1. wenn nicht anders angegeben handelt es sich IMMER um endkundenpreise, da händler dazu verpflichtet sind, die preise inklusive aller steuern anzugeben, ansonsten müssen sie dies explizit und deuttlich kennzeichnen. ich frage mich aber, warum du bei endkundenhändlern kaufen willst wie alternate und co...es bringt nix sich als weiterer zwischenhändler in die zwischenhändlerkette zu hängen, wenn man handel treiben will, dann such dir einen großen distributor, der speziell für händler anbietet, oder wende dich direkt an hersteller, die einen händlervertrieb besitzen.
2. mindestbestellwert hast du meistens, da der verwaltungsaufwand nicht gering ist, bestellen kann man meist aber auch unter dem wert, zahlt dann aber einen deftigen mindermengenaufschlag. mittlerweile ist das mit dem bezahlen auch nicht mehr so kulant, waren früher oft 4 wochen zahlungsziel so wird man mittlerweile schon bei überschreiten der 14 kalendertage angemahnt. übrigens haben auch hersteller und distributoren fast immer staffelpreise, bei denen sich dein rabatt nach bestellvolumen und umsätzen richtet, du mußt dich also mit deinen einkaufspreisen nach unten arbeiten. bei den herstellern und distributoren werden preise übrigens üblicherweise immer netto angegeben.
3. da sprichst du einen heiklen punkt an. der private endkunde kauft bei dir nach den rechten des bgb ein, er hat also widerrufsrecht, rückgaberecht, umtauschrecht usw...wird er z.b. über diese rechte nicht aufgeklärt, so hat er diese rechte auch noch erweitert auf ein jahr, du bist da also in der pflicht. geschäfte zwischen händler und händler laufen allerdings nicht nach dem bgb ab und du kannst auch nicht darauf pochen, hier greifen andere gesetze und regelungen und du bekommst teilweise vom hersteller nur 6 monate garantie, der rest ist dein persönliches risiko, da du immer vertragspartner des kunden bist, nicht der hersteller oder dein großhändler. brisant ist es auch bei fehlbestellungen oder wenn jemand was bestellt, es nur ausprobiert, es ihm nicht gefällt und er widerruft oder nutzt die rückgabe, gegenüber deinem großhändler hast du diese rückgaberechte nur, wenn er es großzügigerweise einräumt, was nicht alle machen, und du hast zusätzlich dazu oft noch eine sogenannte wiedereinstellungspauschale zu zahlen für eine rückgabe, was im endeffekt bedeutet, daß du sehr wahrscheinlich bei jedem geschäft bei dem soetwas vorkommt drauf legst, was du in deiner kalkulation berücksichtigen mußt.
noch ein punkt sind versandkosten bei umtausch, widerruf, rückgabe, defekten. widerruft ein kunde einen kauf, so dürfen ihm nach gesetz dadurch keine kosten entstehen (wenn der kaufbetrag über 40 € lag), du mußt also seinen versand der ware zu dir (falls versand) und dein versand zum großhändler/hersteller) alleine tragen, bei defekter ware und austausch eventuell auch noch die rücksendekosten.
wenn du jetzt berücksichtigst, daß die marge bei hardware oftmals nur zwischen 2-3% (prozessoren, speicher) und 5-10% liegt, dann solltest du noch einmal überlegen, ob du irklich in den handel willst.