http://www.heise.de/ix/meldung/US-Behoerden-duerfen-auf-europaeische-Cloud-Daten-zugreifen-1270455.html
Eigentlich kein Kommentar nötig. Andy
Allgemeines 22.006 Themen, 148.988 Beiträge
Genau deswegen werde ich meine Daten nie einer Cloud anvertrauen! Meine Daten gehen keinen Ami was an - dass ich dieses Land im Leben auch nie betreten werde - ist auch klar, lieber mach ich Urlaub in China.
Naja - zumindest nicht von einem Anbieter, der seinen Hauptgeschäftssitz nicht in Obschleißheim, sondern in den USA hat, Zitat Artikel:
Da das Unternehmen seinen Firmensitz in den USA habe, müsse es die dortigen Gesetze befolgen
Allerdings - zutrauen würde ich solche Gesetze auch der deutschen Politik. Wenn ich mir den Chor der Rache so anschaue, der in den letzten 20 Jahren Innenminister war...
CU
Olaf
Hi Olaf19.
Wie ist es wenn ich meine Daten selbst verschlüssle mache ich mich dann schon strafbar ?
Ein weitere Frage die ich den Raum werfe, wenn ich schon verschlüssele, kann ich dann sicher sein, dass der CIA oder andere Geheimdienste nicht einen Generalschlüssel haben ?
Hi!
Aus den wenigen ernstzunehmenden Nachrichten7berichten zu diesem Thema habe ich folgendes im Ohr: man darf natürlich verschlüsseln. Bei verschlüsselten Notebooks, die im Rahmen von Ermittlungen beschlagnahmt wurden, wurde der Besitzer aufgefordert, das Passwort herauszugeben. Es können dann Beugungmaßnahmen angeordnet werden.
http://www.heise.de/ct/artikel/Datentresor-289846.html
"Übrigens kann einen niemand vor Gericht dazu zwingen, Passwörter und Schlüssel herauszugeben, wenn man selbst der Beschuldigte ist. Anders verhält es sich, wenn man nur Zeuge in einem Prozess ist. Dann hat man kein Aussageverweigerungsrecht und kann unter anderem mit Bußgeldern oder Beugehaft belegt werden, um die Herausgabe des Schlüssels zu erzwingen."
Deine zweite Frage kann man nur recht allgemein beantworten, da das von der Implementierung der Verschlüsselung abhängt. Ein Generalschlüssel muss in das Verschlüsselungstool bzw. im Algorithmus vorgesehen sein.
100% sicher sein kannst du daher streng genommen nur dann sein, wenn du das Verschlüsselungsprogramm selbst kompilierst (dir der Quelltext vorliegt) UND du den Quelltext geprüft hast (du musst ihn also verstehen und analysieren können).
Der Rest ist dann wieder eine Dings dieser Sache, dass man heutzutage ja gar nicht mehr kann und den Begriff kennt eigentlich niemand mehr - äh, ich meine: "Vertrauen".
Im Ernst: ich würde da ein bekanntes (möglichst) OpenSource-Verschlüsselungsprogramm aus einer vertrauenswürdigen Quelle wählen und verwenden.
Bis dann
Andreas
Das wäre dann ein Tool wie PGP oder True Crypt (für Container)
Hallo!
Anders verhält es sich, wenn man nur Zeuge in einem Prozess ist. Dann hat man kein Aussageverweigerungsrecht und kann unter anderem mit Bußgeldern oder Beugehaft belegt werden
Dann macht man eben von §55 StPO gebrauch. Demnach darf man die Aussage verweigern, wenn man sich selber einer Straftat bezichtigen würde. Ob das intelligent ist müssen andere beurteilen.
Gruß, René
antworten
Da verpasst Du aber eine ganze Menge, beide Länder sind immer eine Reise wert.
Zusatz: fast jeder vertraut seine innigsten Geheimnisse Facebook an, manche sogar Fotos ihrer Genitalien und lässt die halbe Welt teilnehmen. Welcher Irrsinn ist größer?
Möglich dass die USA eine Reise wert ist - ich bin nur nicht einverstanden damit, dass die USA über alles Bescheid wissen wollen was wir tun und lassen!
Stichwort Echelon: http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon mit dem die USA (nicht nur) praktisch die gesamte elektronische Kommunikation weltweit nach Schlüsselwörtern durchsuchen. Dabei können bequem auch so banale Dinge wie Geschäftsgeheimnisse abgefangen werden.
Stichwort Swift Abkommen - bei dem die USA auch Zugriff auf sie SEPA Daten erhalten wollen.
Stichwort Weltpolizist - Angriffskrieg gegen den Irak, den sie und UK unter dem Vorwand von Massenvernichtungswaffen begonnen haben. Es wurden keine Massenvernichtungswaffen gefunden.
Sicher, jeder glaubt seine intimsten Geheimnisse bei Facebook veröffentlichen zu müssen. Selbst schuld! Ich hatte vier Wochen einen Facebook Account - den ich inzwischen gelöscht (nicht deaktiviert) habe. Selbst da hab ich keine Daten eingegeben oder der Publikation von mehr als den nötigsten Daten zugestimmt.
- Stichwort Vorratsdatenspeicherung des Rechten Terrors wegen.
(Vom "Linken Terror" wird gegenwärtig nicht so viel gesprochen)
Die SPD hat, ganz SozialDemokratisch, schon ihre Zustimmung signalisiert:
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-12/spd-vorratsdatenspeicherung
Wetten, daß die USA auch darauf im Bedarfsfall zugreifen werden können, wie auf unsere Konto- Bewegungen?
Jürgen
Diese Argumentationskette habe ich noch nie verstanden.
Wer aus Datenschutzgründen Cloud Computing ablehnt, wird wohl kaum einen Account bei Facebook haben, oder allenfalls unter einem Pseudonym, wenn überhaupt - wer bei Facebook richtig aktiv ist, hat normalerweise auch kein Problem mit den Clouds.
Worin also liegt der Sinn, das immer gegeneinander auszuspielen?
CU
Olaf
So lange ich da nicht einfach spontan hinreisen kann, ohne zig Formalitäten, ist das Land für mich tabu. Die Amis können ja auch zu uns unkompliziert kommen, habe selber Freunde dort, die bei weitem nicht so einen Aufwand betreiben müssen um nach good old Germany zu reisen wie umgekehrt ich zu ihnen.
Die USA schaffen Microsoft ab.
Die "Cloud"- Diskussion gabs schon Anfang der 90er Jahre: "Kostenloser Webspace". "Cloud" ist die Hochstapelei- Form des "Web 2.0", mehr nicht.
Tipp aber schon immer: Eigener, lokaler Speicherplatz, z.B. im Microsoft Private Folder. Nicht einmal Admins und Eltern kommen da ran.
Meine Daten lassen ich nur auf meinen lokalen Festplatten, wie ich hier schon des öfteren geschrieben habe traue ich dieser Cloudtechnologie kein Stück weit. Meine Daten gehen einen paranoiden Beamten den feuchten Kehricht an. Da war ja die Stasi fast noch human dagegen.
Ja, prinzipiell ist das schon das Gleiche wie "kostenloser Webspace".
Bedenklich finde ich nur, wenn mehr und mehr Anwendungen und schließlich sogar komplette Betriebssysteme in Clouds ausgelagert werden und beim Anwender zuhause nur noch ein "zwangskastriertes Terminal" statt eines autarken, ausgewachsenen, auch ohne Internet-Dauerberieslung voll funktionsfähigen Rechners steht.
Man könnte jetzt einwenden, "du brauchst das ja nicht mitzumachen" - vorerst vielleicht nicht, aber es könnte der Tag kommen, an dem es gar nichts anderes mehr zu kaufen gibt.
CU
Olaf
vorerst vielleicht nicht, aber es könnte der Tag kommen, an dem es gar nichts anderes mehr zu kaufen gibt.
Eine Firma die im Wettbewerb mit anderen steht, wird sich nie darauf einlassen, oder spätestens dann auf Linuix umstellen.
Jedem Firma redet von Betriebsspionage und wird dann in the Cloud arbeiten.--------> LOL.
Bereits heute weiß doch kein Mensch, was die einzelnen Programme ihren Herstellern/ Entwicklern wirklich liefern. Das geht nie nur um die Versions- Nummer.
Andersherum ist es möglich, über eben diese Wege jede Festplatte, jeden Bildschirm, jede Tastatur auszulesen, aber auch Bösartiges auf den Rechner zu schicken.
Niemand von uns kennt jedes Bit in jedem Programm und seine Bedeutung - wie sich oft hinterher herausstellt, wissen das nicht mal die Programmierer selbst.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-will-beim-Datenschutz-in-der-Cloud-Massstaebe-setzen-1390407.html
Die beiden letzten Sätze machen es nochmal deutlich. Ich meine es geht bei der ganzen Sache um etwas anderem als nur um Terrorbekämpfung oder Landesschutz. Andy
Das war doch klar, dass die Weltdiktatur USA Zugriff auf Wolkendaten bekommen. Wer eine Wolke eines US-Geheimdienstes wie Apple, Micro$oft oder Google nutzt, kann die Daten auch gleich den CIA, NSA, FBI usw. senden.
Ich selber nutze nur einen persönlichen FTP-Server meines Webhosters und auch da lade ich eigentlich im Urlaub auch nur Fotos als Backup hoch, da mir schon einmal eine SD-Karte kaputt ging, wo ich zu faul war, die vielen Bilder (es passen viele Bilder auf eine 32GB-Karte) vorher zu sichern. Aber Dokumente bleiben auf meiner HDD, außer JPG/RAW und AVI/MPG/MOV wird nichts hochgeladen.
Beste Grüße
André
Ich habe jetzt den Heise-Artikel 2x komplett durchgelesen.
Es müsste doch möglich sein, dass mal eine Liste veröffentlicht wird, welche Cloudanbieter ausschließlich in D sitzen, US-Dienste scheiden ja jetzt komplett aus. Grade kam ein GMX-Newsletter mit Werbung für Onlinespeicher rein. GMX=1und1. Da frage ich mich, ob die irgendwie mit US-Diensten was zu tun haben. Nicht dass ich da jetzt was anmieten möchte, es interessiert mich einfach nur.
Sitz in Deutschland? Nützt nichts - gilt eigentlich immer noch Besatzungsrecht?
Wenn unsere (?) Regierung hier ansässige Telefonunternehmen veranlaßt, Handy-Technik so zu konstruieren, daß für ausländische Nachrichtendienste Abhörmöglichkeiten eingebaut werden, dann kann man sich ausmalen, wie mit Server-Speicherkapazität verfahren wird.