Ich hab hier ein paar Lochstreifen rumliegen. Nicht lang (ca. 1m), aber ich würde doch gerne mal versuchen die Dinger auszulesen! Mit was für einer Codierung geschah das damals? Sind das Binärcodes? Es sind nämlich exakt 8 mögliche Löcher nebeneinander.
Gruß Green
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Genau. Eine "Zeile" ist genau ein Byte und damit ein Zeichen. Soweit ich mich erinnere, war die Transportlochung nicht mittig, so daß eine eindeutige "Leserichtung" für den Lochstreifentransport vorgegeben war. Dazu kam eine Abreißvorrichtung bei der Erstellung, die eine "Pfeilspitze" für den Anfang und äquivalent eine "Pfeilkerbe" für das Ende des Lochstreifens erzeugte. Wie die Aufteilung in Leserichtung und damit die Lage des 2 hoch 0 Bit ist, weiß ich allerdings nicht mehr. Im Studium haben wir kleine Assemblerprogramme erstellt und dann mit der Lochstreifenmaschine gestanzt. Damit sind wir dann an den Rechner gezogen und haben gehofft, daß der Rechner auch die Ergebnisse liefert, die wir erhofften. Das ist jetzt aber 20 Jahre her.
Was "steht" denn auf so einem Lochstreifen? Ist das ein altes (und sicherlich sehr uneffektives" Speichermedium oder ist das eine in Maschinensprache verfasstes Befehlszeile, die, wenn ich die "übersetzen" würde für mich keinen Sinn machen würde?
Gruß und Dank
Green
Beides.
Stell dir vor, du wuerdest programmieren. Statt den (Assembler)Quelltext auf Festplatte (gabet ja zu der zeit nich) zu speichern, wurde der halt in Papier gestanzt.
Aber auch daten wurden Da rein gestanzt - also zum Bleistift die Kundendatei statt auf Platte auf Lochstreifen.
Uebrigens wurden die Lochstreifen auch bei Fernschreibern eingesetzt. WEnn du jemandem per Fernschreiber eine nachricht zukommenlassen wolltest, ging das so:
zuerst den Text der Nachricht ganz normal (ohne Verbindung, heute wuerden wir sagen "offline") auf der Tastatur tippen - dabei den Stanzer mitlaufen lassen und schoen darauf achten, dass man sich nicht vertippt ;-)
Anschliessend den Lochstreifen in den leser einlegen, Verbindung aufbauen und Lesevorgang starten...
Volker "neanderix"
der selber noch per Fernschreiber uebrmittelt hat. (In der -ausbildung 84-87, und im Beruf 89)
