Hi,
ich fahr jetzt seit gut 5 Monten täglich mit dem Zug. OK, da hab ich mich mal gefragt, wo die E-Loks eigentlich Masse(-) her ziehen...
+ bekommen die ja durch die Oberleitung und Masse???
Schienen scheiden aus.
Weil bei 100kV Wechslestrom muss ja auch irgendwo Masse sein - sont geht's nicht. Nur wo???
Ich kann mich an einen Besuch des Deutschen Museums im September/Oktober mit der 12. Klasse erinnern. :*)
Da hatten wir Morgends das Thema beim Warten auf die Tram. Die Masse muss die Schiene sein, irgendwo müssen die Ladungen aus der Oberleitung ja hin, wenn sie durch die Spulen durchsind.
Frag mich aber bitte nicht wie und warum. ;-)
ich würde mal unten nachsehen - bei den Schienen. Grundsätzlich wird dasselbe Prinzip verwendet wie beim "normalen" Stromnetz. Als "zweiter Pol" dient einfach die Erde.
Bei einigen Bahnstrecken gibt es Ausnahmen - so wird mir the_mic zustimmen können, daß die Gornergratbahn (im Wallis) zwei parallele Leitungen und dementsprechend auch zwei parallele Stromabnehmer hat. Ebenso die E-Busse in St. Moritz (da die Gummireifen so schlecht Strom leiten).
Übrigens fahren die E-Loks afaik mit Drehstrom, was eine besondere Form des Wechselstroms ist (phasenverschobene Wechselströme, z.B. 3 Phasen).
E-Loks fahren mit Gleichspannung, meistens 750 V, seltener 600 V.
Pluspol liegt an der Oberleitung, Minus an der Schiene. Bei Wechsel- oder Drehstrom würde man beim berühren der Schiene, die dann aber potentialfrei gebaut sein müsste, und einer richtigen Erdung in Rauch aufgehen.
Wo hast Du das denn her? Das Bahn-Netz hat Niederfrequenten Wechselstrom mit 15 kV und 16 2/3 Hz. In der Lokomotive wird daraus durch Wechselrichter Drehstrom erzeugt.
>Bei Wechsel- oder Drehstrom würde man beim berühren der Schiene, die dann aber potentialfrei gebaut sein müsste, und einer richtigen Erdung in Rauch aufgehen.
Gehst Du in Rauch auf, wenn Du so nichtsahnend auf dieser schönen Erde dahingehst? Obwohl Du ständig auf dem zweiten Pol von 230 V Wechselstrom herummarschierst?
Dieses Problem wäre eher da, wenn die Schienen unter Strom stehen würden - ganz abgesehen vom auftretenden Widerstand!
mir hat's auch keine Ruhe gelassen - offenbar gibt es Lokomotiven, die direkt den Einphasen-Wechselstrom nutzen. Andere erzeugen daraus erst noch Dreiphasen-Drehstrom.
Gemeinsam ist aber allen (zumindest in D, A, CH), daß der Strom in der Oberleitung in Form von Wechselstrom mit 15 kV und einer Frequenz von 16 2/3 Hz vorliegt.
In Hamburg vielleicht anders (je nachdem für welche Firma sich der Stadtrat entschieden hat *g*; in der Regel ca. 500-1000V -> weniger gefährlich bei kurzen Abständen z.B. zu Bäumen in der Innenstadt).
Die DB fährt mit 15kV AC 50/3Hz (=16+2/3), eine Phase.
(Wie sollen mit einer (Ober-)leitung bitteschön 3 Phasen übertragen werden? -> Unfug!)
Was die Loks intern machen variiert je nach Baujahr und Hersteller.
Bei beiden Systemen ist die Schiene/Erde Masse bzw. 0V.
Aber:
In Karlsruhe haben sie's geschafft einige Trams DB-tauglich zu machen (15000kV AC und 750V DC, Pfeife und Klingel, 3. Licht in der Mitte, Reisende(DB) und Fahrgäste(AVG), usw.) und fahren jetzt schon seit mehr als 10 Jahren auf DB-Gleis von den Vororten bis in die Innenstadt! Wen's interessiert: www.kvv.de
> In Hamburg vielleicht anders (je nachdem für welche Firma sich der Stadtrat entschieden hat *g*; in der Regel ca. 500-1000V -> weniger gefährlich bei kurzen Abständen z.B. zu Bäumen in der Innenstadt).
Einen Stadtrat gibt es bei uns nicht. Wenn, dann eine Bürgerschaft (=> "Landtag") und einen Senat (=Regierung).
*sorryheutemalwiedersuperpingeligsei*
Es stimmt, daß Hamburg bis in den innersten City-Bereich eine sehr grüne Stadt ist. Die von Dir angesprochenen eng stehenden Bäume gibt es zum Beispiel an der "Esplanade" (zwischen Hauptbahnhof und Dammtor-Bahnhof). Aber das alles juckt die Trambahn überhaupt nicht: Wir haben nämlich keine! Es gab früher eine Straßenbahn bis ca. Mitte der siebziger Jahre, dann wurde sie abgeschafft - leider...
Aber habt ihr da oben nicht die "Hochbahn" in Hamburg (heißt doch so, auch wenn sie teils im Tunnel fährt *g*)? Vor 2 Jahren bin ich glaub noch damit gefahren.
Unsere Hochbahn heißt offiziell U-Bahn (U1, U2, U3) - also Untergrundbahn. Betreiber ist wiederum die Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft. Treffend sind beide Bezeichnungen, sehr schön zu sehen am oberirdischen Umsteige-Bahnhof Kellinghusenstraße in Hamburg-Eppendorf: Dort braust die Linie U1 stadteinwärts in den Tunnel und taucht erst ca. 10 km weiter, in Wandsbek, wieder auf. Die U3 dagegen fährt auf einem Viadukt über die Stadtteile Hoheluft und Eimsbüttel, dort geht es in den Tunnel, und bei den St.-Pauli-Landungsbrücken taucht sie wieder auf.
Ich hatte gehofft, daß Du hier noch mitposten würdest :-)
Ja, Deine Seite habe ich mir schon vor ein paar Monaten angesehen. Sie ist ausgesprochen schön, besonders die alten Fotos. Viele der U-Bahn-Züge habe ich selber miterlebt. Dabei hatte ich jede Menge Aha-Erlebnisse, so in der Art wie: "Der alte Gaul soll 1983 noch gefahren sein?!", oder auch: "So moderne U-Bahn-Züge gab es schon 1987!?"
Klasse Idee und Umsetzung, auch die technischen Hintergrundinfos sind vom Feinsten.
Danke! Ich lebe seit 1985 in Berlin, hier ist mehr los, Hamburg hat so was provinzielles, war aber gerade 1 Woche auf Urlaub bei meinen Eltern dort. Diesen Thread las ich durch Zufall und habe mich deshalb kurz reingehängt.
Berlin hat 2 U-Bahnsysteme. (siehe meine Seite www.berlin-metro.de).
Das ältere System nennt sich "Kleinprofil", entstand 1902. Hier wird die seitliche Stromschiene von oben! bestrichen. Der Strom wird dieser Stromschiene entnommen, fließt durch die Motoren, Umformer usw. und wird über die Fahrschienen zurück zum Unterwerk geleitet.
Das neuere System nennt sich "Großprofil" und hat eine von unten bestrichene Stromschiene (wie Hamburg seit 1912). Beim Großprofil wird der Strom der Fahrschiene! entnommen und fließt dann zur Stromschiene und zurück zum Unterwerk. Grund sind die galvanischen Ströme (Google hilft hier weiter), welche Metallteile (Stützen, Leitungen usw) angreifen. Die Fahrleitungsspannung beträgt bei den U-Bahnen B, HH, M und N 750 V Gleichstrom.
Es gibt interessante Newsgroups hierzu: news:bln.verkehr sowie news:de.etc.bahn.stadtverkehr
Hab ich gerade mal reingeschaut. Ist von der Machart ganz ähnlich; finde ich ebenfalls sehr gelungen. Was Du über die Provinzialität von Hamburg sagst, stimmt leider Gottes :-(
Hi,
da komme ich ja wieder einmal fast zu spät. *Brummel Grummel*
Diesmal war wirklich fast alles dabei! Alle Möglichkeiten.
Nochmals zusammenfassen?
Also: 15kV Wechselstrom mit 16 2/3 Hz durch die Oberleitung.
Masse durch den Schienenstrang.
Was innen in der Lok gemacht wird ist unterschiedlich. Heutzutage werden meist Frequenzumrichter (nach Drehstrom) mit einem Gleichstromzwischenkreis eingesetzt. Früher ging das natürlich nicht.
Da wurde mit Abgriffen an der Sekundärwicklung eines Transformators gearbeitet.
Die Sache mit der Gleichstromversorgung findet afaik auch heute noch bei Straßenbahnen statt. (Und bei E-Loks im Ausland).
U-Bahnen haben keine Oberleitung. Da steht die Spannung zwischen den Gleisen an. Das kann gefährlich werden. Vielleicht erinnert sich jemand an die Szene aus dem Film "Stoppt die Todesfahrt der U-123", wo sich der Chef der Gangster am Schluß in selbstmörderischer Absicht selbst gegrillt hat.
hier in München bezieht die U-Bahn ihren (Wechsel-)Strom aus einer Schiene, die neben dem Gleis montiert ist. Die Gleise selbst sind stromlos.
Darüber war ich auch ganz froh, als mir mal mein Skyper (vielleicht kennt das noch jemand) mal ins Gleisbett gefallen ist und ich ihn wieder herausholen wollte...
Ist es in D überhaupt erlaubt, die Gleise unter Strom zu setzen? Bei den vielen Sicherheitsvorschriften?
Das ist Quatsch!
Der Strom fließt von der Fahrschiene durch die Motoren zur seitlich montierten Stromschiene. Das hat den Grund der galvanischen Ströme.
Newsgroup bln.verkehr
oder http://www.berlin-metro.de/
Hallo Dr.Hook
Das mit den U-Bahnen stimmt nicht überall.Die U-Bahn in Berlin,Nürnberg und München haben oberhalb der Räder auf beiden Seiten kleine Stromabnehmer.Wenn in den Schienen die Spannung wäre müßten die beiden Räder elektrisch von einander getrennt sein und das sind sie nicht.
MFG ®
Hi,
ja, das ist durchaus möglich. Es handelte sich auch um einen amerikanischen Film. :-)
@out-freyn: Sicherheitsvorschriften. Hmm...Wahrscheinlich wird es deswegen (siehe 'roha') bei uns etwas anders gemacht. Die Amis sehen das alles vielleicht weniger verbissen. *g*
In Enland haben einige Bahnen - ich glaube es waren U-Bahnen eine extra Stromschiene neben den Schienen liegen.
Ein überschreiten der Gleise könnte dort tödlich enden.
Aber das müsste doch Turbo eigentlich noch besser in erinnerung haben.
"Also: 15kV Wechselstrom mit 16 2/3 Hz durch die Oberleitung.
Masse durch den Schienenstrang."
Stimmt, und das ist auch der Grund, warum Flugzeuge eine derartige Technik nicht nutzen.
(Wollte einfach mal die Sache fachlich kompetent abrunden!! Hoffe, das ist in Deinem Sinne *g*)
Grüß Dich
Hallo
Aber eine andere Frage:Jedes Straßenfahrzeug mit Räder braucht ein Ausgleichsgetriebe für die Achse die angetrieben wird.Weil bei Kurven das innere Rad weniger Weg wie das äußere zurücklegen muß sonst könnte man keine Kurven fahren.Wie ist das bei den U,Staßen und Eisenbahnen geregelt.
MFG ®
Ausgleichsgetriebe
Der Wendekreis bei der Eisenbahn ist ja erheblich größer als beim Auto. Die Unterschiede die bewältigt werden müssen sind also geringer, aber durchaus von Bedeutung. Die Laufflächen sind nicht ganz parallel zur Schinenoberfläche, sondern etwas angeschrägt. D.h. der Durchmesser ist außen kleiner als innen. Die Auflagefläche hat also eine geringe überschüssige Breite und der senkrechte Teil der die Seitenführung übernimmt, ist eigentlich wohl eher für den Notfall gedacht. Die Achse kann also minimal quer zur Schinenrichtung beim Abrollen pendeln. Und in Kurven drängt die Achse nach außen, mit der Wirkung, dass außen der etwas größere Durchmesser aufliegt und an der Kurveninnenseite das Rad auf dem geringeren Durchmesser der Auflagefläche läuft. Oder nochmal: Die Auflageflächen sind leicht konisch.
Das was Du meinst ist der sogenannte Sinusschliff und hat tatsächlich die Aufgabe, das sich die Räder gleichmäßig abnutzen. Daher die Pendelbewegung auf der Schiene an sich. Dieser Schliff hat nichts mit dem Ausgleich in Kurvenfahrten zutun.
Ob man es glaubt oder nicht, das ist bei den Kurvenradien unwesentlich. Selbst engste Radien( Ja es gibt sehr unterschiedliche Kurvenradien) stören nicht und es wird in Kauf genommen, daß das Rad über die Schiene "rutscht", da das nur sehr gering ist.
Das Sinus Profil wurde gemacht, damit der Wagen auch Kurvenradien bis zu einem gwissen Mass ausgleichen kann und auf gerader strecke sich immer zentriert. Das ist darum, dass nicht immer der Spurkranz am Schienenkopf anschlägt bzw vorbei schrabst.
Der Kurvenausgleich ist eigentlich auch nur für Lenkachswagen von grösserer Bedeutung (2 oder 3 Achsige Güterwagen) wobei Radsätze an Lenkachswagen mit unterkritischem Laufwerk (Kurzschaken/Federlaschen und Pressblech Radatzhalter) sich da weniger einstellen können als Lenkachswagen mit überkritischem Laufwerk(Lang-/Doppelschakengehänge und Federstahl Radsatzhalter).
??? Etwas verwiirt bin nun schon. Deine Erklärung habe ich nun gelernt im Zusammenhang mit Triebdrehgestellen. Der Sinusschliff ist dafür gedacht, na das habe ich ja schon geschrieben.
Entweder waren wir besoffen (wie alle beie Bahn....) oder ich habe nicht aufgepaßt. Aber ich würde mich niemals mit nem Wagenmeister anlegen.
Hm, nagut, Du wirst sicher besser wissen. Dann bitte ich um Entschuldigung für die nicht ganz korrekten Antworten.
Das mit dem Sinuslauf des Radsatzes kannst Du ganz einfach mit einem Tonnenförmigen Körper (z.B. altes Holzfass) und zwei Schienen (z.B. Rohre) demonstrieren.
Lass so eine Tonne mal über zwei schienen runter rollen.
Die Tonne zentriert sich immer wieder selbst und bei leichen Kurven bleibt sie immer noch auf den Schienen.
Und nochwas:
Du warst nicht wirklich falsch - das Sinus Profil ist ja auf der Lauffläche abgeflacht - früher war das steiler und die Kurvenlaufeigenschaften des Radsatzes waren besser. Da aber die Lauffläche der Radsätze schon nach kurzer Zeit so einliefen, veränderte man das Laufflächenprofil in eine abeflachtere Version.
Bei Güterwagen mit Blatt Tragfedern haben die Radsätze immer noch Quer und Länsspiel, sodass das Lenkverhalten etwas ausgenutzt werden kann.
Bei Reisezugwagen und meines Wissens nach auch bei fast allen Lok´s sind die Radsätze ziemlich starr geführt. Diese Radsätze schrabsen auch mehr mit dem Spurkranz am Schienenkopf. Dafür wurde auch dann ein Grossteil der Lok´s mit Spurkranzschmierung ausgestattet.
Ps.: Ich könnte Dir da einen Stundenlangen Vortrag halten - aber mir tun jetzt schon die Finger weh.
PPs.: Nochwas - ich bin kein Wagenmeister (Werkmeister Wagenuntersuchung), sondern Werkmeister Güterwagenausbesserung d.h. ich habe die 18-Monatige Ausbildung zum Werkmeister für Güterwagenwerke gemacht (ein bissl Reisezugwagentechnik war auch dabei).
Stimmt in dem Fall sogar.
Hier in der Gegend wurden viele Stommasten mit einem Berührschutz ausgestattet, weil Störche & Reiher schon mal mit zwei Beinen auf unterschiedlichen Phasen standen und das danach nicht sehr schön aussah (auf dem Boden). Spatzen haben erst garnicht so lange Beine.
Der Schuts wurde gemacht, weil die Drecksviecher sich auf den Isolator gesetzt haben und mit ihrem Gefieder oder beim Kacken den Isolator überbrückt haben.
Ich hab´ mal mit eigenen Augen gesehen, wie eine Taube (fliegende Ratte) genau zwischen Stromabnehmer-Rahmen und Lokdach zu landen versuchte - das ganze endete in einem grellen Blitz, einem lauten Knall, viel Qualm, etwas Gestank und einigen Überresten der Taube. Das mistvieh hatte sogar eine Unterwerksauslösung(Sicherung in der Hauptschaltstelle hatte angesprochen) verursacht und der gesamte Bahnhofsbereich hatte kurzzeitig keine Spannung auf dem Fahrdraht.
Auf der Leitung sind 15 000Volt - spätestens bei 15cm Abstand schlägt der Lichtbogen über - Der sicherheitsabstand beträgt bei 15 000Volt 1,5m.
Die Masten sind mit der Masseschiene verbunden - also geerdet.
Ps.: Es gibt eine Doktorarbeit über das Kotverhalten von Greifvögeln auf Überlandleitungen. Auslöser dieser Doktorarbeit waren Kurzschlüsse an Überlandleitungen die durch grosse Vögel hervorgerufen wurden.
weil sie nur die phase, nicht aber zusätzlich die masse berühren. das berühren der leitung an sich ist nämlich total ungefährlich - erst wenn man den strom zur masse führt, wird es unangenehm...
Weil ihre Beine in kurzem Abstand auf der Leitung "stehen" und deshalb nur ein verschwindend geringer Strom abgegriffen wird.
Wenn Du Dich breitbeinig auf die Leitung stellen (oder mit maximaler Spannweite der Arme an die Leitung hängen) würdest, wäre es eventuell für Dich auch ohne Berührung von Masse recht unangenehm.
Ist Dir die Funktion eines Potentiometers (veränderbarer Widerstand) bekannt? Nichts anderes machst Du, wenn Du mit zwei Händen, Füßen, Krallen etc. an/auf einer stromführenden Leitung hängst/stehst.
Der abgegriffene Strom verhält sich dann zum Gesamtstrom wie die abgegriffene Stecke zur Gesamtlänge.
Hallo @out-freyn!
Das mit dem Abgreifen stimmt bei rel. schlechten Leitern (also, wo nach einer kurzen Strecke spürbar Spannung abfällt.) Für Säugetiere geht die "Party" so ab ca. 40V los d.h. medizinisch relevante Beeinträchtigungen erfolgen hier, da bedingt durch den Körperwiderstand Ströme zu fließen beginnen, die Störungen/Schäden in der Reizleitung hervorrufen.
Hast Du also einen Leiter aus einem Material, bei dem auf einer Länge z.B. von ca.1 m 40v oder höher abfallen, so solltest Du Dich nicht so draufstellen, dass Deine Beine 1 M auseinanderstehen. Stellst Du Dich aber mit geschlossenen Füssen auf so einen Leiter drauf, so würdest Du die Spannung über, sagen wir mal, 5cm abgreifen und somit 1/20tel von 40V also ca. 2V und somit einen völlig belanglosen Spannungswert.
O.K. soweit sind Deine Überlegungen richtig (Blitzschlag=Füsse zusammenhalten, weil Erdboden ein schlechter Leiter ist)ABER: Stromleitungen konstruiert man dermassen, dass ein möglichst geringer Leitungswiderstand pro Längeneinheit gegeben ist, da sonst bei der Stromüberleitung (über viele Kilometer) ja viel von der teuren Energie vernichtet würde (als Wärme)(Übrigens ein Grund für die hohen Spannungen in Weitleitungen!). Somit ist hier der Spannungsabfall pro Strecke überaus gering und selbst ein Elefant könnte mit seinen 3 - 4m Abgreifweite keine Sapnnung in relevantem Masse abgreifen.(Da fällt mir dabei ein, dass man so was durchaus mal experimentell an einem Hochspannungsleitung abklären sollte. Wäre schon rein mechanisch äusserst interessant. *g*)
Somit hat @Anne wiederum recht, da der Körperwiderstand im Vergleich zum Leitungswiderstand derart hoch ist, dass hier keine Ströme fließen.
@maestro
gib dem Vögelchen mal ein blankes Kupferkabel in den Schnabel, es muss nur bis zum Boden reichen, dann......Grillhähnchen.
Wenn du deine Füsse schön zusammenhälst kannst du dich auch auf eine Oberleitung stellen. Du darfst nur keinen Kontakt mit dem Boden (Metallpfeiler, Baum o.ä.) haben.
Ich habe 5Jahre an Elektro-Lokomotiven gearbeitet - ich kann Dir allerdings nur sichere Info´s zu Lok´s der Baureihen 110,140,141,181.2 geben.
Aber generell ist auf dem Fahrdraht eine Wechselspannung von 15000V 16 2/3Hz (1/3 von 50Hz). Das ist desshalb, weil in den älteren Loks Gleichstrommotoren (Reihenschlussläufer - aufbau wie der Auto-Anlasser) eingebaut sind. Würde man diese Motoren mit 50Hz Wechselstrom betreibn, dann würde ein sehr starkes Bürstenfeuer an den Kohlen enstehen. Ein hoher Verschleiss der Kohlebürsten und des Kollektors wäre neben starken Funkstörungen die Folge.
Also hat man die Frequenz verringert und so eine transformierbaren Wechselstrom, der für Gleichstrommotoren brauchbar ist erhalten.
Die Masse, also der Minus Pol stellen die Schienen dar - um genau zu sein - eine der beiden Schienen.
Schau Dir mal die Schienen im Bahnhof genau an, dort wo irgenwelche Kabel an der Schiene befestigt sind, das ist die Masseschiene. (Bei Schienenbrüchen in der Masseschiene kann man Nachts auch schöne Lichtbögen beobachten.)
Also, bei einer Lok der BR 140 geht der Strom von der Fahrleitung über den Stromabnehmer, den Hauptschalter und Dachdurchführung in den Trafo.
Am Trafo gibt es verschieden Anzapfungen für Nebenbetriebe (Heizung, Lüfter, Luftpresser) und für die Fahrstufen.
An den Anzapfungen für die Fahrstufen hängt das Schaltwerk (Hochspannungsschaltwerk - weniger Verschleiss als Niederspannungsschaltwerk) (dort werden die Anzapfungen für die Fahrstufen abgegriffen), danach geht es über die Lastschalter wieder zum Trafo (zum transformieren auf Motortaugliche Spannungen). Von Dort geht´s über die Richtungswender und Trennschütze zu den Fahrmotoren und von dort dann über die Raderden an den Radsätzen (es darf kein Strom über die Lager fliessen) über die Räder in die Masseschiene.
Na, verstanden?
Die sache mit den 750V DC betrifft hauptsächlich Strassenbahnen und verschiedene S-Bahnen.
>Die Masse, also der Minus Pol stellen die Schienen dar - um genau zu sein - eine der beiden Schienen
Aber wenn Du Wechselstrom hast, müßte Masse doch abwechselnd als Plus- und Minuspol fungieren? Und dann wäre es imho auch ungeschickt, die Masse nicht gleich beim Kraftwerk zu erden - dann kann zumindest mit dieser Leitung schon nichts mehr passieren. Damit meine ich folgendes: Wenn auf einmal die Züge stehenbleiben, müßte erst getestet werden, ob die Störung in der Phase oder der Masse vorliegt.
Hast Du Masse aber direkt beim Kraftwerk geerdet, kannst Du sofort davon ausgehen, daß mit der Phase etwas nicht stimmt.
Daß die Schienen ab und zu noch extra geerdet sein müssen, ist klar, denn Holz- und Betonschwellen sind ja doch fast als Isolatoren anzusehen.
Hi,
ich möchte mr_drehmoment nicht vorgreifen, aber ich denke es verhält sich so:
> Aber wenn Du Wechselstrom hast, müßte Masse doch abwechselnd als Plus- und Minuspol fungieren?
Wenn man es physikalisch ganz genau nimmt, dann ist es auch so.
Dies trifft jedoch nur auf die Stromrichtung zu. Um hier nicht durcheinander zu kommen bezeichnet man deshalb den stromführenden Teil mit 'L' (oder L1, L2, L3 bei Drehstrom) und den masseführenden Teil mit 'N'. Der masseführende Teil der Stromversorgung ist in diesem Fall zusätzlich geerdet.
Die Schiene ist der Null Leiter - wie es auch in der Elektrotechnik als PEN (Potenzial Erde Null) bezeichnet wird.
Die Schiene hat also die selbe Spannung wie die Erde und kann somit als Spannungslos bezeichnet werden.
Die Fahrleitung ist Leiter auf dem eine Wechselspannung anliegt.
Es gibt dort wechselweise einen Elektronen-Überschuss (negative Ladung) und einen Elektronen-Mangel (positive Ladung).
Mal ist die Spannung tiefer, als das Potenzal der Erde, mal ist die Spannung höher als das Potenzial der Erde.
Ich hoffe, ich konnte das jetzt halbwegs verständlich erklären.
Was ist ein Fake???
Aber egal: Wechselspannung hat den Vorteil, dass sie einfach mittels Trafo in jede beliebige Nutzspannung umtransformiert werden kann. Oder hast Du Lust, Deinen Comp z.B. mit 15kV im Gummianzug zu bedienen? (Manche stehen ja auf so Gummizeug *g*!!!)
> Oder hast Du Lust, Deinen Comp z.B. mit 15kV im Gummianzug zu bedienen?(Manche stehen ja auf so Gummizeug *g*!!!)
Ja, manche stehen drauf... aber das gehört ja nun wirklich nicht hierher - obwohl:
Für Tiefseetaucher wäre ein solcher PC das ideale Arbeitsgerät. Und die Wasserkühlung gäbe es gratis dazu, hehe...
Wechselspannung kann beliebig transformiert werden. - das wäre der erste Grund.
Zweitens wäre zu sagen:
Wenn Du Spannung runter transformierst, dann geht die Stromstärke im gleichen Verhältnis hoch. Kleines Beispiel(Verluste werden nicht berücksichtigt):
Du hast Primär 100 000V~ Spannung und 1A Stromstärke. Du transformierst das dann runter auf 1000V dann hast Du nach dem Transformieren Sekundär 1000V~ Spannung und 100A Stromstärke.
Das heisst, wenn du grosse elektrische Leistungen transportieren willst, dann ist es besser wenn Du eine hohe Spannung zum Überbrücken grosser Distanzen benutzt und erst kurz vor den Verbrauchern runter transformierst.
Sonst würden die normalen Überlandleitungen durchbrennen oder man müsste meterdicke Kupferleitungen benutzen.
So benutzt man einfach eine sehr hohe Spannung und hat einen geringeren Stromfluss - das ermöglicht dann die Verwendung von dünneren Leitunngs-Querschnitten.
Und man hat weniger Probleme mit dem el. Widerstand der Leitungen. Der el. Widerstand stellt sich ja gegen den Stromfluss, aber der Spannung stellt er sich nicht entgegen. Man kann also auch durch Benutzen von hohen Spannungen die Verluste beim Überlandtransport von Strom verringern.
Ich denke ein Elektriker kann das nicht viel besser erklären.
(Ich sag´s ja immer gerne: ein schlechter Schlosser ist immer noch ein guter Elektriker) ;-)