktion.
Es gibt auch Uninstaller von Fremdherstellern, was die taugen kann ich dir aber nicht sagen.
Gruß
IDE-ATAPI
Hallo IDE-ATAPI,
da ich meinen privaten Windows-Rechner noch nicht so lange habe, probiere ich viel Software aus. Das meiste will ich nicht dauerhaft behalten. Das beste wird sein - sobald ich meine "testwütige Phase" abgeschlossen habe - noch einmal das ganze System neu aufzusetzen. Dann bekomme ich auch wieder eine saubere Registry.
Was die Fremdanbieter-DeInstaller betrifft: Mein Bauch sagt, laß es lieber sein. Aber vielleicht postet ja noch jemand etwas darüber, der damit (positive) Erfahrungen hat.
Danke und CU
Olaf19
Zum einen liegt es unfähigen Programmierern,z.B. nicht gelöschte Ordner von einem deinstalliertem Programm zu löschen.
Zum zweiten an der Struktur der Registry des Betriebsystem,daß es so ist wie es ist.
Zum dritten an Anwendern, die glauben die Programme manuell deinstallieren zu müssen.
Die sogenannten Uninstaller schneiden in der Hinsicht auch nicht viel besser ab,als die systemeigene Uninstallfunktion.Z.B.Officeinstallationen verlangen nach kurzer Installationsphase einen Neustart des System's.Alles was danach installiert wird,bekommen die Uninstaller nicht mehr mit,weil diese denken die Installation war schon abgeschlossen.
Das beste ist mit Imageprogrammen zu arbeiten.Es wird eine Grundinstallation erstellt von den Programmen, die man häufig benötigt.Wenn dann eine Phase erreicht ist,daß das System zu stolpern anfängt,Image einspielen und man hat ein frisches System ohne Ballast.
Eine andere Lösung ist die,mit einem Wechselrahmen und zwei Festplatten zu arbeiten,eine zum testen der Programme und eine zum arbeiten.Strikte Trennung also.
Ciao
>>Zum dritten an Anwendern, die glauben die Programme manuell deinstallieren zu müssen
Gerade das habe ich vermieden - sonst könnte ich mich jetzt nicht beklagen :-)
Die Idee mit den zwei Festplatten erscheint mir sehr einleuchtend. Zu Backup-Zwecken werde ich mir früher oder später sowieso eine zweite Platte holen. Könnte ich bis dahin die strikte Trennung nicht genauso gut mit Hilfe einer zweiten Systempartition (z.B. Laufwerk D:) erzielen? Oder landet dann doch gegen meinen Willen alles Mögliche auf C:?
Hallo IDE-ATAPI!
Zwei Primärpartitionen mit jeweils einem Betriebssystem, von denen wahlweise gebootet wird. Die kommen sich nicht in die Quere, sofern sie vom jeweils anderen Betriebssystem überhaupt erkannt werden.
MfG
UselessUser
Nimm doch nen Uninstaller!
Sehr gut ist z.B. "Ashampo Uninstaller"
Du startest übder den Unstinstaller das Setup. Der Uninstaller protokolliert haargenau, was auf die Platte und in die Registry gekommen ist. Dann, wenn du das Programm nicht mehr haben willst, putzt dir der uninstaller alles, das, was auf die Platte gekommen ist!
Ist fast Freeware (war mal auf ne PC-Magazin CD, 4,30 €)
cm
Die Uninstall-Routinen sind meist so programmiert, dass sie alle Dateinen löschen, die bei der Installation des jeweiligen Programmes auf die Festplatte kopiert wurden. Werden aber Dateien hinzugefügt (ein gutes Beispiel wären z.B. Spiele, bei denen zur Grundinstallation meist noch Patches, Konfigurationsdateinen und Spielstände dazukommen), so werden diese von der Uninstall-Routine meist ignoriert.
Ich halte mein System sauber, indem ich meine Festplatte und die Systemregistrierung nach der Deinstallation eines Programmes genau auf Überreste desselbigen untersuche und lösche (muss man natürlich gut bei aufpassen).
hallo olaf19,
ich hab da ein tolles programm gefunden, welches gerade für dich ideal wäre. es ist auf "www.datapol.de" zu finden und nennt sich "winrollback". es schützt dein system vor jeglicher änderung (sogar viren sind wurscht)und nach einem neustart ist dein system wieder im ausgangsstadium, außer du deaktivierst "winrollback". dann nämlich bleiben alle änderungen die du mittlerweile gemacht hast, bestehen. das programm gibt es in der kostenlosen testversion, die dauerhaft benutzbar ist. der einzige unterschied zur bezahlten version ist der, dass die passwortsicherung für das deaktivieren wegfällt. dieses programm wird hauptsächlich von schulen verwendet, wo vieles probiert wird, doch das system dennoch geschützt bleibt. ich verwende dieses programm schon seit ca. 2 monaten mit bestem erfolg. einzige einschränkung: bei der installation von programmen, die einen neuestart erfordern (da ja dann alles wieder verworfen wird), hilft´s dir nix. auch wird im "start/beenden" menü die option "im ms-dos-modus hochfahren" deaktiviert. das kriegst du aber mit drücken der F8-taste beim booten hin. dafür musst du in der msdos.sys aber den eintrag "BootKeys=1" vornehmen. das ist´s dann aber auch schon. schau´s dir mal an!
lg klickman
Die Methode von Thomas G sagt mir aus dem Bauch heraus am meisten zu. Das ist zwar mit etwas Arbeit verbunden, und man muß genau wissen, was man tut. Dafür hat man eine gute Kontrolle über das, was mit dem System geschieht.
Falls mir das auf die Dauer zu mühsam ist, werde ich die Methoden von Christoph Maus und klickman ausprobieren. Und alle paar Monate das System von Grund auf neu aufzusetzen kann auch nicht schaden.
Danke nochmal und CU,
Olaf
Also Norton Cleansweap löscht eher vorsichtig und da bleibt einiges übrig. Aber Windows RegClean putzt dann weiteres weg. Norton WinDoctor entfernt noch ein paar überlfüssige Verknüpfungen. Cleansweap hat neben der Protokoll- und Entfernungsroutine auch noch Progamme zur Entfernung von redundanten DLLs (Vorsicht) usw..
Die Aufräumarbeit in der Registry geht mit dem Registry-Editor von Norton ebenfalls effizienter. Man nennt die Dateien erst mal um. Etwa statt "aureal" "xaureal". Wenn der Computer eine Zeit lang nicht muckt, kann dann richtig gelöscht werden. Es können extrem viele Einträge sein, deshalb ist es nützlich zuerst auf Tools zurückzugreifen, bevor man manuell werkelt.
Die Registry besteht ja eigentlich nur aus den HKEY USER und HKEY LOCAL MACHINE. Die anderen Schlüssel sind abgeleitet. Also löscht man erst Mal da ne Zeit lang und macht einen Neustart. Es sind dann nur noch einige Einträge übrig.
eine weitere idee wäre das einrichten einer ramdisk. geht ganz einfach in der config.sys. da hast du auch den vorteil, dass du "cookies" und andere temporäre ordner drauflegen kannst und nach einem reboot ist alles wieder weg. aber so ähnlich funktioniert auch das weiter oben von mir beschriebene "Winrollback". also ich schwöre auf dieses kleine programm! da genügt einfach dieses prog und ich brauche keine bedenken wegen schlampiger uninstaller oder reste in der registry zu haben. alleine der vorteil, dass mein system somit de facto auch durch viren nicht angreifbar ist lässt meiner meinung nach keine alternative zu.
wünsch dir gutes gelingen, olaf19!
lg klickman
Hallo Klickman,
danke für Dein Engagement :-)
Nur eine kleine Verständnisfrage: Was ist, wenn ich eine Veränderung meines Systems WILL, z.B. neue Software installieren? Muß ich dann Winrollback vorübergehend deaktivieren und später wieder aktivieren?
Falls ja, wäre das tatsächlich eine vielversprechende Alternative.
CU
Olaf
Winrollback kenne ich nicht. Ich habe Win98 und Du meinst vielleicht Systemwiederherstellungspunkte, soweit ich mich erinnere gibt es die ab WinME??
Solch Wiederherstellungspunkte sind eine gute Sache, wenn Du ein Programm nur kurz ausprobieren willst und es höchstwahrscheinlich sehr bald wieder löschen willst. In dem Fall würde ich den Mechanismus nicht ausschalten, sondern vielmehr explizit einen Sytemwiederherstellungspunkt setzen.
Also, wenn hier immer von Rollback gesprochen wird, dann spiel dir doch (als 2. Betriebssystem) gleich WinXP auf, denn hier wird diese Funktion gleich geboten.
Ansonsten achte ich stets darauf, auf eine Festplatte bzw. Partition nicht zuviele Anwendungen zu installieren, sonst wird das System irgendwann instabil und du kannst nicht mehr genau nachvollziehen, woran das liegt. Manche Programme beißen sich auch, z. B. sollte man bestimmte Brennprogramme besser nicht auf e i n e r Partition installieren.
MfG
UselessUser
Hi,eine tolle Diskussion. Wenn ich doch bei meinen Anfragen jeweils auch so viele Tipps bekäme. -:). Entweder ich habs überlesen,oder es stand nicht da. Der REGCLEANER4.3 putzt(nahezu?!)alles weg,was Windows nicht schafft."Nahezu" ist immer geboten,denn selbst nach FormatX bleiben noch Leichen.
Der Tipp mit Regclean.exe ist super. Nutze das Programm auch.Hat mit Deiner Frage aber nur indirekt zu tun. Das Programm ist von Microsoft,was will man mehr an systemzugeschnittenen Teilen. Norton vergiß,das zwickt sich mit Win. Der Easycleaner ist noch mild. Tipp: alle drei benutzen. Mit anderen Programmen lag ich wegen Datenklau soooooooo oft auf der Nase, so daß ich weiß,wovon ich rede. Wenn einer der das liest,Bios-erfahrung hat,unter BIOS hab ich eine Frage und bisher noch keine Antwort. Betrifft einen Testreport.Vielleicht kriege ich jetzt auch ein MEER an Zuschriften. -:)
tut mir leid,olaf19, aber ich war im urlaub und konnte nicht eher antworten.
winrollback kann nach änderungen deaktiviert wrden und somit sind dann alle änderungen, die du vorgenommen hast auf deiner platte verewigt. aber auch änderungen, die du NACH deaktivierung von winrollback machst!
nach einem reboot aktiviert sich dann winrollback wieder, hast aber die option, es gleich beim hochfahren zu deaktivieren.
du kannst JEDE GEWÜNSCHTE partitionen schützen lassen, oder eben ungeschützt lassen. das sehe ich als großen vorteil und unterschied zu "wiederherstellungsmöglichkeiten" wie z. b. in XP.
und du kriegst das prog auf "www.datapol.de". ;-)
klickman
Nochmals dankeschön für die vielen Anregungen...
Ein bißchen unheimlich ist mir das schon noch mit diesem Rollback. Irgendwo müssen doch die Informationen des alten Zustandes gespeichert werden, damit man ihn wieder herstellen kann - klingt so, als wäre das Ganze sehr speicheraufwendig. Okay, wenn man zwei Platten á 80 GB hat, sollte das nicht das Problem sein. Muß ich bei Gelegenheit einfach mal ausprobieren.
CU und vielen Dank,
Olaf19
hi olaf19,
es ist so, dass winrollback einen teil des arbeitsspeichers für die änderungen belegt (ganz entfernt ähnlich einer ramdisk). mein PC hat 256MB und ich hatte noch niemals irgendein problem oder einschränkungen bemerkt, die auf eine beeinträchtigung, bzw. reduktion des arbeitsspeichers hinweisen würden. wenn du nun WRB deaktivierst, schreibt das prog die änderungen auf die platte(n). lässt du es aktiv, so werden die änderungen nicht wirksam, da sie ja im arbeitsspeicher abgelegt sind und nach einem reboot nicht mehr existieren. aber das und die funktionsweise des progs steht auf der HP von datapol beschrieben.
liebe grüße,
klickman
Klingt ganz so, als könne man das mal riskieren - mit 512 MB :-)
CU
Olaf
spricht nix dagegen. kann es dir nur ans herz legen, wirst sehen, ist ein geiles ding, ich habs bis jetzt nicht bereut!!! keine probs mehr mit "dummen" proggies!
CU
Heute habe ich mir nun Windows XP zugelegt und siehe da - es scheint eine Rollback-Funktion schon mit eingebaut zu sein, wenn ich das richtig verstanden habe. Frag mich jetzt bloß nicht mehr wo... na die find ich schon wieder :-)
naja, abgesehen davon, dass mir XP äußerst unsympathisch ist, hat XP meines wissens lediglich die funktion àla ME drinnen. und zwar die, dass es möglich ist, einen früheren systemzustand zu speichern und man diesen - wenn nötig - wieder herstellen kann.
wünsch dir trotzdem viel spass und gutes gelingen damit!
CU
Sowohl von der Optik als auch von der Funktionalität her macht XP auf mich einen moderneren und professionelleren Eindruck als Windows 98. Das geht schon bei der Installation los: Man braucht sich nicht für jeden "Fliegenschiß" einen Treiber zu laden, sondern Vieles geht ganz von allein. Es kommt mir auch so vor, als habe der Rechner etwas an Performance zugelegt.
Das einzige, was mich irritiert, ist der leergefegte Schreibtisch: Kein Papierkorb, kein Arbeitsplatz-Symbol, keine Verknüpfungen. Wenn ich neue anlege, sind sie nichts zu sehen. Da ist irgendwas faul. Aber das kriege ich wohl auch noch raus.
CU
Olaf19
... und vergiss nicht, "XP-antispy" draufzuspielen!
viel spass noch!
LG KLICKMAN
