Hallo Leute,
exakte Systemzeit ist zumindest bei systemübergreifendem Arbeiten mit Datensätzen wichtig, da doch je nach SW immer wieder auch Datum und Uhrzeit der Speicherung für Zuordnungen genutzt werden.
Wir nutzen daher Funkuhrenmodule, um die Systemzeiten der Rechner unabhängig voneinander zu synchronisieren. Die Dinger sind nicht gerade billig und auch bei ebay begehrt.
ELV schmeißt nun so ein Modul aus dem Programm von Eigenentwicklungen rauß (PC-DCF-Funkuhr 28044 - Produkt-No. 6828044). Es kostet nun als Sonderaktion weniger als € 5,00, höchstwahrscheinlich weg dem Anschluß via RS232 und SW-Untersützung "nur" bis WIN98. Der Stecker an der RS232 ist so aufgebaut, dass er durchschleift. So kann die RS 232 weiterhin z.B. zum Betrieb des Modems genutzt werden. Die beiliegende Software läuft nach meinen Versuchen hier problemlos unter WIN98 und auch XP.
Synchronisation der Systemzeit erfolgt über Drücken eines Programmbuttons resp. ist durch Einbindung in die BS-Bootsequenz mittels Batchaufruf einer DOS-Routine beim Rechnerstart automatisierbar.
Das Kabel ist lang genug, um ein empfangsstarkes, störungsfreis Plätzchen zu finden. Als Batterien dienen 2 stinknormale Mignons, die's auch für wenig Geld als Akkus gibt. Also keine teuren Micro-Batterien notwendig
Einzige Krucke: Im Manual ist nicht davon die Rede, dass nach Einlegen der Batterien erst mal eine Initialisierungsphase von bis zu 10 min erfolgen muß, bis das Modul von der Software erkannt werden kann. Da schaut man erst mal blöde.
Meiner Meinung nach aber wirklich eine runde Sache gerade auch für den Preis. Das wollte ich der Gemeinde zur allgemeinen Erbauung nur mitteilen.
Gruß
Pumbo
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Läuft das Ding auch unter Linux?
rill
Ich bekomme noch von ELV den Befehlssatz zugeschickt, mit dem das Dingen über COM kommuniziert. Dürfte ASCII sein und damit kein Problem, sich so was unter C o.ä. mit den Routinen zum Ansprechen der RS232 zu programmieren.
Ansonsten ist die SW so kompakt, dass sie unter einem Emulator wie WINE laufen sollte. Die neueren WINE Versionen kommen nach meinen Erfahrungen schon mit recht komplexen Sachen gut zurecht.
P.S.: @T-REX.
Ich hab' hier noch 'ne professionelle Lösung von TOBIT (TOBIT TIME:LAN) liegen, die neben NT, XP, 2000 und auch Novell NETWARE eben explizit auch unter LINUX läuft. Ich kann sie hier nicht einsetzen, wo ich sie brauche (=altes WIN98 Netzwerk), ist noch wie neu (kostete so schlappe €150.-!!). Was wäre sie Dir u.U. wert?
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Laß mal gut sein, danke. Bisher befrage ich (für mein lokales, privates Netz) einen Timeserver im Internet. Für 5 Eier plus Versandkosten hätte ich das vielleicht ausgetauscht, aber so ein teueres Teil ist für meine privaten Zwecke völlig oversized.
Wer sagt denn, dass ich einen Neupreis dafür erwarte?? Und was ist das überhaupt für eine Einstellung - oversized?? In einer Zeit von 2 GB RAM, 200GB HD und Dualprozessoren als Minimalausstattung zum Surfen und Briefeschreiben in WORD wollen wir so defätistische Äußerungen aber mal nicht gehört haben *g*
Auch bei 50 Euro wäre das Ding mehr wert als der Rechner, an den es angeschlossen wird:
- P1 166MHz
- 64 MB RAM
- 2 * 500MB HDD
Aber trotzdem danke fürs Angebot.
Hi!
Hast du das Protokoll von ELV bekommen? Ich wäre auch sehr daran interessiert! - Eventuell kannst du mir es ja weiterleiten!
Vielen Dank!
Viele Grüße,
Markus
Hi zusammen,
ich hab mich selbst damit auseinandergesetzt und folgendes rausgefunden:
a) Es gibt die Funkuhr immernoch für 4,95 EUR, allerdings nur telefonisch, die ist nicht in den neuen Shop mit eingepflegt worden. Bestelldaten: ELV PC-DCF-Funkuhr Best.Nr.: 28-044
b) Die Funkuhr ist wählerisch, was den seriellen Port angeht. Nur mit Ports, bei denen der Spannungspegel wirklich passt und die genug Strom liefern können funktioniert die Datenübertragung. Ich habe 3 Laptops und zwei Desktop-PCs getestet und nur einer der beiden Desktop-PCs funktioniert.
c) Das Problem von b) könnte man durch einen Anpassung eines Spannungsteilers in der Uhr möglicherweise lösen
d) Das genaue Protokoll und den Schaltplan gibt es im ELV-Journal 3/97 S. 56ff. Leider gibts die bei ELV nicht mehr, ich hab die Ausgabe allerdings und es sollte sie ja auch in einigen Bibliotheken geben.
e) Die aktuellen AS 2000 Funk-Thermometer-Sender funktionieren mit der PC-DCF-Funkuhr einwandfrei, es können allerdings nur vier Sensoren (ID 1-4) adressiert werden.
Und Last but not least: Ich bin dabei eine Windows XP und eine Linux Software dazu zu schreiben -> Lasst es mich wissen, wenn jemand Interesse daran hat.
Viele Grüße,
Markus
Aaaalso - ich benutze seit Jahren die Funkuhr von elmüsoft hier.
Kostenlos - präzise - keine Prozessorlast - und gleichzeitig mit dabei der beste aller Terminplaner.
Alles kostenlos.
Dieses Teil syncronisiert meine PCs und die meiner Freunde kostenlos mit der Atomzeit.
Funktioniert ab Win95 bis jetzt - und, soweit mir bekannt ist, auch unter Linux.
Ich habe als Server den von Frankfurt/Main oder den von Erlangen gewählt - man kann natürlich auch US- Server dazu verwenden...
Jürgen
Sieht übrigens so aus in der Systray:

Die Ansicht ist ziemlich beliebig einstellbar.
Download hier: http://www.netcult.ch/elmue/Update-de.htm
Jürgen
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
Das dürfte halt nur nur für PCs interessant sein, die über eine Internet-Verbindung verfügen. Ansonsten ganz klar eine prima Lösung. Unter Windows XP bietet übrigens die normale Windows-Uhr schon die Zeitsynchronisation an. Das kann man nach Doppelklick auf die Uhr im SysTray im Dialog "Eigenschaften von Datum und uhrzeit" auf dem dritten Reiter einstellen (siehe auch http://www.a-m-i.de/tips/w32time/w32time.php). Für Linux gibts diverse Utilities, ich bevorzuge ntpdate. Der Vorteil der oben angesprochenen ELV PC-DCF-Funkuhr ist ganz klar der, dass man keine Internetverbindung braucht und die Möglichkeit hat Temperatursensoren zu empfangen. Aber das ist Geschmacksache.
